DeltaPort: Terminal-Einweihung der Contargo Rhein-Waal-Lippe im Hafen Emmelsum in Voerde

Lückenschluss zwischen Duisburg und Emmerich
Von Petra Grünendahl

Drückten den roten Knopf, um den Containerhub zu starten (v. l.): Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann, Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze (versteckt), DeltaPort-Hafenchef Andreas Stolte, Klemens Rehtmann, Vorstandsvorsitzender von Contargo-Mutter Rhenus, und Wesels Kreiskämmerer Karl Borkes. Foto: Petra Grünendahl.

Mit dem – noch eher symbolischen – ersten Containerhub feiert die Unternehmensgruppe Contargo trimodal network die offizielle Eröffnung seines neuen Container-Terminals im Voerder Hafen Emmelsum. Rund 150 geladene Gäste verfolgten die Aktion von Bord der MS River Dream, die vor der Kaimauer Halt machte. Richtig in Betrieb geht das im DeltaPort, dem Weseler Hafenverbund, gelegene Schwester-Terminal der Anlage in Emmerich in der kommenden Woche. Dann werden auf 46.000 Quadratmetern im Einmündungsbereich des Wesel-Datteln-Kanals Kapazitäten zum Umschlag von 60.000 TEU jährlich zur Verfügung stehen. Zusammen mit dem Terminal im Port Emmerich (ehemals Rhein-Waal-Terminal) firmiert der neue Contargo-Standort seit dem 1. Januar 2017 als Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH.

Mit dem ersten Containerhub feierte Contargo trimodal network sein neues Container-Terminal im Hafen Emmelsum. Foto: Petra Grünendahl.

Die offizielle Eröffnung ihres zweiten Standbeins am Niederrhein feierte die Contargo-Gruppe mit Partnern, Kunden und Vertretern der lokalen Politik und Verwaltung. Schon 2011 hatte Contargo das Areal gekauft, der Bau gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht. Stellplätze für 1.400 Standardcontainer (TEU) wurden dort ebenso gebaut wie Verkehrswege, Lkw- und Pkw-Stellplätze, aber auch ein Abfertigungs- und Sozialgebäude sowie eine Halle für Instandhaltung und Reparaturen. Für den trimodalen Umschlag von etwa 60.000 TEU jährlich sind 300 Meter Kailänge und zwei Gleise von jeweils 315 Metern (als Anschluss an das überregionale Schienennetz) entstanden. Eine Reeferstation* ermöglicht den Umschlag und die Lagerung von temperaturgeführten Gütern in Kühlcontainern. Außerdem wird in Emmelsum die Zollabfertigung angeboten. Auch die Ertüchtigung für Gefahrgut ist geplant. DeltaPort-Hafenchef Andreas Stollte freute sich über die Ansiedlung des modernsten Container-Terminals an der Rheinschiene.

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Tag der Logistik 2017 im Hafenverbund DeltaPort in Wesel und Voerde

Logistikbranche öffnet die Türen für Interessierte
Von Petra Grünendahl

Hafenchef Andreas Stolte (2. v. r.) begrüßte die Besuchergruppe am Tag der Logistik am SchwerlastTerminal Niederrhein im Rhein-Lippe-Hafen. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Logistik das Öl im Getriebe der Wirtschaft“, erklärte Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG, den interessierten Besuchern. „In den Binnenhäfen verknüpfen wir die Verkehrsträger Binnenschiff, Bahn und Lkw, um möglichst viel Güterverkehr von der Straße zu bekommen“, erläuterte der Hafenchef die Funktion der Häfen im trimodalen Gütertransport. In zwei vierstündigen Touren gaben der Hafenbetreiber und einige Anliegerbetriebe insgesamt 80 Teilnehmern Einblicke in ihre Tätigkeiten in einer immer noch stetig wachsenden Branche. Die Tour startete am SchwerlastTerminal Niederrhein der Hegmann Transit GmbH (Sonsbeck) im Rhein-Lippe-Hafen, wo Ole Schubert von Hegmann Transit das Terminal, seine Funktion und den Neubau einer 300 Meter langen Kaimauer vorstellte, an der künftig Güter mit einem Gesamtgewicht von 300 Tonnen auch wasserseitig umgeschlagen werden können.

Tag der Logistik bei DeltaPort: Start der Hafentour war das SchwerlastTerminal Niederrhein im Rhein-Lippe-Hafen. Foto: Petra Grünendahl.

Am „Tag der Logistik“ präsentierte sich auch der Hafenverbund DeltaPort, unter dessen Dach der Stadthafen und der Rhein-Lippe-Hafen in Wesel sowie der Hafen Emmelsum in Voerde betrieben werden. Ziel der Aktion ist, interessierten Bürgern und Schülergruppen ihre Arbeit der Logistikbranche näher zu bringen. Mit 258 Mio. Euro Umsatz und mehr als drei Mio. Beschäftigten ist sie immerhin der drittgrößte Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Initiiert wird der „Tag der Logistik“ von der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Rund 80 Teilnehmer nutzen die Möglichkeiten, sich in den DeltaPort-Häfen ein Bild zu machen.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informierte sich über das Stadtwerke Sommerkino

Kai Gottlob gab Einblicke in das Geheimnis hinter dem Erfolg
Von Petra Grünendahl

„Nur mit dem Verkauf von Eintrittskarten können wir den Kinobetrieb im Landschaftspark Nord nicht finanzieren“, erklärte Kai Gottlob, Geschäftsführer der Filmforum GmbH, kommunales Kino und Filmhistorischen Sammlung der Stadt Duisburg. Nur 40 Nächte läuft in jedem Jahr eine der größten Erfolgsgeschichten Duisburgs: das Stadtwerke Sommerkino. Bei einer Kapazität von 46.831 Plätzen über diese sechs Wochen erreichte die Veranstaltung 2016 eine Auslastung von 94,2 Prozent – mehr als jedes andere Freiluftkino in Deutschland. So habe es im ersten Jahr, 1996, noch nicht ausgesehen: „Wir konnten die Zuschauer fast noch mit Handschlag begrüßen“, so Gottlob. Das änderte sich ab dem zweiten Jahr: Heute zieht keine Veranstaltung mehr Zuschauer in den Landschaftspark Nord.

Kai Gottlob, Geschläftsführer der Filmforum GmbH (l.), und Marketing-Club-Präsident Marco Pfotenhauer. Foto: Petra Grünendahl.

Die organisatorische Verantwortung für das Stadtwerke Sommerkino obliegt der Filmforum GmbH. Kai Gottlob gab dem Marketing-Club Duisburg-Niederrhein im TecTower Einblicke in die Großveranstaltung und ihre Vermarktung. Eine repräsentative Studie der Universität Duisburg-Essen zeigte, woher die Besucher kommen und was sie in erster Linie am sommerlichen Freiluftkino im stillgelegten Hüttenwerk lockt. Von den Kinobesuchern kommen 56,3 Prozent aus Duisburg, der Rest (43,7 Prozent) aus der Region – überwiegend vom Niederrhein oder aus Ruhrgebietsstädten in der Nachbarschaft. Zu weiteren statistischen Erkenntnissen der Studie zählen die Punkte, die Kinobesucher als die besonderen Stärken des Sommerkinos ausmachten: Die Hochofenkulisse und die besondere Atmosphäre des Ortes. „Der Landschaftspark ist unser Kölner Dom, unsere Kathedrale“, erklärte Gottlob die Anziehungskraft des alten Industrieareals. Der dem Sommerkino-Event angeschlossene Biergarten lockt weitere Besucher, die lediglich die Gastronomie nutzen.

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Loveparade-Straafverfahren: Stellungnahme der Stiftung „Duisburg-24-7-2010“

Zur Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf, den Prozess nun doch stattfinden zu lassen:

Der Sprecher des Kuratoriums, Jürgen Thiesbonenkamp, und Mitglieder des Beirats der „Stiftung Duisburg 24.7.2010“ begrüßen die Entscheidung des Oberlandesgerichts ausdrücklich. Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung und Ombudsmann der Loveparade-Opfer:
„Wir haben nun die Hoffnung darauf, dass durch die juristische Aufarbeitung die Ursachen aufgeklärt werden.“

Mit großer Erleichterung haben die Angehörigen der 21 Todesopfer sowie die Betroffenen der Loveparade-Katastrophe vom 24.Juli 2010 die Nachricht aufgenommen, dass es nun doch zu einem Prozess kommen wird. Nachdem das Landgericht Duisburg vor einem Jahr die Eröffnung des Prozesses abgelehnt hatte, hatten die Duisburger Staatsanwaltschaft und Opferanwälte Beschwerde beim Oberlandesgericht in Düsseldorf eingelegt.

Manfred Reißaus, der seine Tochter bei der Loveparade-Katastrophe verloren hat und Sprecher der Angehörigen im Beirat der Stiftung ist, sagte: „Ich bin sehr froh, dass das Oberlandesgericht so entschieden hat. Alles andere wäre wie ein Schlag ins Gesicht gewesen. Mit dem Abschluss eines Prozesses haben wir die Chance, unseren inneren Frieden zu finden. Viele Angehörige hätten schon die Sorge gehabt, dass durch die Prozessverzögerung die Verjährungsfrist für die Beschuldigten ablaufen könnte.“

Katrina Meyer, Vertreterin der Betroffenen der Loveparade-Katastrophe im Beirat: „Als ich die Nachricht im Radio gehört habe, kamen mir sofort die Tränen. Es ist so immens wichtig für alle Betroffenen, dass der Prozess nun endlich stattfinden wird.“
Die Stiftung wird sich nun darauf vorbereiten, die Angehörigen und Betroffenen während des Prozesses zu betreuen.

– Pressemitteilung der Stiftung „Duisburg-24-7-2010“ –

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Loveparade-Strafverfahren: Einschätzung der Römermann Rechtsanwälte AG

„Eine Verurteilung erscheint nach allem, was bislang vorliegt, nahezu ausgeschlossen.“
Das Hauptverfahren im Strafprozess um die Love-Parade 2010 in Duisburg wird nun doch eröffnet – Stellungnahmen der Verteidigung

Amts- und Landgericht Duisburg am König-Heinrich-Platz. Foto: Petra Grünendahl,

Das Oberlandesgericht ist in seiner Betrachtung zu der Einschätzung gekommen, dass das Landgericht die Tatsachen nicht umfassend gewürdigt habe. In Wirklichkeit hat sich das Landgericht Duisburg in seinem Beschluss vom 30.03.2016 auf 460 Seiten in einer Weise mit allen Details des Sachverhalts auseinandergesetzt, wie sie in der deutschen Rechtsgeschichte nahezu einmalig ist. Die Umstände, die das OLG zum Beleg für seine Behauptung aufführt, betreffen sämtlich Aspekte, die der Gutachter Prof. Still in seiner Stellungnahme erörtert hat. Das hat das Landgericht aber zu Recht für ungenügend gehalten. Hierzu Stellungnahmen von drei Verteidigern:

„In der Pressemitteilung des OLG vom heutigen Tage heißt es, dass das Landgericht die alleinige Schuld von dritten Personen nicht festgestellt habe. Mit anderen Worten: Es könne sein, dass die hier Angeklagten ursächlich oder mit ursächlich für die Katastrophe seien.
Warum die anderen möglicherweise Mitverantwortlichen nicht auf der Anklagebank sitzen sollen, bleibt weiterhin offen. Richtig ist: Die wahren Schuldigen – wenn es sie überhaupt gab – sind gar nicht angeklagt. Ist es nicht auch denkbar, dass eine Katastrophe eintritt, die viele Ursachen, aber keine strafrechtlich Schuldigen hat?“
Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann von der Römermann Rechtsanwälte AG

„Das Gutachten des Professor Still mag allenfalls – wenn überhaupt – für einen Verdacht reichen, für eine Verurteilung aber sicher nicht. Mit diesen soll sich nun das Landgericht in neuer Besetzung auseinandersetzen. Das wird hochproblematisch werden, weil es auf dem Gebiet der Veranstaltungsplanung keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Es ist auch erstaunlich, dass das Oberlandesgericht mit seiner Entscheidung nicht abgewartet hat, bis das neue – von der Staatsanwaltschaft selbst in Auftrag gegebene – Gutachten vorliegt. Dass das Oberlandesgericht nicht abgewartet hat, liegt vermutlich daran, dass der öffentliche Druck, auch von Seiten der Politik, enorm war, innerhalb der Verjährungsfrist noch irgendein Verfahren durchzuführen.“
Rechtsanwalt Dr. Philip von der Meden von der Römermann Rechtsanwälte AG

„Das Landgericht wird nun vor der schwierigen Aufgabe stehen, einen hochemotionalen Prozess in rationale Bahnen zu lenken. Die Zulassung der Anklage allein besagt nichts über eine etwaige Verurteilung. Im Prozess werden die offen zutage getretenen massiven Mängel der Anklage und des Gutachtens erneut zum Thema werden. Eine Verurteilung erscheint nach allem, was bislang vorliegt, nahezu ausgeschlossen.“
Rechtsanwalt Ioannis Zaimis

Zum Hintergrund:
Beim Unglück während der jährlich veranstalteten Technoparade Loveparade im Jahre 2010 in Duisburg waren 21 Menschen ums Leben gekommen. Gegen sechs Bedienstete der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent hatte die Staatsanwaltschaft Duisburg daraufhin im Februar 2014 Anklage wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung erhoben. Das Landgericht Duisburg hatte die Anklage in einem sorgfältig begründeten 460 Seiten starken Beschluss zunächst abgelehnt. Die Anklage sei „erkennbar aussichtslos“, die Vorwürfe nicht bewiesen und das für die Staatsanwaltschaft maßgebliche Gutachten von Prof. Still sei wegen zahlreicher methodischer Mängel unverwertbar. Hiergegen legten zunächst 40 Nebenkläger Beschwerde ein, zwei davon nahmen die Beschwerde später von sich aus wieder zurück. Mit Beschluss vom 18.04.2017, der am 24.04.2017 den Vertretern von 10 Angeklagten und 38 Nebenklägern zugestellt wurde, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die Anklage in der Sache „Loveparade“ zugelassen. Es hebt damit den Beschluss des Landgerichts Duisburg vom 30.03.2016 auf, der die Zulassung der Anklage noch abgelehnt hatte. Die Sache wird zur Verhandlung einer anderen Kammer des Landgerichts Duisburg zugewiesen.

– Pressemitteilung der Römermann Rechtsanwälte AG, Hamburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade-Strafverfahren: Statement von Oberbürgermeister Sören Link zur Zulassung der Anklage

Oberbürgermeister Sören Link. Foto: Petra Grünendahl.

„Vor gut einem Jahr, am 5. April 2016, haben die Öffentlichkeit und ich erfahren, dass die Loveparade-Anklage nicht zum Hauptverfahren zugelassen wurde. Ich habe schon damals gesagt, dass ich kein Jurist bin und diese Entscheidung nicht fachlich werten kann. Genausowenig will ich heute die anderslautende Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf juristisch bewerten.

Was ich verstehen und nachfühlen kann, ist der Wunsch der Angehörigen, der Betroffenen, Verletzten und Traumatisierten, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Für sie ist die heutige Entscheidung des Oberlandesgerichts ein wichtiger Schritt.

Ich hoffe sehr, dass der nun folgende Weg zu einem Ergebnis führt, welches vor allem den Angehörigen der Toten der Loveparade nach so vielen Jahren irgendwann etwas Frieden bringt.

Die Angehörigen haben ein Recht auf Aufklärung. Nur so kann es für Sie – aber auch für die Stadt Duisburg – einen Abschluss mit den unfassbaren Geschehnissen geben.“

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade-Strafverfahren: Staatsanwaltschaft Duisburg zur Eröffnung des Hauptverfahrens

Staatsanwaltschaft Duisburg an der Koloniestraße in Neudorf. Foto: Petra Grünendahl.

Die Staatsanwaltschaft begrüßt die Eröffnung des Hauptverfahrens durch das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Die Entscheidung des Senates verschafft den Opfern und ihren Angehörigen die Gewissheit, dass es nunmehr in Kürze zu einer juristischen Aufarbeitung des Unglücks in einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt.

Die Staatsanwaltschaft wird im Rahmen der bevorstehenden Hauptverhandlung alles daran setzen, dass die zahlreichen drängenden Fragen zur Verantwortlichkeit für das Unglück umfassend geklärt werden.

– Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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OLG Düsseldorf: Loveparade-Strafverfahren eröffnet

Hauptverhandlung muss gegen alle Angeklagten durchgeführt werden Pressekonferenz am 24. April 2017 um 13.00 Uhr im OLG Düsseldorf

Oberlandesgericht Düsseldorf. Foto: Charlie1965nrw (CC-BY-SA-3.0).

Auf die sofortige Beschwerde der Staatsanwaltschaft Duisburg und verschiedener Nebenkläger hat der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit Beschluss vom 18. April 2017 im Loveparade-Strafverfahren die Anklage gegen alle zehn Angeklagten zugelassen. Die Durchführung der Hauptverhandlung wurde vor einer anderen, und zwar der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts Duisburg, angeordnet. Der Senat hält eine Verurteilung der Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung bzw. fahrlässiger Körperverletzung im Amt für hinreichend wahrscheinlich. Aufgrund einer gegenteiligen Einschätzung hatte die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Duisburg im März 2016 die Zulassung der Anklage und damit die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt. Wegen weiterer Einzelheiten zu den Anklagevorwürfen wird auf die Presseerklärung des Landgerichts Duisburg vom 2. Juli 2014 verwiesen.

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Deutsche Oper am Rhein: Lucia di Lammermoor begeisterte im Theater Duisburg

Großes Kino von Liebe und Treue, Betrug und Wahnsinn
Von Petra Grünendahl

Schwören sich ewige Treue: Lucia und Edgardo (Adela Zaharia und Georgy Vasiliev). Foto: Hans Jörg Michel.

Lucia Ashton (Adela Zaharia) liebt Edgardo Ravenswood (Georgy Vasiliev), der ihr einst das Leben rettete. Heimlich treffen sie sich, ihre Familien sind verfeindet. Sie schwören sich ewige Treue, bevor Edgardo in politischen Dingen nach Frankreich geht. Lucias Bruder Enrico (der erkältete Laimonas Pautienius hielt den ganzen Abend durch!) will sie mit Arturo Buklaw (Ovidiu Purcel) verkuppeln: Eine Verbindung, die seinen schwindenden politischen Einfluss wieder stärken soll. Gefolgsmann Normanno (Florian Simson) unterstützt Enricos Intrigenspiel ebenso wie der Geistliche Raimondo (Bogdan Taloş), dem Lucia zu ihrem Unglück vertraut. Getäuscht über die angebliche Untreue ihres Geliebten unterschreibt sie den Ehevertrag als ihr Todesurteil. Edgardo erscheint zur Hochzeit, enttäuscht von der vermeintliche Untreue Lucias, die in der Hochzeitsnacht Arturo ersticht und dem Wahnsinn verfällt. Als die Totenglocken für Lucia läuten, begeht Edgardo in der Schlussszene Selbstmord. Hervorragende Akteure sangen und spielten ganz großes Kino einer aussichtslosen Liebe, die tragisch endet!

Ein gefälschter Brief soll Lucia von der Untreue ihres Geliebten überzeugen: Adela Zaharia und Bogdan Baciu (Enrico). Foto: Hans Jörg Michel.

Ihre Wiederaufführung erlebte die Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti (1797 – 1848) im Theater Duisburg vor fast ausverkauftem Haus mit einem sehr begeisterten Publikum. Donizetti komponierte die Oper zu einem Text von Salvatore Cammarano, der wiederum auf der Romanvorlage von Sir Walter Scott, „Die Braut von Lammermoor“, beruhte. Viele von Scotts historischen Romanen sind Klassiker geworden und haben als Vorlage auch für Opern gedient. Die Handlung spielt Ende des 16. Jahrhunderts in Schottland. Die Nachnamen blieben Englisch, die Vornamen hat der Librettist „italisiert“. Gesungen wird in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, die das Verständnis der Handlung erleichtern. Die Aufführung dauert etwa drei Stunden (inkl. einer Pause).

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Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link suchte das Gespräch mit Bürgern

Engagierte Gespräche vor dem City-Grill an der Untermauerstraße. Foto: Petra Grünendahl.

Oberbürgermeister Sören Link hatte zur Currywurst am City-Grill auf der Untermauerstraße eingeladen, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Zahlreiche Bürger nahmen seine Einladung an. Diskussionen gingen unter anderem um die Innenstadtentwicklung und ein mögliches Designer Outlet Center (DOC) auf dem Gelände des Alten Güterbahnhofs. Aktivisten von „Ja zu Duisburg – Kein DOC“ hatten allerdings keinen Erfolg, den Oberbürgermeister zur Unterschrift unter ihre Petition zu bewegen … 😉 Unterschriften konnten sie aber einige andere mitnehmen!

© 2017 Petra Grünendahl

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Zoo Duisburg: Offener Brief an die WAZ zum Artikel „Artenschutz oder Tierquälerei?“ vom 13.4.2017

Sehr geehrter Herr Schmeer,

in der Duisburger Ausgabe der WAZ sind zwei Artikel von ihrer Kollegin Frau Reichard erschienen, die deutliche Recherchemängel aufzeigen.

Elefanten im Zoo Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

In diesem offenen Leserrief möchte ich mich gerne zu diesen äußern.
Alina Reichardt schreibt in der WAZ vom 13.4.2017 einen Artikel mit dem Titel „Artenschutz oder Tierquälerei?“. Hierbei geht es um die Elefantenhaltung in Zoos.
Schon die Bildunterschrift ist schlichtweg falsch und kündigt einen reißerischen Artikel an. „Pfleger im Zoo Hannover setzen spitze Haken ein, um Elefanten zu dressieren – das ist erlaubt.“ Nein, das ist es nicht. Laut Tierschutzgesetz darf keinem Tier Schmerz, Leiden oder Schaden zugefügt werden. Aus diesem Grund ist der Elefantenhaken, oder auch Ankus genannt, auch nicht spitz, sondern stumpf. Der Ankus stammt aus Asien und wurde und wird und von den Mahouts eingesetzt. Mahouts heißen die Elefantenführer die häufig ihr gesamtes Leben mit ihren Arbeitselefanten verbringen. Die Tiere werden gehegt und gepflegt und sogar innerhalb der Familie von einer Generation zur nächsten weitervererbt. In Zoos und Tierparks mit einer Elefantenhaltung im sogenannten direkten Kontakt ist der Tierpfleger ein Teil der Herde und bildet die Tiere für den täglichen Umgang aus. Der Ankus wird als Leitinstrument genutzt. Über bestimmte Druckpunkte wird er als Führstab und Orientierungshilfe eingesetzt. Keinesfalls dient er als Folterinstrument, wie es der WAZ-Artikel suggerieren möchte. Bei Haustieren ist er vergleichbar mit der Leine des Hundes oder der „Stick“ aus der Freiarbeit mit Pferden. Niemand sollte mit der Leine seinen Hund schlagen oder aber mit dem Stick auf sein Pferd. In Notwehrsituationen können sie aber durchaus auch zur Verteidigung genutzt werden, die Menschen haben der Masse Pferd oder insbesondere Elefant sehr wenig entgegenzusetzen. Sie dienen aber nicht dazu, den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen oder schneller einen Trainingseffekt zu erzielen. Das mag kurzzeitig funktionieren, schafft auf Dauer aber wenig oder gar kein Vertrauen zwischen Mensch und Tier und auf lange Sicht ein eher gespanntes Verhältnis mit viel Unfallpotential.

Um dieser Situation zu entgehen, haben bereits einige Zoos bei der Elefantenhaltung auf den sogenannten geschützten Kontakt umgestellt, bei der der Tierpfleger nicht mehr Teil der Herde ist. Hierbei bildet die Elefantenfamilie ihre eigene Rangordnung und arbeitet nur noch rein freiwillig mit den Tierpflegern zusammen. Eigentlich die ideale Haltung. Dennoch sind auch dort Grenzen gesetzt, zumal die Elefantengehege baulich verändert werden müssen. Die meisten Elefanten fühlen sich wohl im geschützten Kontakt, manche allerdings tun sich damit auch schwer, insbesondere wenn ein Elefant ein Leben lang im Pfleger eine direkte Bezugsperson sah. Schwierig ist die Umstellung auf den geschützten Kontakt auch, wenn ein krankes Tier oder eines mit Altersgebrechen regelmäßiger intensiver Pflege bedarf, die im direkten Kontakt viel leichter geboten werden kann als im geschützten Kontakt. Dann kann man schon an die Grenzen des Tierschutzgesetzes stoßen, wenn ein Tier, welches sich nicht mehr behandeln lässt, welches am medizinischen Training nicht mehr mitwirken möchte etc., letztendlich Schmerzen und Schäden erleidet. Eine schnelle Umstellung kann man nicht erzwingen und man muss diese immer für den individuellen Fall erwägen.

Der WAZ-Artikel vermischt zudem den geschützten Kontakt mit der sogenannten Hands-off Methode. Letztere bedeutet gar keinen Kontakt zwischen Pfleger und Tier, also auch kein medizinisches Training, keine Fußpflege etc. Auch diese Form der Haltung gibt es, sie ist aber die am wenigsten professionelle, da hier bei jedem Problem der Elefant in Narkose gelegt werden müsste.

Zoo Duisburg: Delfinarium. Foto: Petra Grünendahl.

Von den Elefanten scheint der Bogen schnell zu den Delfinen geschlagen zu sein, denn unter ihrem fehlerhaft recherchierten Elefantenartikel geht es dann zu den Großen Tümmlern mit ebensolchen Falschinformationen. „Intelligente Säuger in Gefangenschaft“. Ein etwas unglücklich gewählter Titel. Über Intelligenz bei Delfinen lässt sich streiten. Sie lernen gerne und schnell, aber das tut z.B. auch das Huhn und kaum jemand beschwert sich wieviel Intelligenz sich auf dem Grill neben dem Kaufhaus am Spieß dreht. Das Buch „Are dolphins really smart?“ von Justin Gregg gibt eine gute Übersicht, wie klug diese Tiere wirklich sind und stellt sich dem Mythos. Natürlich erweckt auch das Wort „Gefangenschaft“ im Artikel gleich wieder eine negative Grundeinstellung. Hunde, Katzen und Meerschweinchen leben auch in Menschenhand und kaum jemand würde hier das Wort Gefangenschaft benutzen. Wikipedia definiert es als längerfristigen und unfreiwilligen Entzug der Freiheit. Insgesamt 5 der 7 Großen Tümmler, die momentan im Duisburger Delfinarium leben, wurden genau dort geboren. 4 weitere Nachzuchten aus Duisburg leben in Nürnberg und auf Lanzarote. Wann genau wurde diesen Tieren unfreiwillig ihre Freiheit entzogen?

Zoo Duisburg: Delfinarium. Foto: Petra Grünendahl.

Die Autorin fährt im Artikel fort, in dem sie einen Vorfall aus dem letzten Jahr im Duisburger Delfinarium beschreibt. Tierschützer seien zu den Delfinen ins Wasser gestiegen. Tierschützer???? Ist das Ihr Ernst, Frau Reichardt??? Sie bezeichnen Menschen als Tierschützer, die ohne geeignete Desinfektionsmassnahmen in das Wasser eines Delfinariums steigen, welches ohne den Einsatz von Chlor rein mit biologischer Filtration die Wasserqualität für die Delfine aufrecht hält? Selbst ein Schwimmbad setzt auf den Einsatz von Chlor, um die darin badenden Menschen vor den Krankheiten und Ausscheidungen der anderen Menschen zu schützen. Abgesehen vom potentiellen Keimeintrag haben diese, für die Delfine völlig fremden Menschen mutwillig in Kauf genommen, dass die Delfingruppe in Panik gerät und sogar das nur wenige Monate alte Jungtier verletzt werden könnte.

Denise Ade vom Tierschutzbund Deutschland wird ausführlich zitiert, nur der Zoo Duisburg, über dessen Delfine im Artikel berichtet wird, kommt bei Ihrer Darstellung nicht zu Wort. Schade. Gerne hätte ich gewusst aus welcher wissenschaftlichen Quelle Frau Ade ihr Wissen bezieht und was Delfine soviel besser macht, als das oben angesprochene Haushuhn, welches, laut Frau Ade, auf einem Schaubauernhof allerdings wohl in „Gefangenschaft“ gehalten werden darf.

Im Artikel wird auch über das Aufstocken des Bestandes aus Wildfängen angesprochen. Wenn Frau Reichardt oder auch Frau Ade sich wenigstens die Mühe machen würden, z.B. die Homepage des Zoo Duisburg zu studieren, dann würde ihnen auffallen, dass der Zoo zuletzt im Jahr 1982 einen Delfin aus der Wildbahn importiert hat!!! Vor sage und schreibe 35 (!!!) Jahren wurde also der letzte Delfin für Duisburg gefangen. Das bezeichnet man als Aufstocken des Bestandes mit Wildtieren??? Warum finden die vielen seither im Duisburger Delfinarium erfolgreich aufgezogenen Jungdelfine keine Erwähnung?

Zoo Duisburg: Delfinarium. Foto: Petra Grünendahl.

Dann wird auch noch das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) zitiert, eine Ein-Mann-Organisation des Steuerberaters und Delfinariumgegners Jürgen Ortmüller, während ein Statement des Zoo Duisburg weiterhin ausbleibt. Das scheint einfacher zu sein, im schlimmsten Fall könnte ja die eigene vorgefertigte Meinung ins Wanken geraten, wenn man sich mit realen Fakten auseinandersetzen muss und sich nicht in Pippi-Langstrumpf-Manier, die Welt macht, wie sie einem gefällt. Auch hier hätte ein Besuch der Homepage des Zoos geholfen, um die im Artikel aufgeführten Zahlen in Relation zu setzen und journalistisch korrekt darzustellen. Insgesamt 19 Delfine sind nach Duisburg gekommen, und das in nunmehr 52 Jahren der Delfinhaltung. Seit 1978 wurden 30 Trächtigkeiten in Duisburg festgestellt. 25 wurden tatsächlich ausgetragen, 5 Aborte festgestellt. 11 von 25 Tieren überlebten das erste kritische Jahr im Leben eines Delfins. Die in Duisburg geborenen Delfinweibchen Delphi und Daisy haben selbst bereits erfolgreich nachgezogen. Mit dem Fortschreiten der medizinischen Möglichkeiten veränderten sich natürlich auch die Haltungsbedingungen für alle Tiere im Zoo inklusive der Delfine. Daher kann man auch nicht die überproportional hohen Todesfälle aus den 60er und 70er Jahren mit den Zeiten von heute in einen Topf werfen. Auch unsere eigenen Lebensbedingungen waren früher völlig andere. Das Rauchen war ein Zeichen von Freiheit, wir Kinder turnten unangeschnallt auf dem Autorücksitz herum und Säuglinge wurden mit dicken Federbetten zugedeckt. Auch das gibt es heute nicht mehr. Die Zigarettenschachteln zieren abscheuliche Bilder, es gibt die Anschnall- und Kindersitzpflicht und Säuglinge schlafen in Rückenlage ohne jegliche Decken und Kissen. Die Zeiten haben sich geändert, wir alle haben aus Fehlern gelernt und Maßnahmen wurden ergriffen. So auch in der Haltung der Delfine oder anderer Zootiere. In den letzten 10 Jahren wurden 11 Jungtiere im Delfinarium geboren, davon leben 7. Das ist eine Überlebensrate von 64%. Ein letzter Bericht dazu aus der Wildbahn erschien 2014, aus dem Doubtful Sound, Neuseeland. Hier überlebten 67% der Kälber das erste Jahr, aber nur 40% das dritte Lebensjahr. Die letzten im Duisburger Delfinarium geborenen Delfine, Debbie und Dobbie, sind noch zu jung, aber sie sind topfit und es ist nicht davon auszugehen, dass die 64% Überlebenden sobald sterben werden.

Schade, dass sich weder Frau Reichardt noch Frau Ade jemals mit den Verantwortlichen im Zoo unterhalten haben und Frau Reichardt leider nur eine sehr einseitige Darstellung des Themas mit vielen Falschinformationen fabriziert hat.

Mit bestem Gruß,
K. Ternes
Leitende Zootierärztin
Fachtierärztin für Zoo- und Wildtiere
Dipl. ECZM (Zoo Animal Health)
Zoo Duisburg

– Pressemeldung des Zoo Duisburg –

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Lehmbruck Museum in Duisburg: Jana Sterbak und Christian Keinstar

Von Körpern und Vergänglichkeit
Von Petra Grünendahl

Christian Keinstar: Simplifikation, 2017. Die Plastik ist hier noch ganz am Anfang eines Schmelzprozesses. Foto: Petra Grünendahl.

Christian Keinstar: Simplifikation,, 2017. Gallium u.a., © VG Bild-Kunst. Bonn 2017.


Die Kopfplastik besteht aus Gallium, einem selten vorkommenden chemischen Element, welches schon bei knapp 30°C zu schmelzen beginnt. In Christian Keinstars Werk „Simplifikation“ (2016/2017) tropft das Gallium der Plastik, die auf einem heizbaren Sockelgestell steht, in einen Auffangbehälter. Das quecksilberartig wirkende, aber für den Menschen völlig ungefährliche Metall tropft herab, trocknet und kann dann wieder in einer identischen Gussform als Kopf recycelt werden. Dieser Kreislauf wird im Verlauf der Ausstellung einige Male wiederholt werden. Die Betrachter erleben immer wieder unterschiedliche Zustände des Prozesses.

Christian Keinstar: Rose, 2015, Stahl, Beton, Foto: Petra Grünendahl.

Das Lehmbruck Museum präsentiert Christian Keinstar (*1975 in Dirschau, Polen) in der großen Glashalle zum Kantpark im Rahmen seiner Ausstellungsreihe „Sculpture 21st“. Christian Keinstar ist auch in den Gattungen Fotografie und Videokunst aktiv. Als Bildhauer hat es Keinstar besonders auf metallische Materialien abgesehen, deren Aspekte der Alchemie und des Überdauerns ihn besonders interessieren. Wie Architekturrelikte eines Atomkriegs wirken seine verformten gotischen Fenster aus Stahl und Beton. Blei präsentiert er im Rahmen wie Gemälde oder er verformt es zu barocken Faltenwürfen. Seine Plastiken reflektieren die Vergänglichkeit der Materie. Christian Keinstar war 2015 Stipendiat im Artist in Residence-Programm „Visit“ der innogy Stiftung. Die dabei entstandene Arbeit „Simplifikation“ ist in der Ausstellung im Lehmbruck Museum erstmals öffentlich zu sehen.

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Museum Küppersmühle: Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau

Leuchtturmprojekt auf solidem Grund
Von Petra Grünendahl

Pierre de Meuron (l.) präsentierte zusammen mit Oberbürgermeister Sören Link (nicht im Bild) und Museusdirektor Walter Smerling (r.) die Planungen. Foto: Petra Grünendahl.

Überblick über die Baufelder: vorne der Parkplatz, rechts vom Museumsbau die Erweiterung. Foto: Petra Grünendahl.

Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Das Modell vom MKM mit Erweiterungsbau. Foto: Petra Grünendahl.

„Künstler kommen gerne her“, erklärte Museumsdirektor Walter Smerling. Die Architektur des MKM mit ihren hohen Räumen lasse gerade großformatige Werke auf eine einzigartige Weise wirken. Der Architekt Pierre de Meuron erinnerte daran, wie die Küppermühle ausgesehen habe, bevor er aus den acht Stockwerken des Mühlenbetriebes vier Etagen für das Museum gemacht hatte. Schon länger war ein Erweiterungsbau geplant worden, die erste Variante, der „Schuhkarton“, an Pfusch am Bau gescheitert. Für den Neustart hatte man das Schweizer Architekturbüro des ursprünglichen Umbaus wieder an Bord geholt. „Wir haben die Optik der Fassade auch für den Anbau aufgegriffen“, erzählte de Meuron. Backstein neu interpretiert, um einerseits die Einheit des am 22. März 1999 eröffneten Museumsbaus zu zeigen – und andererseits den Backstein der Außenfassade anders zu verarbeiten, um moderne Akzente zu setzen. Die Eröffnung ist für 2019 geplant.

Mit der Grundsteinlegung gehen die Arbeiten für den neuen Erweiterungsbau des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in die heiße Phase. Walter Smerling, Pierre de Meuron vom Architekturbüro Herzog & de Meuron und Oberbürgermeister Sören Link nahmen diesen wichtigen Schritt in der Geschichte des Privatmuseums gemeinsam vor. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. Durch den Erweiterungsbau erhält eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher Kunst nach 1945, die Sammlung Ströher, zusätzliche 2.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche (dann insgesamt gut 5.000 m² Ausstellungsfläche). „Wer ins MKM kommt, erlebt 70 Jahre Kunst aus Deutschland“, erzählte Smerling. Und Pierre de Meuron resümierte: „Mit der heutigen Grundsteinlegung setzen wir eine erfolgreiche gemeinsame Geschichte fort, die auch in wechselvollen Zeiten immer auf einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Familie Ströher, dem Museum Küppersmühle und Herzog & de Meuron basierte.“

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Oldtimer: Techno Classica 2017 startet in Essen

Noch bis Sonntag automobile Träume in den Essener Messehallen
Von Petra Grünendahl

Techno Classica 2017 in Essen. Foto: Petra Grünendahl.

Immer mehr getunte Fahrzeuge, von denen es auch im Ruhrgebiet viele gibt, kommen langsam in die Jahre. Schon der VW Käfer wurde nicht nur optisch veredelt, sondern auch leistungsstärker. Und wird das Schätzchen erst mal 30, kann sich durchaus die Frage lohnen: Bekommt es trotz Tuning auch ein H-Kennzeichen? Dieses Thema rückt der TÜV Rheinland auf der diesjährigen Techno Classica in Essen in den Fokus. „Die Umbauten müssen mindestens 30 Jahre alt sein“, stellt Norbert Schroeder, Leiter Competence Center Classic Cars des TÜV Rheinland, klar, und: „Wir bewegen und da mitunter in einer Grauzone und müssen jedes Fahrzeug individuell betrachten.“ ´

Die Techno Classica zieht wie alle Jahre wieder Oldtimerfans und Schrauber ins Motor-Mekka nach Essen. Neben vielen Fahrzeugen (ab wo die Autos laufen lernten), Markenclubs, Veranstaltern von Oldtimer-Rallyes oder auch Verkäufern von Ersatzteilen, Werkzeug oder Accessoires stehen auch Dienstleister wie der TÜV Rheinland oder die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) als Ansprechpartner zur Verfügung, vor allem, wenn es um Service- und technische Themenstellungen geht.

Wenn an einem Oldtimer zeitgenössische Veränderungen an Karosserie, Fahrwerk oder Motor vorgenommen wurden, gehe das laut TÜV-Rheinland-Experten völlig in Ordnung. Ersatz- oder Tuningteile aus der gleichen Epoche seien kein Problem, hochmoderne Niederquerschnittsreifen oder ein nachträglich eingebautes Hightech-Triebwerk dagegen hätten keine Chance auf ein H-Kennzeichen. „Uns geht es hier in Essen darum, einmal klarzustellen, was möglich ist und was nicht. Denn in der Szene herrschen immer noch Halbwissen und eine gewisse Verunsicherung“, erklärt der Klassiker-Fachmann Schroeder. Die Palette der Meinungsirrtümer reiche von „alles ist machbar“ bis „nur absolute Originalität zählt“.

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Bilanzpressekonferenz der Duisburger Hafen AG

duisport: Rekordergebnis im Jubiläumsjahr
Von Petra Grünendahl

Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. Foto: Petra Grünendahl.

„Auch wenn es Anfang 2016 noch nicht so aussah, so konnten wir doch im weiteren Verlauf des Jahres die Früchte aus 2014/15 eingeleiteten Prozessen ernten“, erklärte Erich Staake Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. Nach Konjunktur-Einbrüchen in China und schwieriger werdenden Rahmenbedingungen in der Weltwirtschaft hätten die Aussichten im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres noch nicht nach der positiven Entwicklung ausgesehen, die sich in der zweiten Jahreshälfte herauskristallisierten. Zur Steigerung des Gesamtergebnisses hätten alle drei Geschäftsbereiche – Infra- und Suprastruktur, Logistische Dienstleistungen sowie die Verpackungslogistik – beigetragen, so Staake. Das Erfolgskonzept der Duisburger Hafen AG, mit seinen Tochtergesellschaften integrierte Logistiklösungen zu entwickeln und anzubieten, lockt Geschäftspartner nicht nur aus Deutschland, sondern weltweit. Besondern profitiert der Hafen davon, frühzeitig auf das Reich der Mitte gesetzt zu haben: Die neue Seidenstraße nach China ist mit mittlerweile 24 Zugverbindungen pro Woche (Tendenz: weiter steigend) ein Erfolgsmodell.

Der duisport-Vorstand (v. l.) Prof. Thomas Schlipköther, Erich Staake (Vorstandsvorsitzender) und Markus Bangen empfingen die Presse bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz. Foto: duisport/krischerfotografie.

Zur Jahrespressekonferenz verkündete Erich Staake zusammen mit seinen Vorstandskollegen Markus Bangen und Prof. Thomas Schlipköther ein erneutes Rekordergebnis für 2016. Insbesondere dank der guten Entwicklung im zweiten Halbjahr konnte duisport sein Jubiläumsjahr mit einem neuen Rekordumsatz von 230 Mio. Euro (plus 6 Prozent gegenüber 2015) abschließen. Der Gesamtumschlag aller Duisburger Häfen (inklusive Werkshäfen) stieg auf 133 Mio. Tonnen, in den Häfen der duisport-Gruppe wurden 66,8 Tonnen umgeschlagen. Der Container-Umschlag stieg auf 3,7 Mio. TEU (Standardcontainer-Einheiten). Weiterlesen

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70 Jahre Junger Westen: Ernst Hermanns und sechs Preisträger im Museum DKM in Duisburg

Abstrakte Formensprachen
Von Petra Grünendahl

Michel Sauer: Methode – Skulpturen aus Lindenholz sowie (vorne links) Zinn und Kupfersulfat. Foto: Petra Grünendahl.

Obwohl der Recklinghäuser Kunstpreis in jedem Jahr mit einem anderen künstlerischen Schwerpunkt ausgeschrieben wird, stehen doch in dieser Sonderausstellung von sieben Preisträgern Plastiken, das Skulpturale und das Räumliche im Vordergrund. Das gilt selbst für die wenigen Bilder an den Wänden der Erdgeschossräume, in denen die Werke präsentiert werden. Neben Ernst Hermanns sind Emil Cimiotti, Michel Sauer, Otto Boll, Stefan Kern, Heike Mutter/Ulrich Genth und Gereon Krebber in der Ausstellung vertreten. Alle Künstler sind Kunstpreisträger, in ihrer Arbeitsweise unterscheiden sie sich erheblich. Damit gibt die Ausstellung Einblicke in die Entwicklung der Bildhauerei in Deutschland.
 
 
 

Bei der Pressevorbesichtigung führte Klaus Maas (2. v. r.) von der Stiftung DKM zusammen mit ausstellenden Künstlern durch die Sammlung (v. l.): Heike Mutter und Ulrich Genth. Foto: Petra Grünendahl.

Im Jahr 1947 wird in Recklinghausen mit der Ausstellung „Junge Künstler zwischen Rhein und Ruhr“ der Grundstein gelegt für die Künstlergruppe „Junger Westen“. Anlässlich des 70-jährigen Gründungsjubiläums erinnern sieben RuhrKunstMuseen von Februar 2017 bis April 2018 in einer städteübergreifenden Ausstellungsreihe an das Wirken dieser Künstler. Die Künstlergruppe wurde nach zehn Jahren freundschaftlich aufgelöst, der zeitgleich entstandene Kunstpreis wird aber weiterhin alle zwei Jahre ausgeschrieben. Bis heute haben 46 Künstler den Preis erhalten, der hier in der Ausstellung vertretene Emil Cimiotti bekam ihn sogar zwei Mal. Das Museum DKM im Dellviertel zeigt ab Freitag, 25. März, das Werk Ernst Hermanns (1914-2000), Gründungsmitglied der Künstlergruppe und 1951 Preisträger des Recklinghäuser Kunstpreises, in Beziehung zu Arbeiten sechs weiterer Preisträgern aus sieben Jahrzehnten.

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Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. streifte durch „Alte Gaststätten und Cafés“

Von Kneipenkultur und Lokalgeschichten
Von Petra Grünendahl

Das Kaufhaus Priel an der Ecke Steinsche Gasse / Münzstraße (später Boecker, dann Knüllermarkt, heute steht dort das Stadtfenster) verfügte im obersten Stock über ein Café. Besonders beliebt war die Dachterrasse.
Foto: ZZB.

Noch bis zum Zweiten Weltkrieg beheimatete Duisburg eine große Anzahl von Cafés und Gaststätten. Die großen Gastwirtschaften verfügten über Veranstaltungssäle und Gesellschaftszimmer für Veranstaltungen aller Art, häufig auch über Billardtische, Kegelbahnen oder gar Biergärten. Freizeitverhalten und Geselligkeit waren eine andere: Die Gastronomiebetriebe waren der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Die meisten dieser Gaststätten und Cafes sind ebenso verschwunden wie die Häuser, in denen sie sich befanden: Die meisten verschwanden im letzten Krieg, manche wurden auch erst danach abgerissen, zumeist um Platz zu schaffen für andere Nutzung. Einige wenige Lokalitäten gibt es heute noch, ein paar weitere Häuser findet man ebenfalls im Stadtbild noch wieder. Ansichten bietet das reichhaltig bebilderte Buch nicht nur von den Häusern, die die Duisburger Gastronomie beherbergten, sondern auch von Innenräumen, die sich als Spiegel ihrer Zeit sehr von den heutigen eher funktional gestalteten Gasträumen unterscheiden.

Die Schifferbörse in Ruhrort. Foto: ZZB/Sutton Verlag.

In einer Neuauflage ist jetzt im Sutton Verlag ein Frühwerk der Zeitzeugenbörse Duisburg erschienen: Mit „Duisburg Alte Gaststätten und Cafés“ schrieben Harald Molder und Reinhold Stausberg im wahrsten Sinne des Wortes „Lokalgeschichte“. In acht Kapitel aufgeteilt umfasst das Buch das gesamte Duisburger Stadtgebiet – von Norden nach Süden und über die andere Rheinseite. Natürlich nehmen die zahlreichen Gaststätten und Cafés im „alten Duisburg“, der Innenstadt, den größten Raum ein. Aber auch die Stadtteile rund um den Duisburger Hafen – natürlich Ruhrort, aber auch Kaßlerfeld und Neuenkamp – hatten den im Hafen liegenden Schiffern ebenso wie den Bürgern viele Orte der Gastlichkeit zu bieten. Unterschieden haben die Autoren für die Auswahl der Bilder zwischen der Kneipe als „Schankwirtschaft“ und der Gaststätte als „Speisewirtschaft“, wobei die Grenzen aber auch damals schon eher fließend waren, wie die Auswahl der Bilder nahe legt.

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Loveparade 2010: Neue Gedenktafel an der Gedenkstätte montiert

Als die Stiftung Duisburg 24.7.2010 Anfang der Woche ihre neue Gedenktafel an der Gedenkstätte anbrachte, wurde gleichzeitig eine illegal von Unbekannten installierte schwarze Granitplatte entfernt.

Foto: Stiftung Duisburg 24.7.2010.

„Diese Gedenkstätte erinnert an die Katastrophe des Massenunglücks bei der Loveparade vom 24. Juli 2010. Am Nachmittag dieses Tages starben hier im Gedränge und der Panik 21 Menschen. Sie kamen aus Australien, China, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Spanien. Hunderte Andere erlitten körperliche und seelische Verletzungen.

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Duisburgs Stahlindustrie bietet erweiterte Dienstleistungen: Neue Adjustage in Beeckerwerth bearbeitet Brammen nach individuellen Kundenwünschen

Kundennutzen: Mit der neuen Anlage wurde bei thyssenkrupp in Duisburg das Dienstleistungs-Angebot für die Bezieher von Stahlprodukten erweitert. Auf insgesamt sechs sogenannten „Tischen“ können die Brammen exakt nach Kundenwunsch zugeschnitten werden. Durch die Möglichkeit der schnelleren Bearbeitung verbessert sich zudem die Lieferperformance. Foto: TKSE.

„Wir freuen uns, dass wir den Auftrag gewinnen konnten. Der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit thyssenkrupp Steel Europe ist ein gutes Beispiel für den starken Konzernverbund“, erklärt Timm Jesberg, Leiter Adjustage-Dienstleistungen. Zusammen mit seinem Team wird er in Zukunft bis zu 150.0000 Tonnen Brammen im Monat bearbeiten und auf die gewünschten Maße zuschneiden. Darüber hinaus unterstützt thyssenkrupp MillServices & Systems das Stahlwerk in der Logistikkette – vom Lagermanagement über die Disposition bis hin zum Transport an den Endkunden.

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Museum Küppersmühle in Duisburg präsentiert David Schnells „Fenster“

Landschaften und Räume:
Perspektiven von mit Blick in die Tiefe

Von Petra Grünendahl

Pressegespräch vor dem Bild „Palais“ (2017): Kuratorin Eva Müller-Remmert, der Künstler David Schnell und MKM-Museumsdirektor Walter Smerling. Foto: Petra Grünendahl.

Seine überwiegend großformatigen Räume oder Landschaften saugen den Blick des Betrachters förmlich an, richten ihn in die Ferne. Von oben und seitlich kommend scheinen Objekte den Blick in die Ferne abfangen zu wollen. Erst der längere Blick ins Bild offenbart die Räume und Landschaften dahinter, die umso deutlicher werden je mehr der Blick ins Bild hinein geht: Vom Abstrakten in den Realismus der Räume und Landschaften. „Ich habe eine sehr große Affinität zu Landschaften, fand es schon immer faszinierend, mich durch die Landschaft zu bewegen“, erklärte David Schnell. Perspektive, der Raum und seine Darstellung interessierten ihn: „Ich beschäftige mich intensiv damit.“

David Schnells BIld „Fenster“ (2016/17) gab der Ausstellung ihren Namen. Foto: Petra Grünendahl.

Mit dem Titel „Fenster“ gab eines seiner neueren Bilder der Ausstellung von David Schnell (*1971) im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst (MKM) ihren Namen. Der in Bergisch Gladbach geborene Künstler war 1995 zum Studium der Malerei nach Leipzig gegangen, wo er bis heute lebt und arbeitet. Als Maler und Grafiker der „Neuen Leipziger Schule“ ist er besonders für seine großformatigen Leinwandarbeiten bekannt geworden. Insgesamt 60 Werke aus den letzten zehn Jahren seines Schaffens hat Kuratorin Eva Müller-Remmert in Zusammenarbeit mit dem Künstler zusammen getragen. 44 Leinwandarbeiten sowie 16 Radierungen zeigt die erste große Museumsausstellung des Künstlers in dieser Region. Zahlreiche Arbeiten stammen von Sammlern, die sie für die Ausstellung als Leihgaben zur Verfügung stellten. Fünf seiner neuen Arbeiten sind – inspiriert von den weitläufigen hohen Wechselausstellungsräumen dem MKM – extra für diese Ausstellung entstanden. Die Sonderausstellung in den Erdgeschossräumen des MKM im Innenhafen öffnet am 9. März ab 19 Uhr ihre Pforten. Finanziell unterstützt hat die Sonderausstellung die Sparkasse Duisburg.

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Portsmouthplatz: „Mercator One“ entsteht vor dem Hauptbahnhof Duisburg

Mercator One, Ansicht Hauptbahnhof. Visualisierugn: Stadt Duisburg.

Die Bebauung der 2.000 m² großen Fläche am Portsmouthplatz zwischen Königstraße, neuer Mercatorstraße und Hauptbahnhof ist Zielsetzung der Erneuerung des Hauptbahnhofumfeldes und geht auf den Masterplan für die Innenstadt des Büros Foster zurück. Vor allem die stadträumliche Fassung des neugestalteten Portsmouthplatzes durch einen architektonisch hochwertigen Neubau stand im Vordergrund des Bieterverfahrens und der Jurybewertung.
 
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Infinita: Maskentheater mit der Familie Flöz begeisterte im Theater Duisburg

Das Spiel mit der Endlichkeit des Lebens
Von Petra Grünendahl

Familie Flöz mit "Infinita". Foto: Simona Fossi.

Familie Flöz mit „Infinita“. Foto: Simona Fossi.

Der Strampelanzug und die Maske mit den kindlichen Gesichtszügen verraten das Kleinkind. Es sitzt im Laufstall mit seiner Puppe. Ein kleines Mädchen kommt und nimmt ihm die Puppe weg. Mit zwei weiteren Kleinkindern entspinnt sich ein Kampf um die Puppe und die Macht im Kinderzimmer. Fasziniert stellt der Beobachter fest, wie authentisch die Gestik und die Bewegungen der „lieben Kleinen“ sind. Der Anfang des Lebens. Szenenwechsel: Ein Altersheim. Ein paar ältere Herren terrorisieren die Pflegerin, die kaum mit ihnen klar kommt. Gebrechlichkeit, Boshaftigkeit und immer wieder die Flucht in den Schwung ihres früheren Lebens. Erinnerungen bestimmen ihr Leben, welches nicht so unendlich ist, wie es der Titel des Stücks (infinita = unendlich) suggeriert. Ein Szenenwechsel zurück ins Kinderzimmer, immer wieder einen Bogen schlagend zwischen dem Anfang und dem Ende des Lebens.

Familie Flöz mit "Infinita". Foto: Simona Fossi.

Familie Flöz mit „Infinita“. Foto: Simona Fossi.

Publikumsliebling Familie Flöz gastierte mit „Infinita“, einem Stück über die Endlichkeit des Lebens, im Theater Duisburg. Ganz ohne Worte sprach Familie Flöz im gut besuchten Theater ihr Publikum an, welches die gelungene Aufführung immer wieder mit Lachern und Szenenapplaus quittierte. Minutenlanger Schlussapplaus belohnte die hervorragenden Akteure bei ihrem dritten von sechs Duisburger Gastspielen in dieser Spielzeit. Die „Familie Flöz“ sind ein Ensemble von vier Männern: Björn Leese, Benjamin Reber, Hajo Schüler und Michael Vogel. Sie schlüpfen in Kostüme und unter die Masken verschiedenster Charaktere und erwecken diese mittels Gestik und Bewegungen zum Leben. Sprache oder Mimik gibt es nicht, neben Gestik und Aktionen der Figuren bestimmt Musik den Lauf der Handlung. Vieles reizt zum Lachen, spiegelt aber das Leben – zugespitzt auf die witzigen Extreme – von der Geburt bis zum Tod.

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Impulse für Wachstum und Beschäftigung: Masterplan Wirtschaft stärkt Duisburg

Vorstellung des Masterplans in der InnovationsFabrik: (v. l.) Wolfgang Schmitz und Heinz Lison (Unternehmerverband), Oberbürgermeister Sören Link und Dr. Stefan Dietzfelbinger (Niederrheinische IHK). Foto: Unternehmerverband Duisburg.

Vorstellung des Masterplans in der InnovationsFabrik: (v. l.) Wolfgang Schmitz und Heinz Lison (Unternehmerverband), Oberbürgermeister Sören Link und Dr. Stefan Dietzfelbinger (Niederrheinische IHK). Foto: Unternehmerverband Duisburg.

„Mit einem dicken Ausrufungszeichen präsentieren wir heute den Masterplan Wirtschaft für Duisburg, weil es mit dem Masterplan gelingen kann, in Duisburg wieder Wachstum und Beschäftigung in den Mittelpunkt zu stellen“, so Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes, bei der Vorstellung des Masterplans. Lison unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass die Arbeitslosigkeit in Duisburg über doppelt so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt.“ Der Strukturwandel tauge als Erklärung nur noch bedingt. Duisburg müsse endlich seine Chancen, die in einer „strategisch einmaligen Lage“ im Zentrum der Rhein-Ruhr-Region lägen, konsequent nutzen. Diesen Vorteil gelte es auch in der Außendarstellung zu betonen und konsequent in der städtischen Kommunikation und im Marketing einzusetzen.

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Deutsche Oper am Rhein: Familienoper „Wo die wilden Kerle wohnen“ begeisterte im Theater Duisburg

Wie sich Max als König der wilden Kerle austobt
Von Petra Grünendahl

Lavinia Dames (Max), Daniel Djambazian (Hahnkerl), Ensemble. Foto: Hans Jörg Michel.

Lavinia Dames (Max), Daniel Djambazian (Hahnkerl), Ensemble. Foto: Hans Jörg Michel.

Die Eltern (Felicitias Brunke und Lukasz Konieczny) haben die Verwandtschaft in ihr feudales Haus eingeladen, Sohn Max (Lavinia Dames) ist oben in seinem Zimmer spielen. Er tobt durch sein Zimmer: Sein uneingeschränktes Reich, in dem er zuweilen seine Stofftiere malträtiert. Sein Toben bleibt den Eltern und Gästen im Esszimmer nicht verborgen, der wackelnde Kronleuchter spricht für sich: Die Mutter geht hoch, schimpft ihn aus und schickt ihn ohne Abendessen ins Bett. Dort macht sich der wütende Junge auf die Reise in eine Welt seltsamer Kreaturen, währenddessen sich unten im Esszimmer seine Eltern, Onkel und Großmutter in tierähnliche Wesen verwandeln. Zusammen mit seinem mittlerweile lebendig gewordenen Stoffaffen (Joschka Hinrichs) geht er zu den seltsamen Wesen. Dort kann er spielen und toben, wie es ihm gefällt, die „wilden Kerle“ machen den Jungen zu ihrem König, mit einer Suppenschüssel als Krone und einem Schöpflöffel als Zepter. Als er völlig ausgepowert ist von der ganzen Toberei und die Nase voll hat, schickt er die „wilden Kerle“ ins Bett. Er will nicht mehr: Er hat Hunger und Sehnsucht nach seiner Mutter. Er legt seinen Stoffaffen in die Spielzeugkiste und geht ins Bett. Als er aufwacht, findet er seine Familie im Esszimmer vor – und einen Teller mit seiner Lieblingssuppe auf dem Tisch.

VORNE Norbert Kaulhausen (Butler), Lavinia Dames (Max), Felicitas Brunke (Mutter/Tzippie) HINTEN Sebastià Peris (Hornkerl), Peter Aisher (Bart- und Ziegenkerl). Foto: Hans Jörg Michel.

VORNE Norbert Kaulhausen (Butler), Lavinia Dames (Max), Felicitas Brunke (Mutter/Tzippie) HINTEN Sebastià Peris (Hornkerl), Peter Aisher (Bart- und Ziegenkerl). Foto: Hans Jörg Michel.

In einem Bilderbuch schickte der amerikanische Kinderbuchillustrator und Autor Maurice Sendak 1928-2012) Max 1962 auf die abenteuerliche Reise. „Wo die wilden Kerle wohnen“ feierte in einer Inszenierung von Philipp Westerbarkei seine Premiere als die diesjährige Familienoper der Deutschen Oper am Rhein. Oliver Knussen (*1952) komponierte Anfang der 1980er-Jahre aus dem Bilderbuch diese Oper, Weiterlesen

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Loveparade-Zivilverfahren: Neue Verhandlungstermine angesetzt

justiz_rgbZwei neue Verhandlungstermine
Am 8. März 2017 verhandelt die 3. Zivilkammer über die Klage eines 46jährigen Mannes aus Duisburg. Der Termin war zunächst für den 5. Oktober 2016 vorgesehen, musste aber verlegt werden (Az. 3 O 389/14, siehe hier).

Am 29. März 2017 verhandelt die 10. Zivilkammer erneut die Klage einer 49 Jahre alten Frau aus Essen. Der erste Termin hatte am 11.05.2016 stattgefunden (Az. 10 O 344/14, siehe hier).

In beiden Fällen ist das persönliche Erscheinen der Kläger nicht angeordnet und eine Beweisaufnahme nicht vorgesehen.

Klageabweisendes Urteil der 8. Zivilkammer
Mit Urteil vom 23.02.2017 hat die 8. Zivilkammer des Landgerichts die Klage eines 28jährigen Mannes aus Herne (siehe hier) abgewiesen. Dabei ist die Kammer der Frage, wie es zu den tragischen Ereignissen am 24. Juli 2010 kommen konnte, nicht nachgegangen. Denn selbst wenn die Beklagten hierfür die Verantwortung tragen müssten, hätte der Kläger nach Auffassung des Gerichts keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Die Kammer hat bei der rechtlichen Würdigung Bezug auf die Entscheidung über die Klage eines Feuerwehrmanns genommen, über die die Kammer im September 2015 entschieden hatte. Grund für die Klageabweisung sei wie damals insbesondere, dass grundsätzlich nur der unmittelbar Verletzte Ansprüche auf Schadensersatz habe (siehe hier). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Kläger kann Berufung zum Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen (Az. 8 O 344/14).

Aktueller Verfahrensbestand
Derzeit sind noch sechs Klagen auf Schadensersatz und Schmerzensgeld im Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen der Loveparade 2010 anhängig. Anträge auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe stehen nicht mehr zur Entscheidung an.

– Presseinformation des Landgerichts Duisburg –

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Neue Kaimauer: DeltaPort feiert ersten Rammschlag im Rhein-Lippe-Hafen Wesel

Ausbau des ehemaligen Ölhafen zum Universalhafen
Von Petra Grünendahl

Vision: so soll der Rhein-Lippe-Hafen bald aussehen. Foto: Petra Grünendahl.

Vision: so soll der Rhein-Lippe-Hafen bald aussehen. Foto: Petra Grünendahl.

Neue Kaimauer: DeltaPort feiert ersten Rammschlag im Rhein-Lippe-Hafen Wesel„In Zeiten immer knapper werdender Gewerbeflächen können wir uns glücklich schätzen, hier noch Flächen mit Wasseranbindung für hafenaffine Gewerbe- und Industriebetriebe verfügbar zu haben“, erklärte Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. 1957 war der heutige Rhein-Lippe-Hafen als Ölhafen angelegt worden, mit dem Bau einer 300 Meter langen Kaimauer will sich der Hafenverbund DeltaPort hier mit einem weiteren Universalhafen zukunftssicher aufstellen. Die Bürgermeisterin lobte die gute interkommunale Zusammenarbeit, die zur Gründung von DeltaPort und der gemeinsamen Vermarktung von Flächen in den Häfen der Städte Wesel und Voerde geführt hatte.

Den ersten symbolischen Rammschlag für die neue Kaimauer am Rhein-Lippe-Hafen in Wesel begleiteten Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammen mit Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG. Anteilseigner am Hafenverbund DeltaPort sind die Städte Wesel und Voerde, auf deren Stadtgebiet die drei Häfen liegen, sowie der Kreis Wesel. Neben dem Rhein-Lippe-Hafen zählen der Stadthafen Wesel sowie der Hafen Emmelsum in Voerde zum Hafenverbund. Die Weseler Firma Hülskens Wasserbau, die schon am Bau des Ölhafens beteiligt war, hat im Februar mit den Bauarbeiten begonnen. Im ersten Bauabschnitt entstehen 150 Meter Kaimauer, die vom anliegenden Schwerlastgüter-Transporteur Hegmann Transit genutzt werden. In einem zweiten Bauabschnitt wird die Kaimauer am Nordrand des Hafenbeckens um 150 Meter erweitert. Dem Abschluss der Bauarbeiten sieht man für Dezember dieses Jahres entgegen.

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Deutsche Oper am Rhein: Premiere der Familienoper „Wo die Wilden Kerle wohnen“ am Freitag, 3. März

Max will doch nur spielen
Von Petra Grünendahl

Pressegespräch vor der Premiere von „Wo die wilden Kerle wohnen“ (v. l.): Regisseur Philipp Westerbarkei und Tatjana Ivschina, verantwortlich für Bühnenbild und Kostüme. Foto: Petra Grünendahl.

Pressegespräch vor der Premiere von „Wo die wilden Kerle wohnen“ (v. l.): Regisseur Philipp Westerbarkei und Tatjana Ivschina, verantwortlich für Bühnenbild und Kostüme. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Komposition ist extrem anspruchvoll und fordert den Sängern viel ab“, erklärte Regisseur Philipp Westerbarkei. Die Familienoper auf Grundlage eines Bilderbuchs mit 333 Wörtern war auch für den Regisseur in Zusammenarbeit mit Tatjana Ivschina, die für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich zeichnet, eine Herausforderung. In einem Ambiente des 19. Jahrhunderts startet Max (Lavinia Dames) nach einem Streit mit seiner Mutter (Felicitas Brunke) eine abenteuerliche Reise. In der Buchvorlage sind mehr Szenenzeichnungen als Texte vorgegeben waren, die wiederum der Regisseur nicht nur in Bildern, sondern auch in Handlung auf die Bühne bringen musste. Ein Streit mit seiner Mutter lässt Max in eine Fantasiewelt flüchten, um den „blöden“ Erwachsenen zu entkommen. Dort findet er die „wilden Kerle“ – seltsame Wesen, die irgendwie den Mitgliedern seiner Familie ähneln. Max, sonst nur in seinem Kinderzimmer uneingeschränkter Herrscher, wird ihr König. Die kindliche Anarchie, die er an seinen Stofftieren auslebt, bekommen jetzt „menschlichenähnliche“ Kreaturen zu spüren. Er bekommt Heimweh, doch die wilden Kerle wollen ihn nicht ziehen lassen …

Pressegespräch vor der Premiere von „Wo die wilden Kerle wohnen“ (v. l.): Tatjana Ivschina, verantwortlich für Bühnenbild und Kostüme, und Regisseur Philipp Westerbarkei. Foto: Petra Grünendahl.

Pressegespräch vor der Premiere von „Wo die wilden Kerle wohnen“ (v. l.): Tatjana Ivschina, verantwortlich für Bühnenbild und Kostüme, und Regisseur Philipp Westerbarkei. Foto: Petra Grünendahl.

Mit „Wo die wilden Kerle wohnen“ feiert mittlerweile die achte Familienoper der Deutschen Oper am Rhein seit 2009 ihre Premiere im Theater Duisburg: Am Freitag, 3. März, um 11 Uhr startet das neue Stück für Kinder ab 6 Jahren und ein Klassiker der Familienoper des 20. Jahrhunderts auf der großen Bühne am Opernplatz. Oliver Knussens fantastische Oper nach der gleichnamigen Vorlage von Maurice Sendak, der auch das Libretto schrieb, führt den kleinen Max auf eine Traumreise ins Reich der Fantasie. Dort begegnet er den „wilden Kerlen“ – seltsamen Kreaturen, mit denen Max die ungeheuerlichsten Abenteuer erlebt.

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Logistik-Konferenz in Duisburg: Nutzung von LNG in der Binnenschifffahrt

Experten gaben Einblicke in Entwicklungen, Erfahrungen und Erfolge
Von Petra Grünendahl

Das Binnenschiff gilt als umweltfreundlicher Verkehrsträger. Sein Schadstoffausstoß ist in Relation zur transportierten Menge an Gütern geringer als anderswo. Mit LNG (flüssigem Erdgas) steht hier ein Energieträger zur Verfügung, der Abgasemissionen weiter mindert und zumindest stellenweise Dieselkraftstoff ersetzen kann. In Deutschland ebenso wie in der EU gibt es erste Projekte in Anlauf oder Planung, die den Gütertransport mit Erdgas ermöglichen. Entsprechende Projekte stellten Vertreter von Häfen, Energielieferanten, Feuerwehr und Sicherheitsdienstleister sowie von Verwaltungen in Land, Bund und EU-Kommission bei einer Konferenz vor.

Die Güterschiffen GreenStream und Green Rhine sind auf dem Rhein mit LNG unterwegs.

Die Güterschiffen GreenStream und Green Rhine sind auf dem Rhein mit LNG unterwegs.

Als Binnenschifffahrtsland Nr. 1 hat Nordrhein-Westfalen ein besonderes Interesse an der Nutzung umweltfreundlicher Transportmittel, wie die Konferenz „Nutzung von LNG in der Binnenschifffahrt“ zeigte. Gastgeber in der Mercatorhalle war das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV), die Referenten zu verschiedenen Projekten Entwicklungen und Erfahrungen aufzeigen ließ. Auch in NRW ist geplant, in Häfen am Rhein und im Kanalnetz Bunker- und Verteilstationen für den umweltfreundlichen Kraftstoff zu errichten. Woanders ist man da schon weiter: Von den Häfen in Rotterdam, Mannheim und Emden berichteten Vertreter über die Realisierung ihrer Projekte und worauf dabei besonderes Augenmerk zu richten war.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein: Imperials Markenstrategie in der Logistik

Eine starke Dachmarke: Alle unter einen Hut
Von Petra Grünendahl

Prof. Dr. Rembert Horstmann, Marketingleiter der Imperial Logistics International, lehrt als Honorarprofessor an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn. Foto: Imperial.

Prof. Dr. Rembert Horstmann, Marketingleiter der Imperial Logistics International, lehrt als Honorarprofessor an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn. Foto: Imperial.


„Wir waren ‚Firmenjäger’ und haben Unternehmen aufgekauft, die auf ihrem Gebiet in der Logistik Spezialisten waren“, erklärte Prof. Dr. Rembert Horstmann, Marketingleiter der Imperial International Logistics. Zu diesen Zukäufen gehörte 2011 auch die Lehnkering GmbH, die im Duisburger Innenhafen ansässig ist. Vor gut drei Jahren begann Imperial für seine vielen Töchter mit ihren alten Markennamen ein „Re-Branding“, um alle Logistik-Aktivitäten unter einen Markennamen zusammen zu fassen. Der alte Lehnkering-Speicher heißt heute Kontorhaus, die Firmenlogos und Schriftzüge weisen die immer noch eigenständige Tochter als „Imperial Chemical Logistics GmbH“ aus. Zwar sind aus alten Leasing-Verträgen noch Lkw mit Lehnkering-Schriftzug auf den Straßen unterwegs: „Sie umzuflaggen hätte unnötig Geld verbrannt“, so Horstmann. Mit neuen Leasing-Verträgen kommen nach und nach die Lkw mit Imperial-Schriftzug.

Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein hatte seine Mitglieder zum Thema „Markenführung in der Logistik“ eingeladen: Prof. Dr. Rembert Horstmann, Marketingleiter der in Duisburg ansässigen Imperial Logistics International, informierte über das Re-Branding des Konzerns in Europa. Horstmann lehrt auch als Honorarprofessor an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn. Die deutsche Hauptniederlassung der europäischen Imperial Logistics International B. V. sitzt in Ruhrort, Konzernmutter ist die Imperial Holding in Süd-Afrika. Mehrere Tochterunternehmen sind ebenfalls in Duisburg beheimatet. Imperial kümmert sich mit seinen jeweils spezialisierten Tochterunternehmen um die Logistik in den Bereichen Automobil, Maschinen- und Anlagenbau, Stahl, Chemie sowie Einzelhandels- und Konsumgüter.

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Duisburg Helau: Karnevalistische Hafenrundfahrt auf der Karl Jarres

Gute Stimmung an Board: Markus Bangen, Vorstandsmitglied der Duisburger Hafen AG (2. Reihe, 4. v. l.), empfing Prinz Mark I. samt Kinderprinzenpaar und Gefolge bei Sonnenschein auf der Karl Jarres. Foto duisport.

Gute Stimmung an Board: Markus Bangen, Vorstandsmitglied der Duisburger Hafen AG (2. Reihe, 4. v. l.), empfing Prinz Mark I. samt Kinderprinzenpaar und Gefolge bei Sonnenschein auf der Karl Jarres. Foto duisport.

Eine geballte Karnevalspower empfing Markus Bangen, Vorstandsmitglied der Duisburger Hafen AG (duisport), auf dem Konferenzschiff „Karl Jarres“. An Bord schunkelten mit ausgelassenem Helau Prinz Mark I., das Kinderprinzenpaar Dustin I. und Nina I., Michael Jansen, Präsident des Hauptausschuss Duisburger Karneval sowie der Vorstand der KG Weiß-Grün Ruhrort. Bereits seit Anfang der 1950er Jahre lädt die Duisburger Hafen AG jedes Jahr den Duisburger Prinzen samt Gefolge zur karnevalistischen Rundfahrt durch den Hafen ein.

– Pressemeldung und Foto: Duisburger Hafen AG –

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Museum Küppersmühle Duisburg: Evonik Jugendkunstpreis verliehen

Themen der Zeit in Kunst verpackt
Von Petra Grünendahl

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

„Die eingereichten Arbeiten sind mittlerweile nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Kunst, sondern vielmehr Reflektion über zeitgenössischen Themen, über Gesellschaft, Individualität und Vielfalt, über Welt und Politik“, fasste Moderatorin Katty Salié ihre Eindrücke zusammen. Kreativ loteten die Schüler der 20 Kunstkurse im Wettbewerb die Möglichkeiten unterschiedlicher Kunstformen aus: Von audio-visuellen oder Rauminstallationen über Skulpturen bis hin zu plastisch gestalteten Bildern oder Bildern mit plastischen Elementen, die bis in den Raum hineinreichen.

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Evonik Jugendkunstpreis 2016: Preisverleihung im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

450 Schüler aus ganz Deutschland, 1.000 Ideen, eine nicht zu beziffernde Menge an neuen Eindrücken und insgesamt 8.000 Euro Preisgeld – das ist der Evonik Jugendkunstpreis im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg. Der Preis wird in diesem Jahr zum 16. Mal vergeben und seit 2014 durch das in Essen ansässige Spezialchemie-Unternehmen Evonik Industries ermöglicht. Auch im Jahr 2016 hatten wieder 20 Schulklassen die Chance zur Teilnahme am Wettbewerb, bei dem es um vieles geht: Um Neugierde, Inspiration, Teamwork, Organisationstalent, die Entwicklung neuer Ideen und die Freisetzung von Potenzialen – kurz: die Kreativität der Zukunft zu fördern. Alle 20 Teilnehmerklassen (Kunstkurse) waren bei der Preisverleihung dabei und erwarteten mit Spannung die Entscheidung der Jury. Ausgezeichnet wurden die drei besten Wettbewerbsbeiträge mit dem Evonik Jugendkunstpreis. Unabhängig davon werden alle Arbeiten mit einer gemeinsamen Museumsschau honoriert, die bis zum 19. Februar läuft. Die Verleihung des Evonik Jugendkunstpreises stellte gleichzeitig die Ausstellungseröffnung dar.

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Deutsche Oper am Rhein: Puccinis „Madama Butterfly“ begeisterte bei der Premiere im Theater Duisburg

Eine Japanische Tragödie im
Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen

Von Petra Grünendahl

Eduardo Aladrén (Pinkerton), Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Eduardo Aladrén (Pinkerton), Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Der amerikanische Leutnant Benjamin Franklin Pinkerton (Eduardo Aladrén) schließt mit Goro (Florian Simson), einem Makler und Heiratsvermittler, einen Vertrag, der ihm ein Haus und eine japanische Braut, das Geisha-Mädchen Cio-Cio-San (Liana Aleksanyan), für 999 Jahre zusichert. Diesen Vertrag kann er nach japanischem Recht jederzeit annullieren. Für ihn ist das Arrangement nur für die Dauer seiner Stationierung, das 15-jährige Mädchen hingegen glaubt an eine Verbindung nach amerikanischem Recht – also auf Dauer. Als er nach Amerika zurückkehrt, lässt er sie mit ihrer Dienerin Suzuki (Maria Kataeva) in dem Haus zurück. Obwohl am Ende des ersten Aktes buchstäblich ihre Welt zusammen bricht, glaubt sie fest an seine Rückkehr. Nachdem sie von ihrer Familie verstoßen worden ist, entehrt, weil sie von ihrem Mann verlassen und mit dem Kind des Amerikaners (Sarah Bock) zurück geblieben ist, ist diese Hoffnung alles, was sie aufrecht hält: Ihre Hoffnung und das Kind als Zeichen der Zusammengehörigkeit.

Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San). Foto: Hans Jörg Michel.

Liana Aleksanyan (Cio-Cio-San). Foto: Hans Jörg Michel.

Ihre Premiere feierte im Theater Duisburg nicht die Urfassung von Giacomo Puccinis (1858-1924) Oper „Madama Butterfly“ (als Zweiakter 1904 in der Mailänder Scala uraufgeführt), sondern die wenig später in Brescia uraufgeführte dreiaktige Fassung. Zu seiner Tragödie in drei Akten inspirierte Puccini das gleichnamige Theaterstück von David Belasco, welches wiederum auf der Erzählung von John Luther Long sowie dem Roman „Madama Chrysanthème“ von Pierre Loti basiert. Für den Operntext (Libretto) zeichnen Giuseppe Giacosa und Luigi Illica verantwortlich. Die Geschichte der „Madama Butterfly“ geht wohl auf einen historischen Fall in Nagasaki zurück, wo die Oper auch spielt, allerdings sind viele ähnliche Fälle in Japan belegt. Weiterlesen

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Duisburger Freiheit: Designer Outlet Center am alten Güterbahnhof?

Eine Schnapsidee! – Der Kommentar
Von Petra Grünendahl

Gelände vom Alten Güterbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.

Gelände vom Alten Güterbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.

Der Rat der Stadt Duisburg soll in einer Sondersitzung eine Änderung des Bebauungsplanes für den alten Güterbahnhof beschließen. Anstelle der geplanten Möbelhäuser auf dem Gelände von Kurt Krieger soll dort nun ein Designer Outlet Center entstehen: Das Größte in Deutschland soll es werden, mit einer Verkaufsfläche von 30.000 Quadratmetern und etwa 175 Läden. Hier sollen nun per Herstellerdirektverkauf Markenartikel von Designer-Labeln zu reduzierten Preisen an den Mann – oder wohl mehr an die Frau – gebracht werden.

Da entscheidet also ein Stadtrat, besetzt mit Leuten, von denen bestimmt über 90 Prozent noch nie in einem Designer Outlet Center shoppen waren – zum Beispiel in Roermond oder Maasmechelen Village, um hier nur die nächsten erreichbaren zu nennen. Sie entscheiden aufgrund einer Beschlussvorlage der Verwaltung und Versprechungen, die ihnen Investoren machen. Geschenkt: Das hatten wir doch alles schon mal! Die Idee eines großflächigen, um nicht zu sagen überdimensionierten Textileinzelhandels wird auch nicht besser dafür, dass sie jetzt an anderer Stelle neu aufgekocht wird, wo nicht für Parkplätze Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden.

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Publikum im Theater Duisburg feierte Chor und Orchester bei Festkonzert: 30 Jahre Universitätschor

Wahrlich keine bösen Geister
Von Petra Grünendahl

Schauspieler Linus Schutz als Zauberlehrling. Foto: Petra Grünendahl.

Schauspieler Linus Schutz als Zauberlehrling. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Geister, die ich rief, die werd’ ich nun nicht los“, verzwiefelte Sprecher Linus Schütz. Goethes Ballade vom Zauberlehrling hatte ihren Reiz, auch wenn man sie schon lange nicht mehr auswendig kann: ein Deja-vu, das doch die eine oder andere Zeile ins Gedächtnis rief. Den dichterisch-schauspielerischen Einschub umgaben phantastische Kompositionen, die ein hervorragendes Universitätsorchester zusammen mit dem Universitätschor mit viel Können und noch mehr Leidenschaft erklingen ließ. Musikalisch anspruchsvoll – auch für das Publikum – boten die Musiker und Sänger eine Vorstellung wie aus einem Guss. Wie viele Mühen in der Erarbeitung der Stücke gesteckt haben muss, blieb dem Publikum angesichts einer herausragenden Vorstellung verborgen.

Festkonzert der Universität Duisburg-Essen. Foto: Petra Grünendahl.

Festkonzert der Universität Duisburg-Essen. Foto: Petra Grünendahl.

Zum traditionellen Festkonzert zum Semesterabschluss hatte die Universität Duisburg-Essen eingeladen – in diesem Jahr mit einem besonderem Anlass: dem 30-jährigen Chorjubiläum. Seit dem Zusammenschluss der beiden Universitäten 2003 findet die Festkonzert-Premiere im Theater Duisburg statt, vor der Aufführung in Essens Philharmonie. „Das Publikum wird in Duisburg jedes Jahr größer“, merkte Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen (UDE), zur Begrüßung erfreut an. Noch ist das Theater Duisburg nicht – wie die Philharmonie Essen – in jedem Jahr ausverkauft. Was nicht an der musikalischen Qualität liegen kann: Dass die hochanspruchsvollen Stücke von einem Laienorchester gespielt werden, hört und glaubt man nicht! „Wir haben zwar keine Fakultät, aber Musik wird bei uns sehr groß geschrieben“, so der Universitäts-Rektor. Die minutenlangen stehenden Ovationen eines begeisterten Publikums zum Abschluss des Konzerts hatten ihre volle Berechtigung.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informierte sich über Business in China

Neue Seidenstraße als Weg zum
wirtschaftlichen Erfolg auch in Duisburg

Von Petra Grünendahl

Ex-MdB Johannes Pflug, offizieller China-Beauftragter der Stadt Duisburg und Präsident des China-Business-Network. Foto: Petra Grünendahl.

Ex-MdB Johannes Pflug, offizieller China-Beauftragter der Stadt Duisburg und Präsident des China-Business-Network. Foto: Petra Grünendahl.

„Mittlerweile fahren zehn Züge pro Woche von China nach Duisburg, aber sie sollten nicht leer wieder zurückfahren“, erklärte Johannes Pflug, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und offizieller China-Beauftragter der Stadt Duisburg, der die „neue Seidenstraße“ auch gerne in Richtung Asien genutzt sehen möchte. Chinesen wollten in Deutschland wirtschaftlich Fuß fassen, auch mit Produktion und Entwicklung: „Dies sollte aber keine Einbahnstraße sein, sondern auf Augenhöhe geschehen“, so Pflug. Gute Chancen sehe er hier besonders für Duisburg, das schon sehr intensive Geschäftskontakte nach China pflegt. Aber als Industriestandort – und darüber hinaus mit seiner Lage mitten in Europa – hat Duisburg natürlich viel auch an Know-how zu bieten. Nicht nur der Hafen, auch die Stadt sind sehr um gute Kontakte ins Reich der Mitte bemüht. „Im letzten und vorletzten Jahr waren Delegationen aus Duisburg in China, um dort Kontakte für die lokale Wirtschaft zu knüpfen.“ Die chinesische Regierung unter Staatspräsident Xi Jinping sei ebenfalls sehr an Geschäftsbeziehungen auch nach Deutschland interessiert, um der chinesischen Wirtschaft weiteres Wachstum zu ermöglichen.

Neujahrsempfang des Marketing-Clubs zum Thema China (v. l.): Ex-MdB Johannes Pflug, Club-Präsident Marco Pfotenhauer und Susanne Löhr vom Konfuzius-Institut. Foto: Petra Grünendahl.

Neujahrsempfang des Marketing-Clubs zum Thema China (v. l.): Ex-MdB Johannes Pflug, Club-Präsident Marco Pfotenhauer und Susanne Löhr vom Konfuzius-Institut. Foto: Petra Grünendahl.

Zum Neujahrsempfang hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein seine Mitglieder in das Restaurant Küppersmühle eingeladen. Geschäftsverbindungen nach China als Thema des Abends fand auch bei den Marketing-Fachleuten ein interessiertes Publikum, dem die Gastrednern der Veranstaltung jede Menge Informationen und gute Tipps mit auf den Weg gebe konnten. Johannes Pflug, der auch Präsident des jüngst gegründeten China-Business-Network ist, und Susanne Löhr, Geschäftsführerin des Konfuzius-Institutes Metropole Ruhr, brachten aus ihren Arbeitsbereichen wertvolle Erfahrungen mit, wie aus einer künftig stärkeren Position Chinas auch Duisburger Unternehmen profitieren können.

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Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zeichnet Community-Tanzprojekt „Exile“ aus

Verständigung und Integration: Mit
„Tanzen für ein besseres Leben“ Brücken bauen

Von Petra Grünendahl

Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. Foto: Petra Grünendahl.

Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. Foto: Petra Grünendahl.

„Vielfalt prägt unsere Stadtgesellschaft: Duisburg begreift dies als Bereicherung, nicht als eine Bedrohung“, erklärte Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. „Kunst und Kultur bauen Brücken, schaffen Respekt und Verständigung“, begründete Schneider die diesjährige Ehrung. „Mit Tanz und Musik haben die Beteiligten eine Sprache gefunden, die weltweit verstanden wird“, so Kulturdezernent Thomas Krützberg als Laudator. Die Verständigung der Beteiligten sei nach den Aufführungen am 23. und 24. September letzten Jahres aber nicht abgerissen: „Vertiefte Kontakte zwischen den Mitwirkenden blieben: Das Kulturprojekt baute Brücken und führte Menschen zusammen, die bereit waren, offen aufeinander zuzugehen. Das wirkt bis heute nach.“

Preisverleihung des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage (v. l.): Bürgermeister Manfred Osenger DGB-Chefin, Angelika Wagner, Dr. Alred Wendel, Ulla Weltike, Superintendent Armin Schneider und Laudator Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Preisverleihung des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage (v. l.): Bürgermeister Manfred Osenger DGB-Chefin, Angelika Wagner, Dr. Alred Wendel, Ulla Weltike, Superintendent Armin Schneider und Laudator Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

Den Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage erhielt in diesem Jahr das Community-Tanzprojekt „Exile“. Angelika Wagner, als DGB-Vorsitzende Geschäftsführerin des Bündnisses, verlieh den Preis traditionell anlässlich des Holocaust-Gedenktages im Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde in Innenhafen. Den in Form einer ausgestreckten Hand gestaltete Preis bekamen symbolisch für alle Beteiligten Ulla Weltike, Tanzwerkstatt Duisburg, und Dr. Alfred Wendel, Generalintendant der Duisburger Philharmoniker, überreicht. Geehrt wurde damit wurde damit das Mitwirken vieler Ehrenamtlicher, die für ein friedliches und tolerantes Miteinander, für Verständigung und Integration unterschiedlicher Kulturen stehen.

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Sculpture 21st: Lehmbruck Museum Duisburg zeigt Danica Dakićs „Missing Sculpture“

Zuschauer ist gefordert: Individuelles Eintauchen
in Erinnerungen, Assoziationen und Gedanken

Von Petra Grünendahl

„Bitte suchen Sie sich ihren Weg in den Zwischenräumen der Bodenzeichnung“, steht auf dem Steinboden geschrieben, bevor die „Skulptur“ beginnt, die nicht wirklich plastisch sein will. Foto: Petra Grünendahl.

„Bitte suchen Sie sich ihren Weg in den Zwischenräumen der Bodenzeichnung“, steht auf dem Steinboden geschrieben, bevor die „Skulptur“ beginnt, die nicht wirklich plastisch sein will. Foto: Petra Grünendahl.

Sculpture 21 in der großen Glashalle: Danica Dakics Missing Sculpture. Foto: Petra Grünendahl,

Sculpture 21 in der großen Glashalle: Danica Dakics Missing Sculpture. Foto: Petra Grünendahl,

„Bitte suchen Sie sich ihren Weg in den Zwischenräumen der Bodenzeichnung“, steht auf dem Steinboden geschrieben, bevor die „Skulptur“ beginnt, die nicht wirklich plastisch sein will. Zitate aus einer Dankesrede von Joseph Beuys, 1986 im Lehmbruck Museum gehalten, sind mit Knochenleim und Kreidepigmenten auf den Boden aufgebracht. Aus sieben Lautsprechern erklingt eine Soundinstallation: Ein Sprecher (Philipp Heitmann) zitiert aus Briefen von Wilhelm Lehmbruck, Museumsbesucher berichten Eindrücke, Erlebnisse, Gedanken. Das Partizipationsprojekt „Missing Sculpture“ der in Düsseldorf lebenden Künstlerin Danica Dakić (*1962 in Sarajeva) nimmt die Geographie des Raumes auf und verbindet sie mit Gedanken, Erinnerungen von Menschen. Das Werk ist seine Entstehung, der Austausch unterschiedlicher Menschen, deren Ergebnisse nun vor dem Betrachter und Zuhörer liegen: Bereit von ihm erkundet zu werden, mit eigenen Eindrücken und Empfindungen gefüllt zu werden. Ein Kunstwerk, welches sich seinem Publikum nicht gleich erschließt. Welches erobert werden will.

Pressefotograf und Künstlerin: Wie bekomme ich Danica Dakics Missing Sculpture auf ein Foto? Foto: Petra Grünendahl,

Pressefotograf und Künstlerin: Wie bekomme ich Danica Dakics Missing Sculpture auf ein Foto? Foto: Petra Grünendahl,

Das Lehmbruck Museum zeigt im Rahmen von Sculpture 21st Danica Dakićs „Missing Sculpture“ in der großen Glashalle zum Kantpark. Zu sehen ist von außen, aus dem Park heraus, allerdings praktisch nichts. Man muss das Werk begehen, vorsichtig zwischen den Textzeilen, damit diese nicht beschädigt werden. Die Texte auf dem Boden ebenso auf sich wirken lassen wie die Klänge und Stimmen aus den sieben Lautsprechern, die außen an den großen Glasfronten installiert sind. Kuratiert wurde die Ausstellung von Ronja Friedrich, die das gesamt Projekt von den ersten Ideen der Künstlerin im Haus bis hin zur Realisierung betreut hatte. Weiterlesen

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Festkonzert der Universität Duisburg-Essen: 30 Jahre Universitätschor

Von der Walpurgisnacht über den Zauberlehrling, der die Geister rief, bis hin zur dämonischen Filmmusik
Von Petra Grünendahl

Stellten das Festkonzert der Universität Duisburg-Essen im Foyer des Theaters vor (v. l.): Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg, Orchester-Dirigent Oliver Leo Schmidt, Prof. Dr. Eberhard Passarge, Musikbeauftragter der UDE, und Swen Wagner, Sprecher des Universitätschores. Foto: Petra Grünendahl.

Stellten das Festkonzert der Universität Duisburg-Essen im Foyer des Theaters vor (v. l.): Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg, Orchester-Dirigent Oliver Leo Schmidt, Prof. Dr. Eberhard Passarge, Musikbeauftragter der UDE, und Swen Wagner, Sprecher des Universitätschores. Foto: Petra Grünendahl.

„Ich bin ja nicht so für Motto-Konzerte, aber es ein schönes Programm geworden und passt gut zusammen“, erklärte Orchester-Dirigent Prof. Oliver Leo Schmidt. Gemeinsam mit Chor-Dirigent Hermann Kruse hatte er das Festkonzert 2017 zusammen gestellt. Zwei Stücke zur Walpurgisnacht – Modest Mussorgskis „Die Nacht auf dem kalten Berge“ und Felix Mendelssohn Bartholdys “Die erste Walpurgisnacht op. 60“ – umrahmen Goethes „Zauberlehrling“ als Ballade vertont von Paul Dukas und „Das Omen“, eine Suite von Jerry Goldsmith aus dem gleichnamigen Film. Modernes gepaart mit älterem und Klassikern, die sich auch mit Bezügen untereinander allesamt gut unter ein gemeinsames Motto fassen ließen.

„Von Hexen, Geistern und Dämonen“ heißt das diesjährige Festkonzert, welches das Universitätsorchester Duisburg-Essen traditionell zum Ende des Wintersemesters in Essen und seit der Fusion mit Duisburg auch im hiesigen Theater am König-Heinrich-Platz veranstaltet. Das Festkonzert 2017 gibt den Rahmen für das 30-jährige Jubiläum, welches der Universitätschor in diesem Jahr feiert. Dieses Jubiläum nahmen die beiden universitären Musik-Ensembles zum Anlass, wieder einmal ein gemeinsames Programm zu erarbeiten und aufzuführen. Unterstützt werden die Uni-Ensembles dabei vom Konzertchor Unna, von drei Solisten – Michael Siemon (Tenor), Rafael Bruck (Bariton) und Andrew Nolen (Bass-Bariton) –, die allesamt beim Theater Krefeld-Mönchengladbach engagiert sind, sowie als Spreche Linus Schütz, Absolvent der Folkwang-Universität der Künste und ab Februar am Schauspielhaus Bochum unter Vertrag.

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Neujahrsempfang der Niederrheinischen IHK in der Duisburger Mercatorhalle

Burkhard Landers mahnte, Entwicklungen
mit langfristigen Strategien zu verfolgen

Von Petra Grünendahl

Präsident Burkhard Landers beim IHK-Neujahrsempfang in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Präsident Burkhard Landers beim IHK-Neujahrsempfang in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

„Die aufkommende Diskussion über ein Factory Outlet Center auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ist kontraproduktiv“, warnte Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg Wesel Kleve, in seiner Begrüßung. Genau jenes Gelände habe man schon vor 10 Jahren für das damalige Multi-Casa-Projekt abschließend als nicht geeignet befunden. Ein solcher Standort schade der Duisburger City ebenso wie dem Handel im Umland. Die IHK empfehle, die vom Stadtrat vor einigen Jahren beschlossene Idee aufzugreifen, das Gelände als hochwertigen Bürostandort zu entwickeln. Landers: „Ich bin der festen Überzeugung: Dieses Konzept at gute Aussicht auf Erfolg, er braucht allerdings einen langen Atem.“ Der Duisburger Innenhafen zeige aber, dass sich eine langfristige Strategie bezahlt mache. Auch die Nähe zu Düsseldorf solle man stärker nutzen, würden doch dort sowohl Gewerbeflächen als auch das Wohnraumangebot langsam knapp.

IHK-Neujahrsempfang mit über 800 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

IHK-Neujahrsempfang mit über 800 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft in der Duisburger Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Traditionell hatte die Niederrheinische IHK zum Neujahrsempfang eingeladen – nach fünf Jahren „Abstinenz“ wieder in die Mercatorhalle. Mit dem Präsidenten des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, hatte man einen Redner für den Abend gewonnen, der sehr anschaulich seine Arbeit und die seiner eher kleinen Bonner Behörde mit 350 Mitarbeitern vermitteln konnte. Von der historischen Rückschau – 1933 soll es rund 2.000 Kartelle in Deutschland gegeben haben, ein fairer Wettbewerb war da nicht möglich – über die Gründung 1958 durch Ludwig Ehrhardt, der Wettbewerbspolitik als Eckpfeiler der sozialen Marktwirtschaft etablierte, bis hin zu den sich wandelnden Aufgaben und Herausforderungen, vor die Kartellamt und Wirtschaft gleichermaßen das Zeitalter der Digitalisierung stellt.

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Duisburg: Neues Beratungsbüro für Geflüchtete im DGB-Haus am Stapeltor

Perspektiven zur Arbeitsmarktintegration: Brücken bauen für beide Seiten
Von Petra Grünendahl

Pressegespräch zum neuen Beratungsbüro im DGB-Haus (v.l.): -	Detlev Schmidt (Geschäftsführer der ver.di-Tochter Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH, Düsseldorf), Reiner Siebert (Leiter des IvAF-Beratungsbüros Duisburg), DGB-Vorsitzende Angelika Wagner, Duisburg, und ver.di-Geschäftsführer Thomas Keuer, Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Pressegespräch zum neuen Beratungsbüro im DGB-Haus (v.l.): – Detlev Schmidt (Geschäftsführer der ver.di-Tochter Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH, Düsseldorf), Reiner Siebert (Leiter des IvAF-Beratungsbüros Duisburg), DGB-Vorsitzende Angelika Wagner, Duisburg, und ver.di-Geschäftsführer Thomas Keuer, Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

„Ein wichtiger Schritt zur Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft ist das Heranführen an den Arbeitsmarkt“, erklärte Angelika Wagner, DGB-Vorsitzende in Duisburg und Geschäftsführerin des DGB Niederrhein. Möglichst früh müssten die betroffenen Menschen Zugang zu Deutsch- und Integrationskursen sowie Praktika in Unternehmen bekommen, um beruflich Fuß fassen zu können, so Wagner. Reiner Siebert als Leiter der Beratungsstelle ist schon seit gut einem Jahr unterwegs, Geflüchtete in Flüchtlingswohnheimen oder an Sprachschulen auf das Projekt aufmerksam zu machen, welches vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ebenso gefördert wird wie vom Europäischen Sozialfonds für Deutschland. „Bislang haben wir uns in Cafés in der Nähe von Heimen oder Schulen zusammengesetzt, jetzt haben wir hier in Duisburg einen festen Anlaufpunkt geschaffen“, so Siebert.

Werden vom Beratungsbüro betreut (v. l.): -	Abdul Monem (Syrer), Hassan (Iraner), Nader (Syrer), Abdul Hakam (Syrer), Fadi (Syrer), Alirazi (Pakistani) unf Abdul Albaset (Syrer). Foto: Pertra Grünendahl.

Werden vom Beratungsbüro betreut (v. l.): – Abdul Monem (Syrer), Hassan (Iraner), Nader (Syrer), Abdul Hakam (Syrer), Fadi (Syrer), Alirazi (Pakistani) unf Abdul Albaset (Syrer). Foto: Pertra Grünendahl.

Angelika Wagner und Thomas Keuer, Geschäftsführer von ver.di Duisburg, stellten zusammen mit Reiner Siebert, Fachberater Bildung und Beruf, sowie Detlev Schmidt und Wolfram Gießler vom BiG Bildungsinstitut im Gesundheitswesen gGmbH, einer ver.di-Tochter und Träger des „In Coach“-Projekts, stellten das neue Beratungsbüro für Geflüchtete vor, das seit Jahresbeginn im DGB-Haus am Stapeltor seine Büroadresse hat. Das „In Coach“-Projekt ist Teil des bundesweiten Netzwerks zur beruflichen Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen (IvAF). Rede und Antwort standen auch Geflüchtete aus Syrien, Pakistan und dem Iran, die alle hier in Duisburg wohnen und sich hier – zum Teil mit ihren Familien – integrieren und heimisch werden wollen. Bis zu anderthalb Jahren sind sie schon in Deutschland, einen Deutschkurs besuchen sie seit rund sechs Monaten. Weiterlesen

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Deutsche Oper am Rhein: Wiederaufführung von Georges Bizets „Carmen“ begeisterte im Theater Duisburg

Von der Freiheit der Liebe
Von Petra Grünendahl

Sergej Khomov als Don José mit Morenike Fadayomi als Carmen. Foto: Hans Jörg Michel.

Sergej Khomov als Don José mit Morenike Fadayomi als Carmen. Foto: Hans Jörg Michel.

„Die Liebe ist ein Zigeunerkind*“, macht die Zigeunerin Carmen (Ramona Zaharia) in der Habanera gleich zu Beginn klar, wie sie über die Liebe und ihr Leben in Freiheit denkt. Liebschaften kostet sie aus, ihre Freiheit genießt sie in vollen Zügen, wie es sonst zu jener Zeit nur Männer durften. Diese liegen der exotischen Schönheit scharenweise zu Füßen, angefangen vom Sergeanten der Wache, Don José (Sergej Khomov), bis zum Leutnant Zuninga (Lukasz Konieczny). Micaela (Liana Aleksanyan, die hier kurzfristig für die erkrankte Luiza Fatyol eingesprungen war) überbringt Don José einen Brief seiner Mutter, die ihn bittet, nach Hause zu kommen und Micaela zu heiraten. Er verfällt aber der schönen Carmen. Als Don José der Zigeunerin die Flucht ermöglicht, wird er degradiert und eingesperrt. Sein Vorgesetzter Zuninga versucht nun selber sein Glück bei Carmen. Der aber macht auch der gerade eingetroffene Stierkämpfer Escamillo (Bogdan Baciu) schöne Augen. Obwohl Carmen zunächst mit Don José liebäugelt, verraten Duette wenig Einigkeit zwischen den beiden, während sie in einen Duett mit Escamillo ihr Herz wirklich verliert: Ein schönes Liebesduett von Zaharia und Baciu, die miteinander verheiratet sind.

Sergej Khomov als Don José mit Maria Kataeva als Carmen. Foto: Susanne Diesner.

Sergej Khomov als Don José mit Maria Kataeva als Carmen. Foto: Susanne Diesner.

Die Wiederaufführung von Georges Bizets (1818–1875) Oper „Carmen“ feierte ein begeistertes Publikum im nahezu voll besetzten Theater Duisburg – mit viel Szenenapplaus und einem minutenlangen Schlussapplaus. Bizet, der nur drei Monate nach der Uraufführung starb, durfte zwar 33 Aufführungen seiner „Carmen“ erleben – was mehr war, als seine Opern zuvor auf die Bühne brachten –, verschied aber in dem Glauben, nie eine erfolgreiche Oper komponiert zu haben: Weiterlesen

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Polizeichor Duisburg 1928 e. V. übergibt Weihnachtskonzert-Spende an Lebenshilfe

Spende hilft bei der Finanzierung des Erweiterungsbaus
Von Petra Grünendahl

„Unser Wunsch ist es, hier in Duisburg zu helfen“, erklärte Horst Fiedler, 2. Vorsitzender des Polizeichors Duisburg, bei der Übergabe der Spende der Weihnachtskonzerte 2016. Der Polizeichor-Vorstand konnte dem Vorstand der Lebenshilfe Duisburg um die Vorsitzende Dagmar Frochte die „aufgerundete“ Summe von 5.555 Euro überreichen: Die gespendeten Gelder der drei Weihnachtskonzerte im Dezember hatte der Polizeichor dabei – wie immer – ein wenig aus eigenen Mitteln aufgestockt.

Übergabe der Spenden vom Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg (v. l.): Raimund Vollmer (Mitglied des Vorstandes der Lebenshilfe Duisburg e. V.), Songül Kisin (Schatzmeisterin der Lebenshilfe Duisburg e. V.) und Vorstandsvorsitzende Dagmar Frochte mit den Vorständes des Polizeichors Duisburg 1928 e. V., Herbert Zachcial (Geschäftsführer), Lothar Herrmann (Schatzmeister) und Horst Fiedler (2. Vorsitzender). Foto: Petra Grünendahl.

Übergabe der Spenden vom Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg (v. l.): Raimund Vollmer (Mitglied des Vorstandes der Lebenshilfe Duisburg e. V.), Songül Kisin (Schatzmeisterin der Lebenshilfe Duisburg e. V.) und Vorstandsvorsitzende Dagmar Frochte mit den Vorständes des Polizeichors Duisburg 1928 e. V., Herbert Zachcial (Geschäftsführer), Lothar Herrmann (Schatzmeister) und Horst Fiedler (2. Vorsitzender). Foto: Petra Grünendahl.

Im Zweijahres-Rhythmus sammelt der Polizeichor Duisburg 1928 e. V. bei seinen Weihnachtskonzerten Spenden für einen wohltätigen Zweck im lokalen Umfeld. Gesammelt wurde in der Pause sowie nach dem Konzert. „Wir haben beim Konzert natürlich im Foyer der Mercatorhalle über unsere Arbeit informiert“, erzählte Dagmar Frochte. Dabei ergab sich auch eine größere Spende, die im Anschluss an das Konzert per Überweisung auf dem Konto der Lebenshilfe einging. „Der Spender gibt wohl jedes Jahr zu Weihnachten eine größere Summe an einen wohltätigen Zweck – und wir konnten ihn für die diesjährige Spende mit unserem Engagement überzeugen“, freute sich die Lebenshilfe-Vorsitzende.

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Homberg-Hochheide: Abrissarbeiten am ersten „Weißen Riesen“

Vorarbeiten zur Sprengung in vollem Gange
Von Petra Grünendahl

Vorbereitende Abrissarbeiten zur Sprengung des Weißen Riesen Friedrich-Ebert-Straße 10-16. Foto: Petra Grünendahl.

Vorbereitende Abrissarbeiten zur Sprengung des Weißen Riesen Friedrich-Ebert-Straße 10-16. Foto: Petra Grünendahl.

Treiben die Neugestaltung in Hochheide voran (v. l.): Rainer Bischoff, MdL, Baudezernent Carsten Tum, Oberbürgermeister Sören Link, Mahmut Özdemir, MdB, Christoph Weber, Geschäftsführer Immobilien-Managemant Duisburg, und Hans-Joachim Paschmann, Bezirksbürgermeister Homberg-Ruhrort-Baerl. Foto: Petra Grünendahl.

Treiben die Neugestaltung in Hochheide voran (v. l.): Rainer Bischoff, MdL, Baudezernent Carsten Tum, Oberbürgermeister Sören Link, Mahmut Özdemir, MdB, Christoph Weber, Geschäftsführer Immobilien-Managemant Duisburg, und Hans-Joachim Paschmann, Bezirksbürgermeister Homberg-Ruhrort-Baerl. Foto: Petra Grünendahl.

„Dass wir hier 20 Mio. Euro in die Neugestaltung stecken können, ist der guten Zusammenarbeit mit Land und Bund zu verdanken“, erklärte Oberbürgermeister Sören Link. Über ein neues Quartiersbüro im Stadtteil sollen auch die Bürger an der Neugestaltung der Flächen und Weiterentwicklung der Nachbarschaft beteiligt werden. Solche Termine machten ihm immer Spaß, erzählte Baudezernent Carsten Tum: „Hier wird an Veränderungen gearbeitet.“ Mit der Landesförderung aus dem Integrierten Handlungskonzept Hochheide (IHK) stehen der Stadt die nötigen Mittel zur Verfügung, die Sanierung von Hochheide zu gestalten, nachdem die leerstehenden Hochhäuser (immerhin 20 Stockwerke mit 320 bzw. 160 Wohnungen) schon seit langen ein Ärgernis im Stadtteil waren.

Ende November 2016 hatte die Abrissfirma Prangenberg & Zaum (P&Z) mit der Einzäunung der Baustelle am Grundstück Friedrich-Ebert-Straße 10-16 begonnen. Bis zur Sprengung im September oder Oktober dieses Jahres sind noch vorbereitende Arbeiten nötig, die Christoph Weber, Geschäftsführer Technik beim Immobilien-Management Duisburg (IMD), zusammen mit Mitarbeitern von P&Z in Anwesenheit des Oberbürgermeisters und des Baudezernenten erläuterte. Nach der Absicherung des Areals nach außen habe man mit der Entrümpelung der Wohnungen begonnen. „Mittlerweile haben wir hier zwei Baustellenbereiche: einen weißen und einen schwarzen“, erläuterte Weber. In den „schwarzen Bereichen“, die nach außen versiegelt sind, werden Schadstoffe entsorgt. Asbest steht ganz oben auf der Liste dessen, was vor einer Sprengung aus dem Gebäude entfernt werden muss, aber auch weitere gesundheitsgefährdende Stoffe: Dort darf nur mit entsprechender Schutzkleidung gearbeitet werden. Weiterlesen

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Geschichte der Binnenschiffer-Ausbildung in Duisburg: Buch von Hans-Günter Portmann

Von der Dorfschule zum Bildungszentrum:
Das Schiffer-Berufskolleg RHEIN in Homberg

Von Petra Grünendahl

Die 1892 in Ruhrort gegründete Stromschifferschule zog kurz nach der Jahrhundertwende in die Räume des Rathauses an der Dammstraße. Foto: Stadtarchiv Duisburg.

Die 1892 in Ruhrort gegründete Stromschifferschule zog kurz nach der Jahrhundertwende in die Räume des Rathauses an der Dammstraße. Foto: Stadtarchiv Duisburg.

Als sich im Zuge der Industrialisierung die Anforderungen an die Binnenschiffer erhöhten, entstanden die ersten deutschen Schifferschulen: Ab 1855 in Sachsen (Elbeschiffer-Fachschulen), später dann auch in Preußen. Mit der Schifferschule in Ruhrort entstand erst 1892 die erste Schifferschule im (damals noch preußischen) Rheinland. Unterrichtet hat man damals nur im Winter, wenn die Schifffahrt wegen Eisgang still lag. Die Ansprüche an eine Ausbildung waren berechtigt, vertraute man den Schiffern doch Werte in Form von Schiff und Ladung an, die man nicht verlieren wollte. Die Industrialisierung ließ den Wert von Schiffen und Ladung ebenso steigen wie den Schiffsverkehr. Die Schiffe wurden größer, Transporte anspruchsvoller. Sollten Binnenschiffer diesen wachsenden Ansprüchen gerecht werden können, musste man sie ausbilden: Diese Erkenntnis setzte sich Mitte des 19. Jahrhundert so weit durch, dass man begann, entsprechende Einrichtungen zu etablieren. Die Entwicklung der Binnenschifferausbildung in Duisburg ist dabei eingebettet in die Entwicklung der Schifferausbildung in Deutschland und Europa, aber natürlich auch an die Gegebenheiten am Rhein, an dem zu dieser Zeit noch die Preußen das Sagen hatten.

Den ehemaligen Schulleiter des Schiffer-Berufskollegs RHEIN in Duisburg-Homberg, Hans-Günter Portmann, hatte nach seiner Pensionierung die Binnenschifffahrt nicht losgelassen. Neben Reisen im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Sachen Binnenschifffahrtsausbildung beschäftigte er sich auch mit der Geschichte der Schiffer-Berufsschule. Die Geschichte „seiner“ alten Schule reicht weit über das hinaus, was 1949 als Schulbetrieb nach dem Krieg im damals selbstständigen Homberg (Kreis Moers) wieder aufgenommen wurde. Weiterlesen

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Wir wünschen unseren Lesern einen guten Start ins Jahr 2017 !

Amaryllis
pet 2016

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Wir wünschen unseren Lesern frohe, gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Weihnachtskarten-Schmuck
Foto: Petra Grünendahl

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Deutsche Oper am Rhein: Franz Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg“ begeisterte Duisburger Premierenpublikum

Wenn aus der Scheinehe die Liebesheirat wird
Von Petra Grünendahl

Cornel Frey (Armand Brissard), Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Cornel Frey (Armand Brissard), Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Lavinia Dames (Juliette), Cornel Frey (Armand). Foto: Hans Jörg Michel.

Lavinia Dames (Juliette), Cornel Frey (Armand). Foto: Hans Jörg Michel.

Der Graf von Luxemburg (Bo Skovhus) hat sein Geld mit Freunden verprasst – „demokratisiert und unters Volk gebracht“, wie er es nennt –, ein Teil seines Vermögens wurde konfisziert. Da bietet ihm der russische Fürst Basil Basilowitsch (Bruce Rankin) viel Geld für eine Scheinehe. Die Opernsängerin Angèle Didier (Juliane Banse) soll durch die Heirat den Adelstitel bekommen, den sie braucht, um für den Fürsten eine standesgemäße Partie zu sein. Der abgebrannte Graf René willigt ein, die beiden heiraten, ohne sich zu sehen. Dem Grafen geht die mysteriöse Unbekannte nicht aus dem Kopf und er macht sich auf die Suche nach ihr. Er weiß nur, dass sie Angèle heißt, dass sie kleine Hände hat und welches Parfum sie trägt. Ein klassisches Motiv: der Teufel hat Renés Seele gekauft – jetzt versucht René, diese zurück zu bekommen. Und Angèle dazu, die nicht anzurühren er dem Fürsten versprochen hatte. Erst als sich rausstellt, dass der Fürst seinerseits schon vor Jahren der Gräfin Kokozowa (Doris Lamprecht) die Ehe versprochen hatte, entlässt dieser René aus seinem Versprechen und zu Angèle.

Bruce Rankin (Fürst Basil Basilowitsch), Karl Walter Sprungala, David Jerusalem), Luis Fernando Piedra (des Fürsten Leibwächter) und Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg). Foto: Hans Jörg Michel.

Bruce Rankin (Fürst Basil Basilowitsch), Karl Walter Sprungala, David Jerusalem),
Luis Fernando Piedra (des Fürsten Leibwächter) und Bo Skovhus (René Graf von Luxemburg). Foto: Hans Jörg
Michel.

Keine drei Wochen nach der Düsseldorfer Premiere von Franz Lehárs (1870-1948) Operette „Der Graf von Luxemburg“ feierte Jens-Daniel Herzogs Inszenierung auch auf der zweiten Bühne der Deutschen Oper am Rhein ihre vielumjubelte Premiere: im Theater Duisburg. Eine Operette ist die Komödie unter den Sing-Theatern: Sie soll die Menschen zum Lachen bringen. Der Komponist Franz Lehár hat zusammen mit seinen Librettisten Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky eine Operette in drei Akten geschaffen, der es an Witz nicht mangelt, welche aber existenzielle Fragen ebenso thematisiert wie gesellschaftliche und politische Zustände. Das 1909 im Theater an der Wien uraufgeführte Werk wurde ähnlich wie Lehárs „Lustige Witwe“ (1905) schnell ein weltweiter Erfolg. Weiterlesen

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Weihnachtskonzert 2016: Polizeichor Duisburg 1928 e. V. begeisterte sein Publikum in der Mercatorhalle

Weihnachtliches aus der Klassik und klassische Weihnachtslieder
Von Petra Grünendahl

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Lyrischer Koloratursopran: Antje Bitterlich beim Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Lyrischer Koloratursopran: Antje Bitterlich beim Weihnachtskonzert des Polizeichors Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Den Geist der Weihnacht fanden die klassischen Komponisten in der Bibel, aus deren Geschichten einige ihrer Werke entstanden. Um die Ankunft des Messias und den Frieden in der Welt schufen Librettisten Texte zu Kompositionen, die gerade in der Hektik der Weihnachtszeit Ruhe und Besinnlichkeit einkehren lassen konnten. Wolfgang Amadeus Mozart und Georg Friedrich Händel nahmen mit ihren Chor-Kompositionen breiten Raum in beiden Teilen des über zweieinhalbstündigen Programms ein. Akzente setzten die Solisten, insbesondere der lyrische Koloratursopran Antje Bitterlich, die ihren ungeheuren Tonumfang mit einer Klarheit intonierte, dass dem Zuhörer mangels Luft schwindelig werden konnte. Das überwiegend klassische Programm war immer wieder angereichert mit modernen Weihnachtsliedern – bekannten und weniger bekannten –, die eine Prise Schwung in den Saal brachten, bis bei den finalen Stücken des Konzertes zu Feliz Navidad das Publikum im Rhythmus mitklatschte. Das traditionelle Finale bildete – wie alle Jahre wieder – die „Stille Nacht, heilige Nacht“, bei der das Publikum zusammen mit allen Sängern auf der Bühne und Orchesterbegleitung gemeinsam sang.

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Polizeichor Duisburg 1928 e. V.: Weihnachtskonzert 2016 in der Mercatorhalle. Foto: Petra Grünendahl.

Mit ihren Weihnachtskonzerten kehrte der Polizeichor Duisburg 1928 e. V. nach fünf Jahren in die Mercatorhalle, in die „gute Stube“ der Stadt zurück. Alle drei Konzerte an alter Wirkungsstätte waren nahezu ausverkauft. Der Polizeichor Duisburg kann dabei traditionell auf die Unterstützung des Frauenchors der Polizei Duisburg ebenso zählen wie auf das Orchester Oberhausen. Neben den eigenen Solisten, Conny Herrmann (Mezzosopran) vom Frauenchor und Klaus Hermann (Bass) vom Männerchor, hatte man die Essener Sopranistin Antje Bitterlich (Lyrischer Koloratursopran) und den Tenor Wolfram Wittekind verpflichtet. Die musikalische Gesamtleitung oblag Musikdirektor Axel Quast, dem Leiter des Polizeichors Duisburg.

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Von Thyssen Stahl bis thyssenkrupp Steel Europe: 125 Jahre Stahl in Duisburg

Aus der ersten Schmelze in der Hütte Bruckhausen entstand ein innovativer Hersteller von High Tech-Werkstoffen

Mitte der 1920er Jahre hatten Passanten in Duisburg-Hamborn diesen Blick auf das damalige Siemens-Martin-Stahlwerk I von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus gesehen. Foto: tkse.

Mitte der 1920er Jahre hatten Passanten in Duisburg-Hamborn diesen Blick auf das damalige Siemens-Martin-Stahlwerk I von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus gesehen. Foto: tkse.

Der „alte Herr“, so nannten ihn die Stahlkocher respektvoll, war dabei, als vor 125 Jahren Historisches geschah: In Anwesenheit von August Thyssen wurde am 17. Dezember 1891 in der Hütte Bruckhausen, dem heutigen Oxygen-Stahlwerk 1, der erste Stahl erschmolzen. Einige Monate zuvor hatte der Firmengründer bekannt gegeben, dass er im Besitz aller Anteile an der Zechen-Gesellschaft Deutscher Kaiser sei. „Er vereinigte Kohle und Zeche in einer Hand“, heißt es in einer älteren Ausgabe der Werkzeitschrift der August-Thyssen-Hütte. „Ein neuer und für die Zukunft des jungen Unternehmens entscheidender Schritt war getan.“ Neben dem Standort-Vorteil durch die Lage am Rhein war es vor allem die Entwicklung zum integrierten Hüttenwerk mit allen Verarbeitungsstufen vom Rohstoff bis zum fertigen Stahlblech, die das Unternehmen wettbewerbsfähig machte. Heute ist thyssenkrupp Steel Europe der größte Stahlhersteller in Deutschland. Gleichzeitig ist das Unternehmen der bedeutendste Arbeitsgeber in der Stadt Duisburg, die nach wie vor der größte Stahl-Standort Europas ist.

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Potenziale von Migrantenwirtschaft erkennen: Höhere Gründungsfreude und wachsende Betriebe

Niederrheinische IHK - Industrie- und Handelskammer Duisburg an der MercatorstraßeDie Gründerzahlen am Niederrhein und im gesamten Bundesgebiet sind rückläufig. In konjunkturell guten Zeiten wie diesen entscheiden sich viele potenzielle Gründer lieber für eine Festanstellung als für den Aufbau eines eigenen Unternehmens. Laut Gründerreport des DIHK sind noch nie in den 79 Industrie- und Handelskammern so wenige Gespräche mit angehenden Unternehmern geführt worden wie 2015. Das ist keine erfreuliche Situation, denn die fehlenden Gründer von heute sind die fehlenden Unternehmer von morgen. Einen interessanten Trend gibt es jedoch: Zuwanderer sind gründungsfreudiger als Deutsche – auch am Niederrhein. Hier liegt Potenzial, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel Kleve hat dazu einige Kennzahlen für die Region vorgestellt.

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