Museum Küppersmühle Duisburg: Evonik Jugendkunstpreis verliehen

Themen der Zeit in Kunst verpackt
Von Petra Grünendahl

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

„Die eingereichten Arbeiten sind mittlerweile nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Kunst, sondern vielmehr Reflektion über zeitgenössischen Themen, über Gesellschaft, Individualität und Vielfalt, über Welt und Politik“, fasste Moderatorin Katty Salié ihre Eindrücke zusammen. Kreativ loteten die Schüler der 20 Kunstkurse im Wettbewerb die Möglichkeiten unterschiedlicher Kunstformen aus: Von audio-visuellen oder Rauminstallationen über Skulpturen bis hin zu plastisch gestalteten Bildern oder Bildern mit plastischen Elementen, die bis in den Raum hineinreichen.

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

450 Schüler aus ganz Deutschland, 1.000 Ideen, eine nicht zu beziffernde Menge an neuen Eindrücken und insgesamt 8.000 Euro Preisgeld – das ist der Evonik Jugendkunstpreis im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg. Der Preis wird in diesem Jahr zum 16. Mal vergeben und seit 2014 durch das in Essen ansässige Spezialchemie-Unternehmen Evonik Industries ermöglicht. Auch im Jahr 2016 hatten wieder 20 Schulklassen die Chance zur Teilnahme am Wettbewerb, bei dem es um vieles geht: Um Neugierde, Inspiration, Teamwork, Organisationstalent, die Entwicklung neuer Ideen und die Freisetzung von Potenzialen – kurz: die Kreativität der Zukunft zu fördern. Alle 20 Teilnehmerklassen (Kunstkurse) waren bei der Preisverleihung dabei und erwarteten mit Spannung die Entscheidung der Jury. Ausgezeichnet wurden die drei besten Wettbewerbsbeiträge mit dem Evonik Jugendkunstpreis. Unabhängig davon werden alle Arbeiten mit einer gemeinsamen Museumsschau honoriert, die bis zum 19. Februar läuft. Die Verleihung des Evonik Jugendkunstpreises stellte gleichzeitig die Ausstellungseröffnung dar.

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Deutsche Oper am Rhein: Puccinis „Madama Butterfly“ begeisterte bei der Premiere im Theater Duisburg

Eine Japanische Tragödie im
Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen

Von Petra Grünendahl

Eduardo Aladrén (Pinkerton), Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Eduardo Aladrén (Pinkerton), Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Der amerikanische Leutnant Benjamin Franklin Pinkerton (Eduardo Aladrén) schließt mit Goro (Florian Simson), einem Makler und Heiratsvermittler, einen Vertrag, der ihm ein Haus und eine japanische Braut, das Geisha-Mädchen Cio-Cio-San (Liana Aleksanyan), für 999 Jahre zusichert. Diesen Vertrag kann er nach japanischem Recht jederzeit annullieren. Für ihn ist das Arrangement nur für die Dauer seiner Stationierung, das 15-jährige Mädchen hingegen glaubt an eine Verbindung nach amerikanischem Recht – also auf Dauer. Als er nach Amerika zurückkehrt, lässt er sie mit ihrer Dienerin Suzuki (Maria Kataeva) in dem Haus zurück. Obwohl am Ende des ersten Aktes buchstäblich ihre Welt zusammen bricht, glaubt sie fest an seine Rückkehr. Nachdem sie von ihrer Familie verstoßen worden ist, entehrt, weil sie von ihrem Mann verlassen und mit dem Kind des Amerikaners (Sarah Bock) zurück geblieben ist, ist diese Hoffnung alles, was sie aufrecht hält: Ihre Hoffnung und das Kind als Zeichen der Zusammengehörigkeit.

Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San). Foto: Hans Jörg Michel.

Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San). Foto: Hans Jörg Michel.

Ihre Premiere feierte im Theater Duisburg nicht die Urfassung von Giacomo Puccinis (1858-1924) Oper „Madama Butterfly“ (als Zweiakter 1904 in der Mailänder Scala uraufgeführt), sondern die wenig später in Brescia uraufgeführte dreiaktige Fassung. Zu seiner Tragödie in drei Akten inspirierte Puccini das gleichnamige Theaterstück von David Belasco, welches wiederum auf der Erzählung von John Luther Long sowie dem Roman „Madama Chrysanthème“ von Pierre Loti basiert. Für den Operntext (Libretto) zeichnen Giuseppe Giacosa und Luigi Illica verantwortlich. Die Geschichte der „Madama Butterfly“ geht wohl auf einen historischen Fall in Nagasaki zurück, wo die Oper auch spielt, allerdings sind viele ähnliche Fälle in Japan belegt. Weiterlesen

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Duisburger Freiheit: Designer Outlet Center am alten Güterbahnhof?

Eine Schnapsidee! – Der Kommentar
Von Petra Grünendahl

Gelände vom Alten Güterbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.

Gelände vom Alten Güterbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.

Der Rat der Stadt Duisburg soll in einer Sondersitzung eine Änderung des Bebauungsplanes für den alten Güterbahnhof beschließen. Anstelle der geplanten Möbelhäuser auf dem Gelände von Kurt Krieger soll dort nun ein Designer Outlet Center entstehen: Das Größte in Deutschland soll es werden, mit einer Verkaufsfläche von 30.000 Quadratmetern und etwa 175 Läden. Hier sollen nun per Herstellerdirektverkauf Markenartikel von Designer-Labeln zu reduzierten Preisen an den Mann – oder wohl mehr an die Frau – gebracht werden.

Da entscheidet also ein Stadtrat, besetzt mit Leuten, von denen bestimmt über 90 Prozent noch nie in einem Designer Outlet Center shoppen waren – zum Beispiel in Roermond oder Maasmechelen Village, um hier nur die nächsten erreichbaren zu nennen. Sie entscheiden aufgrund einer Beschlussvorlage der Verwaltung und Versprechungen, die ihnen Investoren machen. Geschenkt: Das hatten wir doch alles schon mal! Die Idee eines großflächigen, um nicht zu sagen überdimensionierten Textileinzelhandels wird auch nicht besser dafür, dass sie jetzt an anderer Stelle neu aufgekocht wird, wo nicht für Parkplätze Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden.

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Publikum im Theater Duisburg feierte Chor und Orchester bei Festkonzert: 30 Jahre Universitätschor

Wahrlich keine bösen Geister
Von Petra Grünendahl

Schauspieler Linus Schutz als Zauberlehrling. Foto: Petra Grünendahl.

Schauspieler Linus Schutz als Zauberlehrling. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Geister, die ich rief, die werd’ ich nun nicht los“, verzwiefelte Sprecher Linus Schütz. Goethes Ballade vom Zauberlehrling hatte ihren Reiz, auch wenn man sie schon lange nicht mehr auswendig kann: ein Deja-vu, das doch die eine oder andere Zeile ins Gedächtnis rief. Den dichterisch-schauspielerischen Einschub umgaben phantastische Kompositionen, die ein hervorragendes Universitätsorchester zusammen mit dem Universitätschor mit viel Können und noch mehr Leidenschaft erklingen ließ. Musikalisch anspruchsvoll – auch für das Publikum – boten die Musiker und Sänger eine Vorstellung wie aus einem Guss. Wie viele Mühen in der Erarbeitung der Stücke gesteckt haben muss, blieb dem Publikum angesichts einer herausragenden Vorstellung verborgen.

Festkonzert der Universität Duisburg-Essen. Foto: Petra Grünendahl.

Festkonzert der Universität Duisburg-Essen. Foto: Petra Grünendahl.

Zum traditionellen Festkonzert zum Semesterabschluss hatte die Universität Duisburg-Essen eingeladen – in diesem Jahr mit einem besonderem Anlass: dem 30-jährigen Chorjubiläum. Seit dem Zusammenschluss der beiden Universitäten 2003 findet die Festkonzert-Premiere im Theater Duisburg statt, vor der Aufführung in Essens Philharmonie. „Das Publikum wird in Duisburg jedes Jahr größer“, merkte Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen (UDE), zur Begrüßung erfreut an. Noch ist das Theater Duisburg nicht – wie die Philharmonie Essen – in jedem Jahr ausverkauft. Was nicht an der musikalischen Qualität liegen kann: Dass die hochanspruchsvollen Stücke von einem Laienorchester gespielt werden, hört und glaubt man nicht! „Wir haben zwar keine Fakultät, aber Musik wird bei uns sehr groß geschrieben“, so der Universitäts-Rektor. Die minutenlangen stehenden Ovationen eines begeisterten Publikums zum Abschluss des Konzerts hatten ihre volle Berechtigung.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informierte sich über Business in China

Neue Seidenstraße als Weg zum
wirtschaftlichen Erfolg auch in Duisburg

Von Petra Grünendahl

Ex-MdB Johannes Pflug, offizieller China-Beauftragter der Stadt Duisburg und Präsident des China-Business-Network. Foto: Petra Grünendahl.

Ex-MdB Johannes Pflug, offizieller China-Beauftragter der Stadt Duisburg und Präsident des China-Business-Network. Foto: Petra Grünendahl.

„Mittlerweile fahren zehn Züge pro Woche von China nach Duisburg, aber sie sollten nicht leer wieder zurückfahren“, erklärte Johannes Pflug, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und offizieller China-Beauftragter der Stadt Duisburg, der die „neue Seidenstraße“ auch gerne in Richtung Asien genutzt sehen möchte. Chinesen wollten in Deutschland wirtschaftlich Fuß fassen, auch mit Produktion und Entwicklung: „Dies sollte aber keine Einbahnstraße sein, sondern auf Augenhöhe geschehen“, so Pflug. Gute Chancen sehe er hier besonders für Duisburg, das schon sehr intensive Geschäftskontakte nach China pflegt. Aber als Industriestandort – und darüber hinaus mit seiner Lage mitten in Europa – hat Duisburg natürlich viel auch an Know-how zu bieten. Nicht nur der Hafen, auch die Stadt sind sehr um gute Kontakte ins Reich der Mitte bemüht. „Im letzten und vorletzten Jahr waren Delegationen aus Duisburg in China, um dort Kontakte für die lokale Wirtschaft zu knüpfen.“ Die chinesische Regierung unter Staatspräsident Xi Jinping sei ebenfalls sehr an Geschäftsbeziehungen auch nach Deutschland interessiert, um der chinesischen Wirtschaft weiteres Wachstum zu ermöglichen.

Neujahrsempfang des Marketing-Clubs zum Thema China (v. l.): Ex-MdB Johannes Pflug, Club-Präsident Marco Pfotenhauer und Susanne Löhr vom Konfuzius-Institut. Foto: Petra Grünendahl.

Neujahrsempfang des Marketing-Clubs zum Thema China (v. l.): Ex-MdB Johannes Pflug, Club-Präsident Marco Pfotenhauer und Susanne Löhr vom Konfuzius-Institut. Foto: Petra Grünendahl.

Zum Neujahrsempfang hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein seine Mitglieder in das Restaurant Küppersmühle eingeladen. Geschäftsverbindungen nach China als Thema des Abends fand auch bei den Marketing-Fachleuten ein interessiertes Publikum, dem die Gastrednern der Veranstaltung jede Menge Informationen und gute Tipps mit auf den Weg gebe konnten. Johannes Pflug, der auch Präsident des jüngst gegründeten China-Business-Network ist, und Susanne Löhr, Geschäftsführerin des Konfuzius-Institutes Metropole Ruhr, brachten aus ihren Arbeitsbereichen wertvolle Erfahrungen mit, wie aus einer künftig stärkeren Position Chinas auch Duisburger Unternehmen profitieren können.

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Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zeichnet Community-Tanzprojekt „Exile“ aus

Verständigung und Integration: Mit
„Tanzen für ein besseres Leben“ Brücken bauen

Von Petra Grünendahl

Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. Foto: Petra Grünendahl.

Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. Foto: Petra Grünendahl.

„Vielfalt prägt unsere Stadtgesellschaft: Duisburg begreift dies als Bereicherung, nicht als eine Bedrohung“, erklärte Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. „Kunst und Kultur bauen Brücken, schaffen Respekt und Verständigung“, begründete Schneider die diesjährige Ehrung. „Mit Tanz und Musik haben die Beteiligten eine Sprache gefunden, die weltweit verstanden wird“, so Kulturdezernent Thomas Krützberg als Laudator. Die Verständigung der Beteiligten sei nach den Aufführungen am 23. und 24. September letzten Jahres aber nicht abgerissen: „Vertiefte Kontakte zwischen den Mitwirkenden blieben: Das Kulturprojekt baute Brücken und führte Menschen zusammen, die bereit waren, offen aufeinander zuzugehen. Das wirkt bis heute nach.“

Preisverleihung des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage (v. l.): Bürgermeister Manfred Osenger DGB-Chefin, Angelika Wagner, Dr. Alred Wendel, Ulla Weltike, Superintendent Armin Schneider und Laudator Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Preisverleihung des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage (v. l.): Bürgermeister Manfred Osenger DGB-Chefin, Angelika Wagner, Dr. Alred Wendel, Ulla Weltike, Superintendent Armin Schneider und Laudator Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Den Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage erhielt in diesem Jahr das Community-Tanzprojekt „Exile“. Angelika Wagner, als DGB-Vorsitzende Geschäftsführerin des Bündnisses, verlieh den Preis traditionell anlässlich des Holocaust-Gedenktages im Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde in Innenhafen. Den in Form einer ausgestreckten Hand gestaltete Preis bekamen symbolisch für alle Beteiligten Ulla Weltike, Tanzwerkstatt Duisburg, und Dr. Alfred Wendel, Generalintendant der Duisburger Philharmoniker, überreicht. Geehrt wurde damit wurde damit das Mitwirken vieler Ehrenamtlicher, die für ein friedliches und tolerantes Miteinander, für Verständigung und Integration unterschiedlicher Kulturen stehen.

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Sculpture 21st: Lehmbruck Museum Duisburg zeigt Danica Dakićs „Missing Sculpture“

Zuschauer ist gefordert: Individuelles Eintauchen
in Erinnerungen, Assoziationen und Gedanken

Von Petra Grünendahl

„Bitte suchen Sie sich ihren Weg in den Zwischenräumen der Bodenzeichnung“, steht auf dem Steinboden geschrieben, bevor die „Skulptur“ beginnt, die nicht wirklich plastisch sein will. Foto: Petra Grünendahl.

„Bitte suchen Sie sich ihren Weg in den Zwischenräumen der Bodenzeichnung“, steht auf dem Steinboden geschrieben, bevor die „Skulptur“ beginnt, die nicht wirklich plastisch sein will. Foto: Petra Grünendahl.

Sculpture 21 in der großen Glashalle: Danica Dakics Missing Sculpture. Foto: Petra Grünendahl,

Sculpture 21 in der großen Glashalle: Danica Dakics Missing Sculpture. Foto: Petra Grünendahl,

„Bitte suchen Sie sich ihren Weg in den Zwischenräumen der Bodenzeichnung“, steht auf dem Steinboden geschrieben, bevor die „Skulptur“ beginnt, die nicht wirklich plastisch sein will. Zitate aus einer Dankesrede von Joseph Beuys, 1986 im Lehmbruck Museum gehalten, sind mit Knochenleim und Kreidepigmenten auf den Boden aufgebracht. Aus sieben Lautsprechern erklingt eine Soundinstallation: Ein Sprecher (Philipp Heitmann) zitiert aus Briefen von Wilhelm Lehmbruck, Museumsbesucher berichten Eindrücke, Erlebnisse, Gedanken. Das Partizipationsprojekt „Missing Sculpture“ der in Düsseldorf lebenden Künstlerin Danica Dakić (*1962 in Sarajeva) nimmt die Geographie des Raumes auf und verbindet sie mit Gedanken, Erinnerungen von Menschen. Das Werk ist seine Entstehung, der Austausch unterschiedlicher Menschen, deren Ergebnisse nun vor dem Betrachter und Zuhörer liegen: Bereit von ihm erkundet zu werden, mit eigenen Eindrücken und Empfindungen gefüllt zu werden. Ein Kunstwerk, welches sich seinem Publikum nicht gleich erschließt. Welches erobert werden will.

Pressefotograf und Künstlerin: Wie bekomme ich Danica Dakics Missing Sculpture auf ein Foto? Foto: Petra Grünendahl,

Pressefotograf und Künstlerin: Wie bekomme ich Danica Dakics Missing Sculpture auf ein Foto? Foto: Petra Grünendahl,

Das Lehmbruck Museum zeigt im Rahmen von Sculpture 21st Danica Dakićs „Missing Sculpture“ in der großen Glashalle zum Kantpark. Zu sehen ist von außen, aus dem Park heraus, allerdings praktisch nichts. Man muss das Werk begehen, vorsichtig zwischen den Textzeilen, damit diese nicht beschädigt werden. Die Texte auf dem Boden ebenso auf sich wirken lassen wie die Klänge und Stimmen aus den sieben Lautsprechern, die außen an den großen Glasfronten installiert sind. Kuratiert wurde die Ausstellung von Ronja Friedrich, die das gesamt Projekt von den ersten Ideen der Künstlerin im Haus bis hin zur Realisierung betreut hatte. Weiterlesen

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Festkonzert der Universität Duisburg-Essen: 30 Jahre Universitätschor

Von der Walpurgisnacht über den Zauberlehrling, der die Geister rief, bis hin zur dämonischen Filmmusik
Von Petra Grünendahl

Stellten das Festkonzert der Universität Duisburg-Essen im Foyer des Theaters vor (v. l.): Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg, Orchester-Dirigent Oliver Leo Schmidt, Prof. Dr. Eberhard Passarge, Musikbeauftragter der UDE, und Swen Wagner, Sprecher des Universitätschores. Foto: Petra Grünendahl.

Stellten das Festkonzert der Universität Duisburg-Essen im Foyer des Theaters vor (v. l.): Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg, Orchester-Dirigent Oliver Leo Schmidt, Prof. Dr. Eberhard Passarge, Musikbeauftragter der UDE, und Swen Wagner, Sprecher des Universitätschores. Foto: Petra Grünendahl.

„Ich bin ja nicht so für Motto-Konzerte, aber es ein schönes Programm geworden und passt gut zusammen“, erklärte Orchester-Dirigent Prof. Oliver Leo Schmidt. Gemeinsam mit Chor-Dirigent Hermann Kruse hatte er das Festkonzert 2017 zusammen gestellt. Zwei Stücke zur Walpurgisnacht – Modest Mussorgskis „Die Nacht auf dem kalten Berge“ und Felix Mendelssohn Bartholdys “Die erste Walpurgisnacht op. 60“ – umrahmen Goethes „Zauberlehrling“ als Ballade vertont von Paul Dukas und „Das Omen“, eine Suite von Jerry Goldsmith aus dem gleichnamigen Film. Modernes gepaart mit älterem und Klassikern, die sich auch mit Bezügen untereinander allesamt gut unter ein gemeinsames Motto fassen ließen.

„Von Hexen, Geistern und Dämonen“ heißt das diesjährige Festkonzert, welches das Universitätsorchester Duisburg-Essen traditionell zum Ende des Wintersemesters in Essen und seit der Fusion mit Duisburg auch im hiesigen Theater am König-Heinrich-Platz veranstaltet. Das Festkonzert 2017 gibt den Rahmen für das 30-jährige Jubiläum, welches der Universitätschor in diesem Jahr feiert. Dieses Jubiläum nahmen die beiden universitären Musik-Ensembles zum Anlass, wieder einmal ein gemeinsames Programm zu erarbeiten und aufzuführen. Unterstützt werden die Uni-Ensembles dabei vom Konzertchor Unna, von drei Solisten – Michael Siemon (Tenor), Rafael Bruck (Bariton) und Andrew Nolen (Bass-Bariton) –, die allesamt beim Theater Krefeld-Mönchengladbach engagiert sind, sowie als Spreche Linus Schütz, Absolvent der Folkwang-Universität der Künste und ab Februar am Schauspielhaus Bochum unter Vertrag.

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Neujahrsempfang der Niederrheinischen IHK in der Duisburger Mercatorhalle

Burkhard Landers mahnte, Entwicklungen
mit langfristigen Strategien zu verfolgen

Von Petra Grünendahl

Präsident Burkhard Landers beim IHK-Neujahrsempfang in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Präsident Burkhard Landers beim IHK-Neujahrsempfang in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

„Die aufkommende Diskussion über ein Factory Outlet Center auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ist kontraproduktiv“, warnte Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg Wesel Kleve, in seiner Begrüßung. Genau jenes Gelände habe man schon vor 10 Jahren für das damalige Multi-Casa-Projekt abschließend als nicht geeignet befunden. Ein solcher Standort schade der Duisburger City ebenso wie dem Handel im Umland. Die IHK empfehle, die vom Stadtrat vor einigen Jahren beschlossene Idee aufzugreifen, das Gelände als hochwertigen Bürostandort zu entwickeln. Landers: „Ich bin der festen Überzeugung: Dieses Konzept at gute Aussicht auf Erfolg, er braucht allerdings einen langen Atem.“ Der Duisburger Innenhafen zeige aber, dass sich eine langfristige Strategie bezahlt mache. Auch die Nähe zu Düsseldorf solle man stärker nutzen, würden doch dort sowohl Gewerbeflächen als auch das Wohnraumangebot langsam knapp.

IHK-Neujahrsempfang mit über 800 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

IHK-Neujahrsempfang mit über 800 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Traditionell hatte die Niederrheinische IHK zum Neujahrsempfang eingeladen – nach fünf Jahren „Abstinenz“ wieder in die Mercatorhalle. Mit dem Präsidenten des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, hatte man einen Redner für den Abend gewonnen, der sehr anschaulich seine Arbeit und die seiner eher kleinen Bonner Behörde mit 350 Mitarbeitern vermitteln konnte. Von der historischen Rückschau – 1933 soll es rund 2.000 Kartelle in Deutschland gegeben haben, ein fairer Wettbewerb war da nicht möglich – über die Gründung 1958 durch Ludwig Ehrhardt, der Wettbewerbspolitik als Eckpfeiler der sozialen Marktwirtschaft etablierte, bis hin zu den sich wandelnden Aufgaben und Herausforderungen, vor die Kartellamt und Wirtschaft gleichermaßen das Zeitalter der Digitalisierung stellt.

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Duisburg: Neues Beratungsbüro für Geflüchtete im DGB-Haus am Stapeltor

Perspektiven zur Arbeitsmarktintegration: Brücken bauen für beide Seiten
Von Petra Grünendahl

Pressegespräch zum neuen Beratungsbüro im DGB-Haus (v.l.): -	Detlev Schmidt (Geschäftsführer der ver.di-Tochter Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH, Düsseldorf), Reiner Siebert (Leiter des IvAF-Beratungsbüros Duisburg), DGB-Vorsitzende Angelika Wagner, Duisburg, und ver.di-Geschäftsführer Thomas Keuer, Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Pressegespräch zum neuen Beratungsbüro im DGB-Haus (v.l.): – Detlev Schmidt (Geschäftsführer der ver.di-Tochter Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH, Düsseldorf), Reiner Siebert (Leiter des IvAF-Beratungsbüros Duisburg), DGB-Vorsitzende Angelika Wagner, Duisburg, und ver.di-Geschäftsführer Thomas Keuer, Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

„Ein wichtiger Schritt zur Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft ist das Heranführen an den Arbeitsmarkt“, erklärte Angelika Wagner, DGB-Vorsitzende in Duisburg und Geschäftsführerin des DGB Niederrhein. Möglichst früh müssten die betroffenen Menschen Zugang zu Deutsch- und Integrationskursen sowie Praktika in Unternehmen bekommen, um beruflich Fuß fassen zu können, so Wagner. Reiner Siebert als Leiter der Beratungsstelle ist schon seit gut einem Jahr unterwegs, Geflüchtete in Flüchtlingswohnheimen oder an Sprachschulen auf das Projekt aufmerksam zu machen, welches vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ebenso gefördert wird wie vom Europäischen Sozialfonds für Deutschland. „Bislang haben wir uns in Cafés in der Nähe von Heimen oder Schulen zusammengesetzt, jetzt haben wir hier in Duisburg einen festen Anlaufpunkt geschaffen“, so Siebert.

Werden vom Beratungsbüro betreut (v. l.): -	Abdul Monem (Syrer), Hassan (Iraner), Nader (Syrer), Abdul Hakam (Syrer), Fadi (Syrer), Alirazi (Pakistani) unf Abdul Albaset (Syrer). Foto: Pertra Grünendahl.

Werden vom Beratungsbüro betreut (v. l.): – Abdul Monem (Syrer), Hassan (Iraner), Nader (Syrer), Abdul Hakam (Syrer), Fadi (Syrer), Alirazi (Pakistani) unf Abdul Albaset (Syrer). Foto: Pertra Grünendahl.

Angelika Wagner und Thomas Keuer, Geschäftsführer von ver.di Duisburg, stellten zusammen mit Reiner Siebert, Fachberater Bildung und Beruf, sowie Detlev Schmidt und Wolfram Gießler vom BiG Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH, einer ver.di-Tochter und Träger des „In Coach“-Projekts, stellten das neue Beratungsbüro für Geflüchtete vor, das seit Jahresbeginn im DGB-Haus am Stapeltor seine Büroadresse hat. Das „In Coach“-Projekt ist Teil des bundesweiten Netzwerks zur beruflichen Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen (IvAF). Rede und Antwort standen auch Geflüchtete aus Syrien, Pakistan und dem Iran, die alle hier in Duisburg wohnen und sich hier – zum Teil mit ihren Familien – integrieren und heimisch werden wollen. Bis zu anderthalb Jahren sind sie schon in Deutschland, einen Deutschkurs besuchen sie seit rund sechs Monaten. Weiterlesen

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Deutsche Oper am Rhein: Wiederaufführung von Georges Bizets „Carmen“ begeisterte im Theater Duisburg

Von der Freiheit der Liebe
Von Petra Grünendahl

Sergej Khomov als Don José mit Morenike Fadayomi als Carmen. Foto: Hans Jörg Michel.

Sergej Khomov als Don José mit Morenike Fadayomi als Carmen. Foto: Hans Jörg Michel.

„Die Liebe ist ein Zigeunerkind*“, macht die Zigeunerin Carmen (Ramona Zaharia) in der Habanera gleich zu Beginn klar, wie sie über die Liebe und ihr Leben in Freiheit denkt. Liebschaften kostet sie aus, ihre Freiheit genießt sie in vollen Zügen, wie es sonst zu jener Zeit nur Männer durften. Diese liegen der exotischen Schönheit scharenweise zu Füßen, angefangen vom Sergeanten der Wache, Don José (Sergej Khomov), bis zum Leutnant Zuninga (Lukasz Konieczny). Micaela (Liana Aleksanyan, die hier kurzfristig für die erkrankte Luiza Fatyol eingesprungen war) überbringt Don José einen Brief seiner Mutter, die ihn bittet, nach Hause zu kommen und Micaela zu heiraten. Er verfällt aber der schönen Carmen. Als Don José der Zigeunerin die Flucht ermöglicht, wird er degradiert und eingesperrt. Sein Vorgesetzter Zuninga versucht nun selber sein Glück bei Carmen. Der aber macht auch der gerade eingetroffene Stierkämpfer Escamillo (Bogdan Baciu) schöne Augen. Obwohl Carmen zunächst mit Don José liebäugelt, verraten Duette wenig Einigkeit zwischen den beiden, während sie in einen Duett mit Escamillo ihr Herz wirklich verliert: Ein schönes Liebesduett von Zaharia und Baciu, die miteinander verheiratet sind.

Sergej Khomov als Don José mit Maria Kataeva als Carmen. Foto: Susanne Diesner.

Sergej Khomov als Don José mit Maria Kataeva als Carmen. Foto: Susanne Diesner.

Die Wiederaufführung von Georges Bizets (1818–1875) Oper „Carmen“ feierte ein begeistertes Publikum im nahezu voll besetzten Theater Duisburg – mit viel Szenenapplaus und einem minutenlangen Schlussapplaus. Bizet, der nur drei Monate nach der Uraufführung starb, durfte zwar 33 Aufführungen seiner „Carmen“ erleben – was mehr war, als seine Opern zuvor auf die Bühne brachten –, verschied aber in dem Glauben, nie eine erfolgreiche Oper komponiert zu haben: Weiterlesen

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Polizeichor Duisburg 1928 e. V. übergibt Weihnachtskonzert-Spende an Lebenshilfe

Spende hilft bei der Finanzierung des Erweiterungsbaus
Von Petra Grünendahl

„Unser Wunsch ist es, hier in Duisburg zu helfen“, erklärte Horst Fiedler, 2. Vorsitzender des Polizeichors Duisburg, bei der Übergabe der Spende der Weihnachtskonzerte 2016. Der Polizeichor-Vorstand konnte dem Vorstand der Lebenshilfe Duisburg um die Vorsitzende Dagmar Frochte die „aufgerundete“ Summe von 5.555 Euro überreichen: Die gespendeten Gelder der drei Weihnachtskonzerte im Dezember hatte der Polizeichor dabei – wie immer – ein wenig aus eigenen Mitteln aufgestockt.

Übergabe der Spenden vom Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg (v. l.): Raimund Vollmer (Mitglied des Vorstandes der Lebenshilfe Duisburg e. V.), Songül Kisin (Schatzmeisterin der Lebenshilfe Duisburg e. V.) und Vorstandsvorsitzende Dagmar Frochte mit den Vorständes des Polizeichors Duisburg 1928 e. V., Herbert Zachcial (Geschäftsführer), Lothar Herrmann (Schatzmeister) und Horst Fiedler (2. Vorsitzender). Foto: Petra Grünendahl.

Übergabe der Spenden vom Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg (v. l.): Raimund Vollmer (Mitglied des Vorstandes der Lebenshilfe Duisburg e. V.), Songül Kisin (Schatzmeisterin der Lebenshilfe Duisburg e. V.) und Vorstandsvorsitzende Dagmar Frochte mit den Vorständes des Polizeichors Duisburg 1928 e. V., Herbert Zachcial (Geschäftsführer), Lothar Herrmann (Schatzmeister) und Horst Fiedler (2. Vorsitzender). Foto: Petra Grünendahl.

Im Zweijahres-Rhythmus sammelt der Polizeichor Duisburg 1928 e. V. bei seinen Weihnachtskonzerten Spenden für einen wohltätigen Zweck im lokalen Umfeld. Gesammelt wurde in der Pause sowie nach dem Konzert. „Wir haben beim Konzert natürlich im Foyer der Mercatorhalle über unsere Arbeit informiert“, erzählte Dagmar Frochte. Dabei ergab sich auch eine größere Spende, die im Anschluss an das Konzert per Überweisung auf dem Konto der Lebenshilfe einging. „Der Spender gibt wohl jedes Jahr zu Weihnachten eine größere Summe an einen wohltätigen Zweck – und wir konnten ihn für die diesjährige Spende mit unserem Engagement überzeugen“, freute sich die Lebenshilfe-Vorsitzende.

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Homberg-Hochheide: Abrissarbeiten am ersten „Weißen Riesen“

Vorarbeiten zur Sprengung in vollem Gange
Von Petra Grünendahl

Vorbereitende Abrissarbeiten zur Sprengung des Weißen Riesen Friedrich-Ebert-Straße 10-16. Foto: Petra Grünendahl.

Vorbereitende Abrissarbeiten zur Sprengung des Weißen Riesen Friedrich-Ebert-Straße 10-16. Foto: Petra Grünendahl.

Treiben die Neugestaltung in Hochheide voran (v. l.): Rainer Bischoff, MdL, Baudezernent Carsten Tum, Oberbürgermeister Sören Link, Mahmut Özdemir, MdB, Christoph Weber, Geschäftsführer Immobilien-Managemant Duisburg, und Hans-Joachim Paschmann, Bezirksbürgermeister Homberg-Ruhrort-Baerl. Foto: Petra Grünendahl.

Treiben die Neugestaltung in Hochheide voran (v. l.): Rainer Bischoff, MdL, Baudezernent Carsten Tum, Oberbürgermeister Sören Link, Mahmut Özdemir, MdB, Christoph Weber, Geschäftsführer Immobilien-Managemant Duisburg, und Hans-Joachim Paschmann, Bezirksbürgermeister Homberg-Ruhrort-Baerl. Foto: Petra Grünendahl.

„Dass wir hier 20 Mio. Euro in die Neugestaltung stecken können, ist der guten Zusammenarbeit mit Land und Bund zu verdanken“, erklärte Oberbürgermeister Sören Link. Über ein neues Quartiersbüro im Stadtteil sollen auch die Bürger an der Neugestaltung der Flächen und Weiterentwicklung der Nachbarschaft beteiligt werden. Solche Termine machten ihm immer Spaß, erzählte Baudezernent Carsten Tum: „Hier wird an Veränderungen gearbeitet.“ Mit der Landesförderung aus dem Integrierten Handlungskonzept Hochheide (IHK) stehen der Stadt die nötigen Mittel zur Verfügung, die Sanierung von Hochheide zu gestalten, nachdem die leerstehenden Hochhäuser (immerhin 20 Stockwerke mit 320 bzw. 160 Wohnungen) schon seit langen ein Ärgernis im Stadtteil waren.

Ende November 2016 hatte die Abrissfirma Prangenberg & Zaum (P&Z) mit der Einzäunung der Baustelle am Grundstück Friedrich-Ebert-Straße 10-16 begonnen. Bis zur Sprengung im September oder Oktober dieses Jahres sind noch vorbereitende Arbeiten nötig, die Christoph Weber, Geschäftsführer Technik beim Immobilien-Management Duisburg (IMD), zusammen mit Mitarbeitern von P&Z in Anwesenheit des Oberbürgermeisters und des Baudezernenten erläuterte. Nach der Absicherung des Areals nach außen habe man mit der Entrümpelung der Wohnungen begonnen. „Mittlerweile haben wir hier zwei Baustellenbereiche: einen weißen und einen schwarzen“, erläuterte Weber. In den „schwarzen Bereichen“, die nach außen versiegelt sind, werden Schadstoffe entsorgt. Asbest steht ganz oben auf der Liste dessen, was vor einer Sprengung aus dem Gebäude entfernt werden muss, aber auch weitere gesundheitsgefährdende Stoffe: Dort darf nur mit entsprechender Schutzkleidung gearbeitet werden. Weiterlesen

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Geschichte der Binnenschiffer-Ausbildung in Duisburg: Buch von Hans-Günter Portmann

Von der Dorfschule zum Bildungszentrum:
Das Schiffer-Berufskolleg RHEIN in Homberg

Von Petra Grünendahl

Die 1892 in Ruhrort gegründete Stromschifferschule zog kurz nach der Jahrhundertwende in die Räume des Rathauses an der Dammstraße. Foto: Stadtarchiv Duisburg.

Die 1892 in Ruhrort gegründete Stromschifferschule zog kurz nach der Jahrhundertwende in die Räume des Rathauses an der Dammstraße. Foto: Stadtarchiv Duisburg.

Als sich im Zuge der Industrialisierung die Anforderungen an die Binnenschiffer erhöhten, entstanden die ersten deutschen Schifferschulen: Ab 1855 in Sachsen (Elbeschiffer-Fachschulen), später dann auch in Preußen. Mit der Schifferschule in Ruhrort entstand erst 1892 die erste Schifferschule im (damals noch preußischen) Rheinland. Unterrichtet hat man damals nur im Winter, wenn die Schifffahrt wegen Eisgang still lag. Die Ansprüche an eine Ausbildung waren berechtigt, vertraute man den Schiffern doch Werte in Form von Schiff und Ladung an, die man nicht verlieren wollte. Die Industrialisierung ließ den Wert von Schiffen und Ladung ebenso steigen wie den Schiffsverkehr. Die Schiffe wurden größer, Transporte anspruchsvoller. Sollten Binnenschiffer diesen wachsenden Ansprüchen gerecht werden können, musste man sie ausbilden: Diese Erkenntnis setzte sich Mitte des 19. Jahrhundert so weit durch, dass man begann, entsprechende Einrichtungen zu etablieren. Die Entwicklung der Binnenschifferausbildung in Duisburg ist dabei eingebettet in die Entwicklung der Schifferausbildung in Deutschland und Europa, aber natürlich auch an die Gegebenheiten am Rhein, an dem zu dieser Zeit noch die Preußen das Sagen hatten.

Den ehemaligen Schulleiter des Schiffer-Berufskollegs RHEIN in Duisburg-Homberg, Hans-Günter Portmann, hatte nach seiner Pensionierung die Binnenschifffahrt nicht losgelassen. Neben Reisen im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Sachen Binnenschifffahrtsausbildung beschäftigte er sich auch mit der Geschichte der Schiffer-Berufsschule. Die Geschichte „seiner“ alten Schule reicht weit über das hinaus, was 1949 als Schulbetrieb nach dem Krieg im damals selbstständigen Homberg (Kreis Moers) wieder aufgenommen wurde. Weiterlesen

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Wir wünschen unseren Lesern einen guten Start ins Jahr 2017 !

Amaryllis
pet 2016

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Wir wünschen unseren Lesern frohe, gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Weihnachtskarten-Schmuck
Foto: Petra Grünendahl

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Deutsche Oper am Rhein: Franz Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg“ begeisterte Duisburger Premierenpublikum

Wenn aus der Scheinehe die Liebesheirat wird
Von Petra Grünendahl

Cornel Frey (Armand Brissard), Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Cornel Frey (Armand Brissard), Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Lavinia Dames (Juliette), Cornel Frey (Armand). Foto: Hans Jörg Michel.

Lavinia Dames (Juliette), Cornel Frey (Armand). Foto: Hans Jörg Michel.

Der Graf von Luxemburg (Bo Skovhus) hat sein Geld mit Freunden verprasst – „demokratisiert und unters Volk gebracht“, wie er es nennt –, ein Teil seines Vermögens wurde konfisziert. Da bietet ihm der russische Fürst Basil Basilowitsch (Bruce Rankin) viel Geld für eine Scheinehe. Die Opernsängerin Angèle Didier (Juliane Banse) soll durch die Heirat den Adelstitel bekommen, den sie braucht, um für den Fürsten eine standesgemäße Partie zu sein. Der abgebrannte Graf René willigt ein, die beiden heiraten, ohne sich zu sehen. Dem Grafen geht die mysteriöse Unbekannte nicht aus dem Kopf und er macht sich auf die Suche nach ihr. Er weiß nur, dass sie Angèle heißt, dass sie kleine Hände hat und welches Parfum sie trägt. Ein klassisches Motiv: der Teufel hat Renés Seele gekauft – jetzt versucht René, diese zurück zu bekommen. Und Angèle dazu, die nicht anzurühren er dem Fürsten versprochen hatte. Erst als sich rausstellt, dass der Fürst seinerseits schon vor Jahren der Gräfin Kokozowa (Doris Lamprecht) die Ehe versprochen hatte, entlässt dieser René aus seinem Versprechen und zu Angèle.

Bruce Rankin (Fürst Basil Basilowitsch), Karl Walter Sprungala, David Jerusalem), Luis Fernando Piedra (des Fürsten Leibwächter) und Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg). Foto: Hans Jörg Michel.

Bruce Rankin (Fürst Basil Basilowitsch), Karl Walter Sprungala, David Jerusalem),
Luis Fernando Piedra (des Fürsten Leibwächter) und Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg). Foto: Hans Jörg
Michel.

Keine drei Wochen nach der Düsseldorfer Premiere von Franz Lehárs (1870-1948) Operette „Der Graf von Luxemburg“ feierte Jens-Daniel Herzogs Inszenierung auch auf der zweiten Bühne der Deutschen Oper am Rhein ihre vielumjubelte Premiere: im Theater Duisburg. Eine Operette ist die Komödie unter den Sing-Theatern: Sie soll die Menschen zum Lachen bringen. Der Komponist Franz Lehár hat zusammen mit seinen Librettisten Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky eine Operette in drei Akten geschaffen, der es an Witz nicht mangelt, welche aber existenzielle Fragen ebenso thematisiert wie gesellschaftliche und politische Zustände. Das 1909 im Theater an der Wien uraufgeführte Werk wurde ähnlich wie Lehárs „Lustige Witwe“ (1905) schnell ein weltweiter Erfolg. Weiterlesen

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Weihnachtskonzert 2016: Polizeichor Duisburg 1928 e. V. begeisterte sein Publikum in der Mercatorhalle

Weihnachtliches aus der Klassik und klassische Weihnachtslieder
Von Petra Grünendahl

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Lyrischer Koloratursopran: Antje Bitterlich beim Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Lyrischer Koloratursopran: Antje Bitterlich beim Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Den Geist der Weihnacht fanden die klassischen Komponisten in der Bibel, aus deren Geschichten einige ihrer Werke entstanden. Um die Ankunft des Messias und den Frieden in der Welt schufen Librettisten Texte zu Kompositionen, die gerade in der Hektik der Weihnachtszeit Ruhe und Besinnlichkeit einkehren lassen konnten. Wolfgang Amadeus Mozart und Georg Friedrich Händel nahmen mit ihren Chor-Kompositionen breiten Raum in beiden Teilen des über zweieinhalbstündigen Programms ein. Akzente setzten die Solisten, insbesondere der lyrische Koloratursopran Antje Bitterlich, die ihren ungeheuren Tonumfang mit einer Klarheit intonierte, dass dem Zuhörer mangels Luft schwindelig werden konnte. Das überwiegend klassische Programm war immer wieder angereichert mit modernen Weihnachtsliedern – bekannten und weniger bekannten –, die eine Prise Schwung in den Saal brachten, bis bei den finalen Stücken des Konzertes zu Feliz Navidad das Publikum im Rhythmus mitklatschte. Das traditionelle Finale bildete – wie alle Jahre wieder – die „Stille Nacht, heilige Nacht“, bei der das Publikum zusammen mit allen Sängern auf der Bühne und Orchesterbegleitung gemeinsam sang.

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Mit ihren Weihnachtskonzerten kehrte der Polizeichor Duisburg 1928 e. V. nach fünf Jahren in die Mercatorhalle, in die „gute Stube“ der Stadt zurück. Alle drei Konzerte an alter Wirkungsstätte waren nahezu ausverkauft. Der Polizeichor Duisburg kann dabei traditionell auf die Unterstützung des Frauenchors der Polizei Duisburg ebenso zählen wie auf das Orchester Oberhausen. Neben den eigenen Solisten, Conny Herrmann (Mezzosopran) vom Frauenchor und Klaus Hermann (Bass) vom Männerchor, hatte man die Essener Sopranistin Antje Bitterlich (Lyrischer Koloratursopran) und den Tenor Wolfram Wittekind verpflichtet. Die musikalische Gesamtleitung oblag Musikdirektor Axel Quast, dem Leiter des Polizeichors Duisburg.

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Von Thyssen Stahl bis thyssenkrupp Steel Europe: 125 Jahre Stahl in Duisburg

Aus der ersten Schmelze in der Hütte Bruckhausen entstand ein innovativer Hersteller von High Tech-Werkstoffen

Mitte der 1920er Jahre hatten Passanten in Duisburg-Hamborn diesen Blick auf das damalige Siemens-Martin-Stahlwerk I von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus gesehen. Foto: tkse.

Mitte der 1920er Jahre hatten Passanten in Duisburg-Hamborn diesen Blick auf das damalige Siemens-Martin-Stahlwerk I von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus gesehen. Foto: tkse.

Der „alte Herr“, so nannten ihn die Stahlkocher respektvoll, war dabei, als vor 125 Jahren Historisches geschah: In Anwesenheit von August Thyssen wurde am 17. Dezember 1891 in der Hütte Bruckhausen, dem heutigen Oxygen-Stahlwerk 1, der erste Stahl erschmolzen. Einige Monate zuvor hatte der Firmengründer bekannt gegeben, dass er im Besitz aller Anteile an der Zechen-Gesellschaft Deutscher Kaiser sei. „Er vereinigte Kohle und Zeche in einer Hand“, heißt es in einer älteren Ausgabe der Werkzeitschrift der August-Thyssen-Hütte. „Ein neuer und für die Zukunft des jungen Unternehmens entscheidender Schritt war getan.“ Neben dem Standort-Vorteil durch die Lage am Rhein war es vor allem die Entwicklung zum integrierten Hüttenwerk mit allen Verarbeitungsstufen vom Rohstoff bis zum fertigen Stahlblech, die das Unternehmen wettbewerbsfähig machte. Heute ist thyssenkrupp Steel Europe der größte Stahlhersteller in Deutschland. Gleichzeitig ist das Unternehmen der bedeutendste Arbeitsgeber in der Stadt Duisburg, die nach wie vor der größte Stahl-Standort Europas ist.

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Potenziale von Migrantenwirtschaft erkennen: Höhere Gründungsfreude und wachsende Betriebe

Niederrheinische IHK - Industrie- und Handelskammer Duisburg an der MercatorstraßeDie Gründerzahlen am Niederrhein und im gesamten Bundesgebiet sind rückläufig. In konjunkturell guten Zeiten wie diesen entscheiden sich viele potenzielle Gründer lieber für eine Festanstellung als für den Aufbau eines eigenen Unternehmens. Laut Gründerreport des DIHK sind noch nie in den 79 Industrie- und Handelskammern so wenige Gespräche mit angehenden Unternehmern geführt worden wie 2015. Das ist keine erfreuliche Situation, denn die fehlenden Gründer von heute sind die fehlenden Unternehmer von morgen. Einen interessanten Trend gibt es jedoch: Zuwanderer sind gründungsfreudiger als Deutsche – auch am Niederrhein. Hier liegt Potenzial, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel Kleve hat dazu einige Kennzahlen für die Region vorgestellt.

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thyssenkrupp Jubilaren-Vereinigung: Weihnachtskonzerte begeisterten in der Mercatorhalle

Aus 1.600 vollen Kehlen „O du fröhliche“
Von Petra Grünendahl

Peter Stockschläder dirigierte im Schlusspart den "großen" Chor von 1.600 Sängern. Foto: Petra Grünendahl.

Peter Stockschläder dirigierte im Schlusspart den „großen“ Chor von 1.600 Sängern. Foto: Petra Grünendahl.


Von Liedern der Weihnacht aus aller Welt und Weihnachtlichem klassischer Komponisten bis hin zu weihnachtlichen Anleihen populärerer Musik reichte das Repertoire der Chöre in der voll besetzten Mercatorhalle. In den kräftigen Chorgesängen setzte bei einzelnen Stücken als Solist der Bass-Bariton Jakob Kim mit seinem dunklen Timbre Akzente. Sein „Jerusalem“ vor dem großen Finale ist alle Jahre wieder ein Erlebnis. Die wundervolle Akustik ließ den Großen Saal der Mercatorhalle ganz besonders im Schlusspart mit den von Mitwirkenden auf der Bühne und Gästen im Zuschauerraum gemeinsam gesungenen deutschen Weihnachtsliedklassikern bis hin zum finalen „O du fröhliche“ förmlich erbeben.

Wiehnachtskonzert der Jubliaren-Vereinigung thyssenkrupp mit dem thyssenkrupp-Chor, dem Projektor "Weihnachtne", dem Rheydter Knabenchor (mit Mädchen-Verstärkung) und der Duisburger Sinfonietta. Foto: Petra Grünendahl

Wiehnachtskonzert der Jubliaren-Vereinigung thyssenkrupp mit dem thyssenkrupp-Chor, dem Projektor „Weihnachtne“, dem Rheydter Knabenchor (mit Mädchen-Verstärkung) und der Duisburger Sinfonietta. Foto: Petra Grünendahl

Zu ihrem traditionellen Weihnachtskonzert kehrte die Jubilaren-Vereinigung thyssenkrupp am dritten Adventswochenende in die „Gute Stube“ der Stadt zurück: die Mercatorhalle. Ein gutes Händchen hatte Chor-Dirigent Peter Stockschläder bei der Zusammenstellung von Programm und mitwirkenden Musikern und Sängern bewiesen: Der langjährige Leiter des thyssenkrupp-Chores und musikalisch Gesamtverantwortliche für das Weihnachtskonzert setzte eine bunte Mischung aus Bekanntem und weniger Bekanntem, auf traditionelle Weihnachtslieder und Musik unterschiedlichster Stilrichtungen und Herkunft mit weihnachtlichem Ambiente. An Begleitchören hatte Stockschläder den Rheydter Knabenchor (unter der Leitung von Udo Witt, bereichert um Sängerinnen des Mädchenchores) sowie den Projektchor „Weihnachten“ des Sängerkreises Duisburg-Dinslaken mit ins Boot geholt. Instrumental begleiteten die Sänger traditionell die Duisburger Sinfonietta, das Kammerorchester der Folkwang-Universität der Künste, diesmal unterstützt von der Kanadierin Lucie Samson am Klavier sowie Friedrich Storfinger (Orgel). Als Solist hatte man den Bass-Bariton Jakob Kim verpflichtet, der hier schon seit vielen Jahren eine treue Fangemeinde hat.

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300 Jahre Duisburger Hafen: Das Buch zum Jubiläum

Von ersten befestigten Ankerplätzen in der Region zum weltweit vernetzten Logistik-Dienstleister
Von Petra Grünendahl

Ruhrort. im Jahr 1587.

Ruhrort. im Jahr 1587.

Die Börtschifffahrt nutzte für den Warenhandel unbefestigte Liegeplätze am Flussufer. Da sich das Handelsvolumen bis in die frühe Neuzeit in überschaubaren Grenzen hielt, reichte dies völlig aus. Aber der Warenverkehr stieg als Folge von Kolonialisierung und dann auch Bergbau und Industrialisierung. Am 16. September 1716 beschloss der Magistrat der damals selbstständigen Stadt Ruhrort, einen Hafen zu bauen. Oberhalb der heutigen Schifferbörse begradigte man das Ufer und verstärkte es mit Holzbohlen, um erste befestigte Ankerplätze in unmittelbarer Nähe zum Dorf zu schaffen. Zimmerleute begannen, Boote zu reparieren. Eine erste Werft entstand schon 1712. Wirtschaftlich bot der Hafen dem Dorf eine Perspektive, denn von damaligen Handelsrouten wie dem Hellweg war Ruhrort ebenso abgeschnitten wie von einem direkten Weg in die südlich gelegene Reichs- und Hansestadt Duisburg.

Ruhrort noch mit dem Kaiserhafen Anfang des 20. Jahrhunderts. Foto: Duisburger Hafen AG.

Ruhrort noch mit dem Kaiserhafen Anfang des 20. Jahrhunderts. Foto: Duisburger Hafen AG.

Der Magistratsbeschluss von 1716 legte den Grundstein zur heutigen Duisburger Hafen AG, die in diesem Jahr ihr 300. Jubiläum feiert. Aus den Anfängen als befestigter Ankerplatz in Ruhrort über den Zusammenschluss mit dem Duisburger Hafen nach Vereinigung der Städte Duisburg, Ruhrort und Meiderich bis hin zum Ausbau der Duisburger Hafen AG als weltweit vernetzten Logistik-Dienstleister zeichnet die Chronik, die die Hafengesellschaft zum Jubiläum in Auftrag gegeben hatte, wichtige Epochen in der Geschichte des Ruhrgebiets und Deutschlands nach. Immer wieder gab es Rückschläge, die die Autoren detailliert, aber dennoch gut lesbar beschreiben. Überschaubar haben sie die Geschichte der Hafenentwicklungen in Ruhrort und Duisburg aufbereitet, immer wieder ergänzt durch Biographien von Menschen, die in der Entwicklung des Hafens Spuren hinterlassen haben. Neben den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Hafenentwicklung haben sie dabei auch immer ein Auge auf die Entwicklung der Arbeitswelt.

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Verfügungsfonds zur Revitalisierung der Duisburger Altstadt: Der Anfang ist gemacht

Wirtschaftsförderung dankt Unterstützern (v.l.): José Carlos Barreiras da Ponte, Dagmar Bungardt, Yvonne Bleidorn, Pfarrer Stephan Blank, Daniel Staak, Ralf Meurer, Christiane Möser, Ottmar Schuwerak, Yvonne Rettig, Martin Schmitz, Constanze Drews, Marianne Pauli (v.l.n.r.); Foto: Francesco Mannarino / GFW Duisburg.

Wirtschaftsförderung dankt Unterstützern (v.l.): José Carlos Barreiras da Ponte, Dagmar Bungardt, Yvonne Bleidorn, Pfarrer Stephan Blank, Daniel Staak, Ralf Meurer, Christiane Möser, Ottmar Schuwerak, Yvonne Rettig, Martin Schmitz, Constanze Drews, Marianne Pauli (v.l.n.r.); Foto: Francesco Mannarino / GFW Duisburg.

Stadt und Wirtschaftsförderung würdigen privates Engagement engagierter Unterstützer

„Für mich ist es selbstverständlich, mich finanziell im Rahmen meiner Möglichkeiten einzubringen, habe ich doch mein Restaurant in der Altstadt. Wird diese Stück für Stück revitalisiert, fühlen sich meine Gäste noch wohler und kommen noch lieber zu mir. Neben Stammgästen finden dann vielleicht auch neue Besucher den Weg ins Quartier“, so die Überlegung von José Carlos Barreiras da Ponte.

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Familienfreundliche Unternehmen in Duisburg: Haeger & Schmidt, Kindernothilfe und ThyssenKrupp Steel Europe ausgezeichnet

Alle Bewerber sind Vorbilder, so die Jury
Erstmals Sonderpreise für öffentlichen Dienst

Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe. Foto: Unternehmerverband Duisburg.

Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe. Foto: Unternehmerverband Duisburg.

Maßstäbe in Sachen Familienfreundlichkeit setzen – dies tun die zehn Unternehmen, die sich in diesem Jahr beim Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen 2016“ beworben haben. Im Rahmen einer Feierstunde in den neuen Räumlichkeiten der KROHNE Messtechnik GmbH in Duissern – das Unternehmen hatte den Preis 2014 gewonnen – wurden sie nun für ihr Engagement ausgezeichnet. Drei von ihnen besonders: Das Unternehmen Haeger & Schmidt International GmbH, die Kindernothilfe e. V. und die ThyssenKrupp Steel Europe AG. Erstmals gab es darüber hinaus Sonderpreise für Bewerber aus dem öffentlichen Dienst.

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Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. stellt die „Duisburger Zechen in historischen Fotografien“ vor

Als das „Schwarze Gold“ Arbeit und Wohlstand brachte
Von Petra Grünendahl

Spurensuche an der Duisburger Straße in Hamborn: Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV als eines der letzten Überbleibsel Hamborner Zechenvergangenheit. Foto: Petra Grünendahl.

Spurensuche an der Duisburger Straße in Hamborn: Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV als eines der letzten Überbleibsel Hamborner Zechenvergangenheit. Foto: Petra Grünendahl.

Das „Schwarze Gold“ legte einst den Grundstein für Duisburgs Industrialisierung. Den Zechen und Kokereien folgten Eisenhütten und Stahlwerke, die Duisburgs Wohlstand ausmachten und vielen gut bezahlten Arbeitern Lohn und Brot und Heimat gaben. Von den ersten Zechen – Neu-Duisburg (1854), Hochfeld und Neuenkamp (1855) – sind die Autoren der „Duisburger Zechen“ gerade mal mit einer Karte (im Vorsatz) und ein Foto (Zeche Java) fündig geworden. Deutlich umfassender gestalten die die Kapitel zur Gewerkschaft Deutscher Kaiser (1871), die Daniel Morian 1867 (nach Neu-Duisburg) als Gewerkschaft Hamborn gegründet hatte. 1885 übernahm August Thyssen erste Anteile, vier Jahre später die Mehrheit. Mit dem Untergang der Monarchie 1919 gründete Thyssen sie als Gewerkschaft Friedrich Thyssen – nach seinem Vater – neu: Die alten Schachtanlagen der GDK wurden in die neue Unternehmung überführt. Mit den Zechen, denen Kokerei, Eisenhütte und schließlich das Stahlwerk folgte, begründete Thyssen einen späteren Weltkonzern.

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert im Hamborner Ratskeller die "Duisburger Zechen in alten Fotografien". Die Autoren (v.l.): Frank Bocek, Reinhold Stausberg, Harald Molder, Andre Sommer und Melanie Patten. Foto: Petra Grünendahl.

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert im Hamborner Ratskeller die „Duisburger Zechen in alten Fotografien“. Die Autoren (v.l.): Frank Bocek, Reinhold Stausberg, Harald Molder, Andre Sommer und Melanie Patten. Foto: Petra Grünendahl.

Den Ort der Buchvorstellung „Duisburger Zechen“ hatte Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V., gut gewählt: Steht doch nicht weit vom Ratskeller Hamborn mit dem Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV einer der letzten Kohlefördertürme Duisburgs. Nicht alle Zechen habe man so umfassend in diesem Buch behandeln können, wie sie es gerne getan hätten, erzählte Molder. Das habe von der Fülle des Materials abgehangen. „Aus rund 1.200 Bildern mussten wir etwa 160 auswählen“, so der Chef der Zeitzeugenbörse. Zu der einen oder anderen Zeche sei man aber trotzdem nichts zu finden gewesen. Zu einzelnen Schachtanlagen gab es nur wenig Material und kaum Informationen, während sie bei anderen die Qual der Wahl gehabt hätten.

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Lehmbruck Museum in Duisburg zeigt Neupräsentation der Sammlung: Neuaufgestellt!

Erlebnis in neuer Ausstellungsarchitektur
Von Petra Grünendahl

Das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik in Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik in Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Im Foyer empfängt den Besucher unter anderem ein Modell der Lifesaver-Skulptur von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle, eine drehbare Henry-Moore-Bronzeskulptur oder das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik. Die Anforderungen der Bauordnung, die Räume zu öffnen, bescheren den Besuchern rund 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche, die Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla mit ihrem Team rund um die Kustoden Dr. Marion Bornscheuer und Dr. Michael Krajewski mit Perlen der museumseigenen Sammlung bestückt haben, von denen viele lange nicht in den Ausstellungsräumen zu sehen waren.

Die Neupräsentation der Sammlung im umgestalteten Anbau des Lehmbruck Museum öffnet am Samstag, 3. Dezember, um 16 Uhr mit einem Festprogramm. Meilensteine der Kunstgeschichte von der Arte Povera über Minimal Art bis zur Pop Art sowie Meisterwerke des Expressionismus sind unter dem Titel „Neuaufgestellt!“ zu sehen. Der nach dem Umbau wieder vollständig über zwei Etagen geöffnete Raum bietet zusätzlichen 100 Kunstwerken mehr Ausstellungsfläche als vorher. Der Neubau war 1987 eingeweiht worden. Zur Ruhr2010 hatte man für eine Wackerbarth-Ausstellung Zwischenwände gezogen, so dass die bekannten Dreiecksräume entstanden. Diese boten zwar zusätzliche Wandflächen für Bilder in nachfolgenden Ausstellungen, waren aber eben auch recht dunkel. Der Umbau, für den die Architekten Agnes Brigida Giannone und Frank Lohner verantwortlich zeichnen, öffnete die Räume auf beiden Etagen und ließ Licht hinein, was die ausgestellten Werke ganz anders wirken lässt.

Vom Foyer aus schweift der Blick über die geöffneten Räume, die durch ein großes Oberlicht mit einer Helligkeit durchflutet werden, die man in den letzten Jahren vermissen konnte. In den Galerienräumen sind Meisterwerke der herausragenden Gemäldesammlung des Lehmbruck Museums zu sehen, darunter Gemälde der Künstlergruppen „Brücke“, „Blaue Reiter“ und „Novembergruppe“. Weiterlesen

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Neue Ausstellung im Garten der Erinnerung in Duisburg: Jüdische Ghettos

Vom ersten jüdischen Ghetto in Venedig
zum letzten jüdischen Ghetto in Shanghai

Ausstellung im Ludwigturm im Duisburger Innenhafen

Spanische Synagoge in Venedig. Foto: Davide Calimani.

Spanische Synagoge in Venedig. Foto: Davide Calimani.

Vor genau 500 Jahren wurde in Venedig das erste jüdische Ghetto gegründet – über vierhundert Jahre später entstand in China das letzte Ghetto, in dem über 20.000 Juden den Holocaust überlebten.

Vom 1. Dezember 2016 bis 15. Januar 2017 zeigt die Janusz Korczak Akademie in Duisburg eine Ausstellung, die den weiten Bogen schlägt vom heute noch begehbaren Ghetto in der Lagunenstadt bis zum fernen Zufluchtsort in Shanghai.

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Duisburger Hafen auf Platz 40 unter den Häfen der Welt: Rekordjahr bei der Vermarktung von Flächen

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung: Nicht nur auf logport I (hier im Bild) entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen. Foto: duisport / Hans Blossey.

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung: Nicht nur auf logport I (hier im Bild) entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen. Foto: duisport / Hans Blossey.

Der Duisburger Hafen ist weltweit die Nummer eins unter den Binnenhäfen der Welt. Aber auch im Ranking aller Häfen steht duisport bereits auf Platz 40. Unter den Top 100 weltweit konnten sich mit Hamburg (Platz 18) und Bremerhaven (Platz 25) zwei weitere deutsche Häfen platzieren. „Es macht mich sehr stolz, dass wir als Binnenhafen mittlerweile in der Liga der großen Häfen dieser Welt mitspielen“, so duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

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Winterzauber in der Altstadt: mit Weihnachtsglanz und Tannenschmuck

Quartiersmanager und Kooperationspartner
sorgen für strahlend-schönes Viertel

Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt. Foto: Petra Grünendahl.

Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt. Foto: Petra Grünendahl.

Advents- und Weihnachtsstimmung haben Einzug gehalten in der Altstadt. Dafür sorgen nicht zuletzt der Baumschmuck und die illuminierten Tannen, die entlang der Hauptachsen aufgestellt wurden und damit das dortige Viertel während der Vorweihnachtszeit optisch wie atmosphärisch aufwerten.

Heute sorgten rund 100 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Klosterstraße (Altstadt) und Goldstraße (Dellviertel) sowie die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Sankt Joseph (Duisburg-Mitte) für adventliche Stimmung, indem sie selbst gebastelten Baumschmuck auf den Tannenbäumen verteilten und dabei Advents- und Weihnachtslieder sangen.

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Essen Motor Show 2016: Automobile Leidenschaften – For Drivers and Dreams

Sportliche Fahrzeuge, Tuning, Oldtimer, Design-Studien und Motorsport
Von Petra Grünendahl

Zum Preview Day auf der Essen Motor Show 2016. Foto: Petra Grünendahl.

Zum Preview Day auf der Essen Motor Show 2016. Foto: Petra Grünendahl.

Motor- und Rennsport, Formel 1 und sportliche Serienfahrzeuge stehen im Fokus der Essen Motor Show, aber auch Tuning und Zubehör locken während der zehntätigen Messe die Besucher. Überhaupt kommen Freunde sportlicher, veredelter und individualisierter Fahrzeuge hier auf ihre Kosten. Breiten Raum gewährt man auch Oldtimern (Classic Cars).

Zum Preview Day durften wir einen ersten Blick auf die Essen Motor Show 2016 werfen. Den Schwerpunkt bilden die sportlichen Fahrzeuge, Designstudien, Unikate und Kuriositäten, Oldtimer, Rennwagen und Formel 1. Die Fans zieht hier das Tuning von den großen Tunern ebenso wie private Tuningfahrzeuge sowie das nötige Zubehör und Werkzeuge. Automobilzulieferer der Segmente Reifen (Continental, Hankook, Toyo), Felgen und Fahrwerk runden das Angebot ab.

Skoda zeigt in einer Deutschland-Premiere den neuen Kodiaq sowie seine Rallye-Boliden und sportlich gestylte Modelle. BMW und Mini sind mit Motorsport und John Cooper Works (der hauseigenen Tuningschmiede für Mini) hier vertreten. Die sportlichen Ford-Modelle verschiedener Baureihen ebenso wie Rallye-Fahrzeuge stehen am Stand eines Fordhändlers, der die Marke in Essen schon seit Jahren vertritt. Als weitere Autohersteller zeigen sich Abarth, Peugeot, Porsche Motorsport und Renault Sport Deutschland einem interessierten Publikum, verschiedene Marken sind über regionale Händler hier präsent. Freunde der automobilen Individualisierung (auch „Tuning“ genannt), die Schrauber, Bastler und Sammler finden reichlich „Material“ für ihr Hobby.

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Letzte Ratssitzung des Jahres: Duisburger Haushalt 2017 verabschiedet

Foto: Petra Grünendahl.

Foto: Petra Grünendahl.

Schwarze Null steht auf tönernen Füßen
Von Petra Grünendahl

„Belastungen, die von übergeordneten Ebenen angeordnet werden, machen unseren ausgeglichenen Haushalt immer wieder zu Makulatur“, warnte Grünen-Fraktionsvorsitzende Claudia Leiße. „Da reichen kommunale Anstrengungen nicht mehr aus“, beklagte Martina Ammann-Hilberath, Fraktionsvorsitzende der Linken. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf hatte schon im Haushalt 2016 neue Sparmaßnahmen erfordert. Städtische Gebühren sind landesweit schon jetzt an der Spitze, was die Attraktivität Duisburg als Wohn- und Wirtschaftsstandort nicht gerade erhöht. Noch im letzten Jahr hatte die SPD zusammen mit den Grünen und den Linken einen gemeinsamen Haushalt mit einer Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuern auf die Beine gestellt. In diesem Jahr suchten Oberbürgermeister Sören Link und SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Mettler ihre Mehrheit lieber woanders. Mit Ausnahme einer von der Bezirksregierung angemahnten Kürzung bei den Personalausgaben blieb man bei einem schon früher aufgestellten Haushaltssicherungskonzept, um den Haushalt im zweiten Jahr in Folge auszugleichen.

In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr verabschiedete der Stadtrat die Haushaltssatzung 2017. Wie schon im letzten Jahr der scheidende Stadtkämmerer Dr. Peter Langner legte auch die neue Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vor. Mit einer Enthaltung und den Gegenstimmen aller anderen Parteien und Gruppierungen wie den Grünen, den Linken, der FDP, SPL oder DAL/Junges Duisburg segnete eine Mehrheit aus SPD und CDU den Entwurf ab, der zumindest erst einmal – und auf dem Papier – eine schwarze Null trägt. Einen haushaltspolitischen Erfolg nannte es der Fraktionschef Mettler.

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Hinterm Riesenrad geht´s weiter: Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt

Quartiersbüro Altstadt und Kooperationspartner bringen im Viertel auf kreative Weise die Welt zusammen

Bis in die Münzstraße reicht der Weihnachtsmarkt schon lüänger (hier Dezember 2013), in diesem Jahr präsentiert sich die Altstadt erstmals mit eigenständigem Konzept. Foto: Petra Grünendahl.

Bis in die Münzstraße reicht der Weihnachtsmarkt schon lüänger (hier Dezember 2013), in diesem Jahr präsentiert sich die Altstadt erstmals mit eigenständigem Konzept. Foto: Petra Grünendahl.

Ein neues Konzept für die Fortführung des Weihnachtsmarktes im Bereich der Altstadt. Mit viel Herzblut und einigen Akteuren ging´s auf Ideensuche. „Etwas Besonderes mussten wir uns einfallen, um Besucher dafür zu gewinnen, ihren Weg hinterm Riesenrad fortzusetzen“, erklärt Altstadtmanagerin Yvonne Bleidorn. Organisator des Wintermarktes ist das Quartiersbüro Altstadt, Veranstalter Duisburg Kontor. Kooperationspartner sind Petra Manoah vom Knüllermarkt und Werner Ginters von Unlimited Events sowie Schausteller Mike Bengel.

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Deutsche Oper am Rhein: „Die lustigen Weiber von Windsor“ begeisten zur Premiere im Theater Duisburg

Hinter den Fassaden einer bürgerlichen Ordnung
Von Petra Grünendahl

Heidi Elisabeth Meier (Frau Fluth), Katarzyna Kuncio (Frau Reich). Foto Hans Jörg Michel.

Heidi Elisabeth Meier (Frau Fluth), Katarzyna Kuncio (Frau Reich). Foto Hans Jörg Michel.

“Ja, wenn es doch ein Ritter wär’, fein zierlich, jung an Jahren”, seufzt Frau Fluth (Heidi Elisabeth Meier), als sie Falstaffs Brief mit der Bitte um ein Stelldichein liest. Zu ihrem Leidwesen stammt der Brief aber nur vom dicken Ritter Sir John Falstaff (Thorsten Grümbel) als Personifikation von Lebenslust, dem seine Vorliebe für Wein und gutes Essen anzusehen ist. Und einen gleichlautenden Brief hatte der wenig attraktive Schürzenjäger auch noch an die Nachbarin Frau Reich (Katarzyna Kuncio) geschickt. Mit seinem Werben um die Frauen dringt er in die heile Welt ihrer bürgerlichen Gesellschaft ein. Den galanten Liebhaber jedoch nehmen ihm die Damen nicht ab, sein diesbezügliches Selbstbild ist wohl eher Illusion. Die Damen beschließen, ihm einen Denkzettel zu verpassen, der es in sich hat. Indem Falstaff wieder und wieder trotz schlechter Erfahrungen auf die vermeintlichen Angebote der Damen eingeht, wird er von der komischen zur tragischen Figur.

William Shakespeares einzige bürgerliche Komödie „Die lustigen Weiber von Windsor“ diente als Vorlage für die gleichnamige Oper, die Otto Nicolai (1810 – 1849) als komisch-fantastisches Singspiel (mit gesprochenen Dialogen) in drei Akten komponiert hatte. Nachdem er für das 1849 uraufgeführte Werk mehrere Libretti hatte schreiben lassen, entschied er sich für den Text von Hermann Salomon Mosenthal. Die Inszenierung der gut dreieinviertelstündigen Aufführung (inklusive zwei Pausen) stammt von Dietrich W. Hilsdorf, der schon verschiedene Stücke an der Deutschen Oper am Rhein auf die Bühne gebracht hatte. Obwohl in deutscher Sprache gesungen, erleichtern Übertitel das Verständnis der Handlung.

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Weihnachtskonzerte der Jubilaren-Vereinigung von thyssenkrupp: Vorverkauf hat begonnen

Weihnachtliche Stimmung am 10. und 11. Dezember in der Mercatorhalle

Weihnachtskonzert 2015 der Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp mit dem Solisten Jakob Kim (Bass-Bariton). Foto: Petra Grünendahl.

Weihnachtskonzert 2015 der Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp mit dem Solisten Jakob Kim (Bass-Bariton). Foto: Petra Grünendahl.

Von Ouvertüren aus berühmten Opern bis zum traditionellen Weihnachtslied: Auch in diesem Jahr lädt die Jubilaren-Vereinigung von thyssenkrupp zu den beliebten festlichen Konzerten in der Vorweihnachtszeit ein. Die Veranstaltungen finden erstmals seit vielen Jahren wieder in Duisburgs „Guter Stube“ statt: der Mercatorhalle. Am 10. und 11. Dezember – jeweils um 15 Uhr – bieten sie musikalischen Hochgenuss mit festlichem Weihnachtscharakter.

Der Dirigent Peter Stockschläder arrangiert auch dieses Jahr das Orchester und die instrumentalen Begleitsätze. Drei Chöre – der Rheydter Knabenchor, der Projektchor „Weihnachten“ und natürlich der thyssenkrupp Chor – sorgen für eine festliche Stimmung. Weitere Mitwirkende sind der Bass-Bariton Jakob Kim, Lucie Samson am Flügel, Peter Storfinger an der Orgel und die Duisburger Sinfonietta.

Höhepunkte in den rund zweieinhalb Stunden dauernden Konzerten sind unter anderem klassische Weihnachtslieder aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, die Ouvertüre aus „Eine Italienerin in Algerien“ von G. Rossini und aus P. Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“ die Arie des Gremlin.

Vorverkauf und Tageskasse
Kartenvorbestellungen für die Konzerte am 10. und 11. Dezember jeweils um 15.00 Uhr zum Preis von 10 Euro je Karte sind schon jetzt möglich. Von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 12 Uhr telefonisch unter 0203/ 52-43364 oder per E-Mail an sabine.junge@thyssenkrupp.com. Bei der Bestellung wird darum gebeten, Name, Telefonnummer und Anschrift anzugeben. Auch an der Abendkasse können Karten erworben werden.

Über die Weihnachtskonzerte der THyssenKrupp Mubilaren-Vereinigung haben wir früher schon berichtet: 2015, 2014, 2013 und 2012.

– Pressemitteilung der thyssenkrupp Steel Europe –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade Stiftung Duisburg 24.7.2010: Stellungnahme des Vorstandes

Die neu gestaltete Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 ist fertig: Püntlich kurz vor dem dritten Jahrestag. Foto: Petra Grünendahl.

Die neu gestaltete Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 ist fertig: Püntlich kurz vor dem dritten Jahrestag. Foto: Petra Grünendahl.

Noch bevor heute Nachmittag die zurückgetretenen Beiräte Dirk Schales und Jörn Teich mit ihren verbündeten „Betroffenen“ auf einer Pressekonferenz weiter Stimmung gegen die Stiftung Duisburg 24.7.2010 machen können, erreichte uns eine Stellungnahme des Stiftungsvorstandes.

Hier wird nicht nur klar gestellt, wie haltlos die Vorwürfe sind (siehe auch unseren Kommentar vom 8. November 2016), sondern es werden die Ursachen des Zerwürfnisses deutlich: Offensichtlich wollte der Vorstand des Vereins „Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V.“ (BI LoPa 2010) nach Jahren seine Gestaltungshoheit über den Gedenktag und die Gedenkveranstaltung am Unglücksort (Nacht der 1.000 Lichter) nicht widerstandslos aufgeben. Ergo wird aus Kreisen des Vereins „BI LoPa 2010“bewusst Unsicherheit geschürt, so dass Stiftungsvorstand Jürgen Widera nun bemüht ist, mit Fakten zu kontern und die Stiftung mit ihrem Engagement klar zu positionieren.

 
Stellungnahme zu den Vorwürfen des Vereins LoPa 2010
Die Stiftung „Duisburg 24.7.2010“ verwahrt sich gegen die Vorwürfe, die die ehemaligen Beiratsmitglieder Jörn Teich und Dirk Schales erhoben haben. Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung und Ombudsmann für die Opfer der Loveparade in Duisburg: „Es sind haltlose Unterstellungen, mit denen hier gearbeitet wird, um die Stiftung in Misskredit zu bringen und Betroffene zu verunsichern. Der Verein gibt vor, im Namen aller Betroffenen zu sprechen. In Wirklichkeit vertritt er aber nur eine kleine Gruppe von Verletzten.“

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Bürgerehrenwappen 2016: Duisburger für ehrenamtliches Engagement geehrt

Nach dem Eklat bei der Stiftung Duisburg 24.7.2010 kommt diese Pressemeldung des Verbandes Duisburger Bürgervereine genau passend, wird doch gerade Stiftungsvorstand Pfarrer Jürgen Widera für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement für die Opfer der Loveparade 2010 – erst als Ombudsmann der Stadt, dann als Stiftungsvorstand – als einer von drei Preisträgern geehrt. Tatkräftig unterstützt wird er bei seiner Arbeit für die Stiftung und seinem Engagement für Betroffene und Traumatisierte von Birgit Nellen, die für die Stadt Duisburg im Stiftungsvorstand sitzt, und Angelika Köhler, der hauptamtlichen Mitarbeiterin in der Kontaktstelle der Stiftung im Haus der Evangelischen Kirche.

 

Die Verleihung des Bürgerehrenwappens fand in diesem Jahr im Haus der Sparkasse Duisburg statt (v. l.): Günter Pfeiffer (2. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Bürgermeister Manfred Osenger, Pfarrer Jürgen Widera, Heike Priebe, Hermann Weßlau (1. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Dr. Martin Fasselt, Mahmut Özdemir MdB und Ulrich Schneidewind (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Duisburg). Foto: Heinz Pischke / Verband Duisburger Bürgervereine e. V.

Die Verleihung des Bürgerehrenwappens fand in diesem Jahr im Haus der Sparkasse Duisburg statt (v. l.): Günter Pfeiffer (2. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Bürgermeister Manfred Osenger, Pfarrer Jürgen Widera, Heike Priebe, Hermann Weßlau (1. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Dr. Martin Fasselt, Mahmut Özdemir MdB und Ulrich Schneidewind (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Duisburg). Foto: Heinz Pischke / Verband Duisburger Bürgervereine e. V.

Seit 1980 vergibt der Verband Duisburger Bürgervereine e.V. das Bürgerehrenwappen als Ehrung für außerordentlich bürgerschaftliches Engagement. Herausragend für sicherlich viele andere Bürger oder Vereinigungen waren es dieses Mal Dr. Martin Fasselt, Pfarrer Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung „Duisburg 24-7-2010“ und Heike Priebe, Sprecherin des Bürgerforums „Runder Tisch Marxloh“.

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Loveparade-Katastrophe: Eklat bei der Stiftung Duisburg 24.7.2010 – ein Kommentar

Vertreter der BI Lopa: Rücktritt im Streit
Von Petra Grünendahl

Im Streit seien Dirk Schales und Jörn Teich (beide Vorstände des Vereins „Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V.“) von ihren Ämtern im Beirat der Loveparade-Stiftung zurückgetreten, überraschte Radio Duisburg am Montagmorgen in den Lokalnachrichten. Begründet hätten sie ihren Schritt damit, dass die Stiftung sich mehr um Hinterbliebene als um Betroffene kümmere. Ähnliches berichtete am gleichen Tag die Rheinische Post, auch der WDR bot ihnen in der Lokalzeit eine Plattform.

Absurd! – ein Kommentar
Der Vorwurf der zurückgetretenen Beiratsmitglieder ist absurd!

Erst im Juli hatte die Stiftung Duisburg 24.7.2010 über ihre Arbeit des vergangenen Jahres informiert (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Erst im Juli hatte die Stiftung Duisburg 24.7.2010 über ihre Arbeit des vergangenen Jahres informiert (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Die Stiftung ist vielfältig für Betroffene und Traumatisierte tätig. Allerdings ist sie in erster Linie Anlaufstelle zur Vermittlung weiterführender Hilfen. In einer Kontaktstelle zum Beispiel, die die Stiftung im Haus der Evangelischen Kirche unterhält, ist die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin der Stiftung Ansprechpartnerin für Betroffene. Nach vielen Jahren Mitarbeit in der Kontaktstelle der Loveparade Selbsthilfe e. V. verfügt sie über wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse, wo Betroffenen weitergeholfen werden kann. Bis heute kommen immer noch Menschen, die Hilfen benötigen.

In ihrem Jahresrückblick 2015/2016 hatte die Stiftung im Juli von ihrer Arbeit berichtet. Eine Selbsthilfegruppe sei seit Mai 2016 wieder für Betroffene da: Eine Diplompsychologin leitet die Gruppe, in der sich in zweimonatlichem Abstand Betroffene und Hinterbliebene austauschen können.

Darüber hinaus arbeitet die Stiftung mit einem Psychotherapeuten-Team in Frankfurt, die Betroffenen Therapieplätze vermitteln. Über diese Schiene sind im eher unterversorgten Duisburg viel schneller Therapieplätze zu bekommen: Anstelle von Wartenzeiten von sechs bis zwölf Monaten stünden Platze innerhalb weniger Wochen zur Verfügung, so Beiratsmitglied Ulrike Stender.

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Zeitzeugenbörse Duisburg blickt in die Vergangenheit „Archivbilder Großenbaum und Rahm“

Gegensätze im Duisburger Süden
Von Petra Grünendahl

Großenbaum war im Mittelalter stark bewaldet. Die erste Besieldung an der Straße „an dem Großen Baum“ gab dem entstehenden Ort seinen Namen. Der „Große Baum“ war der Schlagbaum einer Zollstelle an der Grenze der Herzogtümer von Berg und Kleve in der Nähe vom heutigen Bahnhof. Von der ländlichen Prägung der ersten Jahrhunderte findet sich heute fast nichts mehr. Die Industrialisierung begann 1890, als Albert Hahn ein Stahlwalzwerk ansiedelte, die in der Folgezeit expandierten und den Stadtteil über Jahrzehnte wirtschaftlich prägen sollte. Während 1920-er Jahre beschäftigten die Hahnschen Werke 3.500 Menschen. Im Nationalsozialismus übernahm Mannesmann: Das Werk wurde arisiert. Der Schließung in den 1980-er Jahren folgte kleinteiligere Industrie- und Gewerbeansieldung, die das Ortsbild ebenso massiv veränderten wie die Reihenhaussiedlungen aus unterschiedlichsten Jahrzehnten und die Mehrfamilienhäuser, die im Zuge starken Bevölkerungswachstums entstanden.

Mit dem Buch „Duisburg-Großenbaum und Rahm“ in der Reihe „Archivbilder“ hat sich die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. den beiden Stadtteilen im tiefsten Südosten der Stadt beschäftigt. Anhand alter Fotografien und Postkarten beschreiben die Autoren Harald Molder und Reinhold Stausberg die historische Entwicklung der beiden Stadtteile. Erzählungen der Bildgeber und anderer Ortskundiger flossen ebenso in die Texte ein wie die Geschichtsforschungen der Autoren, beide seit Jahrzehnten auch eifrige Sammler von historischem Bildmaterial. In der Einleitung zeigen sie die geschichtliche Entwicklung der beiden heutigen Stadtteile auf, die im Verlauf der Lektüre in den Bildbeschreibungen in Details geht.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informierte sich über „Kommunikation im digitalen Zeitalter“

Erfolgsstrategie der Start-ups: Interaktion mit dem Kunden
Von Petra Grünendahl

Sprach beim Marketing-Club Duisburg-Niederrhein über "Kommunikation im digitalen Zeitalter": André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

Sprach beim Marketing-Club Duisburg-Niederrhein über „Kommunikation im digitalen Zeitalter“: André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Zahl der ‚likes’ in Sozialen Netzwerken ist nicht entscheidend für den Erfolg einer Marke, sondern die Kundenbindung: Das ‚love’, die Zuneigung, die nicht in Zahlen messbar ist“, erklärte André Lapehn, Projektleiter „Marketing & Strategie“ bei der Unternehmensberatung business4brands. Die Zuneigung zeige sich beispielsweise in der Interaktion auf den Kanälen, die ein Unternehmen in Internet bedient, wie zum Beispiel Facebook. Der potenzielle Kunde braucht Ansprechpartner in den Sozialen Netzwerken: „Etwas vermitteln kann nur jemand, der Ahnung davon hat, der sich für sein Produkt begeistern kann“, verriet Lapehn. Gefragt seien auch lokale Informationen: Facebook-Seiten von Filialen sollten zum Beispiel von Mitarbeitern vor Ort bespielt werden. Die sind näher an ihren Kunden dran. Wenn Einzelhandelsketten solche Seiten für ihre Filialen zentral füllen, findet sich der Kunde mit seinen Interessen dort nicht wieder. „Damit wird die Seite meist sehr produktlastig, weniger personenbezogen, weniger Kunden bindend und am Ende austauschbar“, so Lapehn.

Begrüßte die Gäste des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein beim monatlichen Treffen zum Thema "Kommunikation im digitalen Zeitalter": Andreas Ocklenburg,, im Hintergrund Refernt André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

Begrüßte die Gäste des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein beim monatlichen Treffen zum Thema „Kommunikation im digitalen Zeitalter“: Andreas Ocklenburg,, im Hintergrund Refernt André Lapehn.
Foto: Petra Grünendahl.

Zum Workshop „Erfolgreiche Kommunikation“ hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein seine Mitglieder eingeladen. Referenet André Lapehn vermittelte in Vortrag und Gesprächen die Basics, wie sich Unternehmen erfolgreich im digitalen Zeitalter aufstellen und Soziale Netzwerke strategisch für ihre Marketing-Kommunikation nutzen. Er warnte dabei vor Aktionismus: Nicht die Masse sei entscheidend, sondern die Qualität und die Relevanz für Kunden. Dabei präsentierte er Strategien ausgewählter Unternehmen, die sich damit erfolgreich auf dem Markt etabliert haben. Diese können den Marketing-Fachleuten auch als Anregungen für eigene Projekte dienen.

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Ballett am Rhein: Martin Schläpfers „b.29“ feierte umjubelte Premiere im Theater Duisburg

Facettenreicher Ballettabend im Spiegel der Neoklassik
Von Petra Grünendahl

Ballett am Rhein b.29: Ensemble in Martin Schläpfer "Konzert für Orchester". Foto: Gert Weigelt.

Ballett am Rhein b.29: Ensemble in Martin Schläpfer „Konzert für Orchester“. Foto: Gert Weigelt.

Martialisch stampfen die Tänzerinnen mit Spitzenschuhen auf den Bühnenboden, aggressiv und kampfeslustig markieren die Tänzerinnen und Tänzer ihre Dominanz. Im Kontrast dazu stehen die Tänzerinnen und Tänzer, die barfuß tanzen: Sie stehen für die Gefühlvollen, die nach Liebe und Anerkennung Strebenden. Im Überlebenskampf des Einzelnen wird die Dramatik immer wieder aufgebrochen durch die Wucht der Musik: das „Konzert für Orchester“ ist das einzige groß angelegte Werk des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski (1913 – 1994), das ihn 1954 auf einen Schlag berühmt gemacht hatte. Das Werk der polnischen Moderne ist eine Auseinandersetzung mit dem Neoklassizismus, der diesem Ballettabend einen gemeinsamen Nenner gibt.

Ballett am Rhein b.29: Bruno Narnhammer, Yoav Bosidan, Brice Asnar, Camille Andriot, Eric White in Martin Schläpfer "Konzert für Orchester". Foto: Gert Weigelt.

Ballett am Rhein b.29: Bruno Narnhammer, Yoav Bosidan, Brice Asnar, Camille Andriot,
Eric White in Martin Schläpfer „Konzert für Orchester“. Foto: Gert Weigelt.

Für seinen Ballettabend „b.29“ hatte Martin Schläpfer als Rahmen zur Uraufführung seiner eigenen Choreographie des „Konzerts für Orchester“ Choreographien von George Balanchine (1904 – 1983) und Jerome Robbins (1918 – 1998) ausgewählt. Zwischen dem Heiteren und dem Humoristischen bot Schläpfer einen Kontrapunkt: Die Konfrontation von archaischer Spontaneität und Gefühlswelt und der kontrollierten Aggressivität, die Machtspiele beim Aufeinandertreffen beider Welten, die sich in Witold Lutoslawskis „Konzert für Orchester“, das folkloristische Motive in klassische Traditionen einarbeitet, so trefflich kontrastiert als Ballett auf die Bühne bringen lassen.

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Hamborn: Stadt Duisburg und thyssenkrupp planen Erschließung von Schacht 2/5

Schacht 2-5 aus der Luft. Visualisierung: thyssenkrupp.

Schacht 2-5 aus der Luft. Visualisierung: thyssenkrupp.

Ehemaliges Zechengelände wird zum Erholungs- und Gewerbegebiet umgestaltet

Zukunftsweisendes Großprojekt im Duisburger Norden: Stadt und thyssenkrupp planen Erschließung und Entwicklung von „Schacht 2/5“ – Ehemaliges Zechengelände wird zum grünen Quartier „Friedrich-Park“ umgestaltet

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Ohne Frühstück zur Schule? – „1 Euro mehr“ unterstützt Immersatt

euro-euroFür viele Duisburger Kinder ist das leider der Alltag. Aber mit nur einem Euro kann man unkompliziert helfen und ein Kind mit einem Pausenbrot beschenken.

Die Aktion „1 Euro mehr“ möchte innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten Geld sammeln, um den Duisburger Immersatt Kinder- und Jugendtisch e. V. bei seiner täglichen Arbeit zu unterstützen. Ein Euro ermöglicht die Verteilung eines Pausenbrotes für Schüler, die ohne Frühstück in die Schule kommen.

Der Lions Club Duisburg Mercator sucht nun „mitspielende“ Gastronomiebetriebe. Diese Mitspieler kaufen eine abgestimmte Anzahl von Losen zu je 1 Euro. In den teilnehmenden Gastronomiebetrieben findet man einen Aufsteller auf dem Tisch, der den Gast über die Aktion und den Hintergrund informiert und der erklärt, wie es funktioniert.

Nachdem der Gast seine Rechnung bezahlt hat, fragt das Personal, ob er die Aktion wahrgenommen hat und teilnehmen möchte. Dann erhält der Gast für jeden Euro, den er zusätzlich gibt, ein Los und nimmt an der Verlosung teil, bei der er ein Apple iPad gewinnen kann. Die Ziehung erfolgt am 17. Januar 2017.

Als „Mitspieler“ dabei sind bereits: Einfach Brendel, das Restaurant Küppersmühle, das Achterrath’s, die Lindenwirtin, das Restaurant Mediterran, das Passione Espresso, das Grammatikoff, das Webster, das Café Kantpark oder auch das Bistro movies im filmforum.

Der Lions-Club Duisburg Mercator zählt 35 Mitglieder und wurde 1982 gegründet. Ein Schwerpunkt seines Engagements ist die Unterstützung benachteiligter Duisburger Kinder.

– Presseindormation des Lions-Club Duisburg Mercator –

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MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst zeigt Baselitz – Vedova im Duisburger Innenhafen

Brüder im Geist der Moderne: eine Wahlverwandschaft
Von Petra Grünendahl

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Mit dem Erwerb von Vedovas Gemälde Manifesto Universale 1957 begann eine intensive persönliche Beziehung zwischen dem deutschen Maler und Bildhauer Georg Baselitz (*1938) und dem venezianischen Maler Emilio Vedova (1919 – 2006). Dem Manifesto Universale ist im Museum Küppersmühle in der Sonderausstellung auf Wunsch des deutschen Künstlers mit Win. D. (1959) eines seiner Frühwerke gegenüber gestellt. Eine erste Begegnung, der in den frühen 1960-er Jahren das persönliche Kennenlernen in Berlin folgte. Obwohl sich eine enge Freundschaft entwickelte, die bis zum Tode Vedovas 2006 hielt, wurden die Arbeiten der beiden Künstler erst 2007 auf der Biennale in Venedig gemeinsam ausgestellt. Nach Berlin (2008) und Salzburg (2012) ist nun eine gemeinsame Werkschau im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen zu sehen.

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Im Museum Küppersmühle treffen in einer Werkschau zwei Künstler aufeinander, die die europäische Kunstgeschichte der Nachkriegszeit mit geprägt haben. Die beiden Kuratoren der Sonderausstsellung, MKM-Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling und Fabrizio Gazzarri, Sammlungsdirektor der Fonadzione Vedova in Veneding, konnte bei der Auswahl der Werke aus dem Vollen schöpfen, obwohl – oder vielleicht gerade weil – sie überwiegend auf eigenen Bestände zurückgriffen. So verfügt die Sammlung Ströher über einen der größten musealen Bestände des Künstlers, der seit den 1970-er Jahren die deutsche Nachkriegskunst mit prägte. Die Fondazione Vedova verwaltet den Nachlass des italienischen Künstlers.

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Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V. stellt mit Medizinbus ärztliche Versorgung Obdachloser neu auf

Mobiler medizinischer Dienst mit ehrenamtlichem Mediziner-Team
ergänzt Mobile Hilfen für obdachlose Menschen

Von Petra Grünendahl

„Wir helfen einfach nur“, erklärte Dr. Lothar Schulte, Facharzt im Ruhestand, der sich seit Jahren für die ambulante ärztliche Hilfe für Obdachlose engagiert. Dazu zähle auch die Ausgabe von Spritzen. Suchttherapie ist nicht ihr Anliegen, die primären Bedürfnisse der Klientel – überwiegend Männer zwischen 40 und 50, die teils jahrzehntelange Suchtkarrieren (Alkohol, Drogen) hinter sich haben – sind meistens viel grundsätzlicher Natur: Erkältungen, Zahn- oder Kopfschmerzen, Magen-Darm, Lunge oder Rücken – und Wundversorgung. „Das sind Wunden, die würde man hier nicht vermuten: Eiter, Maden, Wunden, die bis auf die Knochen gehen“, so Schulte. Die hochgradig Suchtkranken hätten kein Schmerzempfinden mehr, so der Mediziner.

Fahrzeuge der Mobiles Hilfe (links) und des Mobilen medizinischen Dienstes (rechts) mit den ehrenamtlichen Helfern (v.l.): Ärztin Dr. Ute Renkes-Hegendörfer, Krankenschwester Wiltrud Jäkel, Arzt Dr. Lothar Schulte, Krankenschwester Claudia Bunse, Friedhelm Fritschen, Stv. Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., Kurt Schreiber, Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., und Dr. Gerd Heiman, Leiter des Mobilen medizinischen Dienstes.. Foto: Petra Grünendahl.

Fahrzeuge der Mobiles Hilfe (links) und des Mobilen medizinischen Dienstes (rechts) mit den ehrenamtlichen Helfern (v.l.): Ärztin Dr. Ute Renkes-Hegendörfer, Krankenschwester Wiltrud Jäkel, Arzt Dr. Lothar Schulte, Krankenschwester Claudia Bunse, Friedhelm Fritschen, Stv. Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., Kurt Schreiber, Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., und Dr. Gerd Heiman, Leiter des Mobilen medizinischen Dienstes.. Foto: Petra Grünendahl.

Mit einem neuen Medizinbus ist ein Team aus sechs Fachärzten und sechs Krankenschwestern (drei davon ausgebildete Wundexperten) jetzt unter der Flagge des Vereins Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V. zwei Mal die Woche in Duisburg unterwegs. Über Jahre waren die Ehrenamtler bei einem Verein in Rheinhausen angesiedelt, bis Schulte und seine Mitstreiter im Juli das Handtuch schmissen. Drei Monate hatte es gedauert, bis durch die Kooperation mit einem neuen Verein ein Fahrzeug beschafft und aufbereitet werden konnte, wie es jetzt für medizinische Basisleistungen zur Verfügung steht. Wie bislang steht auch der neue Medizinbus montags und donnerstags zunächst ab 9 Uhr am Kuhlenwall / Ecke Königstraße. Am 10. Oktober war der Medizinbus erstmals im Einsatz, ab dem 13. Oktober fährt er nun regelmäßig die bekannten Stationen wieder an: Marxloh, Hamborn und den Bahnhof in Moers. Etwa 20 bis 25 Hilfesuchende betreuen sie an einem Tag im Schnitt.

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Expo Real: Neuplanung Wohn- und Gewerbepark in Duisburg-Wanheimerort

Eigentümer sucht neue Perspektive:
Überplanung des alga-Geländes an der Wanheimer Straße 270-276

Neuplanung Wohn- und Gewerbepark Wanheimer Straße 270 - 276 in Wanheimerort. Foto: Horst Gaßmann.

Neuplanung Wohn- und Gewerbepark Wanheimer Straße 270 – 276 in Wanheimerort. Foto: Horst Gaßmann.

„Die Entwicklung der alga-Fläche spielt im Rahmen der gesamtstädtischen Entwicklung eine besondere Bedeutung, da es sich hierbei um einen urbanen Standort mit direkter Rheinlage, zentrumsnah und mit optimalen ÖPNV-Anbindungen handelt. Die strategische Zielsetzung ‚Duisburg an den Rhein‘ zu entwickeln und Hochfeld mit Wanheimerort über den Kultushafen zu verbinden, kann mit dieser Entwicklung maßgeblich umgesetzt werden“, betont Beigeordneter Carsten Tum, Leiter des Stadtentwicklungsdezernats.

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Expo Real: „DUO am Marientor“ wird neuer Magnet in Duisburg

Bauprojekt von HOFF und Partner stellt sich
auf Expo Real erstmalig der Öffentlichkeit vor

Marientor Quartier. Entwurf: HOFF und Partner.

Marientor Quartier. Entwurf: HOFF und Partner.

In den oberen Geschossen warten insgesamt 15.000 qm auf potentielle Mieter: Unternehmen können dort ab sofort Büro- und Praxisflächen von 100 qm bis 10.000 qm anmieten, deren Gestaltung und Ausstattung absolut flexibel und individuell auf die zukünftigen Nutzer zugeschnitten wird.

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antagomorph: Gereon Krebber im Museum DKM in Duisburg

Faszination von Materialien und Formen
Von Petra Grünendahl

Vorne das Mobile „Willst du das wirklich?“ (2015), hinten Output (Stiller Teilhaber, 2016). Foto: Petra Grünendahl.

Vorne das Mobile „Willst du das wirklich?“ (2015), hinten Output (Stiller Teilhaber, 2016). Foto: Petra Grünendahl.

Die monströsen Skulpturen und Installationen aus unterschiedlichsten Materialien und Bearbeitungen sollten den Blick nicht verstellen für die kleinen Details, die ihren Teil zur Faszination des Ganzen beitragen. Manch eine Oberfläche wirkt aus der Nähe betrachtet noch viel spannender, man will sie berühren, spüren: (NEIN, berühren verboten! Das beschädigt das Objekt!). Die Materialien sind nicht so ohne weiteres erkennbar. Mitunter scheinen sie in Bewegung. „Ich trage andere Materialien dann schichtweise auf die Haut auf. Verschmolzen, verbrannt, dick aufgetragen, übermodelliert, gegossen, verspachtelt, geschliffen, geraspelt oder besprüht suche ich eine neue, überraschende Qualität, die auf den ersten Blick wie aus sich selbst entstanden wirkt“, erklärte Bildhauer Gereon Krebber (*1973) die Entstehung seiner Skulpturen. Krebber verwendet Trägermaterialien wie Stahl, Aluguss, Holz, Beton, Mauersteine, geschliffene Spiegel, Polyurethan oder gebrannter Manganton. Meistens gestaltet er nicht die Oberflächen des Untergrundes, sondern er überzieht sie oder formt Details aus Stoff, Klebeband, Folie, Sprühlack, Epoxidharz und Farbe. Die Werke faszinieren mit ihrer Unterschiedlichkeit an Material, Gestaltung und Formen.

Doppelgänger (2015). Foto: Petra Grünendahl.

Doppelgänger (2015). Foto: Petra Grünendahl.

Im Museum DKM, der privaten Kunstsammlung der Stiftungsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas, eröffnet am Freitag, 30. September, die Sonderausstellung „antagomorph“ mit ausgewählten Werken von Gereon Krebber, Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Mit der Wortbildung „antagomorph“ bezieht sich Krebber auf die Gegenläufigkeit in Form und Material, die seine Werke wie ein roter Faden durchzieht. Weiterlesen

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Im Studio: Zeichnungen von Wilhelm Lehmbruck im Lehmbruck Museum in Duisburg

Die schönsten graphischen Werke aus dem künstlerischen Nachlass
Von Petra Grünendahl

Aus Lehmbrucks Frühwerk: Studie nach Michelangelos "Sklaven" (1898). Foto: Petra Grünendahl

Aus Lehmbrucks Frühwerk: Studie nach Michelangelos „Sklaven“ (1898). Foto: Petra Grünendahl

„Ein gutes Drittel der hier gezeigten 60 Arbeiten Wilhelm Lehmbrucks sind vorher noch nie gezeigt worden“, erklärte Dr. Marion Bornscheuer, Kuratorin der Ausstellung „Im Studio: Wilhelm Lehmbruck“ bei der Vorbesichtigung. Zusammen mit Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla stellte sie die wichtigsten Aspekte der Werkschau vor, die räumlich in fünf Kategorien präsentiert wird. Vom „Frühwerk“ über „Biographische Bezüge“ mit Portraitdarstellungen von Familie, Freunden und Bekannten, Entwürfe in „Bezüge zur Plastik“ oder „Künstlerische Experimente“, die ebenfalls in Bezug zum Werk des früh verstorbenen Bildhauers (1881 – 1919) stehen, bis hin zu einer Serie an Zeichnungen rund um Shakespeares Tragödie „Macbeth“. Mit Lehmbrucks mehrfarbiger Pastellzeichnung auf Karton, dem „Hinsinkenden Frauenakt II“ von 1913/14, bietet die Schau ein ganz besonderes Highlight. Dem „kundigen“ Betrachter wird aber auch die eine oder andere Zeichnung ins Auge springen, deren Ausformungen zu Skulptur er im Lehmbruck-Trakt schon begutachten konnte.

Lehmbrucks "Hinsinkender Frauenakt II" von 1913/14. Foto: Lehmbruck Museum.

Lehmbrucks „Hinsinkender Frauenakt II“ von 1913/14. Foto: Lehmbruck Museum.

Zur wichtigsten Sammlungs- und Forschungsstätte avancierte die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum in den Jahren 2006 bis 2010 mit dem Erwerb des künstlerischen Nachlasses dieses bedeutenden Künstlers der Klassischen Moderne. Von den insgesamt 1.141 erworbenen Werken Lehmbrucks kamen 11 Pastelle, 819 Zeichnungen und 250 Druckgraphiken in die graphische Sammlung des Museums. Eine Auswahl der schönsten graphischen Blätter zeigt das Skulpturenmuseum im Kantpark ab Donnerstag, 29. September (Eröffnung ist um 19 Uhr) im Untergeschoss des Hauptgebäudes: „Im Studio“.

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Studienfahrt des DGB Niederrhein zur KZ-Gedenkstätte Esterwegen im Emsland

Verfolgung Andersdenkender und
Gewalt unter der NS-Herrschaft

Von Petra Grünendahl

Fietje Ausländer bei der Führung über das ehemalige Lagergelände. Foto: Petra Grünendahl.

Fietje Ausländer bei der Führung über das ehemalige Lagergelände. Foto: Petra Grünendahl.

„Mit ihrer Errichtung im Frühjahr 1933 stellte man diese Konzentrationslager als wirtschaftliches Förderprojekt für die Region dar“, erklärte Fietje Ausländer, Mitarbeiter der Gedenkstätte Esterwegen. Das Emsland sei eine arme Region gewesen, in der die Menschen größtenteils nicht einmal fließend Wasser hatten, erzählte er. Die Bewohner des Umlandes profitierten davon, dass die Versorgung von Wachen und Gefangenen über örtliche Händler lief, wie Dokumente in der Ausstellung belegen. Die Einheimischen durften im Schwimmbad des KZ schwimmen und vom 10-Meter-Turm mit Aussicht über das Lager ins Becken springen. Auch die Arbeiterkolonnen aus dem Lager zur Schwerstarbeit im Moor dürfte den Emsländern nicht verborgen geblieben sein. Zwölf Jahre profitierten die Menschen von den Lagern, aber hinterher wollte keiner gewusst haben, was in ihnen vor sich ging.

Gedenkstätte Esterwegen. Foto: Petra Grünendahl.

Gedenkstätte Esterwegen. Foto: Petra Grünendahl.

Der DGB Niederrhein hatte zu einer Studienfahrt nach Esterwegen in der Nähe von Papenburg eingeladen, wo eine Gedenkstätte an die Opfer der Nationalsozialisten in den emsländischen Konzentrationslagern erinnert. Der DGB in Duisburg hatte die Fahrt zusammen mit der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten) Kreisvereinigung Duisburg organisiert. Mit dem Bus ging es die 220 Kilometer nach Esterwegen. Unterwegs stimmte Christa Bröcher von der VVN auf das Thema an. Ihr Großvater war 1933/1934 in Börgermoor in „Schutzhaft“ gewesen: Dem ersten von später 15 Lagern, in denen Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen bis zur Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft 1945 die Moore kultivierten und trocken legten.

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Schiffer-Berufskolleg Rhein in Duisburg-Homberg: Von der Dorfschule zum Bildungszentrum

Der ehemalige Schulleiter Hans-Günter Portmann stellte sein Buch
über die Geschichte der Binnenschiffer-Ausbildung in Duisburg vor

Von Petra Grünendahl

„Der Mann lebt seinen Beruf“, hatte Verlegerin Anne Kappes schon beim ersten Gespräch festgestellt, bei dem ihr Hans-Günter Portmann ein Manuskript vorgestellte. Der ehemalige Schulleiter des Schiffer-Berufskollegs Rhein in Duisburg-Homberg hatte sich nach seiner Pensionierung mit der Geschichte der Schiffer-Berufsschule befasst, die weit über das hinaus reicht, was 1949 als Schulbetrieb nach dem Krieg im damals selbstständigen Homberg (Kreis Moers) wieder aufgenommen wurde. „Das Schiffer-Berufskolleg Rhein ist ein Aushängeschild für die Stadt Duisburg“, erklärte Schul- und Kulturdezernent Thomas Krützberg. In seinen dreizehn Jahren als Schulleiter habe Portmann großen Anteil an der Bedeutung der Schule, auch weit über Duisburg hinaus. Ein Verdienst im übrigen, für den der Verband Duisburger Bürgervereine Hans-Günter Portmann im Jahr 2012 mit dem Bürgerehrenwappen geehrt habe, so Krützberg.

Buchvorstellung im Mercatorzimmer (v. l.): Ehefrau Mechthild Portmann, Autor Hans-Günter Portmann, Dezernent Thomas Krützberg, Verlegerin Anne Kappes und Manfred Wieck, Schulleiter am Schiffer-Berufskolleg Rhein. Enkel Paul-Johann (2 ½, unten im Bild) hatte auch schon eifrig geblättert. Foto: Petra Grünendahl.

Buchvorstellung im Mercatorzimmer (v. l.): Ehefrau Mechthild Portmann, Autor Hans-Günter Portmann, Dezernent Thomas Krützberg, Verlegerin Anne Kappes und Manfred Wieck, Schulleiter am Schiffer-Berufskolleg Rhein. Enkel Paul-Johann (2 ½, unten im Bild) hatte auch schon eifrig geblättert. Foto: Petra Grünendahl.

Im Mercatorzimmer im Rathaus stellte Hans-Günter Portmann zusammen mit Thomas Krützberg und Anne Kappes sein Buch „Von der Dorschule zum Bildungszentrum“ vor. „Hier schreibt jemand nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis“, lobte Krützberg. Als Mann der Praxis hatte Portmann eine Ausbildung zum Schiffbauer gemacht, bevor er nach einer Hochschulreife über den Zweiten Bildungsweg ein Studium aufnahm: zunächst Schiffstechnik, später Lehramt. Seine erste Stelle trat er 1975 im Hamborner Robert-Bosch-Berufskolleg an, wo er die Berufsschule für Boots- und Schiffsbauer aufbaute, die er 1999 mit an das Schiffer-Berufskolleg in Homberg nahm, als er dort seine Stelle als Schulleiter antrat.

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