Deutschlands älteste Landmarke strahlt wieder: „Rheinorange“ frisch lackiert

Gemeinsame Bemühungen setzen sichtbare Zeichen
Von Petra Grünendahl

Gruppenbild mit Rheinorange (v.l.): Dr. Frank Rieger (Wirtschaftsjunioren), Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla (beide Lehmbruck Museum), Künstler Lutz Fritsch, Kulturdezernent Thomas Krützberg, Oberbürgermeister Sören Link, Dr. Ulrich Kleier (ehem. Sprecher der Wirtschaftsjunioren) und Henning Grzesiek (heute Sprecher der Duisburger Wirtschaftsjunioren). Foto: Petra Grünendahl.

Gruppenbild mit Rheinorange (v.l.): Dr. Frank Rieger (Wirtschaftsjunioren), Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla (beide Lehmbruck Museum), Künstler Lutz Fritsch, Kulturdezernent Thomas Krützberg, Oberbürgermeister Sören Link, Dr. Ulrich Kleier (ehem. Sprecher der Wirtschaftsjunioren) und Henning Grzesiek (heute Sprecher der Duisburger Wirtschaftsjunioren). Foto: Petra Grünendahl.

Gruppenbild mit Rheinorange: NN, Dr. Frank Rieger, Künstler Lutz Fritsch, Dr. Doris König, Dr. Ulrich Kleier, Thomas Krützberg, Dr. Söke Dinkla, Henning Grzesiek, Oberbürgermeister Sören Link und Dr. Joachim Bonn. Foto: Petra Grünendahl.

Gruppenbild mit Rheinorange: NN, Dr. Frank Rieger, Künstler Lutz Fritsch, Dr. Doris König, Dr. Ulrich Kleier, Thomas Krützberg, Dr. Söke Dinkla, Henning Grzesiek, Oberbürgermeister Sören Link und Dr. Joachim Bonn. Foto: Petra Grünendahl.

„Rheinorange sagt Danke“, erklärte der Kölner Künstler Lutz Fritsch, der auch an die Aufstellung seiner Skulptur am 26. September 1992 erinnerte. Mit der Restaurierung wurde nach Vollendung des 230 Kilometer langen Ruhrtal-Radweges, der genau an dieser Stelle endet, ein weiteres Zeichen gesetzt. Die auf Anregung von zwei Homberger Bürgern bei den Restaurierungsarbeiten angebrachte Beleuchtung – sozusagen das Tüpfelchen auf dem „i-Punkt“, als den Fritsch seine Skulptur an dieser Stelle bezeichnet hatte – lässt die beeindruckende Skulptur nun auch im Dunkeln wie eine heiße Stahlbramme leuchten, der die 25 Meter hohe Skulptur als ein Hommage an die Industriestadt Duisburg nachempfunden ist.

Sie strahlt wieder in reinstem Orange (RAL 2004 = Reinorange): die Skulptur an der Mündung von Rhein und Ruhr, die 1992 als erste Landmarke in Deutschland geschaffen wurde. Zu einem kleinen Festakt hatten das Lehmbruck Museum und die Wirtschaftsjunioren Duisburg Sponsoren sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur eingeladen. Denn die an der Mündung der Ruhr in den Rhein gelegene und weit sichtbare Skulptur „Rheinorange“ erscheint nach einer Restaurierung nun wieder jenem reinen Orange, mit dem sie ursprünglich mal errichtet worden war. 1992 auf Initiative der Duisburger Wirtschaftsjunioren mit Unterstützung einer Vielzahl von Unternehmen durch den Kölner Künstler Lutz Fritsch errichtet, hatte „Rheinorange“ durch Witterung und Graffitis Schaden genommen. Dies und die im Zuge des Ausbaus des Ruhrtal-Radweges ermöglichte Beleuchtung hatten die Wirtschaftsjunioren zum Anlass genommen, sich für eine Instandsetzung einzusetzen. „Wir als Junge Wirtschaft setzen uns für Nachhaltigkeit ein“, betonte Henning Grzesiek, Sprecher der Duisburger Wirtschaftsjunioren. „Daher war es für uns selbstverständlich, uns dauerhaft für ‚Rheinorange’ einzusetzen und gemeinsam mit den Unternehmen der Region eine Restaurierung zu ermöglichen.“

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Zoo Duisburg: Namenswettbewerb für Tigernachwuchs

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Sehr zufrieden ist man im Zoo mit der Entwicklung der beiden prächtigen kleinen Minitiger, die seit letzter Woche in der großen naturnahen, von Evonik Industries finanzierten Tigeranlage gemeinsam mit Tigermutter Dasha umherstreifen.

Herrlich anzusehen, wie die beiden Racker über die Anlage flitzen, sich spielerisch an ihre Mutter heranpirschen und sich auch sonst in allem üben, was man für ein Leben als Tiger später benötigt. Stolz ist man auch auf Tigermama Dasha, die zum ersten Mal Nachwuchs bekommen hat und sich vorbildlich um diesen kümmert.

Gestern konnte nun das Geschlecht der beiden Jungtiger festgestellt werden. Es sind ein Männchen und ein Weibchen. Was den beiden jetzt noch fehlt, ist ein passender Name. Alle Tiger-Freunde sind hiermit aufgerufen, aus den unten aufgeführten Namensvorschlägen ihren Favoriten auszuwählen.

Die Entscheidung soll fallen für die folgenden Namensvorschläge, die allesamt aus dem Lebensraum der Sibirischen Tiger stammen.

Für das männliche Jungtier:

  1. Ahren (Engel)
  2. Gorin (Ort in Sibirien)
  3. Makar (Sibirischer Name)

Für das weibliche Jungtier:

  1. Arila (Sonne)
  2. Luba (Liebe)
  3. Vassia (Königliche)

Unter den Einsendungen der meist gewünschten Namen werden zwei Gewinner ausgelost, die für einen halben Tag unsere Tierpfleger in der neuen Tigeranlage bei ihrer Arbeit unterstützen können.

Die Namensvorschläge können per Mail an tiger@zoo-duisburg.de gesendet werden. Einsendeschluss ist Donnerstag, der 1. September 2016.

Mehr Fotos gibt es hier in „Die Tiger sind los“ und hier bie Flickr …

– Pressemeldung des Zoo Duisburg –

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Loveparade-Zivilverfahren: Vier weitere Schadensersatzklagen werden verhandelt

Gedenktstätte für Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg am Alten Güterbahnhof.  Foto: Petra Grünendahl,

Gedenktstätte für Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg am Alten Güterbahnhof.
Foto: Petra Grünendahl,

In vier weiteren am Landgericht Duisburg laufenden Zivilverfahren wegen der tragischen Ereignisse bei der Loveparade 2010 hat das Gericht Termine zur mündlichen Verhandlung bekannt gegeben. Bei der Loveparade-Veranstaltung am 24. Juli 2010 kam es zu einem Gedränge, durch das 21 Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden. Sämtliche Klagen richten sich gegen die L. GmbH als Veranstalterin, deren Geschäftsführer, die Stadt Duisburg und das Land Nordrhein-Westfalen.

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Zoo Duisburg: Die Tiger sind los

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Nun war es endlich so weit: Der Tigernachwuchs durfte die erstmals Außenanlage erkunden. Unter dem immer noch wachsamen Auge von Mutter Dasha können die Jungtiere nun auch von allen Besuchern bewundert ewrden.

Riesengroß war die Freude im Zoo Duisburg, als Ende Juni zwei junge Tiger geboren wurden. Kaum war die riesige neue von Evonik Industries finanzierte Tigeranlage zu Ostern fertiggestellt worden, erfolgte die Zusammenführung von Tigermann El-Roi mit seiner neuen Auserwählten Dasha – mit einer offensichtlich erfolgreichen Verpaarung, wie der Zuchterfolg belegt.

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Museum DKM in Duisburg: Trinkhallen und mehr – Fotografien von Tata Ronkholz

Anne Bude: Idyll der Achtziger Jahre
mit einem gewissen Schimanski-Charme

Von Petra Grünendahl

Tata Ronkholz "Trinkhallen und mehr". Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Tata Ronkholz „Trinkhallen und mehr“. Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Die Trinkhalle, im Ruhrgebiet kurz und knackig „Bude“ genannt, entstand in der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts: Vor den Werkstoren gelegen boten sie den Arbeitern die Möglichkeit, sich mit alkoholfreien Getränken zu versorgen. Die Buden gingen mit der Zeit, boten Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften, Alkohol und Süßigkeiten an, später auch – entsprechende Nachfrage bei strengen Ladenschlussgesetzen schufen hier einen Markt – allerlei Dinge des täglichen Bedarfs. Sortiment und Kundschaft änderten sich, die soziale Funktion als Treffpunkt und Ort des Austauschs blieb. Überdauert hat ihre individuelle Gestaltung bis heute, wo Supermärkte sich immer ähnlicher sehen. Diese Einzigartigkeit hat Tata Ronkholz schon in den Siebziger-/Achtziger Jahren in ihren dokumentarischen Fotografien eingefangen, als „Liebenswürdigkeit der Trinkhallen“ hatte sie es selbst einmal bezeichnet. Einige dieser Arbeiten sind nun in einer Sonderausstellung „Trinkhallen und mehr“ im Museum DKM zu sehen.

Tata Ronkholz "Trinkhallen und mehr". Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Tata Ronkholz „Trinkhallen und mehr“. Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Das „Jahr der Trinkhalle“, das die Ruhr Tourismus GmbH für 2016 ausgerufen hat, bot auch dem Museum DKM eine Gelegenheit, Flagge zu zeigen. Die beiden Sammler und Stiftungsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas sammeln schon seit den 1980-er Jahren Fotografien von Tata Ronkholz (1940-1997). Die gebürtige Krefelderin hatte ab 1978 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Bernd Becher dokumentarische Fotografie studiert. Ihre bekannteste Fotoserie beschäftigt sich mit Trinkhallen: Im Ruhrgebiet, im Düsseldorfer und im Kölner Raum. Ihre Fotografie umfasst aber auch andere Motivserien – Werkstore oder Hafenstandorte, spätere Werke umfassen Schaufenster von Geschäften –, die ebenfalls exemplarisch in der Sonderschau zu sehen sind.

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Gütesiegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2016“ für Duisburger Hafen AG

duisport als erstes Unternehmen in Duisburg zertifiziert

Logo_Ausbildungsbetrieb_2014_RGB.01Oft ist es für Schülerinnen und Schülern, auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz schwierig zu erkennen, wie gut Ausbildungsbetriebe tatsächlich sind. Genau aus diesem Grund haben die Wirtschaftspsychologen der ertragswerkstatt GmbH das Gütesiegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ initiiert, um ihnen eine zuverlässige und neutrale Orientierungshilfe zu geben. „Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind ein zentrales Element für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Daher setzen wir verstärkt auf die Rekrutierung von Fachkräften für die unterschiedlichen Geschäftsbereiche und fördern gezielt junge, engagierte Nachwuchskräfte in unseren insgesamt acht Ausbildungsberufen. Eine Zertifizierung in diesem Bereich ist aus diesem Grund besonders wichtig und bestätigt, dass wir den richtigen Weg für unser Ausbildungsangebot eingeschlagen haben “, so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG.

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Zeitzeugenbörse Duisburg: „Walsum in historischen Fotografien“ im Sutton Archiv

Von der bäuerlichen Gemeinschaft zum
industriellen Stadtbezirk im Duisburger Norden

Von Petra Grünendahl

Der Bahnhof an der Ecke Bahnhofstraße / Römerstraße. Foto: © Horst Köberling / Sutton Verlag.

Der Bahnhof an der Ecke Bahnhofstraße / Römerstraße. Foto: © Horst Köberling / Sutton Verlag.

Die Grabung der Hafenbecken – in den 1920-er Jahren für den Südhafen, in den 1930-ern für den Nordhafen – stellten nicht nur Einkerbungen in die Landmasse, sondern auch erste große Zäsur in der Geschichte des heutige Stadtbezirks Walsum dar: Mit der Ansieldung von Industrie kamen Arbeitsplätze – und mit ihnen die Menschen, die Arbeit suchen und sich hier ansiedelten. Friedhöfe aus fränkischer Zeit deuten auf eine Besiedlung des Gebiets seit dem 8. Jahrhundert hin. Als Walsum 1905 als Gemeinde eine eigene Bürgermeisterei kriegte, war die Kommune noch ländlich-bäuerlich geprägt. Die Einwohnerzahlen waren noch überschaubar. Mit Beginn der Industrialisierung wuchs die Gemeinde, die damals noch zum Landkreis Dinslaken gehörte. Die Stadtrechte bekam Walsum 1958 – mit 40.0000 Einwohnern. Lange währte die Unabhängigkeit nicht: 1975 wurde Walsum als nördlichster Bezirk nach Duisburg eingemeindet.

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert "Walsum in historischen Fotografien" (v. l.): Elmar Klein (KG Gruen-Weiss Walsum), Reinhold Stausberg, Andre Sommer, Harald Molder (alle Zeitzeugenbörse), horst Köberling und Heinz Bergsen im Walsumer Brauhaus. Foto: Petra Grünendahl, Duisburg,

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert „Walsum in historischen Fotografien“ (v. l.): Elmar Klein (KG Gruen-Weiss Walsum), Reinhold Stausberg, Andre Sommer, Harald Molder (alle Zeitzeugenbörse), horst Köberling und Heinz Bergsen im Walsumer Brauhaus. Foto: Petra Grünendahl, Duisburg,

Die Bitte eines Buches über Walsum mit historischen Fotos sei an ihn herantragen worden, erzählte Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse, bei der Vorstellung im Walsumer Brauhaus Urfels. Im gut gefüllten Gesellschaftsraum des Brauhauses stellte die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. vor einem interessierten Publikum ihr neuestes Buch vor. In bewährter Weise thematisch auf acht Kapitel verteilt, behandeln die Autoren die unterschiedlichen Aspekte, unter denen sie die Vergangenheit beleuchteten. Harald Molder konnte zum einen natürlich auf seine traditionellen Bildquellen, Sammlungen und Archive aus den Kreisen der Zeitzeugenbörse zurückgreifen, kontaktierte aber auch Walsumer Heimatforscher und Sammler, Unternehmen und Vereine, die aus ihrem Fundus Material und Informationen beisteuerten.

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Mercatorhalle: Festwoche zur Wiedereröffnung von Duisburgs Guter Stube

Philharmonische Konzerte ausverkauft:
Publikum scharrt schon mit den Hufen

Von Petra Grünendahl

Duisburgs Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Duisburgs Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Ganz begeistert seien die Duisburger Philharmoniker gewesen, erzählte Kulturdezernent Thomas Krützberg, als sie bei ersten Akustik-Proben in der Mercatorhalle musizierten. Der Dirigent habe sie dabei schon habe bremsen müssen. Zum 1. September soll der Große Saal der Mercatorhalle nach Beseitigung massiver Brandschutz- und Sicherheitsmängel wiedereröffnet werden. Die Erwartungen sind auch beim Publikum groß: Die Konzerte der Duisburger Philharmoniker – eine Wagner-Gala mit dem passenden Namen „Dich, teure Halle, grüß’ ich wieder“ – zum Abschluss der Eröffnungswoche am 7. und 8. September sind bereits ausverkauft. Der aus Duisburg stammende Star-Geiger Frank-Peter Zimmermann hatte die Mercatorhalle einmal bezeichnet als ein „Geschenk, das man nicht hätte besser machen können“. Für die Akustik mag das damals schon zutreffend gewesen sein. „Jetzt ist sie besser, weil auch für das Publikum sicher“, fügte Krützberg als verantwortlichem Projektleiter für die Sanierung hinzu.

Berichteten über die Planungen zur Wiedereröffnung der Mercatorhalle (v. l.): Petr Joppa, Oberbürgermeister Sören Link und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Berichteten über die Planungen zur Wiedereröffnung der Mercatorhalle (v. l.): Petr Joppa, Oberbürgermeister Sören Link und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Die Planungen für die Wiedereröffnung des Großen Saals der Mercatorhalle stellte Oberbürgermeister Sören Link zusammen Kulturdezernent Thomas Krützberg und Peter Joppa, Geschäftsführer von Duisburg Kontor als Betreiber der Halle, vor. Bis zu 1.800 Platze fasst der Große Saal, der ab der kommenden Spielzeit wieder für Konzerte und Veranstaltungen zur Verfügung steht. Der Kleine Saal sowie der Konferenzbereich stehen schon seit längerem nach den auch dort erforderlichen Sanierungsarbeiten wieder zur Verfügung und werden auch ordentlich für Buchungen nachgefragt. Der Große Saal muss sich nach vier Jahren der Schließung erst im Veranstaltungskalender und im Bewusstsein möglicher Veranstalter wieder etablieren.

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Loveparade-Strafverfahren: Hinterbliebene überreichen Unterschriften einer Internetpetition

Oberlandesgericht Düsseldorf. Foto: Charlie1965nrw (CC-BY-SA-3.0).

Oberlandesgericht Düsseldorf. Foto: Charlie1965nrw (CC-BY-SA-3.0).

Der Verwaltung des Oberlandesgerichts Düsseldorf sind heute rund 350.000 Unterschriften übergeben worden, die von der Mutter eines Opfers der Loveparade-Katastrophe im Rahmen einer Internetpetition gesammelt wurden.

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Duisburg gedenkt der Opfer der Loveparade 2010

Der sechste Jahrestag – ein Rückblick:
Nacht der 1000 Lichter

Sechster Jahrestag: Nacht der 1000 Lichter an der Gedenktstätte für Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg am Alten Güterbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.Sechster Jahrestag: Nacht der 1000 Lichter an der Gedenktstätte für Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg am Alten Güterbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.

Und noch ein paar Eindrücke von gestern Abend:

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Aktuelle Konjunkturumfrage: Unternehmerverband sieht Stagnation im Revier

Impulse fehlen: Ordentliche Geschäftslage,
aber zu wenig Investitionen

Von Petra Grünendahl

Sorge bereiten Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft im Unternehmerverband Duisburg-Buchholz, die Konjunkturerwartungen der Unternehmer in der Region. Insbesondere in der Metall- und Elektroindustrie, traditionell stark vertreten in der Region Duisburg-Niederrhein, sinken die Werte – stärker als in der Gesamtwirtschaft der Region. Das fängt bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage, Umsatzsituation und Investitionen an, und reicht bis zu den Erwartungen für die Zukunft: Egal, ob es sich um Umsätze oder Investitionsplanungen geht. Robust präsentiert sich angesichts dieser Lage und Erwartungen der Arbeitsmarkt: Planungen von Neueinstellungen und mehr Ausbildungsplätzen liegen immer noch höher als Abbau und Entlassungen, allerdings liegt die Mehrheit der Befragten auf einem „gleichbleibenden“ Level (Arbeitsplätze 52,3 Prozent, Ausbildungsplätze 68,5 Prozent). Mit Investitionen halten sich die Unternehmen aller Branchen allerdings überwiegend zurück.

Unternehmerverband Duisburg stellte Konjunkturumfrage Frühjahr 2016 vor (v.l.): Hauptgeschäftsführer Wolfgang SChmitz, Wirtschafts-Sprecher Heinz Lison und Matthias Heidmeier, Geschäftsführer Kommunikation. Foto: Petra Grünendahl,

Unternehmerverband Duisburg stellte Konjunkturumfrage Frühjahr 2016 vor (v.l.): Hauptgeschäftsführer Wolfgang SChmitz, Wirtschafts-Sprecher Heinz Lison und Matthias Heidmeier, Geschäftsführer Kommunikation.
Foto: Petra Grünendahl,

Die aktuelle Konjunkturumfrage des Unternehmerverbandes stellte Heinz Lison zusammen mit Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz und Matthias Heidmeier, Geschäftsführer Kommunikation, im Pressegespräch vor. Unter den insgesamt beteiligten 300 Unternehmen aus der Region (Ruhrgebiet) waren 86 Mitgliedsunternehmen der Unternehmerverbandsgruppe in Buchholz. Die Umfrage lief bis Ende Juni, allerdings dürften die meisten Rückmeldungen zu Konjunkturerwartungen schon vor dem 23. Juni (Brexit-Abstimmung) stattgefunden haben, so dass dieser ebenso wenig Niederschlag in den Zahlen findet wie die aktuellen Entwicklungen in der Türkei. Beides könnte ein Stimmungsbild in Zukunft weiter eintrüben, auch wenn Lison anmerkte: „Das Auslandsgeschäft spielt hier nicht die entscheidende Rolle.“

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein: Birgit Nellen stellte Kampagne zur Leitbildentwicklung „Ihre Ideen, unsere Stadt“vor

Vorarbeiten zu einer neuen Image-Kampagne:
Duisburger erarbeiten, was unsere Stadt ausmacht

Von Petra Grünendahl

Birgit Nellen, Leiterin der Stabsstelle Strategisches Marketing, präsentierte den Fachleuten vom Marketing-Club Duisburg-Niederrhein "Ihre Ideen, unsere Stadt", Duisburgs neue Kampagne zur Leitbildentwicklung. Foto: Petra Grünendahl.

Birgit Nellen, Leiterin der Stabsstelle Strategisches Marketing, präsentierte den Fachleuten vom Marketing-Club Duisburg-Niederrhein „Ihre Ideen, unsere Stadt“, Duisburgs neue Kampagne zur Leitbildentwicklung. Foto: Petra Grünendahl.

„Bei einer Imageverbesserung gibt es viel Nachholbedarf in Duisburg“, erklärte Birgit Nellen, Leiterin der Stabsstelle Strategisches Marketing der Stadt Duisburg. Frühere Kampagnen hätten nicht nachhaltig das Image der Stadt verbessert. Deswegen hatte man jetzt einen neuen Ansatz gewählt: Zusammen mit interessierten Bürgern will die Stadtverwaltung herausarbeiten, wo die Stärken und Schwächen unserer Stadt liegen. Diese Analyse soll offenlegen, womit Duisburg nach innen wie nach außen punkten kann und wo die Schwächen sind, derer man sich annehmen muss. Die Ergebnisse sollen dann Grundlage einer Ausschreibung für eine neue Image-Kampagne werden. Dort, wo die Stadt das Engagement ihrer Bürger fordert, ist auch die Verwaltungsspitze vor Ort: Oberbürgermeister Sören Link und Kulturdezernent Thomas Krützberg sind bei den Ideenwerkstätten in allen sieben Stadtbezirken als Ansprechpartner für die Bürger dabei.

Präsident Marco Pfotenhauer (Mitte), hatte Birgit Nellen (links), Leiterin der Stabsstelle Strategisches Marketing, eingeladen, dem Marketing-Club Duisburg-Niederrhein "Ihre Ideen, unsere Stadt", Duisburgs neue Kampagne zur Leitbildentwicklung, vorzustellen. Vorne im Bild: Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Präsident Marco Pfotenhauer (Mitte), hatte Birgit Nellen (links), Leiterin der Stabsstelle Strategisches Marketing, eingeladen, dem Marketing-Club Duisburg-Niederrhein „Ihre Ideen, unsere Stadt“, Duisburgs neue Kampagne zur Leitbildentwicklung, vorzustellen. Vorne im Bild: Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Birgit Nellen präsentierte dem Marketing-Club Duisburg-Niederrhein die Kampagne „Ihre Ideen, unsere Stadt“, mit der die Stadt ihre Bürger einlädt, an einer Leitbildentwicklung mitzuwirken. Dazu dienen Ideenwerkstätten in den Stadtbezirken sowie zum Abschluss eine an der Universität, mit der gezielt Studenten und Oberstufenschüler als jüngeres Publikum angesprochen werden, ihren Beitrag zur künftigen Positionierung der Stadt zu leisten. Anfang April war die Kampagne zur Leitbildentwicklung (https://duisburgamrhein.wordpress.com/2016/04/03/leitbildentwicklung-in-duisburg-im-burgerdialog-ihre-ideen-unsere-stadt/) vorgestellt worden. Dieses Angebot werde, so berichtete Nellen, von den Bürgern gut angenommen. Von der mehr als gelungenen Auftaktveranstaltung im April in der kleinen Mercatorhalle über die bislang drei Ideenwerkstätten in den Bezirken fühlten sich viele Duisburger angesprochen, sich aktiv zu beteiligen.

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Fotokampagne zur Leitbildentwicklung „Ihre Bilder, unsere Stadt.“

ideenduUnter diesem Motto „Ihre Ideen, unsere Stadt“ diskutieren Duisburgerinnen und Duisburger derzeit ihre Ideen für ein zukünftiges Leitbild. Seit der Auftaktveranstaltung im April sind bisher über 400 Ideen eingegangen. Außerdem sind die Ideenwerkstätten in den Bezirken erfolgreich angelaufen. Nun möchte die Stabsstelle für Strategisches Marketing die Bürger animieren, ihre ganz persönliche Sichtweise auf die Stadt zu dokumentieren und startet deshalb vom 20. Juli bis 23. August in Kooperation mit dem Wochenanzeiger die Fotokampagne „Ihre Bilder, unsere Stadt.“

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Stiftung Duisburg 24.7.2010: Sechster Jahrestag der Loveparade-Katastrophe

Aufarbeitung und Aufklärung weiterhin nötig:
Die Wunden heilen sonst nicht

Von Petra Grünendahl

Stiftung Duisburg 24.7.2010 - Pressekonferenz zum sechsten Jahrestag der Loveparade (v. l.): Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender), Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand) und Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin). Foto: Petra Grünendahl.

Stiftung Duisburg 24.7.2010 – Pressekonferenz zum sechsten Jahrestag der Loveparade (v. l.): Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender), Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand) und Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin). Foto: Petra Grünendahl.

„Die Angehörigen und Betroffenen brauchen die Aufklärung – wenn nicht juristisch, dann durch eine Untersuchungskommission“, erklärte Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Duisburg 24.7.2010“. Die Frage nach dem „Warum?“ ist auch sechs Jahre nach der Katastrophe der Loveparade 2010 nicht geklärt. Eine juristische Aufarbeitung der Geschehnisse könnte es nur geben, wenn das Oberlandesgericht Düsseldorf (hier … und hier …) die Nichtzulassung der Klage des Landgerichts Duisburg (hier die Fakten … und hier der Kommentar …) aufhebt. Sollte dies nicht geschehen, fordern die Vertreter der Stiftung im Namen von Angehörigen und Betroffenen eine unabhängige Aufklärung, die nicht nach strafrechtlicher Verantwortung sucht, sondern neutral untersuchen kann, was damals schief gelaufen ist und was letztendlich zur Katastrophe geführt hatte.

Stiftung Duisburg 24.7.2010 - Pressekonferenz zum sechsten Jahrestag der Loveparade (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Stiftung Duisburg 24.7.2010 – Pressekonferenz zum sechsten Jahrestag der Loveparade (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

In einem Pressegespräch erklärten die Vorstände der Stiftung „Duisburg 24.7.2010“, Pfarrer Jürgen Widera und Birgit Nellen, zusammen mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (ehemaliger Vorstand der Kindernothilfe) die Planungen für den sechsten Jahrestag. Ihnen standen für weitere Ausführungen Kuratoriumsmitglied Ulrike Stender (Diakonie) und Richard Bannert, evangelischer Diakon und Notfallseelsorger, sowie die Angehörigen des Duisburger Todesopfers Marina, Mutter Edith Jakubassa und Stiefvater Friedhelm Scharff, zur Seite. Ein Gedenkgottesdienst in der Salvatorkirche am Vorabend (geschlossene Gesellschaft) bildet für Angehörige und Betroffene den Auftakt des diesjährigen Gedenkens, der als Veranstaltung etwas kompakter ausfällt. Eine öffentliche Gedenkfeier wird es – anders als in Vorjahren – nicht geben. Das sei der Wunsch der Angehörigen und Betroffenen gewesen, sagte Thiesbonenkamp. Die Stiftung richtet den Jahrestag in diesem Jahr zum ersten Mal aus. Bislang war die Organisation in jedem Jahr über andere Stellen gelaufen.

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Joachim Schneider: „Außergewöhnliche Museen am Niederrhein“ als Ausflugsführer im Sutton Verlag

Vom Reiz der kleinen Museen: Wo die
Ausstellungsstücke nur ein Teil der Faszination sind

Von Petra Grünendahl

"Vorsicht, Bienenhaus": Das Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg). Foto: Petra Grünendahl.

„Vorsicht, Bienenhaus“: Das Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg). Foto: Petra Grünendahl.

„Die Biene Maja ist gar keine Biene: Mit ihrem schwarz-gelben Aussehen ist sie eine Wespe. Bienen sind dunkel, eher braun“, erklärte Michael Vedder vom Kreisimkerverband Duisburg e.V., der uns durch das Bienenmuseum des Vereins in Rumeln-Kaldenhausen führt. Er erzählte uns von Bienen und Wespen und worin sie sich unterscheiden. Hier offenbart sich, was solche kleinen Museen wie dieses auf dem Schulgelände des Albert-Einstein-Gymnasiums an der Schulallee auszeichnet: Das Engagement von Menschen, die ihr Hobby, ihre Leidenschaft anderen Menschen näher bringen. Menschen, die ihr Wissen teilen und jeden Museumsbesucher mit einer Führung in die Geheimnisse ihrer Sammlung einweihen. Im Mittelpunkt steht der Museumsbesucher, der mit der Ausstellung nicht alleingelassen wird. Neben festen Öffnungszeiten mittwochs und samstags nachmittags können zum Beispiel im Bienenmuseum nach Absprache auch eigene Termine für Gruppen vereinbart werden. Vereinsmitglieder führen diese dann durch die Sammlung.

Joachim Schneider stellte sein Buch "Außergewöhnliche Museen am Niederrhein im Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) vor. Foto: Petra Grünendahl.

Joachim Schneider stellte sein Buch „Außergewöhnliche Museen am Niederrhein im Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) vor. Foto: Petra Grünendahl.

Der Duisburger Autor Joachim Schneider kennt sich aus in Duisburg und am Niederrhein. Früher hat er mit seinem heute 21-jährigen Sohn häufig Museen in der Region und im Ruhrgebiet besucht. Er hat sich auf die Suche nach solchen Schätzchen gemacht, die nicht unserer alltäglichen Vorstellung von einem Museum entsprechen. Gefunden hat er viele kleine „Museen“ und Sammlungen, die Menschen mit viel Engagement und Herzblut ehrenamtlich zusammen getragen haben und in einem zeitlich begrenzten Rahmen für Interessierte zugänglich machen. Manche dieser Museen haben feste Öffnungszeiten, die sich allerdings immer auf wenige Stunden in der Woche beschränken. Andere werden ausschließlich nach Vereinbarung geöffnet. Festes Personal gibt es nirgends, alles wird ehrenamtlich auf die Beine gestellt.

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Loveparade: Staatsanwaltschaft vergibt ein weiteres Sachverständigengutachten

Die Stahltafel wurde gestiftet von HKM und ThyssenKrupp Steel Europe: Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 im Juli 2015. Foto: Petra Grünendahl.

Die Stahltafel wurde gestiftet von HKM und ThyssenKrupp Steel Europe: Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 im Juli 2015.
Foto: Petra Grünendahl.

Der Bochumer Jurist, Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Professor Dr. Thomas Feltes kritisiert die Bestellung eines neuen Gutachters für das Loveparade-Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Duisburg als unzureichend.

Im Verfahren um die strafrechtliche Aufarbeitung des Loveparade‐Unglücks hat die Staatsanwaltschaft Duisburg einen weiteren Gutachter beauftragt. Der Bochumer Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Professor Dr. Thomas Feltes vertritt einen Vater, dessen Tochter bei der Loveparade getötet worden war. Professor Feltes ist der Auffassung, dass der von der Staatsanwaltschaft nunmehr benannte Gutachter ungeeignet ist und zudem die Gefahr besteht, dass auch dieses Gutachten vom Gericht nicht akzeptiert wird.

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Lehmbruck Museum in Duisburg: On Surface – An der Oberfläche

Als Struktur und Oberfläche Bedeutung gewannen
Von Petra Grünendahl

On Surface - An der Oberfläche: August Rodins "Eva" (1881). Foto: Petra Grünendahl.

On Surface – An der Oberfläche:
August Rodins „Eva“ (1881).
Foto: Petra Grünendahl.

On Surface - An der Oberfläche: Wilhelm Lehmbrucks "Kinderköpfchen" (1909). Foto: Petra Grünendahl.

On Surface – An der Oberfläche:
Wilhelm Lehmbrucks „Kinderköpfchen“ (1909).
Foto: Petra Grünendahl.

August Rodins „Eva“ wirkt unfertig. Nicht glatt poliert, wie bis dato üblich, sondern mit Oberflächenstrukturen, die nicht vollendet wirken. Die linke Hand ist nicht sauber ausgearbeitet. Der Rücken, der Bauch wirken rauh. Man ist versucht, sie glatt zu polieren. Rodins „Eva“ (1881) ist der kunstgeschichtliche Ausgangspunkt, der die Bedeutung der Oberfläche für die moderne Skulptur aufzeigt. Die Verwendung „neuer“ Materialien ebenso wie ihre Bearbeitung haben Künstlern der Moderne Ausdrucksmöglichkeiten geschaffen, Strukturen bewusst zu gestalten. Oberflächen werden so zum Ausdruck von Botschaften, die der Besucher nur allzu gerne auch haptisch erfassen würde. Dem Reiz der Berührung darf man im Foyer des Anbaus sogar nachgehen: Janet Cardiff lädt mit „To Touch“ (1994) ein zu berühren. Der alt und benutzt aussehende Tisch ist gespickt mit High-Tech: Die Art der Berührung erzeugt Töne, die ihrerseits als Teil eines Werks wahrnehmbar sind, das aus den Dimensionen Optik, Haptik und Klang besteht.

Schwerpunktmäßig im Anbau präsentiert das Lehmbruck Museum in Duisburg seine neue Sonderausstellung „An der Oberfläche – On Surface“ zur Oberfläche als Bedeutungsträger in der Skulptur. Der Fokus liegt auf der Moderne vom späten 19. Jahrhundert bis heute: Von Rodin bis De Bruyckere – und bis Jeppe Hein, dessen Skulptur „Rotating Labyrinth“ im Rahmen von Sculpture 21st als Teil der Sonderausstellung, die von der Sparkasse Duisburg gesponsert wird, bereits vor wenigen Wochen präsentiert wurde. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 2. Juli, um 16 Uhr. Die Kunstvermittlung hat wie immer ein umfassendes Begleitprogramm zu der Sonderausstellung erarbeitet.

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MKM Musum Küppersmühle in Duisburg: Rolf-Gunter Dienst – Mein Gedicht heißt Farbe

Monumetale Bilder laden ein, die
Feinheiten des Pinselstrichs zu entdecken

Von Petra Grünendahl

Rolf-Gunter Dienst: Mein Gedicht heißt Farbe im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl,

Rolf-Gunter Dienst: Mein Gedicht heißt Farbe
im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl,

Gerade die großen, monumentalen Bilder erschlagen den Betrachter fast mit der Wucht ihrer Farben. Erst wenn man nahe heran tritt, sieht man die feinen Pinselstriche, mit denen der Maler Rolf-Gunter Dienst (1942-2016) den mächtigen Farben Strukturen und Inhalte gegeben hat. Farben hatten ihn zeitlebens fasziniert. „Nur darum ging es ihm: um Farben“, erklärte Prof. Walter Smerling, Museumsdirektor des MKM. /Diensts Malerei bildet nicht den Gegenstand ab, nicht die Natur. Sie erschließt sich auch nicht auf den ersten oberflächlichen Blick. Das Bild als Ganzes verlangt immer den Blick auf die Details seiner Malerei. Inhaltlich reicht die Ausstellung von den Frühwerken Rolf Gunter Dienst aus den Jahren 1962-63 (Öl auf Leinwand oder Gouache auf Papier) über die monumentalen Werke von bis zu 2,50 Meter Höhe (Acryl auf Leinwand), die er zwischen 1971 und 2012 malte, bis hin zu Reihen von Bleistiftzeichnungen, die er noch bis zu seinem Tod zu Papier brachte.

Rolf-Gunter Dienst: Mein Gedicht heißt Farbe im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg: Kuratorin Ina Hesselmann und Museumsdirektor Prof. Walter Smerling stellen den Künstler und sein werk vor. Foto: Petra Grünendahl,

Rolf-Gunter Dienst: Mein Gedicht heißt Farbe
im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg: Kuratorin Ina Hesselmann und Museumsdirektor Prof. Walter Smerling stellen den Künstler und sein werk vor.
Foto: Petra Grünendahl,

Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst am Duisburger Innenhafen präsentiert mit Rolf-Gunter Diensts „Mein Gefühl heißt Farbe“ das künstlerische Lebenswerk des zuletzt in Berlin wohnenden Künstlers in einer Retrospektive. Museumsdirektor Prof. Walter Smerling und Ina Hesselmann als Kuratorin der Ausstellung gaben erste Einblicke in die Ausstellung, in Leben und Werk des Künstlers, der nicht nur Maler und Zeichner, sondern auch Autor und Kunstkritiker gewesen war. Arrangiert in Werkgruppen zeichnet die Ausstellung unterschiedliche Schaffensphasen des Künstlers nach. Ab Freitag, 1. Juli, wird die Ausstellung in den Erdgeschossräumen des Museums für die Besucher zugänglich sein.

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Integrationsrat in Duisburg hebt Beschluss zur Armenien-Resolution auf: Ein Kommentar

Es geht nicht um Schuld!
Es geht um die Verantwortung, dass so etwas nie wieder passiert!

Von Petra Grünendahl

Foto: Jürgen Rohn.

Foto: Jürgen Rohn.

Der Beschluss des Integrationsrates vom 7. Juni, den in einer Bundestagsresolution anerkannten Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg als Lüge zu bezeichnen, hatte hohe Wellen geschlagen: Inhaltlich – „Integrationsrat leugnet Völkermord“ –, aber auch formell, denn einen solchen Beschluss hätte das kommunale Gremium gar nicht fassen dürfen. Nachdem Oberbürgermeister Sören Link den Beschluss beanstandet hatte, hoben die Mitglieder des Integrationsrates ihn in einer Sondersitzung am 20. Juni mit 13 zu 9 Stimmen (bei zwei Enthaltungen) auf.

Vor und nach der Sitzung protestierten nationalistisch eingestellte Duisburger türkischer Abstammung lautstark gegen die Aufhebung des Beschlusses. Proteste während der Sitzung konnte Integrationsratsvorsitzender Erkan Üstünay nur mit Mühe unterbinden. Eine sachliche Diskussion kam nicht zustande: Zu verhärtet waren die Positionen einzelner Integrationsratsmitglieder.

Integrationsrat gespalten

Foto: Jürgen Rohn.

Foto: Jürgen Rohn.

Eine Diskussion über die Geschehnisse von 1915/1916, die von vielen Historikern als Völkermord eingestuft werden – eine Einschätzung, der sich vor dem deutschen Bundestag bereits viele Länder und internationale Organisationen und Institutionen angeschlossen hatten – ist dringend nötig. In der Türkei wird sie angesichts aktueller Machtverhältnisse nicht stattfinden. Was in der Sondersitzung des Integrationsrates klar wurde: Auch hier wollen „türkische Nationalisten“ eine Diskussion verhindern, indem sie eine von Generation zu Generation weitergereichte Sicht der Dinge präsentieren, „alles Lüge“ und „Verleumdung“ gebetsmühlenartig wiederholen und dabei auf gefälschte Dokumente zum Armenier-Massaker verweisen.

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Ballett am Rhein begeisterte mit Choreographie-Plattform „Young Moves“ im Theater Duisburg

Faszinierende Vielfalt an Musik und Tanz:
Eine Bühne für Tänzer und ihren Choreographien

Von Petra Grünendahl

Alban Pinet: Odnalro – Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

Alban Pinet: Odnalro – Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

Unterschiedlichste Musikstücke hatten sich die Tänzer für ihre Choreographien ausgewählt, Ideen damit verknüpft. Sie ließen Geschichten vertanzt auf der Bühne erzählen. Immer wieder der Einzelne, die Identität: Mann und Frau, das Individuum in der Masse. Mal wirkte es eher klassisch, mal experimentell, mal musikalisch in andere Zeiten verrückt. Der Abend lebte von handwerklichen und künstlerischen Können aller Akteure ebenso wie von der Vielfalt und den Fantasien derer, die sich ausprobieren durften.

Wun Sze Chan: It is passing by – Sabrina Delafield, Richard Jones, Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

Wun Sze Chan: It is passing by – Sabrina Delafield, Richard Jones, Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

Sechs Choreographien von Tänzern der Ballett-Compagnie der Deutschen Oper am Rhein begeisterten unter dem Titel „Young Moves“ das Publikum bei der Premiere im außerordentlich gut besuchten Theater Duisburg. Drei Tänzer – Alban Pinet (Odnalro), Boris Randzio (Mindrift), Michael Foster (Rapture) – und drei Tänzerinnen – Wun Sze Chan (It Is Passing By), Louisa Rachedi (Fieldwork), So-Yeon Kim (Zahir) – hatten eigene Choreographien geschrieben, die an diesem Abend vor großem Publikum uraufgeführt wurden. Einige haben Kostüme und Bühne selbst entworfen, andere haben sich im Haus bei Hélène Vergnes (Odnalro, Rapture), Gerrit Frohne-Brinmann und Monika Gebauer-Radio (Mindrift) sowie Kevin Gamez (Zahir) Hilfe geholt. Sie konnten dabei alle Möglichkeiten eines großen Hauses nutzen, wie sie die Deutsche Oper am Rhein zu bieten hat. Die Optik der Bühnengestaltungen aller Stücke rundete das Licht-Design von Franz-Xaver Schaffer ab.

Louisa Rachedi: Fieldwork – Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

Louisa Rachedi: Fieldwork – Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

So unterschiedlich die Musikauswahl der Tänzer-Choreographen, so unmöglich, diese live zu spielen: Verschiedene Orchester-Stücke kamen ebenso von CD wie die Filmmusik aus „The Knick“, Moondogs „Lullaby“, Solo-Viola (Bratsche) bzw. –Violoncello oder das Schlagzeug mit Orchesterbegleitung. Die Akustik war aber trotz „Konserve“ ganz hervorragend. Musik und Choreographie eines jeden Parts wirkten in sich geschlossen, jeder Choreograph setzte eigene Marken auf die Bühne. Gute zwei Stunden dauert der Ballettabend (mit Pause).

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