DeltaPort vor Ort: Mit Weitblick in die Zukunft

Ausweisung neuer Ansiedlungsflächen, Baumaßnahmen und Inbetriebnahme von Anlagen
Von Petra Grünendahl

DeltaPort-Hafenchef Andreas Stolte. Foto: Petra Grünendahl.

Bestehende Partnerschaften weiter stärken, Wertschöpfung in die Region tragen und Arbeitsplätze schaffen: Auf diesen drei Standbeinen will Andreas Stolte, seit gut 15 Monaten Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG, die Hafenverbundgesellschaft der Städte Wesel und Voerde sowie des Kreises Wesel für die Zukunft aufstellen. Nachhaltige Investitionen stellten die Zukunftsfähigkeit sicher, denn Anlagen in der Logistik seien extrem langlebige Wirtschaftsgüter, so Stolte. Auf gutem Kurs sieht er die drei Häfen des Verbundes, die sich jeder für sich spezialisiert hätten: Im Stadthafen liege der Schwerpunkt auf Schüttgut, in Emmelsum bei Stückgut und Containern und im Rhein-Lippe-Hafen (der ehemalige Ölhafen) würden primär Schwergut und Flüssiggut verladen.

Die Weseler Rheinbrücke. Im Hintergrund sieht man den Stadthafen Wesel. Foto: Petra Grünendahl.

Bereits zum fünften Mal seit seiner Gründung 2012 hatte der Hafenverbund DeltaPort gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen in den Häfen Kunden aus der Logistik sowie der lokalen Politik und Verwaltung eingeladen, sich an den einzelnen Hafenstandorten einen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklungen zu verschaffen. Rund 200 Interessierte fuhren auf dem Weseler Fahrgastschiff „River Lady“ durch die Hafenstandorte. Neben Andreas Stolte zeigten Unternehmen wie Contargo Rhein-Waal-Lippe, Hülskens, Jerich, Rhenus Port Logistics, Sappi Logistcs Wesel sowie Hegmann Schwerlast Terminal Niederrhein ihre Fortschritte in den Häfen und gaben Ausblicke auf künftige Entwicklungen.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein ließ DOC-Investoren, Befürworter und Gegner zu Wort kommen

Positionen abgesteckt: Pro und Contra Designer Outlet auf dem alten Güterbahnhof
Von Petra Grünendahl

Sebastian Sommer, Geschäftsführer von Neinver Deutschland. Foto: Petra Grünendahl.

„Auch in Zweibrücken war der Widerstand groß, als wir das Outlet 2008 übernahmen“, erzählte Sebastian Sommer, Geschäftsführer von Neinver Deutschland. Neinver ist der potenzielle Betreiber für ein Designer Outlet, welches auf dem alten Güterbahnhofsgelände entstehen soll. Dieses Projekt ist in Duisburg umstritten, ein Bürgerentscheid soll klären, ob Stadt und Investor ihre Planungen weiter verfolgen können. Mit aktuell 15 Outlet-Centern in sieben Ländern ist das in Spanien beheimatete inhabergeführte Familienunternehmen Neinver zweitgrößter Outlet-Betreiber in Europa. Sommer schilderte Zweibrücken als Erfolgsgeschichte – nicht nur für Neinver, sondern auch für die Region. Rund 1.200 Arbeitsplätze seien dort entstanden, über 70 Prozent sozialversicherungspflichtig, führte Sommer an. Mit 1.500 Arbeitsplätzen rechne er für Duisburg.

Diskutierten über Pro und Contra DOC (v. l.): Sebastian Sommer (Neinver), Kurt Krieger (Eigentümer des Grundstücks), Uwe Gerste (Sachkundiger Bürger) und Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum. Foto: Petra Grünendahl.

Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein hatte die Investoren eines möglichen DOC (Designer Outlet Center) auf dem alten Güterbahnhofsgelände, Befürworter und Gegner des Projekts eingeladen. Bei einer Podiumsdiskussion im TecTower konnten sich Club-Mitglieder und Gäste über das Für und Wider einer solchen Ansiedlung auseinander setzen. Neben Sebastian Sommer vertraten Grundstückseigentümer und Projektentwickler Kurt Krieger, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum sowie als erklärter Outlet-Gegner der Sachkundige Bürger Uwe Gerste, Touristik-Experte und ehemaliger Geschäftsführer der Duisburg Marketing, auf dem Podium ihren Standpunkt. Die Diskussion und Stimmen aus dem Publikum rundeten einen Event ab, der interessante Einblicke vermittelte und von dem man durchaus neue Blickwinkel mitnehmen konnte.

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MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Karl Fred Dahmen

Das „Prinzip Landschaft“ auf Leinwand und in Objektkunst
Von Petra Grünendahl

Das MKM zeigt Karl Fred Dahmen „Das Prinzip Landschaft“ in der Küppersmühle. Foto: Petra Grünendahl.

Ausgehend vom Frühwerk, in dem sich der Einfluss Pariser Künstler spiegelt, legt das Museum Küppersmühle den Fokus auf die abstrakten und informellen Gemälde der 1950er- und 1960er-Jahre, die seine Schaffensphase im Rheinland prägen. Objektkästen und Polsterbilder der späten 1960er- und 1970er-Jahre stammen aus seiner Zeit im Chiemgau, wohin er 1967 für eine Professur an der Münchner Akademie für Bildende Künste umgesiedelt war. Und schließlich schlägt die Ausstellung den Bogen zu den ‚Furchenbildern‘, mit denen Karl Fred Dahmen (1917-1981) in den letzten Jahren vor seinem Tod zur Leinwand zurückkehrt. Wie vielen seiner Künstlerkollegen ging es ihm um nichts weniger als einen grundlegenden Neuanfang in der Kunst nach der Zäsur durch Nationalsozialismus und Weltkrieg. Als Mitbegründer der „Gruppe 53“ und Teilnehmer der „documenta II“ ist Dahmens Name insbesondere mit dem deutschen Informel verbunden, dabei hat er die „Abstraktion als Weltsprache“ immer als Experiment mit offenem Ausgang begriffen.

Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling (rechts) stellte zusammen mit Kuratorin Ina Hesselmann (Mitte) und der Dürener Museumsdirektorin Renate Goldmann (links) die Doppel-Werkschau im MKM vor. Foto: Petra Grünendahl.

Dass Karl Fred Dahmen in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern würde, hat das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst zum Anlass genommen, zusammen mit dem Leopold-Hoesch-Museum in Düren die bislang umfangreichste Retrospektive mit weit über 100 Werken des Künstlers zu zeigen. Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling stellte zusammen mit Kuratorin Ina Hesselmann und der Dürener Museumsdirektorin Renate Goldmann die Doppel-Werkschau im MKM vor. Dabei liegt der Duisburger Schwerpunkt auf der Malerei und der Objektkunst, während in Düren das graphische Werk gezeigt wird. Neben Werken aus dem Bestand der Sammlung des Darmstädter Ehepaares Sylvia und Ulrich Ströher komplettieren viele Leihgaben die Sonderschau. Die Ausstellung in den Erdgeschossräumen des MKM eröffnet Museumsdirektor Smerling zusammen mit dem neuen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet und Thomas Rüschen, Vorstandsvorsitzender von Ausstellungssponsor Sal. Oppenheim Privatbank, am Donnerstag, 21. September, um 19 Uhr.

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Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg: Nachwuchswerbung mit der „Nacht der Ausbildung“

Für Absolventen aller Schulformen interessant
Von Petra Grünendahl

Auch die konventionelle Maschinentechnik will beherrscht werden: Schlosser-Azubi Florian bei der Arbeit. Foto. Petra Grünendahl.

In der Ausbildungswerkstatt 2 erklärte Azubi Vincent interessierten Besuchern verschiedene Schweißnähte beim MAG-Schweißen. Eine Station weiter zeigte Dennis Figuren aus Stahl, die er mit einem Wasserstrahlschneider mit 3.600 bar Druck „geschnitten“ hatte. Schlosser-Azubi Florian erklärt den Maschinenpark: Konventionelle Maschinen ebenso wie die modernen computergesteuerten CNC-Maschinen, die heute vielfach im Einsatz sind. Aber nicht nur Azubis waren für interessierte Jugendliche und Schüler ansprechbar, auch Mitarbeiter in der Ausbildung standen Rede und Antwort. Im Bereich für Instandhaltung und Steuerungstechnik erklärte Oscar Hammerschmidt (heute freigestellter Betriebsrat, davor 32 Jahre lang in der Aus- und Weiterbildung beschäftigt), den Aufbau der Ausbildung mit zwei Jahren Grundausbildung und weiteren anderthalb Jahren (bei Lehrzeitverkürzung ein Jahr) fachlicher Diversifizierung und Spezialisierung sowie die Anforderungen für die Abschlussprüfung.

Nachwuchswerbung bei HKM: die „Nacht der Ausbildung“ fand bereits zum fünften Mal statt. Foto: Petra Grünendahl.

Bereits zum fünften Mal gab HKM, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, mit einer speziellen „Nacht der Ausbildung“ Einblicke in sein Ausbildungswesen und die Möglichkeiten, die Schulabgängern im Hüttenheimer Stahlwerk offen stehen. Die HKM GmbH ist Tochter von thyssenkrupp Steel Europe AG, Salzgitter Mannesmann GmbH und Vallourec Tubes SAS (ehemals Mannesmannröhren-Werke), für die HKM mit rund 3.000 Mitarbeitern auch ausschließlich in der Vormaterialerzeugung tätig ist. Rund 50 Auszubildende stellt HKM in jedem Jahr neu ein. Entsprechend rundete ein Bewerbungscenter die „Nacht der Ausbildung“ ab.

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Duisburg Ruhrort: Ein Park für die Mercatorinsel

Auf der Mercatorinsel (v.l.n.r.): Markus Teuber, Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG, Volker Heimann, Leiter Amt für Umwelt und Grün, Mahmut Özdemir MdB, Oberbürgermeistern Sören Link, Erich Staake, Vorstandsvorsitzender Duisburger Hafen AG und Umweltdezernent Dr. Ralf Krumpholz. Foto: Stadt Duisburg.

„An kaum einem anderen Ort in Duisburg lässt sich das spannende Zusammenspiel zwischen Natur, Industriekulisse und Hafen so gut erleben wie hier. Schon lange gab es Pläne, diese Fläche zu entwickeln. Nun werden sie Realität. Ich freue mich sehr, dass wir den Duisburgerinnen und Duisburgern, aber auch unseren Besuchern bald ein neues attraktives Ausflugsziel bieten können,“ so Oberbürgermeister Sören Link. Erich Staake ergänzt: „Damit schaffen wir ein attraktives Umfeld für unsere Skulptur ,Echo des Poseidon‘ von Markus Lüpertz. Dies eindrucksvolle Kunstwerk hat sich zu einem touristischen Publikumsmagneten weit über Duisburg hinaus entwickelt. Wir schaffen also Arbeitsplätze auf der Mercatorinsel und werten diese gleichzeitig durch die Parkanlage für Bürger und Touristen auf.“

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Lehmbruck Museum Duisburg feiert mit einer Studio-Ausstellung 25 Jahre Rheinorange

Von Strahlkraft und Identitätsstiftung
Von Petra Grünendahl

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

“Orange ist die Farbe mit der größten Strahlkraft auch im schlechter werdenden Licht von Sonnenauf- oder –untergängen“, erklärte der Kölner Künstler Lutz Fritsch (*1955) seine Farbwahl, zu der er ebenso wie Ort und Form der Skulptur erst im Laufe eines Findungsprozesses gekommen war. Dass das „Rheinorange“ in seiner seidenglänzenden Lackierung in Reinorange (RAL 2004) später zu ihrem Beinamen „Glühende Stahlbramme“ gekommen ist, zeige, so Fritsch, wie sehr diese erste Landmarke Deutschlands in Duisburg angenommen und zum Identitätsstifter wurde. Von der Initiierung über Ideenfindung bis hin zur Realisation hat das Lehmbruck Museum zusammen mit dem Kölner Künstler Briefe, Zeichnungen und Materialien zusammengestellt. Ein Film über den Zusammenbau der 120 Einzelbleche, die alle in Duisburg gefertigt und von Arbeitern der Krupp Industrietechnik Rheinhausen zusammengeschweißt worden waren, rundet die Dokumentation des Duisburger Wahrzeichens ab

Gruppenbild mit Rheinorange (v. l.): Kulturdezernent Thomas Krützberg, der Kölner Künstler Lutz Fritsch, Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla und Anja Süselbeck (Sprecherin der Wirtschaftsjunioren). Foto: Petra Grünendahl.

Ein gutes Jahr nach der Restaurierung feiert das Rheinorange sein 25-jähriges Jubiläum. In seiner Studio-Ausstellung zeigt das Lehmbruck Museum die Entstehungsgeschichte des Rheinorange. Die Wirtschaftsjunioren Duisburg hatten 1989 initiiert, Kunst in den Duisburger Hafen zu bringen, und bei Unternehmern und in der lokalen Wirtschaft für finanzielle Unterstützung geworben. Diese Unterstützung der Wirtschaft hält bis heute an: Erst im vergangenen Jahr hatte die Skulptur aufwendig restauriert werden müssen. Das bis dahin ein wenig in die Jahre gekommene Kunstwerk erstrahlt seitdem in neuem Glanz. Die 83 Tonnen schwere Skulptur an der Mündung von Rhein und Ruhr gehört dem Lehmbruck Museum. Eröffnet wird die Studio-Ausstellung in den Museumsräumen am Samstag, 16. September.

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„Sammlerstücke“: die neue Veranstaltungs-Location in Moers

Stilvoll Feiern im Industriekultur-Ambiente mit Oldtimern
Von Petra Grünendahl

Die ehemalige Maschinenhalle des Bergwerks Rheinpreußem beherbergt heute „Sammlerstücke“. Foto: Petra Grünendahl.

Zur Eröffnung zeigte die neue Event-Location „Sammlerstücke“ den Besuchern ihre Möglichkeiten auf. Foto: Petra Grünendahl.

Die alte Maschinenhalle der Zeche Rheinpreußen ist fachmännisch und mit viel Liebe zum Detail saniert. Der Ort atmet Industriekultur mit ihrem sehr eigenen Ambiente. In diesem Umfeld finden nun auch eine Reihe von Oldtimern ihren Standplatz in Glasgaragen, zu denen die Stellplatzinhaber rund um die Uhr Zutritt haben, die allerdings hochmodern abgesichert sind. „Sammlerstücke“ heißt dieser Ort, an dem gerade mit Catering und der durch den Hallenkomplex ziehende Band Speedo für die passende Stimmung die offizielle Eröffnung gefeiert wurde. Die Eigentümer, die hier auch ihre eigenen Oldtimer stehen haben, möchten diesen Ort für Veranstaltungen etablieren, der Unternehmen wie Privatleuten Tagungen, Kongresse, Präsentationen und eben Feierlichkeiten in einem einzigartigen Ambiente ermöglicht. Auch Kulturveranstaltungen und Konzerte können sich die Eigentümer der Halle vorstellen, in ihre Location nach Moers zu holen.

Wollen ihre Location „Sammlerstücke“ für Veranstaltungen in der Region etablieren (v. l.): Peter Gilardone und Carlo Philippi. Foto: Petra Grünendahl.

Die historische Bausubstanz hatte die Unternehmer Peter Gilardone und Carlo Philippi gelockt, als eine der alten Hallen am Eurotec-Ring in Moers zum Verkauf stand. „Als wir die sanierungsbedürftige Halle zum ersten Mal sahen, sollte sie als Lager für Akten genutzt werden“, erklärt Peter Gilardone, der im Technologiepark ein eigenes Maschinenbau-Unternehmen führt, die Entstehungsgeschichte. „Aber vor unserem geistigen Auge entstanden gleich lebendige Bilder einer Halle mit vielen, spannenden Möglichkeiten. Neben der Unterbringung von exklusiven Fahrzeugen haben wir direkt das Potenzial für eine außergewöhnliche Event Location erkannt.“ – „Wir wollen Unternehmen aus ganz NRW und auch Kulturveranstaltungen nach Moers holen“, so Carlo Philippi, der bereits seit Jahren in Gelsenkirchen erfolgreich die Event-Location Lüttinghof – Burg am Wasser betreibt. Weiterlesen

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Loveparade-Strafverfahren: Kammer lehnt Schöffen wegen Besorgnis der Befangenheit ab

Amts- und Landgericht Duisburg am König-Heinrich-Platz. Foto: Petra Grünendahl,

Mit Beschluss vom 7. September 2017 hat die 6. Große Strafkammer im Loveparade-Strafverfahren einen der beiden Hauptschöffen aufgrund einer Selbstanzeige wegen der Besorgnis der Befangenheit abgelehnt.

Der Schöffe hatte im August 2010 gegenüber einer Zeitung geäußert, er verstehe nicht, wie man so etwas [die Loveparade 2010] planen könne. Es seien nur „Dilettanten am Werk gewesen“. Weiter äußerte er, dass „Köpfe rollen“ müssten und „die ganze Bande weg“ müsse.

Diese Äußerungen stellen nach Auffassung der Kammer bei der gebotenen Gesamtschau einen Grund dar, der aus Sicht eines Angeklagten bei verständiger Würdigung geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Schöffen zu rechtfertigen. Insbesondere die zitierten Formulierungen ließen befürchten, dass der Schöffe eine innere Haltung eingenommen habe, die seine Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit störend beeinflussen könne. Hieran ändere auch der zwischenzeitliche Zeitablauf nichts.

Ein Schöffe ist ein ehrenamtlicher Richter und kann unter denselben Voraussetzungen wie ein hauptberuflicher Richter abgelehnt werden. Bei der Ablehnung wegen der Besorgnis der Befangenheit muss nicht feststehen, dass ein (ehrenamtlicher) Richter tatsächlich befangen ist, also die gebotene Unvoreingenommenheit vermissen lässt. Ausreichend ist die objektive Besorgnis hierfür. Das bedeutet, dass aus Sicht eines besonnenen Prozessbeteiligten objektive Anhaltspunkte dafür bestehen müssen, dass der (ehrenamtliche) Richter dem Verfahren nicht unvoreingenommen gegenübersteht.
Aktenzeichen: Landgericht Duisburg, 36 KLs 10/17

– Pressemeldung des Landgerichts Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Hafenverbund DeltaPort im Kreis Wesel: Hafen Emmelsum erreicht wichtigen Planungsabschnitt

Der Hafen Emmelsum in Voerde (Kreis Wesel). Foto: deltaport.

Durch die neue Festlegung als Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB) mit der Zweckbindung „Standort des kombinierten Güterverkehrs“ im Gebiet der Stadt Voerde besteht für die Bezirksregierung Düsseldorf nunmehr die rechtliche Voraussetzung, ein Planfeststellungsverfahren für die konkretere Hafenplanung u. a. eine Vergrößerung der Logistikflächen um ca. 15 Hektar durchzuführen. Die Vorbereitung der Antragsunterlagen wird zur Zeit von der Hafengesellschaft DeltaPort vorgenommen.

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Landschaftspark Duisburg Nord: Marketing-Club informierte sich über den Sandburg-Weltrekord

Besucher- und Medienecho stärkt die Bekanntheit
der Marke „Schauinsland-Reisen“

Von Petra Grünendahl

Die Weltrekord-Sandburg habe in diesem Jahr deutlich mehr Event-Charakter, erklärte Michael Jacobi, Leiter Unternehmenskommunikation von Schauinsland-Reisen, den Fachleuten vom Marketing-Club Duisburg-Niederrhein im Landschaftspark Nord in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Sommer, Strand und Urlaub – die liegt die Sandburg gar nicht so weit entfernt. Zum zweiten Mal hatte der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen in diesem Jahr den Weltrekordversuch mit einer Sandburg initiiert. Die Sandburg 2016 hatte mit ihrem „Weltrekord der Herzen“ ein bei weitem größeres Echo hervorgerufen, als die Macher im Vorfeld erwartet hatten. Das gab letztendlich den Ausschlag, diesen Weltrekordversuch erneut anzugehen. Allerdings war die Messlatte, die im letzten Jahr mit dem alten Weltrekord noch bei 14,15 Metern gelegen hatte, jetzt höher: Der aktuelle Rekord aus Indien lag zuletzt bei 14,84 Metern. Den galt es zu übertreffen – und es hat geklappt: Gemessene 16,68 Meter türmen sich im Landschaftspark Nord zu einer phantastisch ausgeformten Sandburg, die 19 Sandkünstler von internationalem Renommee – die „Champions League“, so Michael Jacobi – innerhalb drei Wochen in über 3,500 Tonnen Sand geschnitzt hatten.

Die Weltrekord-Sandburg habe in diesem Jahr deutlich mehr Event-Charakter, erklärte Michael Jacobi, Leiter Unternehmenskommunikation von Schauinsland-Reisen, den Fachleuten vom Marketing-Club Duisburg-Niederrhein im Landschaftspark Nord in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Der Leiter Unternehmenskommunikation der Schauinsland-Reisen GmbH, Michael Jacobi, informierte im Landschaftspark Nord die Mitglieder des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein über den Sandburg-Weltrekordversuch (Guinness World Records) und seine Hintergründe. Das Engagement von Schauinsland-Reisen galt nicht der Werbung für ein Produkt, sondern der Stärkung des Markennamens, verriet Jacobi den anwesenden Marketing-Fachleuten. Mit einem Medienecho, welches schon im vergangenen Jahr überraschte und in diesem Jahr nicht geringer geworden ist, dürfte dieses Ziel mehr als erreicht worden sein. Weiterlesen

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Antikriegstag 2017 des DGB Niederrhein in Duisburg: 50 Jahre Friedensdorf Oberhausen

“Kein Grund zum Feiern, dass es uns seit 50 Jahren geben muss“
Von Petra Grünendahl

Angelika Wagner (l.), Geschäftsführerin des DGB Region Niederrhein, ehrte das Friedensdorf International, vertreten durch Rebecca Wagner (m.) und Franziska Nolte (r.) vom Bildungswerk. Foto: Petra Grünendajhl.

„Den Anstoß zu unserer Gründung gaben vor 50 Jahren der 6-Tage-Krieg in Israel und der Vietnam-Krieg“, erklärte Rebecca Wenzel vom Bildungswerk des Friedensdorf International e. V. Seit 1967 holt das Friedensdorf Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland: „Voraussetzung dafür ist, dass eine Behandlung im Herkunftsland nicht möglich ist, aber in Deutschland erfolgen kann“, so Wenzel. Nach erfolgreicher Operation und einem halben Jahr Rehabilitation im Friedensdorf gingen die Kinder dann zurück in ihre Heimat, erzählte Wenzel. Diese 50 Jahre Engagement, die Folgen von Krieg zumindest bei Kindern zu lindern, ehrte der DGB Niederrhein in dieser Veranstaltung, nachdem Rebecca Wenzel zusammen mit ihrer Kollegin Franziska Nolte ausführlich – auch mit O-Tönen von ehrenamtlich Engagierten – über die beeindruckende Arbeit des Friedensdorfs berichtet hatte.

Über 40 Jahre Tradition hat die Gedenkveranstaltung, die der DGB im Rathaus Duisburg alljährlich zum Antikriegstag am 1. September nutzt, sich gegen Krieg und Faschismus und für ein friedliches Miteinander zu positionieren. Unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ greift der DGB Niederrhein hierfür immer wieder Themen auf, die den Irrweg Faschismus anprangern oder die negativen Auswirkungen von Krieg verdeutlichen, denn „Erinnern hilft vorbeugen“, so Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Region Niederrhein. Deutschland und Europa müssten eine friedenssichernde Politik betreiben und unterstützen, mahnte sie, und: „Konflikte lassen sich nicht mit Waffen lösen.“ Immerhin 226 gewaltsam ausgetragene Konflikte hatte er allein für 2016 ausgemacht, teilte Bürgermeister Manfred Osenger in seinem Grußwort mit.

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Duisburg will mit Fördermitteln Problemimmobilien vom Markt nehmen

Sören Link: „Wir wollen verhindern, dass kriminelle Strukturen von Zuwanderung profitieren“
Von Petra Grünendahl

Stellten die Absicht der Stadt zum Ankauf von Problemimmobilien vor (v. l.): Arne Lorz (Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement), Gebag-Chef Bernd Wormeyer, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum und Oberbürgermeister Sören Link. Foto: Petra Grünendahl.

„Verhandlungsbasis ist grundsätzlich der Verkehrswert und nicht die Preisvorstellung des Eigentümers“, stellte Bernd Wortmann, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gebag, klar. Dieser Verkehrswert ist nicht besonders hoch, wenn Eigentümer die Immobilie über Jahre oder gar Jahrzehnte haben verkommen lassen. Ein Haus in Marxloh, welches seit gut sieben Jahren leer steht und nur noch Ratten anzieht – deswegen wird es auch „Rattenhaus“ genannt –, sei nun für einen Betrag deutlich unter 50.000 Euro erworben worden, betonte Wortmeyer. Investoren aus Süddeutschland waren wohl mit dem Kaufpreis übern Tisch gezogen worden – und hatten mittlerweile eingesehen, dass die unbewohnbare Immobilie zum Fass ohne Boden zu werden drohte. Das erleichterte die Verhandlungen, da der Eigentümer seinem Verlust kein weiteres Geld hinterher schmeißen wollte. Denn Kosten produziert ein solches Haus auch ohne Mieter.

Die ehemalige Landesregierung NRW hatte das Modellprojekt zum Ankauf von Problemimmobilien gestartet. Ziel des Projektes ist es, in den Großstädten, die aufgrund des EU-Freizügigkeitsrechts eine besondere Armutszuwanderung aus Rumänien und Bulgarien haben (neben Duisburg sind dies insbesondere Gelsenkirchen und Dortmund), unbewohnbaren Wohnraum vom Markt zu nehmen. Duisburg hat insgesamt Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro beantragt. Das Projekt soll gemeinsam mit der Gebag umgesetzt werden. Im Vorgriff auf den in Aussicht gestellten Förderbescheid hat die Gebag nun das erste Haus in Marxloh erworben: „Da die Mittel zugesagt wurden, können wir schon mal anfangen“, freute sich Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum. Eine Untersuchung der Bausubstand stehe noch aus, so Wortmeyer, – und damit die Entscheidung, was mit dem Haus nun geschehen solle: Lohnt sich eine Sanierung? Oder wird es abgerissen?

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Tag des offenen Denkmals am 10. September: Stadt Duisburg stellt das Programm vor

Wahrzeichen von „Macht und Pracht“ öffnen ihre Pforten
Von Petra Grünendahl

Blick in den Gewerkensaal um 1935. Foto: TKSE.

Der Gewerkensaal der alten Hauptverwaltung von Thyssen an der Franz-Lenze-Straße ist zwar jedem Mitarbeiter für Veranstaltungen zugänglich, nicht aber der Öffentlichkeit. Erstmals öffnet thyssenkrupp Steel Europe beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals seine Türen. Das ab 1904 im neugotischen Stil erbaute Backstein-Gebäude (es gab später Erweiterungsbauten) ist ein Hingucker, der im Vorbeifahren einfach auffällt. Nachdem sein Werk (erst Kohleförderung, dann auch Hütten- und Stahlwerk) über viele Jahre aus einem ehemaligen Schulgebäude heraus verwaltet worden war, hatte Firmengründer August Thyssen diesen repräsentativen Sitz bauen lassen. Im holzvertäfelten Gewerkensaal* hatten früher die Anteilseigner der Gewerkschaft Deutscher Kaiser getagt, an deren Kohleförderung Thyssen zunächst Anteile hielt, ab 1891 die Mehrheit, bevor er die Gewerkschaft schließlich ganz übernahm.

Stellten das Programm zum Tag des offenen Denkmals im Gewerkensaal vor (v. l.): Michael Clarke (Besucherguide TKSE, Regionalverband Ruhr / Route Industriekultur), Theresa Junk (Pressesprecherin TKSE), Carsten Tum (Beigeordneter für Stadtentwicklung), Petra Kastner (Untere Denkmalbehörde), Jörg Weißmann (Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn e. V.) und Anja Geer (Leiterin Amt für Baurecht und Baubearbeitung). Foto: Petra Grünendahl.

Exakt 704 Denkmäler sind in Duisburg in die Denkmalliste eingetragen. Davon öffnen zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, 14 ihre Türen für interessierte Besucher. Vier von diesen Orten – unter anderem die alte Thyssen-Hauptverwaltung – sind in diesem Jahr erstmals dabei. Im Pressegespräch stellten Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum, Anja Geer (Leiterin des Amtes für Baurecht und Bauberatung), Petra Kastner (Untere Denkmalbehörde Duisburg), Jörg Weißmann (Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn e. V.), Michael Clarke (Besucherguide thyssenkrupp Steel Europe) und Theresa Junk (Pressesprecherin thyssenkrupp Steel Europe) das Programm des Tages unter dem Motto „Macht und Pracht“ vor. Im vergangenen Jahr besuchten etwa 4.000 Personen allein die in Duisburg geöffneten Denkmäler.

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3. Haniel Klassik Open Air eröffnet die neue Spielzeit auf dem Duisburger Opernplatz

Das große Musikfest auf dem Opernplatz hat sich etabliert
Von Petra Grünendahl

„Als wir uns entschieden hatten, 2012 das Konzert zum 100. Geburtstag des Theaters zu unterstützen, ahnten wir nicht, dass dies die Geburtsstunde einer neuen Veranstaltungsreihe bedeuten würde“, erklärte Haniel-Chef Stephan Gemkow. International renommierte Solisten des Opern-Emsembles, der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker präsentieren unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober Höhepunkte er italienischen und russischen Oper. Stargast ist der russische Gitarrist Victor Smolski, der Rockmusik mit klassischer Musik verbindet. Begleitet wird er nicht nur von den Philharmonikern, sondern auch von der „Peter Bursch’s All Star Band“, die in Duisburg eine feste Größe ist. Durch das Programm führt Götz Alsmann. Mittlerweile zum dritten Mal lockt eine von klassischer Musik geprägte Veranstaltung, die aber auch moderne oder rockige Elemente zu integrieren versteht, Tausende Menschen aus der Region, die nicht unbedingt auf die Idee kämen die Duisburger Philharmoniker oder die Deutsche Oper am Rhein zu besuchen.

Stellten das Programm des 3. Haniel Klassik Open Air vor (v. l.): Oberbürgermeister Sören Link, Stephan Gemkow, Vorstandsvorstizender der Franz Haniel & Cie., und Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein. Nicht im Bild die weiteren Teilnehmer des Pressegesprächs: Kulturdezernent Thomas Krützberg, Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg, Bülent Aksen (Agentur BA Coaching) und Martin Schie, Orchestermanager der Duisburger Philharmoniker. Foto: Petra Grünendahl.

Alle zwei Jahre eröffnet das Haniel Klassik Open Air, welches in diesem Jahr zum dritten Mal stattfindet, die neue Spielzeit von Duisburger Philharmonikern und der Deutschen Oper am Rhein, die die Duisburger Kulturbetriebe gemeinsam mit der Franz Haniel & Cie. GmbH auf die Beine stellen. Am Freitag, 8. September, startet um 20 Uhr das große Musikfest mit einem Konzertereignis, welches, so Oberbürgermeister Sören Link: „zur Kulturstadt Duisburg und zur Weltoffenheit unser Stadt passt.“ Und wo die Bühne auf dem Opernplatz und die Sicherungen rund um den König-Heinrich-Platz schon mal stehen, schließt sich dem eher klassisch orientierten Freitag ein Samstag mit Konzerten ganz anderer Musikrichtung an. Der Eintritt ist an beiden Konzerttage frei.

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Containerumschlag-Ranking: duisport verbessert sich auf Platz 36 unter den weltweit größten Häfen

Im Containerumschlag-Ranking landet der Duisburger Hafen für 2016 auf Platz 36 der weltweit größten Häfen. Foto: duisport/ Rolf Köppen.

Der Duisburger Hafen belegt Platz 36 unter den weltweit größten Häfen. Mit einem Containerumschlag von 3,7 Mio. TEU in 2016 verbesserte sich duisport damit um zwei Plätze im Vergleich zu 2015. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Ranking der internationalen Zeitschrift „Container Management“ hervor.

duisport ist unter den Top 100 weltweit der einzige Binnenhafen und einer von insgesamt drei deutschen Häfen. Nur die beiden Seehäfen Hamburg (Platz 17) und Bremerhaven (Platz 26) haben 2016 mehr Container umgeschlagen.

Im europäischen Vergleich liegt duisport beispielsweise noch vor den Häfen aus Italien und Frankreich.

„Das Ranking zeigt, dass wir unsere Bedeutung als wichtigste Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa stetig ausbauen“, so duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

– Pressemeldung der Duisburger Hafen AG –
Foto: duisport/ Rolf Köppen

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Karneval in den 1970er-Jahren: Recklinghäuser Rosenmontagszug in Wanheimerort

Dreharbeiten zur Hape-Kerkeling-Verfilmung „Der Junge muss an die frische Luft“ in Duisburg
Von Petra Grünendahl

Karneval in Wanheimerort: Dreharbeiten für den Hape-Kerkeling-Film im 1970er-Jahre Ambiente. Foto: Petra Grünendahl.

Mitten im August erschallt „Helau“ aus vielen Kehlen in den Straßen von Wanheimerort. Eine Seitenstraße mit vielen Altbauten ist im Stil der 1970er-Jahre mit den passenden Autos ausstaffiert. Auf der Durchgangsstraße zieht der Rosenmontagszug von Recklinghausen vorbei an Menschen, die ausgelassen feiern. In Duisburg? Ja, denn hier laufen gerade Dreharbeiten zu einer Handvoll Szenen für den Film „Der Junge muss an die frische Luft“ nach dem gleichnamigen autobiografischen Buch von Hape Kerkeling. Den damals Neunjährigen spielt Julius Weckauf unter der Regie von Oscar-Preisträgerin Caroline Link. Ende des Jahres kommt die UFA-Produktion in die Kinos.

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© 2017 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Duisburg: 24. Ruhrorter Hafenfest wirft seine Schatten voraus

Vier Tage Party an Rhein und Rhein
Von Petra Grünendahl

Informierten über das Programm des 24. Ruhrorter Hafenfestes (v. l.): Mario Adams, Dr. Bernhard Weber, „Mr. Hafenfest“ Walter Pavenstädt und Rudi Gande (alle Ruhrorter Hafenfest e. V.) sowie Stella Tarala, 2. Vorsitzende des Ruhrorter Bürgervereins, der sich diesmal erstmals an Planung und Organisation beteiligte. Foto: Petra Grünendahl.

Mit menschlichem Antrieb ein Schiff voranbringen wollen zwei Duisburger Schwimmvereine: Der ASCD und der DSSC 09/20 werden sich messen, wer am schnellsten ein Schiff über eine „Rennstrecke“ ziehen kann. Der Samstag hat somit ab 14 Uhr eines der Highlights der diesjährigen Veranstaltung zu bieten. Viele Highlights hat das große Show-Programm auf der Haniel-Bühne von Freitag bis Sonntag zu bieten: Mit vielen Coverbands und unterschiedlichsten Musikstilen. Nicht wegzudenken sind vom Hafenfest die Reeper Boys, die den ganzen Samstag über durch die Ruhrorter Straßen ziehend Programm machen.

Im Pressegespräch stellte der Vorstand der Ruhrorter Hafenfest e. V. das Programm zum diesjährigen Großevent (24. Ruhrorter Hafenfest vom 18. bis 21. August) in Duisburgs Hafenstadtteil vor. Im Jahr nach dem großen Hafenjubiläum ist die Veranstaltung wieder an ihrem traditionellen Termin am dritten August-Wochenende zurückgekehrt. Auch in diesem Jahr haben Vorstand, viele Aktive und Sponsoren ihr möglichstes getan, das Programm auf einem hohen und für die Ansprüche des Publikums attraktivem Niveau anzusiedeln. Viele Einrichtungen und Akteure beteiligen sich, ihren Stadtteil im besten Licht zu präsentieren. Von der großen Haniel-Bühne am Richard-Hindorf-Platz (mit Live-Auftritten) und der Kirmes auf der Mühlenweide bis zum Imperial-Festbereich (mit kleinerer Bühne, Gastronomie, Kochshow mit Frank Schwarz und eher Tanzpavillon als großem Live-Programm) auf dem Gustav-Sander-Platz (Schifferbörse) sowie bis in den Stadtteil hinein zum Neumarkt, zum Haniel-Museum, zur St. Maximilian Kirche und dem Binnenschifffahrtsmuseum im Norden reichen Programmpunkte und Attraktionen. Dazu kommt die stimmungsvolle Beleuchtung der Mercatorinsel (gesponsert von den Stadtwerken Duisburg) sowie das Feuerwerk (gesponsert von duisport) am Freitagabend.

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Lions Club Duisburg-Concordia: Jugend profitiert vom Charity-Golfturnier

Claudia und Rainer Peitz, Organisatoren des Charity-Golfturniers vom Lions Club Duisburg-Concordia, beglückwünschen einen der Sieger. Foto: Heinz Brommundt / Lions Club Duisburg-Concordia.

  • Lions Club Duisburg-Concordia verbindet Freude am Golfen mit Sportsgeist und Wohltätigkeit
  • Erlös des Charity-Golfturniers für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Duisburg

Sportsgeist, Stimmung und sommerliche Temperaturen zeichneten das Cha-rity Golf-Turnier des Lions Clubs Duisburg-Concordia aus. 93 Golferinnen und Golfer nahmen daran teil. Am Ende des Tages siegten Klaus Müller, Fabian Rockelsberg, Hein-rich Lücke sowie Markus Kriedel und Heike Werwach-Schlichtenbrede.

Die Abendveranstaltung mit Klängen der Band Trionova und des Disc Jokeys genossen rund 150 Akteure. Zum Ausklang des Golfturniers gehört mittlerweile traditionell eine Tombola, mittels derer die Lions von Duisburg-Concordia Gelder für den guten Zweck einwerben. Hauptpreis diesmal war eine einwöchige Golfreise nach Mallorca inklusive Flug und Appartement für zwei Personen.

Der Erlös der Aktivität in Höhe von rund 8.000 Euro kommt sozial benachteiligten Kin-dern und Jugendlichen zugute.

– Pressemeldung des Lions Club Duisburg-Concordia –
Foto: Heinz Brommundt / Lions Club Duisburg-Concordia

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Unternehmerverband Duisburg: stellt Ergebnisse der aktuellen Konjunktur-Umfrage vor

Ruhrwirtschaft: Chance für Aufholjagd ist da

Präsentierten die aktuellen Zahlen der Konjunkturumfrage: Der Sprecher der regionalen Wirtschaft Heinz Lison (r.) und der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Wolfgang Schmitz. Foto: Unternehmerverband.

„Die Unternehmen haben im ersten Halbjahr einen optimalen Start hingelegt. Der Motor läuft auf Hochtouren. Allerdings ist es noch zu früh, von einem wirklichen Aufschwung zu sprechen. Dazu müssen sich die Zahlen erst noch verstetigen“, erläutert der Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes Heinz Lison die aktuelle Erhebung. Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Arbeitgeberverbände des Ruhrgebiets belegten, so Lison, dass sich die Ruhrwirtschaft im Konjunktur-Hoch befinde. Eine Verbesserung sei auch in der Metall- und Elektroindustrie zu verzeichnen, die in den vergangenen Jahren der Gesamtwirtschaft regelmäßig hinterhergehinkt sei.

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Loveparade-Katastrophe: Eine Kerze im Gedenken zum siebten Jahrestag

Eine Kerze im Gedenken an die Opfer der Loveparade 2010. Foto: Petra Grünendahl.

Mit mehreren Veranstaltungen gestern und heute gedenken Menschen in Duisburg der 21 Toten und Hunderten Verletzten und Traumatisierten der Loveparade 2010. Wir schließen uns mit einer symbolischen Kerze dem Gedenken an …

pet 2017

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Zentrum für Erinnerungskultur: VVN übergab historische Unterlagen zum politischen Widerstand in Duisburg

Grundlagen für „Das Rote Hamborn“ und „Tatort Duisburg“: Stadtarchiv arbeitet Dokumente auf
Von Petra Grünendahl

Mit einer Auswahl der übergebenen Unterlagen (v. l.): Doris Michel und Christa Bröcher von der VVN mit dem Leiter des Stadtarchivs, Dr. Andreas Pilger . Foto: Petra Grünendahl.

Pressegespräch mit (v. l.) Doris Michel (Kreisvorsiitzende VVN), Christa Bröcher (Vorstandsmitglied VVN), Dr. Andreas Pilger (Leiter Stadtarchiv) und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

„Wir hatten Probleme, diese Dokumente so einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wie eine Nachfrage bestand“, erklärte Doris Michel, Vorsitzende des Kreisverbandes der VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten). Zudem waren der VVN im vergangenen Jahr die Ausstellungsräume in einem Schulpavillon an der Wrangelstraße in Kaßlerfeld gekündigt worden. Stadt und IMD suchen seitdem mit der VVN nach neuen Räumlichkeiten für die Ausstellung, die dafür auch neu gestaltet werden soll. Um die umfassenden Bestände an Originaldokumenten zu sichern, nahmen Michel und Vorstandskollegin Christa Bröcher, selber Enkelin eines Widerstandskämpfers, Kontakte zum Stadtarchiv auf. Über Jahrzehnte hatten Mitglieder der VVN und insbesondere Manfred Tietz (ehem. Geschichtslehrer am Steinbart-Gymnasium), der sich u. a. mit „Tatort Duisburg“ einen Namen gemacht hatte, Dokumente zusammen getragen aus dem Privatbesitz von überlebenden Widerstandskämpfern und deren Nachfahren. Diese sollen nun professionell gesichert und erschlossen werden: Das Stadtarchiv kann sie nicht nur erhalten und konservieren, sondern vor allem auch einer breiteren Öffentlichkeit zu Forschungszwecken verfügbar machen.

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Stiftung Duisburg 24.7.2010 zum siebten Jahrestag der Loveparade

Solidargemeinschaft: Gedenken soll künftig öffentlicher gestalten
Von Petra Grünendahl

Informierten auf einer Pressekonferenz im Haus der Kirche zum Jahrestages 2017 (v. l.): Birgit Nellen (Vorstand), Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratorium), Jürgen Widera (Vorstand), Angelika Köhler (Geschäftsstelle), Ulrike Stender (Kuratorium) und Edith Jakubassa (Mutter von Marina). Foto: Petra Grünendahl.

„Wir wollen das Gedenken ins öffentlichen Bewusstsein zurück holen“, erklärte Kuratoriumssprecher Jürgen Thiesbonenkamp die signifikanteste Änderung beim diesjährigen Gedenken an die Opfer der Loveparade-Katastrophe. Der Gottesdienst am Vorabend des Gedenktages für die Opfer der Loveparade 2010 wird die einzige geschlossene Veranstaltung bleiben, die nur Angehörigen und Opfern der Katastrophe vorbehalten bleibt. Die eigentliche Gedenkveranstaltung am Unglücksort am 24. Juli gegen 17 Uhr wird öffentlich begangen, um auch Duisburgern, die ihre Solidarität mit den Opfern bekunden wollen, die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Diese Änderungen würden auch von den Angehörigen mit getragen, wie Edith Jakubassa, Mutter der verstorbenen Marina, bestätigte. Mit 22 Glockenschlägen wird zu Beginn der Gedenkveranstaltung an die 21 Toten und – mit dem 22. Glockenschlag – erstmals an die vielen Hundert Verletzten und Traumatisierten erinnert. Die Einbeziehung einer Öffentlichkeit soll eine Solidargemeinschaft im Gedenken schaffen, aber: „Wir haben nicht den Anspruch, möglichst viele Leute anzuziehen. Wer Interesse hat, der kommt“, meinte Stiftungsvorstand Jürgen Widera.

Informierten auf einer Pressekonferenz im Haus der Kirche zum Jahrestages 2017 (v. l.): Birgit Nellen (Vorstand), Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratorium) und Jürgen Widera (Vorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Mit einigen Änderungen der bisherigen Praxis wartet der siebte Jahrestag der Loveparade-Katastrophe in diesem Jahr auf, wie Jürgen Thiesbonenkamp, Sprecher des Kuratoriums der Stiftung Duisburg 24.7.2010, auf einer Pressekonferenz erläuterte. Die jetzt öffentliche Gedenkveranstaltung am Jahrestag an der Rampe soll neben Begrüßungsworten und einem Gebet erstmals auch einen musikalischen Part enthalten, für den man Marissa Möller vom Schlosstheater Moers gewinnen konnte. Weiterlesen

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Museum Küppersmühle und Lehmbruck Museum in Duisburg zeigen Erwin Wurm

Spannungsfelder menschlicher Körper
Von Petra Grünendahl

Der aus Österreich stammende Künstler Erwin Wurm (l.) beim Gang durch den Ausstellungsbereich im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

„Erwin Wurm stellt Dinge auf den Kopf“, erklärte Museumsdirektor Walter Smerling zur neuen Sonderausstellung des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Zusammenarbeit mit dem städtischen Lehmbruck Museum. Im Spannungsfeld des menschlichen Körpers findet sich immer wieder auch Kritik an der menschlichen Gesellschaft. Einige Werke sind nur zum Schauen, andere erfordern das Mitmachen der Museumsbesucher. Im MKM liegt der Schwerpunkt eher auf den Wandarbeiten des Künstlers, im Lehmbruck Museum auf skulpturalen Werken. Neben dem aus Österreich stammenden Künstler standen im Pressegespräch vor der Ausstallungseröffnung Lehmbruck-Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla, Direktorin sowie die Kuratoren Rede und Antwort.

Ein Blickfang in der Glashalle des Lehmbruck Museums: Erwin Wurms „Fat Convertible“. Foto: Petra Grünendahl.

Mit Erwin Wurm (*1954) präsentieren die beiden größten Duisburger Kunstmuseen einen der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart. Die Ausstellung umfasst Skulpturen im klassischen Sinn ebenso wie Strickobjekte, Tapeten, Videos oder Fotografien von Inszenierungen von Menschen im Raum. Kuratiert haben die Ausstellung Ronja Friedrichs (Lehmbruck Museum) und Jörg Mascherrek (MKM)). Rund 250 Werke sind insgesamt in beiden Museen ab Freitag, 7. Juli, zu sehen. Finanziell unterstützt haben die breit gefächerte Retrospektive Evonik Industries (für das MKM), die Sparkasse Duisburg und die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland (für das Lehmbruck Museum). Ein Kombi-Ticket zum Preis von 12 Euro (ermäßigt 10 Euro) pro Person lockt, beide Standorte der Ausstellung zu besuchen (Einzelpreise siehe unten). Ein Katalog zur Werkschau ist in Vorbereitung und wird zeitnah an den Museumskassen erhältlich sein.

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Loveparade-Strafverfahren: Hauptverhandlung beginnt am 8. Dezember 2017

Kammer bestimmt 22 weitere Termine bis Mitte Februar
Der Vorsitzende der 6. Großen Strafkammer hat mit Verfügung vom 30. Juni 2017 den 8. Dezember 2017 als Beginn der Hauptverhandlung im Loveparade-Strafverfahren festgelegt.

Als weitere Verhandlungstermine wurden bestimmt:

Amts- und Landgericht Duisburg am König-Heinrich-Platz. Foto: Petra Grünendahl,

Mittwoch, 13.12.2017,
Donnerstag, 14.12.2017,
Dienstag, 19.12.2017,
Mittwoch, 20.12.2017,
Donnerstag, 21.12.2017,

Mittwoch, 03.01.2018,
Donnerstag, 04.01.2018,
Dienstag, 09.01.2018,
Mittwoch, 10.01.2018,
Donnerstag, 11.01.2018,
Dienstag, 16.01.2018,
Mittwoch, 17.01.2018,
Donnerstag, 18.01.2018,
Dienstag, 30.01.2018,
Mittwoch, 31.01.2018,

Donnerstag, 01.02.2018,
Dienstag, 06.02.2018,
Mittwoch, 07.02.2018,
Donnerstag, 08.02.2018,
Dienstag, 13.02.2018,
Mittwoch, 14.02.2018,
Donnerstag, 15.02.2018.

Sämtliche Hauptverhandlungstermine finden im Congress Center Düsseldorf (CCD-Ost) statt und beginnen um 9:30 Uhr. Weitere Termine sollen zu späterer Zeit bestimmt werden.

Aktenzeichen: Landgericht Duisburg, 36 KLs 10/17

– Pressemitteilung des Landgerichts Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Bürgerentscheid zum DOC: Rat der Stadt Duisburg beschließt Abstimmung am 24. September

Diskussionen vor der Sitzung des Stadtrates. Foto: Petra Grünendahl.

Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner Sitzung am 3. Juli das Bürgerbegehren gegen die Realisierung eines Designer Outlet Centers auf dem alten Güterbahnhofsgelände für zulässig erklärt.

Für die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens waren mindestens 10.879 gültige Unterschriften von Bürgern der Stadt Duisburg erforderlich. Die Prüfung der Stadt hat ergeben, dass das Quorum erreicht wurde.

Gleichzeitig hat der Rat allerdings mehrheitlich beschlossen, dass dem Bürgerbegehren nicht entsprochen wird.

Somit ist nun innerhalb von drei Monaten ein Bürgerentscheid durchzuführen. Geplanter Termin für den Bürgerentscheid ist der 24. September, also gemeinsam mit der Bundestagswahl und der Wahl des Oberbürgermeisters.

Und hier noch einmal mein Kommentar zu einem DOC auf dem Alten Güterbahnhof:
https://duisburgamrhein.wordpress.com/2017/01/30/duisburger-freiheit-designer-outlet-center-am-alten-gueterbahnhof/

– Pressemeldung der Stadt Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Beecker Kirmes in den Startlöchern: Neuer Termin, viele Attraktionen

Eröffnung am Freitag, 30. Juni, am dem Beecker Marktplatz
Von Petra Grünendahl

Plakatmotiv: Duisburg Kontor.


Schon in einer Woche startet die 478. Beecker Kirmes: Vorgezogen auf einen neuen Termin, dafür mit wieder mit mehr Fahrgeschäft-Attraktionen – unter dem Motto „Beeck macht Bock“. Verweilkultur wird groß geschrieben auf der Beecker Kirmes, der größten Kirmes am Niederrhein: Mit Sitzgelegenheiten, Ausschankbetrieben mit Biergärten, Winzern vom Merteshof mit einem Weinstand auf dem Marktplatz oder dem größte reisende Fischrestaurant mit Verkauf vorne und einer klassischen Gastronomie hinten mit frisch zubereitetem Fisch will man beim Publikum als Begegnungsstätte punkten. Als traditioneller Familientag lockt der Montag mit Nachlässen bis zu 50 Prozent.
 
 

Stellten die Planungen zur Beecker Kirmes vor (v. l.): Mike Bengel (Schaustellerbund Groß-Duisburg), Peter Joppa (Geschäftsführer Duisburg Kontor), Daniela Stürmann (Bezirksbürgermeisterin Meiderich/Beeck) und Patrick Damberg (Leiter Kommunikation von Sponsor König Brauerei / Bitburger Braugruppe). Foto: Petra Grünendahl.

Mit der 478. Beecker Kirmes versucht Veranstalter Duisburg Kontor in diesem Jahr einen Neubeginn am ersten Juli-Wochenende. Der Terminkalender der großen Kirmes-Veranstaltungen in der Region wird damit entzerrt, die terminliche Nähe zu anderen Events aufgegeben, die der Beecker Veranstaltung in den letzten Jahren das Leben immer schwerer machten. Der erste Sonntag im Juli ist künftig der Termin, um den sich die fünf Tage des Beecker Volksfestes herum gruppieren. Bis zum 4. Juli mit abschließendem Feuerwerk gastieren rund 180 Geschäfte auf dem Festgelände hinter dem Beecker Oberhof, auf dem Beecker Marktplatz und in den angrenzenden Straßen. Auch dank des neuen Termins konnten außergewöhnliche Fahrgeschäfte wie Gladiator, Devil Rock, Berg & Tal, Jetforce und Bayernstar gewonnen werden. Besuchermagnete wie das Riesenrad und Breakdance sind ebenfalls wieder dabei. Insgesamt dürfen sich die Kirmes-Besucher über 18 Groß- und Rundfahrgeschäfte, elf Kinder-Fahrgeschäfte und 160 Reihengeschäfte freuen.

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Duisburg: 9. BranchenForum SchifffahrtHafenLogistik

Digitalisierung und die Geschäftsmodelle der Zukunft
Von Petra Grünendahl

Traditionsveranstaltung in der Niederrheinischen IHK: das mittlerweile 9. BranchenForum SchifffahrtHafenLogistik. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Binnenschifffahrt ist von ihren Prozessen her innovativer als der Schienengüterverkehr“, erklärte Axel Götze-Rohen, der als Geschäftsführer der Bargelink GmbH seit über 17 Jahren eine Schnittstelle für Gütertransporte in der Binnenschifffahrt anbietet: Nahezu alle Reeder und Schiffseigner würden über seine Plattform Transportkapazitäten anbieten, die entsprechend von Befrachtern nachgefragt würden. Bargelink ist hier mittlerweile nicht mehr der einzige Akteur auf dem Markt: Im Hafen Antwerpen gibt es eine ähnliche Plattform, und auch die in Duisburg ansässige Imperial Logistics International vernetzt über die digitale Plattform IFMS (Imperial Freight Management System) Angebote von und Nachfrage nach Transportkapazitäten. Längst spielt die Digitalisierung nicht nur in der Logistik allgemein, sondern auch besonders in der maritimen Logistik eine wichtige Rolle, die näher zu beleuchten Fachleute aus der Branche nach Duisburg gekommen waren.

Referenten und Podium (v. l.): Michael Wax, Ralf Düster, Dr. Christoph Köster (Hauptgeschäftsführer des VVWL), Moderator Michael Cordes, Dr. Hansjörg Rodi, Kristin Kahl, Axel Götze-Rohen, Sebastian Schambach, Dr. Dieter Lindenblatt, Carsten Taucke und IHK-Präsident Burkhard Landers. Foto: Petra Grünendahl.

Bereits zum neunten Mal richtete der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW (VVWL) zusammen mit dem Logistik-Cluster NRW das BranchenForum SchifffahrtHafenLogistik im großen Saal der Niederrheinischen IHK an der Mercatorstraße aus. Unter dem Motto „Unternehmen und Geschäftsmodelle der Zukunft“ diskutierte die Branche über Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf die globale und die maritime Logistik. Dass hier nicht nur Start-ups erfolgreich mit neuen Geschäftsprozessen agieren, bewiesen Vorstände von Global Playern der „Old Economy“ wie Dr. Hansjörg Rodi, Geschäftsführer Deutschland (CEO) bei Kühne & Nagel, und Carsten Taucke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Imperial Logistics International, die in ihren Hauptvorträgen ihre digitalen Plattformen und Transport-Management-Systeme vorstellten. Weiterlesen

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Deutsche Oper am Rhein: Verdis „Don Carlo“ begeisterte bei der Premiere im Theater Duisburg

Kampf um Liebe, Loyalität und Freiheit
Von Petra Grünendahl

Celine Byrne (Elisabetta di Valois), Liang Li (Filippo II.), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Eigentlich war Elisabetta di Valois (Celine Byrne) Don Carlo (Gianluca Terranova) zur Ehe versprochen worden. Doch dann hatte die französische Prinzessin aus Gründen der Staatsräson seinen Vater, Filippo II. (Liang Li) geheiratet, den König von Spanien. Don Carlo leidet darunter, Elisabetta nicht mehr lieben zu dürfen. Sein Freund Rodrigo di Posa (Bogdan Baciu) versucht, ihn für den Freiheitskampf in Flandern zu begeistern: die Niederlande waren spanisch besetzt und kämpfen um ihre Freiheit von Spanien und der katholischen Kirche. Prinzessin Eboli (Sarah Ferede) ist in Don Carlo verliebt, will ihn für sich gewinnen. Als sie erkennt, dass dieser seine Stiefmutter liebt, zettelt sie eine Intrige an, die für Rodrigo, der sich für seinen Freund opfert, tödlich endet. Sterben wird auch Don Carlo, nachdem der Großinquisitor (Sami Luttinen) dem Vater gestattet hat, den Sohn wegen Hochverrats zu töten. Der Wunsch nach Freiheit, den Verdi in diesem Werk (ebenso wie Schiller in seiner Drama-Vorlage) propagierte, scheitert an der Macht der Kirche.

Bogdan Baciu (Rodrigo di Posa), Sarah Ferede (Eboli), Gianluca Terranova (Don Carlo). Foto: Hans Jörg Michel.

Ihre Premiere feierte im nahezu ausverkauften Theater Duisburg vor einem begeisterten Publikum die Oper „Don Carlo“ von Giuseppe Verdi (1813–1901). Verdis Oper basiert auf Friedrich Schillers Drama „Don Carlos“, an dessen Interpretation der Geschichte – den Kampf für die Freiheit – sich Verdi anschloss. Uraufgeführt wurde „Don Carlo“ in fünf Akten mit einem französisch-sprachigen Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle 1967 in Paris. Regisseur Guy Joosten hat hier die gestraffte Fassung (vier Akte) in italienischer Sprache (Text von Antonio Ghislanzoni) für die Deutsche Oper am Rhein auf die Bühne gebraucht, die 1984 in der Mailänder Scala ihre erste Aufführung feierte. Weiterlesen

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Duisburg: Jugendverkehrsschule in Rheinhausen neu gestaltet

Drittklässler üben Verkehrssituationen im geschützten Raum
Von Petra Grünendahl

Der mittlerweile pensionierte Polizist Horst Sommer übernahm bei der Eröffnung 1969 mit sieben Kollegen die Verkehrserziehung der Grundschüler in Rheinhausen. Foto: Petra Grünendahl.

„Mit meinen Söhnen Andre und Marc habe ich hier schon vor der Grundschule Verkehrserziehung gemacht“, erzählte Horst Sommer. Der ehemalige Polizist war damals Bezirksbeamter in Rheinhausen und hat seit der Eröffnung der Jugendverkehrsschule an der GGS Bergheimer Straße Kindern der Rheinhauser Grundschulen das Einmaleins des Verhaltens im Straßenverkehr beigebracht: Dreizehn Jahre lang bis zu seiner Versetzung nach Neudorf. Rund 114.500 Kindern hätten sie in den Jahren insgesamt betreut, erklärte Sommer. Er und seine damals sieben Kollegen durften einerseits nur in ihrer Freizeit dort (ehrenamtlich) tätig sein, aber in Dienstuniform. Das war so gewollt: „Neben Spaß und Spiel bei der Verkehrserziehung sollten die Kinder auch Kontakt zur Polizei bekommen“, so der Ex-Polizist. Das sei auch nach der Eingemeindung so geblieben. Die Duisburger Regelung sei nicht übernommen worden: Dort waren an den beiden Jugendverkehrsschulen in Walsum und Duissern pensionierte Polizeibeamte im Einsatz.

Freuten sich über die zeitgemäß gestaltete Anlage der Jugendverkehrschule Rheinhausen (v. l.): Herbert Schulz (Bürgerstiftung), Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels und Oberbürgermeister Sören Link. Foto: Petra Grünendahl.

Nach der Neugestaltung konnte die Jugendverkehrsschule an der Bergheimer Straße wieder nun in Betrieb genommen werden. Bei einem Pressetermin übergaben Oberbürgermeister Sören Link, Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels und Herbert Schulz, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Duisburg, die Anlage an die Grundschulen im Westen der Stadt. Die Neugestaltung war nötig, weil die Einrichtung nach fast 48 Jahren zum einen baulich nicht mehr in dem besten Zustand war, aber auch aktuellen Verkehrsanforderungen nicht mehr entsprach. Nach einer grundlegenden Reinigung des teils zugewachsenen Asphalts teilte man die Straßenabschnitte neu auf, legte Radwege und Schutzstreifen auf der Fahrbahn an und erneuerte die Verkehrsschilder. Weiterlesen

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Duisburger Hafen: Enge Kooperation mit Triest für den Chinahandel

Westeuropa muss eine eigene Vision der Seidenstraße entwickeln
Von Petra Grünendahl

Die Hafenchefs von Triest und Duisburg erklärten ihre künftige Zusammenarbeit in einem Pressegespräch (v. l.): Zeno D’Agostino und Erich Staake. Foto: Petra Grünendahl.

„Triest bekommt über den Duisburger Hafen den Zugang zur nördlichen Seidenstraße, duisport über Triest eine Anbindung im Süden über die maritime Seidenstraße“, fasste Hafenchef Erich Staake zusammen, welchen Gewinn sich er und der Triester Hafenchef Zeno D’Agostino von der neuen Kooperation versprechen. Mit einer verstärkten Verbindung zwischen beiden Häfen auf dem Schienenweg wollen sie sich in Westeuropa aufstellen, eigene Visionen und Ideen für den Handel mit China zu entwickeln. Beide Häfen erweitern mit dieser Verbindung ihr Dienstleistungsportfolio und damit die Attraktivität für ihre jeweiligen Kunden. Staake sieht in Triest einen italienischen Hotspot, der in den letzten Jahren unter Zeno D’Agostino enorm an Bedeutung gewonnen habe. Im Gegenzug sieht D’Agostino duisport als Benchmark auch für die eigene Entwicklung: Weg von der reinen Hafenbehörde (Landlord), hin zum Logistik-Dienstleister. Die hierfür nötigen gesetzlichen Grundlagen habe der italienische Staat erst jüngst geschaffen, erzählt Staake.

Unterschrieben eine Kooperationsvereinbarung für den Porto Trieste und den Duisburger Hafen (v. l.): Zeno D’Agostino und Erich Staake. Foto: Petra Grünendahl.

In Ruhrort unterzeichneten Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, und Zeno D’Agostino, Presidente de porto Trieste, eine Vereinbarung zur strategischen Zusammenarbeit. Im Rahmen dieser Kooperation wollen duisport und der norditalienische Adria-Hafen den Schienengüter- und Trailerverkehr ausbauen. Zudem planen die Partner, gemeinsam intermodale Hinterlandterminals als Logistikzentren im Umland des größten italienischen Seehafens zu planen und zu errichten. Über diese Zusammenarbeit optimieren beide Häfen ihre Einbindung in die chinesische Seidenstraßen-Initiative. Weiterlesen

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Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. blickt in die Geschichte des Eisenbahnverkehrs

Verkehrsträger Schiene treibt Duisburgs
Entwicklung als Industriestandort

Von Petra Grünendahl

Der alte Central Bahnhof befand sich noch zwischen den Gleisen. Foto: Reinhold Stausberg / Sutton Verlag.

Mit dem Anschluss an das überregionale Bahnnetz 1846 begann ein neues Kapitel Duisburger Verkehrs- und Wirtschaftsgeschichte. Eisenbahngesellschaften wie die Köln-Mindener, die Rheinische oder die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft durchzogen das heutige Stadtgebiet mit ihren Gleisstrecken. Die Industrie brachte Zechen-, Werks- und Feldbahnverkehre auf die Schiene. Die Schienenwege ergänzten Bahnhöfe, Brückenbauwerke und Betriebswerkstätten, die jahrzehntelang Ansichten der Stadt bestimmten. Engagierte Stadtgeschichtsforscher haben sich dieses Themas angenommen und Bildmaterial und Informationen zusammen getragen, die Entwicklungen des Eisenbahnverkehrs bis heute aufzeigen. Von der Dampflokomotive (Betrieb bis 1977) über die Diesellok bis hin zu elektrisch angetriebenen Varianten, zeigen die Fotos die Entwicklung des Verkehrsträgers auf. Während die Dampflok ganz verschwand und nach der 1962 abgeschlossenen Elektrifizierung der rechtsrheinischen Bahnstrecken die E-Loks im öffentlichen Schienennetz andere Antriebsarten ablösten, blieben in Industrie- und Werksverkehren die Diesellokomotiven erhalten.

Die Glück-auf-Schranke an der Düsseldorfer Straße / Ecke Mercator. Züge mit Dampflokomotive verkehrten hier bis 1977. straße Foto: Studio der Heimat/ Sutton Verlag.

Mit ihrem neuen Buch „Die Duisburger Eisenbahn in alten Fotografien“ hat die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. ihr mittlerweile 18. Buch im Sutton Verlag vorgelegt. Das Buch spricht Schienenbegeisterte ebenso an wie lokalhistorisch Interessierte, die auf vielen Bildern alte Ansichten ihrer Stadt wiedererkennen werden. Neun Kapitel erleichtern dem Leser den Überblick. Sortiert haben die Autoren Fotos und Texte nach Personen- oder Güterverkehr, Zechen-, Werks- und Feldbahnen, Bahnhöfe, Verschiebebahnhöfe bzw. Bahnbetriebswerke sowie Brücken und Bauwerke. Dazu kommen Kapitel zu „Ereignissen und Begebenheiten“ sowie „Erinnerungen“ für alles, was nicht anderweitig zuzuordnen war.

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Ridesharing im Duisburger Personennahverkehr

Mobilitätsrevolution: door2door-Plattform macht es möglich
Das Berliner Technologie-Unternehmen door2door führt gemeinsam mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) deutschlandweit erstmals nachfrageorientierte Kleinbusse in einer Großstadt ein und optimiert so den Nahverkehr mit bedarfsgerechten Zusatzangeboten. Das Pilotprojekt mit einer Testphase bis 2019 stellt eine radikale Veränderung im ÖPNV-System dar und orientiert sich nicht am statischen Fahrplan, sondern auf Basis der Echtzeit-Nachfrage der Fahrgäste, die sich individuelle Fahrten von ihrem Standort zum gewünschten Ziel teilen können.

„Zeiten, in denen sich Menschen nur nach Fahrplänen und Haltestellen richten müssen, sind Geschichte. Der ÖPNV der Zukunft fährt mit einem Klick und von Tür zu Tür“, erklärt Dr. Tom Kirschbaum, Gründer und Geschäftsführer des Berliner Technologieunternehmens door2door.

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Loveparade-Strafverfahren in Duisburg: Kammer schlägt Verhandlungstermine ab Dezember 2017 vor

Hauptverhandlung könnte nach der Terminplanung der Kammer am 6. oder 8. Dezember 2017 beginnen
Der Vorsitzende der 6. Großen Strafkammer hat den Verteidigern und Nebenklagevertretern im Loveparade-Strafverfahren Terminvorschläge für den Beginn der Hauptverhandlung unterbreitet.

Nach den Planungen der Kammer könnte die Hauptverhandlung am 06.12.2017 oder am 08.12.2017 beginnen. Die Kammer beabsichtigt, regelmäßig an drei Tagen pro Woche, und zwar möglichst dienstags, mittwochs und donnerstags zu verhandeln. Nach der Planung der Kammer sollen bis Mitte Februar 2018 23 Verhandlungstage stattfinden. Weitere Termine wird die Kammer zu einem späteren Zeitpunkt mit den Verfahrensbeteiligten abstimmen.

Die Verfahrensbeteiligten haben von der Kammer Gelegenheit zur Stellungnahme zur Terminplanung binnen zwei Wochen erhalten. Die Kammer weist in ihrer Verfügung bereits darauf hin, dass auf Belange einzelner Personen wegen der Vielzahl an Verfahrensbeteiligten nur in Ausnahmefällen Rücksicht genommen werden kann.
Aktenzeichen: Landgericht Duisburg, 36 KLs 10/17

– Pressemeldung des Landgerichts Duisburg –

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Weißer Riese in Homberg-Hochheide: Sprengung verzögert sich wegen neuer Asbestfunde

Der zur Sprenung vorgesehene Weiße Riese an der Friedrich-Ebert-Straße 10-16 in Homberg-Hochheide. Foto: Petra Grünendahl.

Die ursprünglich für Anfang September vorgesehene Sprengung der Weißen Riesen muss verschoben werden. Grund sind Asbestfunde im Putz des Gebäudes.

Bei der Untersuchung des zweiten Weißen Riesens an der Ottostraße wurde aufgrund neuer Analysevorschriften durch ein spezielles Laborverfahren in geringen Konzentrationen asbesthaltige Fasern in Spachtelmassen an Wänden und Decken gefunden.

Aus diesem Anlass wurde das zur Sprengung anstehende ersten Gebäudes erneut untersucht. Die Ergebnisse decken sich mit den Befunden des zweiten Gebäudes.

Der Schutz der Anwohner steht an erster Stelle. Um jegliche Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen, hat sich die Stadt dazu entschieden, zunächst aus Sicherheitsgründen eine weitere Sanierungsmaßnahme durchzuführen und die betroffenen Materialien zu entfernen, bevor das Gebäude gesprengt wird. Dadurch verschiebt sich die ursprünglich für Anfang September angesetzte Sprengung auf das kommende Jahr.

– Stellungnahme der Stadt Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade-Strafverfahren: 6. Strafkammer des Landgerichts Duisburg wird entlastet und personell verstärkt

Amts- und Landgericht Duisburg am König-Heinrich-Platz. Foto: Petra Grünendahl,

Die für das Loveparade-Strafverfahren zuständige 6. Große Strafkammer des Landgerichts wird aufgrund einer Präsidiumsentscheidung vom 30. Mai 2017 personell durch zwei zusätzliche Richter verstärkt. Damit gehören der Kammer neben dem Vorsitzenden Richter am Landgericht Plein nunmehr vier weitere Richter an.

Bereits unmittelbar nach Eingang der Akten hatte das Präsidium die Kammer mit Beschlüssen vom 25. April 2017 und 12. Mai 2017 dadurch entlastet, dass sie von allen neu eingehenden Strafverfahren freigestellt wurde.

Das Präsidium begründet diese deutliche personelle Verstärkung und Entlastung der Kammer mit deren erheblich gestiegener Arbeitsbelastung durch die Eröffnung des Loveparade-Strafverfahrens.

Bei der Kammer sind derzeit noch sieben weitere Strafverfahren anhängig. Diese Verfahren sind vor dem Loveparade-Strafverfahren bei der Kammer eingegangen und müssen wegen des Grundrechts auf den gesetzlichen Richter bei der Kammer verbleiben.
(Aktenzeichen: Landgericht Duisburg, 36 KLs 10/17)

– Presseinformation des Landgerichts Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Ballett am Rhein: Martin Schläpfers Ballettabend b.31 feierte Premiere im Theater Duisburg

Moderne Ästhetik von Leichtigkeit und Lebensfreude
Von Petra Grünendahl

Martin Schläpfer: Obelisco – Claudine Schoch, Rashaen Arts, Alexandra Inculet, Virginia Segarra Vidal, Sonny Locsin. Foto: Gert Weigelt.


Seine Choreographie „Obelisco“ hatte Martin Schläpfer, künstlerischer Direktor des Ballett am Rhein, schon 2007 für das ballettmainz geschrieben. Die Neufassung zu sieben unterschiedlichen Musikstücken von Komponisten der Moderne bis zur läutete den Ballettabend „b.31“ ein. Kleine Episoden getanzter Handlung zauberten die Tänzer wie eine Reise auf die Bühne: Durch unterschiedliche Zeiten und Stimmungen, scheinbar immer auf der Suche. Teile der Choreographie hat Martin Schläpfer für das Ballett am Rhein neu geschrieben, Musikstücke ausgetauscht, Episoden neu interpretiert.

Martin Schläpfer: Obelisco – Claudine Schoch, Rashaen Arts, Alexandra Inculet, Virginia Segarra Vidal, Sonny Locsin. Foto: Gert Weigelt.

Eine viel umjubelte Premiere feierte nun auch im Theater Duisburg Martin Schläpfers Ballettabend „b.31“ mit Choreographien von Schläpfer, Hans van Manen sowie Sol León & Paul Lightfoot. Den Auftakt „Obelisco“ hat Schläpfer selbst choreographiert zu sieben Melodien von Marla Glen, Salvatore Sciarrino, Franz Schubert, Domenico Scarlatti, Wolfgang Amadeus Mozart, Giacinto Scelsi und Richard Heuberger. Hans van Manen hatte sich für seine Choreographie „Adagio Hammerklavier“ bei Ludwig van Beethoven bedient, deren langsames Tempo das Schwebende, die Leichtigkeit der Choreographie in den Vordergrund rückte. Sol León & Paul Lightfoot, Choreographen des Nederlands Dans Theater, schließlich vertanzten in „SH-BOOM!“ unterschiedlichste Swingmelodien der 1920er- bis 1950er-Jahre, schnulzige Liebeslieder, die vor Lebensfreude nur so sprudelten: „Der Traum vom Leben“ als getanzte Lebenslust. Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum den rundum gelungenen zweieinviertelstündigen Ballettabend.

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CDU in NRW stärkste Kraft, aber SPD in Duisburg weiter vorn

Details zu den Erststimmen …
Details zu den Zweitstimmen …

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Duisburg: Rat der Stadt beschließt Alkoholkonsumverbot

Neuer Versuch: Politik will Trinkerszene auf der Königstraße mit Verbot zu Leibe rücken
Von Petra Grünendahl

„Öffentliche Angsträume darf es nicht geben“, begründete Herbert Mettler, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt, die Beschlussvorlage der Verwaltung: Ein befristetes Alkoholkonsumverbot im Bereich der Innenstadt soll die Trinkerszene insbesondere am Kuhtor trocken legen. Das Alkoholverbot solle eingebettet werden in Hilfsangebote, so Mettler. Eine Verdrängung sei das nicht. Bislang hatte man die Trinkerszene nicht vertreiben können. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Rainer Enzweiler, schloss sich für seine Partei der SPD-Argumentation an: „Bei starker Beeinträchtigung des Handels müssen wir eingreifen.“ Für begleitende Angebote forderte er Mittel vom Land.

Grafik: Stadt Duisburg.

Der Rat der Stadt Duisburg versuchte in seiner letzten Sitzung einen zweiten Anlauf, mittels eines Alkoholkonsumverbots in der Innenstadt die Trinkerszene trocken zu legen. Die Beschlussvorlage wurde mit den Stimmen von SPD und CDU angenommen. Alle anderen stimmten – bei einzelnen Enthaltungen – dagegen. Die Mehrheit war damit klar, die guten Argumente der Gegenseite fanden – wie so häufig im Rat der Stadt – kaum Beachtung. Das Alkoholkonsumverbot gilt am dem 16. Mai und ist bis zum 16. November befristet. „Ausnahmen sollen durch die Ordnungsbehörde in Einzelfällen oder anlässlich besonderer Ereignisse genehmigt werden“, heißt es in der Beschlussvorlage. Gemeint sind hier die konzessionierte Außengastronomie und Stadtfeste. Damit wolle man das „subjektive Sicherheitsgefühl“ stärken. Objektiv betrachtet lässt sich aber wohl keine Sicherheitsgefährdung nachweisen: Das geben die Statistiken nicht her.

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Niederrheinische IHK in Duisburg: Aktuelle Konjunkturumfrage und Forderungen an die Politik

Positive Stimmung hält noch an
Von Petra Grünendahl

Präsident Burkhard Landers bei der Jahrespressekonferenz der Niederrheinischen IHK. Foto: Petra Grünendahl.


„Die Konjunktur am Niederrhein ist stabil, neun von zehn Unternehmen sind mit der Wirtschaftslage zufrieden“, erklärte Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK in Duisburg. Aber: „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass es so weiter geht“, so Landers. Auch wenn die Betriebe noch optimistisch in die Zukunft schauen: Bei den Rahmenbedingungen für ihr wirtschaften sehen die Unternehmer Handlungsbedarf. An eine künftige Landesregierung – welcher Couleur auch immer – appellieren die Vertreter der niederrheinischen Wirtschaft, sich besonders um drei „Baustellen“ zu kümmern: Bildung und Fachkräftesicherung, Bürokratieabbau und Infrastruktur. „Wir brauchen klare Perspektiven!“

 
 

Jahrespressekonferenz der Niederrheinischen IHK (v. l.): Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger und Präsident Burkhard Landers. Foto: Petra Grünendahl.

Traditionell stellten IHK-Präsident Landers und Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger zusammen mit dem Geschäftsbericht für das vergangene Jahr auch die Konjunkturumfrage vor, die die Kammer aktuell in ihrem Einzugsgebiet durchgeführt hat. Die Interessenvertreter stellten dabei die Themen vor, die die Wirtschaft vor Ort beschäftigen. Neben den weltpolitischen Unwägbarkeiten gibt es Probleme, die hausgemacht sind. Dazu zählt vor die Infrastruktur. Für die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur fehlt es in den öffentlichen Verwaltungen an Personal. Zwischen festgestelltem Bedarf für Reparatur und Ersatz und der Fertigstellung des Baus vergeht Zeit, die den wirtschaftlichen Anforderungen nicht gerecht wird. Wenn man die Personalkapazitäten in den Planungsämtern nicht habe, müsse man sie halt extern einkaufen, so die Forderung. Auch sei geltendes Planungsrecht, so berechtigt es für Neubau ist, für Reparatur oder Ersatz bestehender Infrastruktur viel zu aufwändig und verzögerten dringend benötigte Maßnahmen. Weiterlesen

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Museum DKM in Duisburg: TiefenZeit – Großformatige Fotografien von Tom Fecht

Spiel mit der Unendlichkeit
Von Petra Grünendahl

Ein Bild des Triptychons „Time“, einer dreiteilige Bilderserie aus der Reihe „Eclipe“ (2012, Sonnenfinsternis), Foto: Petra Grünendahl.

Der Fotograf Tom Fecht spielt mit dem Licht. Weniger mit der Helligkeit, als vielmehr mit dem wenigen Licht, welches in der Dunkelheit Oberflächen sichtbar macht, ihnen Tiefe und Unendlichkeit verleiht. Das kann das Mondlicht sein, oder das übrig bleibende Licht, wenn die Sonnenfinsternis hinter eine Wolkendecke verschwindet, oder das Sternenlicht aus vergangenen Zeiten. Ein Spiel mit dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, mit der sichtbaren Oberfläche und der verborgenen Tiefe, die ebenso in die Unendlichkeit verweist wie die Weite des Horizonts. Obwohl in Farbe fotografiert wirken die Bilder Schwarz-Weiß.

Zur Vorbesichtigung führten die Museumsstifter und Sammler Klaus Maas und Dirk Krämer zusammen mit dem Künstler Tom Fecht (Foto) durch die Ausstellung. Foto: Petra Grünendahl.

Mit der Ausstellung „TiefenZeit“ zeigt das Museum DKM im Dellviertel eine Auswahl an großformatigen Fotografien von Tom Fecht (*1952), der wechselnd in Berlin und Bordeaux lebt. Der Fotograf arbeitet analog, mit Großformatkamera und klassischem Film unterschiedlicher Lichtempfindlichkeiten. Mit Spektrometer filtert er die passende Lichttemperatur und Farbfrequenz heraus. Dazu kommen die klassischen Stellschrauben Blende und Belichtungszeit. Dabei kamen Belichtungszeiten zwischen 1/1.000 Sekunde ebenso zum Einsatz wie Langzeitbelichtungen zwischen 3 und 4 Stunden. Seit 2008 beschäftigt sich Fecht mit Nachtfotografie, die ihm die Möglichkeit gibt, weitere fotografische Möglichkeiten auszuloten. Das Triptychon „Time“, eine dreiteilige Bilderserie aus der Reihe „Eclipe“ (2012, Sonnenfinsternis), wird hier erstmalig komplett der Öffentlichkeit gezeigt: Die drei großen Bilder (je 200 x 300 Zentimeter) verlangen halt nach einem passenden Raum. Die Ausstellung auf 300 Quadratmetern (vier Ausstellungsräume) startet am Freitag, 5. Mai.

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Zentrum für Erinnerungskultur: Das „rote“ Hamborn – Politischer Widerstand 1933-1945

Widerstand aus der Arbeiterklasse
Von Petra Grünendahl

Zentrum für Erinnerungskultur zeigt Das „rote“ Hamborn – Politischer Widerstand in Duisburg 1933-1945 (v. l.): Historiker Dr. Hartmut Pietsch, Stadtarchivdirektor Dr. Andreas Pilger, Museumsdirektorin Dr. Susanne Sommer, Kuratorin Anne Ley-Schalles, Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl,

Hinter einem Vorhang mit der Aufschrift „Widerstand“ beginnt die Ausstellung, die sich in erster Linie auf Biographien stutzt. Es sind Duisburger Biographien: „Wir haben versucht, das damalige Leben darzustellen, wie Leute in den Widerstand reinrutschten“, erzählt Dr. Hartmut Pietsch, einer der beteiligten Historiker. Individuelle Lebenswege sollen Handlungsoptionen zeigen. Widerstand wird hier nicht nur als Verweigerung dargestellt, sondern durch Personen, die sich persönlich engagiert haben durch Aufklärungsschriften und ihre Verteilung. Gerade Duisburg wurde zu einem Zentrum des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Ursache sind zum einen durch eine breite und gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft mit starkem Engagement in SPD, Kommunistischer Partei (KPD) und Sozialistischer Arbeiterpartei (SAP). Zum anderen war es aber auch die Lage als Verkehrsknotenpunkt, aufgrund derer Widerständler die aus dem nahen Ausland – zum Beispiel über das Binnenschiff aus Holland – kommende Publikationen in Umlauf bringen konnten.

Zentrum für Erinnerungskultur zeigt: Das „rote“ Hamborn – Politischer Widerstand in Duisburg 1933-1945. Foto: Petra Grünendahl,

Mit „Das rote Hamborn – Politischer Widerstand in Duisburg 1933–1945“ öffnet das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE) seine zweite große Ausstellung. Ab Mittwoch, 3. Mai, wird sie in den Räumen des Kultur- und Stadthistorischen Museums (KSM) zu sehen sein.. Am Sonntag, 7. Mai, findet zwischen 12 und 16 Uhr ein offizieller Auftakt zur Ausstellung statt (bei freiem Eintritt). Als Kuratorin der Ausstellung erarbeitete Anne Ley-Schalles die Inhalte zusammen mit Vereinen wie der VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes/Bund der Antifaschisten), dem Heimatverein Hamborn, mit Zeitzeugen und lokalen Historikern, die sich zum Teil schon seit Jahrzehnten mit der Materie „Widerstand in Duisburg“ beschäftigen.

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DeltaPort: Terminal-Einweihung der Contargo Rhein-Waal-Lippe im Hafen Emmelsum in Voerde

Lückenschluss zwischen Duisburg und Emmerich
Von Petra Grünendahl

Drückten den roten Knopf, um den Containerhub zu starten (v. l.): Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann, Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze (versteckt), DeltaPort-Hafenchef Andreas Stolte, Klemens Rehtmann, Vorstandsvorsitzender von Contargo-Mutter Rhenus, und Wesels Kreiskämmerer Karl Borkes. Foto: Petra Grünendahl.

Mit dem – noch eher symbolischen – ersten Containerhub feiert die Unternehmensgruppe Contargo trimodal network die offizielle Eröffnung seines neuen Container-Terminals im Voerder Hafen Emmelsum. Rund 150 geladene Gäste verfolgten die Aktion von Bord der MS River Dream, die vor der Kaimauer Halt machte. Richtig in Betrieb geht das im DeltaPort, dem Weseler Hafenverbund, gelegene Schwester-Terminal der Anlage in Emmerich in der kommenden Woche. Dann werden auf 46.000 Quadratmetern im Einmündungsbereich des Wesel-Datteln-Kanals Kapazitäten zum Umschlag von 60.000 TEU jährlich zur Verfügung stehen. Zusammen mit dem Terminal im Port Emmerich (ehemals Rhein-Waal-Terminal) firmiert der neue Contargo-Standort seit dem 1. Januar 2017 als Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH.

Mit dem ersten Containerhub feierte Contargo trimodal network sein neues Container-Terminal im Hafen Emmelsum. Foto: Petra Grünendahl.

Die offizielle Eröffnung ihres zweiten Standbeins am Niederrhein feierte die Contargo-Gruppe mit Partnern, Kunden und Vertretern der lokalen Politik und Verwaltung. Schon 2011 hatte Contargo das Areal gekauft, der Bau gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht. Stellplätze für 1.400 Standardcontainer (TEU) wurden dort ebenso gebaut wie Verkehrswege, Lkw- und Pkw-Stellplätze, aber auch ein Abfertigungs- und Sozialgebäude sowie eine Halle für Instandhaltung und Reparaturen. Für den trimodalen Umschlag von etwa 60.000 TEU jährlich sind 300 Meter Kailänge und zwei Gleise von jeweils 315 Metern (als Anschluss an das überregionale Schienennetz) entstanden. Eine Reeferstation* ermöglicht den Umschlag und die Lagerung von temperaturgeführten Gütern in Kühlcontainern. Außerdem wird in Emmelsum die Zollabfertigung angeboten. Auch die Ertüchtigung für Gefahrgut ist geplant. DeltaPort-Hafenchef Andreas Stollte freute sich über die Ansiedlung des modernsten Container-Terminals an der Rheinschiene.

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Tag der Logistik 2017 im Hafenverbund DeltaPort in Wesel und Voerde

Logistikbranche öffnet die Türen für Interessierte
Von Petra Grünendahl

Hafenchef Andreas Stolte (2. v. r.) begrüßte die Besuchergruppe am Tag der Logistik am SchwerlastTerminal Niederrhein im Rhein-Lippe-Hafen. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Logistik das Öl im Getriebe der Wirtschaft“, erklärte Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG, den interessierten Besuchern. „In den Binnenhäfen verknüpfen wir die Verkehrsträger Binnenschiff, Bahn und Lkw, um möglichst viel Güterverkehr von der Straße zu bekommen“, erläuterte der Hafenchef die Funktion der Häfen im trimodalen Gütertransport. In zwei vierstündigen Touren gaben der Hafenbetreiber und einige Anliegerbetriebe insgesamt 80 Teilnehmern Einblicke in ihre Tätigkeiten in einer immer noch stetig wachsenden Branche. Die Tour startete am SchwerlastTerminal Niederrhein der Hegmann Transit GmbH (Sonsbeck) im Rhein-Lippe-Hafen, wo Ole Schubert von Hegmann Transit das Terminal, seine Funktion und den Neubau einer 300 Meter langen Kaimauer vorstellte, an der künftig Güter mit einem Gesamtgewicht von 300 Tonnen auch wasserseitig umgeschlagen werden können.

Tag der Logistik bei DeltaPort: Start der Hafentour war das SchwerlastTerminal Niederrhein im Rhein-Lippe-Hafen. Foto: Petra Grünendahl.

Am „Tag der Logistik“ präsentierte sich auch der Hafenverbund DeltaPort, unter dessen Dach der Stadthafen und der Rhein-Lippe-Hafen in Wesel sowie der Hafen Emmelsum in Voerde betrieben werden. Ziel der Aktion ist, interessierten Bürgern und Schülergruppen ihre Arbeit der Logistikbranche näher zu bringen. Mit 258 Mio. Euro Umsatz und mehr als drei Mio. Beschäftigten ist sie immerhin der drittgrößte Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Initiiert wird der „Tag der Logistik“ von der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Rund 80 Teilnehmer nutzen die Möglichkeiten, sich in den DeltaPort-Häfen ein Bild zu machen.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informierte sich über das Stadtwerke Sommerkino

Kai Gottlob gab Einblicke in das Geheimnis hinter dem Erfolg
Von Petra Grünendahl

„Nur mit dem Verkauf von Eintrittskarten können wir den Kinobetrieb im Landschaftspark Nord nicht finanzieren“, erklärte Kai Gottlob, Geschäftsführer der Filmforum GmbH, kommunales Kino und Filmhistorischen Sammlung der Stadt Duisburg. Nur 40 Nächte läuft in jedem Jahr eine der größten Erfolgsgeschichten Duisburgs: das Stadtwerke Sommerkino. Bei einer Kapazität von 46.831 Plätzen über diese sechs Wochen erreichte die Veranstaltung 2016 eine Auslastung von 94,2 Prozent – mehr als jedes andere Freiluftkino in Deutschland. So habe es im ersten Jahr, 1996, noch nicht ausgesehen: „Wir konnten die Zuschauer fast noch mit Handschlag begrüßen“, so Gottlob. Das änderte sich ab dem zweiten Jahr: Heute zieht keine Veranstaltung mehr Zuschauer in den Landschaftspark Nord.

Kai Gottlob, Geschläftsführer der Filmforum GmbH (l.), und Marketing-Club-Präsident Marco Pfotenhauer. Foto: Petra Grünendahl.

Die organisatorische Verantwortung für das Stadtwerke Sommerkino obliegt der Filmforum GmbH. Kai Gottlob gab dem Marketing-Club Duisburg-Niederrhein im TecTower Einblicke in die Großveranstaltung und ihre Vermarktung. Eine repräsentative Studie der Universität Duisburg-Essen zeigte, woher die Besucher kommen und was sie in erster Linie am sommerlichen Freiluftkino im stillgelegten Hüttenwerk lockt. Von den Kinobesuchern kommen 56,3 Prozent aus Duisburg, der Rest (43,7 Prozent) aus der Region – überwiegend vom Niederrhein oder aus Ruhrgebietsstädten in der Nachbarschaft. Zu weiteren statistischen Erkenntnissen der Studie zählen die Punkte, die Kinobesucher als die besonderen Stärken des Sommerkinos ausmachten: Die Hochofenkulisse und die besondere Atmosphäre des Ortes. „Der Landschaftspark ist unser Kölner Dom, unsere Kathedrale“, erklärte Gottlob die Anziehungskraft des alten Industrieareals. Der dem Sommerkino-Event angeschlossene Biergarten lockt weitere Besucher, die lediglich die Gastronomie nutzen.

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Loveparade-Straafverfahren: Stellungnahme der Stiftung „Duisburg-24-7-2010“

Zur Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf, den Prozess nun doch stattfinden zu lassen:

Der Sprecher des Kuratoriums, Jürgen Thiesbonenkamp, und Mitglieder des Beirats der „Stiftung Duisburg 24.7.2010“ begrüßen die Entscheidung des Oberlandesgerichts ausdrücklich. Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung und Ombudsmann der Loveparade-Opfer:
„Wir haben nun die Hoffnung darauf, dass durch die juristische Aufarbeitung die Ursachen aufgeklärt werden.“

Mit großer Erleichterung haben die Angehörigen der 21 Todesopfer sowie die Betroffenen der Loveparade-Katastrophe vom 24.Juli 2010 die Nachricht aufgenommen, dass es nun doch zu einem Prozess kommen wird. Nachdem das Landgericht Duisburg vor einem Jahr die Eröffnung des Prozesses abgelehnt hatte, hatten die Duisburger Staatsanwaltschaft und Opferanwälte Beschwerde beim Oberlandesgericht in Düsseldorf eingelegt.

Manfred Reißaus, der seine Tochter bei der Loveparade-Katastrophe verloren hat und Sprecher der Angehörigen im Beirat der Stiftung ist, sagte: „Ich bin sehr froh, dass das Oberlandesgericht so entschieden hat. Alles andere wäre wie ein Schlag ins Gesicht gewesen. Mit dem Abschluss eines Prozesses haben wir die Chance, unseren inneren Frieden zu finden. Viele Angehörige hätten schon die Sorge gehabt, dass durch die Prozessverzögerung die Verjährungsfrist für die Beschuldigten ablaufen könnte.“

Katrina Meyer, Vertreterin der Betroffenen der Loveparade-Katastrophe im Beirat: „Als ich die Nachricht im Radio gehört habe, kamen mir sofort die Tränen. Es ist so immens wichtig für alle Betroffenen, dass der Prozess nun endlich stattfinden wird.“
Die Stiftung wird sich nun darauf vorbereiten, die Angehörigen und Betroffenen während des Prozesses zu betreuen.

– Pressemitteilung der Stiftung „Duisburg-24-7-2010“ –

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Loveparade-Strafverfahren: Einschätzung der Römermann Rechtsanwälte AG

„Eine Verurteilung erscheint nach allem, was bislang vorliegt, nahezu ausgeschlossen.“
Das Hauptverfahren im Strafprozess um die Love-Parade 2010 in Duisburg wird nun doch eröffnet – Stellungnahmen der Verteidigung

Amts- und Landgericht Duisburg am König-Heinrich-Platz. Foto: Petra Grünendahl,

Das Oberlandesgericht ist in seiner Betrachtung zu der Einschätzung gekommen, dass das Landgericht die Tatsachen nicht umfassend gewürdigt habe. In Wirklichkeit hat sich das Landgericht Duisburg in seinem Beschluss vom 30.03.2016 auf 460 Seiten in einer Weise mit allen Details des Sachverhalts auseinandergesetzt, wie sie in der deutschen Rechtsgeschichte nahezu einmalig ist. Die Umstände, die das OLG zum Beleg für seine Behauptung aufführt, betreffen sämtlich Aspekte, die der Gutachter Prof. Still in seiner Stellungnahme erörtert hat. Das hat das Landgericht aber zu Recht für ungenügend gehalten. Hierzu Stellungnahmen von drei Verteidigern:

„In der Pressemitteilung des OLG vom heutigen Tage heißt es, dass das Landgericht die alleinige Schuld von dritten Personen nicht festgestellt habe. Mit anderen Worten: Es könne sein, dass die hier Angeklagten ursächlich oder mit ursächlich für die Katastrophe seien.
Warum die anderen möglicherweise Mitverantwortlichen nicht auf der Anklagebank sitzen sollen, bleibt weiterhin offen. Richtig ist: Die wahren Schuldigen – wenn es sie überhaupt gab – sind gar nicht angeklagt. Ist es nicht auch denkbar, dass eine Katastrophe eintritt, die viele Ursachen, aber keine strafrechtlich Schuldigen hat?“
Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann von der Römermann Rechtsanwälte AG

„Das Gutachten des Professor Still mag allenfalls – wenn überhaupt – für einen Verdacht reichen, für eine Verurteilung aber sicher nicht. Mit diesen soll sich nun das Landgericht in neuer Besetzung auseinandersetzen. Das wird hochproblematisch werden, weil es auf dem Gebiet der Veranstaltungsplanung keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Es ist auch erstaunlich, dass das Oberlandesgericht mit seiner Entscheidung nicht abgewartet hat, bis das neue – von der Staatsanwaltschaft selbst in Auftrag gegebene – Gutachten vorliegt. Dass das Oberlandesgericht nicht abgewartet hat, liegt vermutlich daran, dass der öffentliche Druck, auch von Seiten der Politik, enorm war, innerhalb der Verjährungsfrist noch irgendein Verfahren durchzuführen.“
Rechtsanwalt Dr. Philip von der Meden von der Römermann Rechtsanwälte AG

„Das Landgericht wird nun vor der schwierigen Aufgabe stehen, einen hochemotionalen Prozess in rationale Bahnen zu lenken. Die Zulassung der Anklage allein besagt nichts über eine etwaige Verurteilung. Im Prozess werden die offen zutage getretenen massiven Mängel der Anklage und des Gutachtens erneut zum Thema werden. Eine Verurteilung erscheint nach allem, was bislang vorliegt, nahezu ausgeschlossen.“
Rechtsanwalt Ioannis Zaimis

Zum Hintergrund:
Beim Unglück während der jährlich veranstalteten Technoparade Loveparade im Jahre 2010 in Duisburg waren 21 Menschen ums Leben gekommen. Gegen sechs Bedienstete der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent hatte die Staatsanwaltschaft Duisburg daraufhin im Februar 2014 Anklage wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung erhoben. Das Landgericht Duisburg hatte die Anklage in einem sorgfältig begründeten 460 Seiten starken Beschluss zunächst abgelehnt. Die Anklage sei „erkennbar aussichtslos“, die Vorwürfe nicht bewiesen und das für die Staatsanwaltschaft maßgebliche Gutachten von Prof. Still sei wegen zahlreicher methodischer Mängel unverwertbar. Hiergegen legten zunächst 40 Nebenkläger Beschwerde ein, zwei davon nahmen die Beschwerde später von sich aus wieder zurück. Mit Beschluss vom 18.04.2017, der am 24.04.2017 den Vertretern von 10 Angeklagten und 38 Nebenklägern zugestellt wurde, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die Anklage in der Sache „Loveparade“ zugelassen. Es hebt damit den Beschluss des Landgerichts Duisburg vom 30.03.2016 auf, der die Zulassung der Anklage noch abgelehnt hatte. Die Sache wird zur Verhandlung einer anderen Kammer des Landgerichts Duisburg zugewiesen.

– Pressemitteilung der Römermann Rechtsanwälte AG, Hamburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade-Strafverfahren: Statement von Oberbürgermeister Sören Link zur Zulassung der Anklage

Oberbürgermeister Sören Link. Foto: Petra Grünendahl.

„Vor gut einem Jahr, am 5. April 2016, haben die Öffentlichkeit und ich erfahren, dass die Loveparade-Anklage nicht zum Hauptverfahren zugelassen wurde. Ich habe schon damals gesagt, dass ich kein Jurist bin und diese Entscheidung nicht fachlich werten kann. Genausowenig will ich heute die anderslautende Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf juristisch bewerten.

Was ich verstehen und nachfühlen kann, ist der Wunsch der Angehörigen, der Betroffenen, Verletzten und Traumatisierten, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Für sie ist die heutige Entscheidung des Oberlandesgerichts ein wichtiger Schritt.

Ich hoffe sehr, dass der nun folgende Weg zu einem Ergebnis führt, welches vor allem den Angehörigen der Toten der Loveparade nach so vielen Jahren irgendwann etwas Frieden bringt.

Die Angehörigen haben ein Recht auf Aufklärung. Nur so kann es für Sie – aber auch für die Stadt Duisburg – einen Abschluss mit den unfassbaren Geschehnissen geben.“

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade-Strafverfahren: Staatsanwaltschaft Duisburg zur Eröffnung des Hauptverfahrens

Staatsanwaltschaft Duisburg an der Koloniestraße in Neudorf. Foto: Petra Grünendahl.

Die Staatsanwaltschaft begrüßt die Eröffnung des Hauptverfahrens durch das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Die Entscheidung des Senates verschafft den Opfern und ihren Angehörigen die Gewissheit, dass es nunmehr in Kürze zu einer juristischen Aufarbeitung des Unglücks in einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt.

Die Staatsanwaltschaft wird im Rahmen der bevorstehenden Hauptverhandlung alles daran setzen, dass die zahlreichen drängenden Fragen zur Verantwortlichkeit für das Unglück umfassend geklärt werden.

– Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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OLG Düsseldorf: Loveparade-Strafverfahren eröffnet

Hauptverhandlung muss gegen alle Angeklagten durchgeführt werden Pressekonferenz am 24. April 2017 um 13.00 Uhr im OLG Düsseldorf

Oberlandesgericht Düsseldorf. Foto: Charlie1965nrw (CC-BY-SA-3.0).

Auf die sofortige Beschwerde der Staatsanwaltschaft Duisburg und verschiedener Nebenkläger hat der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit Beschluss vom 18. April 2017 im Loveparade-Strafverfahren die Anklage gegen alle zehn Angeklagten zugelassen. Die Durchführung der Hauptverhandlung wurde vor einer anderen, und zwar der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts Duisburg, angeordnet. Der Senat hält eine Verurteilung der Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung bzw. fahrlässiger Körperverletzung im Amt für hinreichend wahrscheinlich. Aufgrund einer gegenteiligen Einschätzung hatte die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Duisburg im März 2016 die Zulassung der Anklage und damit die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt. Wegen weiterer Einzelheiten zu den Anklagevorwürfen wird auf die Presseerklärung des Landgerichts Duisburg vom 2. Juli 2014 verwiesen.

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Deutsche Oper am Rhein: Lucia di Lammermoor begeisterte im Theater Duisburg

Großes Kino von Liebe und Treue, Betrug und Wahnsinn
Von Petra Grünendahl

Schwören sich ewige Treue: Lucia und Edgardo (Adela Zaharia und Georgy Vasiliev). Foto: Hans Jörg Michel.

Lucia Ashton (Adela Zaharia) liebt Edgardo Ravenswood (Georgy Vasiliev), der ihr einst das Leben rettete. Heimlich treffen sie sich, ihre Familien sind verfeindet. Sie schwören sich ewige Treue, bevor Edgardo in politischen Dingen nach Frankreich geht. Lucias Bruder Enrico (der erkältete Laimonas Pautienius hielt den ganzen Abend durch!) will sie mit Arturo Buklaw (Ovidiu Purcel) verkuppeln: Eine Verbindung, die seinen schwindenden politischen Einfluss wieder stärken soll. Gefolgsmann Normanno (Florian Simson) unterstützt Enricos Intrigenspiel ebenso wie der Geistliche Raimondo (Bogdan Taloş), dem Lucia zu ihrem Unglück vertraut. Getäuscht über die angebliche Untreue ihres Geliebten unterschreibt sie den Ehevertrag als ihr Todesurteil. Edgardo erscheint zur Hochzeit, enttäuscht von der vermeintliche Untreue Lucias, die in der Hochzeitsnacht Arturo ersticht und dem Wahnsinn verfällt. Als die Totenglocken für Lucia läuten, begeht Edgardo in der Schlussszene Selbstmord. Hervorragende Akteure sangen und spielten ganz großes Kino einer aussichtslosen Liebe, die tragisch endet!

Ein gefälschter Brief soll Lucia von der Untreue ihres Geliebten überzeugen: Adela Zaharia und Bogdan Baciu (Enrico). Foto: Hans Jörg Michel.

Ihre Wiederaufführung erlebte die Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti (1797 – 1848) im Theater Duisburg vor fast ausverkauftem Haus mit einem sehr begeisterten Publikum. Donizetti komponierte die Oper zu einem Text von Salvatore Cammarano, der wiederum auf der Romanvorlage von Sir Walter Scott, „Die Braut von Lammermoor“, beruhte. Viele von Scotts historischen Romanen sind Klassiker geworden und haben als Vorlage auch für Opern gedient. Die Handlung spielt Ende des 16. Jahrhunderts in Schottland. Die Nachnamen blieben Englisch, die Vornamen hat der Librettist „italisiert“. Gesungen wird in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, die das Verständnis der Handlung erleichtern. Die Aufführung dauert etwa drei Stunden (inkl. einer Pause).

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