300 Jahre Duisburger Hafen: Das Buch zum Jubiläum

Von ersten befestigten Ankerplätzen in der Region zum weltweit vernetzten Logistik-Dienstleister
Von Petra Grünendahl

Ruhrort. im Jahr 1587.

Ruhrort. im Jahr 1587.

Die Börtschifffahrt nutzte für den Warenhandel unbefestigte Liegeplätze am Flussufer. Da sich das Handelsvolumen bis in die frühe Neuzeit in überschaubaren Grenzen hielt, reichte dies völlig aus. Aber der Warenverkehr stieg als Folge von Kolonialisierung und dann auch Bergbau und Industrialisierung. Am 16. September 1716 beschloss der Magistrat der damals selbstständigen Stadt Ruhrort, einen Hafen zu bauen. Oberhalb der heutigen Schifferbörse begradigte man das Ufer und verstärkte es mit Holzbohlen, um erste befestigte Ankerplätze in unmittelbarer Nähe zum Dorf zu schaffen. Zimmerleute begannen, Boote zu reparieren. Eine erste Werft entstand schon 1712. Wirtschaftlich bot der Hafen dem Dorf eine Perspektive, denn von damaligen Handelsrouten wie dem Hellweg war Ruhrort ebenso abgeschnitten wie von einem direkten Weg in die südlich gelegene Reichs- und Hansestadt Duisburg.

Ruhrort noch mit dem Kaiserhafen Anfang des 20. Jahrhunderts. Foto: Duisburger Hafen AG.

Ruhrort noch mit dem Kaiserhafen Anfang des 20. Jahrhunderts. Foto: Duisburger Hafen AG.

Der Magistratsbeschluss von 1716 legte den Grundstein zur heutigen Duisburger Hafen AG, die in diesem Jahr ihr 300. Jubiläum feiert. Aus den Anfängen als befestigter Ankerplatz in Ruhrort über den Zusammenschluss mit dem Duisburger Hafen nach Vereinigung der Städte Duisburg, Ruhrort und Meiderich bis hin zum Ausbau der Duisburger Hafen AG als weltweit vernetzten Logistik-Dienstleister zeichnet die Chronik, die die Hafengesellschaft zum Jubiläum in Auftrag gegeben hatte, wichtige Epochen in der Geschichte des Ruhrgebiets und Deutschlands nach. Immer wieder gab es Rückschläge, die die Autoren detailliert, aber dennoch gut lesbar beschreiben. Überschaubar haben sie die Geschichte der Hafenentwicklungen in Ruhrort und Duisburg aufbereitet, immer wieder ergänzt durch Biographien von Menschen, die in der Entwicklung des Hafens Spuren hinterlassen haben. Neben den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Hafenentwicklung haben sie dabei auch immer ein Auge auf die Entwicklung der Arbeitswelt.

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Verfügungsfonds zur Revitalisierung der Duisburger Altstadt: Der Anfang ist gemacht

Wirtschaftsförderung dankt Unterstützern (v.l.): José Carlos Barreiras da Ponte, Dagmar Bungardt, Yvonne Bleidorn, Pfarrer Stephan Blank, Daniel Staak, Ralf Meurer, Christiane Möser, Ottmar Schuwerak, Yvonne Rettig, Martin Schmitz, Constanze Drews, Marianne Pauli (v.l.n.r.); Foto: Francesco Mannarino / GFW Duisburg.

Wirtschaftsförderung dankt Unterstützern (v.l.): José Carlos Barreiras da Ponte, Dagmar Bungardt, Yvonne Bleidorn, Pfarrer Stephan Blank, Daniel Staak, Ralf Meurer, Christiane Möser, Ottmar Schuwerak, Yvonne Rettig, Martin Schmitz, Constanze Drews, Marianne Pauli (v.l.n.r.); Foto: Francesco Mannarino / GFW Duisburg.

Stadt und Wirtschaftsförderung würdigen privates Engagement engagierter Unterstützer

„Für mich ist es selbstverständlich, mich finanziell im Rahmen meiner Möglichkeiten einzubringen, habe ich doch mein Restaurant in der Altstadt. Wird diese Stück für Stück revitalisiert, fühlen sich meine Gäste noch wohler und kommen noch lieber zu mir. Neben Stammgästen finden dann vielleicht auch neue Besucher den Weg ins Quartier“, so die Überlegung von José Carlos Barreiras da Ponte.

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Familienfreundliche Unternehmen in Duisburg: Haeger & Schmidt, Kindernothilfe und ThyssenKrupp Steel Europe ausgezeichnet

Alle Bewerber sind Vorbilder, so die Jury
Erstmals Sonderpreise für öffentlichen Dienst

Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe. Foto: Unternehmerverband Duisburg.

Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe. Foto: Unternehmerverband Duisburg.

Maßstäbe in Sachen Familienfreundlichkeit setzen – dies tun die zehn Unternehmen, die sich in diesem Jahr beim Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen 2016“ beworben haben. Im Rahmen einer Feierstunde in den neuen Räumlichkeiten der KROHNE Messtechnik GmbH in Duissern – das Unternehmen hatte den Preis 2014 gewonnen – wurden sie nun für ihr Engagement ausgezeichnet. Drei von ihnen besonders: Das Unternehmen Haeger & Schmidt International GmbH, die Kindernothilfe e. V. und die ThyssenKrupp Steel Europe AG. Erstmals gab es darüber hinaus Sonderpreise für Bewerber aus dem öffentlichen Dienst.

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Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. stellt die „Duisburger Zechen in historischen Fotografien“ vor

Als das „Schwarze Gold“ Arbeit und Wohlstand brachte
Von Petra Grünendahl

Spurensuche an der Duisburger Straße in Hamborn: Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV als eines der letzten Überbleibsel Hamborner Zechenvergangenheit. Foto: Petra Grünendahl.

Spurensuche an der Duisburger Straße in Hamborn: Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV als eines der letzten Überbleibsel Hamborner Zechenvergangenheit. Foto: Petra Grünendahl.

Das „Schwarze Gold“ legte einst den Grundstein für Duisburgs Industrialisierung. Den Zechen und Kokereien folgten Eisenhütten und Stahlwerke, die Duisburgs Wohlstand ausmachten und vielen gut bezahlten Arbeitern Lohn und Brot und Heimat gaben. Von den ersten Zechen – Neu-Duisburg (1854), Hochfeld und Neuenkamp (1855) – sind die Autoren der „Duisburger Zechen“ gerade mal mit einer Karte (im Vorsatz) und ein Foto (Zeche Java) fündig geworden. Deutlich umfassender gestalten die die Kapitel zur Gewerkschaft Deutscher Kaiser (1871), die Daniel Morian 1867 (nach Neu-Duisburg) als Gewerkschaft Hamborn gegründet hatte. 1885 übernahm August Thyssen erste Anteile, vier Jahre später die Mehrheit. Mit dem Untergang der Monarchie 1919 gründete Thyssen sie als Gewerkschaft Friedrich Thyssen – nach seinem Vater – neu: Die alten Schachtanlagen der GDK wurden in die neue Unternehmung überführt. Mit den Zechen, denen Kokerei, Eisenhütte und schließlich das Stahlwerk folgte, begründete Thyssen einen späteren Weltkonzern.

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert im Hamborner Ratskeller die "Duisburger Zechen in alten Fotografien". Die Autoren (v.l.): Frank Bocek, Reinhold Stausberg, Harald Molder, Andre Sommer und Melanie Patten. Foto: Petra Grünendahl.

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert im Hamborner Ratskeller die „Duisburger Zechen in alten Fotografien“. Die Autoren (v.l.): Frank Bocek, Reinhold Stausberg, Harald Molder, Andre Sommer und Melanie Patten. Foto: Petra Grünendahl.

Den Ort der Buchvorstellung „Duisburger Zechen“ hatte Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V., gut gewählt: Steht doch nicht weit vom Ratskeller Hamborn mit dem Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV einer der letzten Kohlefördertürme Duisburgs. Nicht alle Zechen habe man so umfassend in diesem Buch behandeln können, wie sie es gerne getan hätten, erzählte Molder. Das habe von der Fülle des Materials abgehangen. „Aus rund 1.200 Bildern mussten wir etwa 160 auswählen“, so der Chef der Zeitzeugenbörse. Zu der einen oder anderen Zeche sei man aber trotzdem nichts zu finden gewesen. Zu einzelnen Schachtanlagen gab es nur wenig Material und kaum Informationen, während sie bei anderen die Qual der Wahl gehabt hätten.

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Lehmbruck Museum in Duisburg zeigt Neupräsentation der Sammlung: Neuaufgestellt!

Erlebnis in neuer Ausstellungsarchitektur
Von Petra Grünendahl

Das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik in Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik in Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Im Foyer empfängt den Besucher unter anderem ein Modell der Lifesaver-Skulptur von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle, eine drehbare Henry-Moore-Bronzeskulptur oder das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik. Die Anforderungen der Bauordnung, die Räume zu öffnen, bescheren den Besuchern rund 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche, die Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla mit ihrem Team rund um die Kustoden Dr. Marion Bornscheuer und Dr. Michael Krajewski mit Perlen der museumseigenen Sammlung bestückt haben, von denen viele lange nicht in den Ausstellungsräumen zu sehen waren.

Die Neupräsentation der Sammlung im umgestalteten Anbau des Lehmbruck Museum öffnet am Samstag, 3. Dezember, um 16 Uhr mit einem Festprogramm. Meilensteine der Kunstgeschichte von der Arte Povera über Minimal Art bis zur Pop Art sowie Meisterwerke des Expressionismus sind unter dem Titel „Neuaufgestellt!“ zu sehen. Der nach dem Umbau wieder vollständig über zwei Etagen geöffnete Raum bietet zusätzlichen 100 Kunstwerken mehr Ausstellungsfläche als vorher. Der Neubau war 1987 eingeweiht worden. Zur Ruhr2010 hatte man für eine Wackerbarth-Ausstellung Zwischenwände gezogen, so dass die bekannten Dreiecksräume entstanden. Diese boten zwar zusätzliche Wandflächen für Bilder in nachfolgenden Ausstellungen, waren aber eben auch recht dunkel. Der Umbau, für den die Architekten Agnes Brigida Giannone und Frank Lohner verantwortlich zeichnen, öffnete die Räume auf beiden Etagen und ließ Licht hinein, was die ausgestellten Werke ganz anders wirken lässt.

Vom Foyer aus schweift der Blick über die geöffneten Räume, die durch ein großes Oberlicht mit einer Helligkeit durchflutet werden, die man in den letzten Jahren vermissen konnte. In den Galerienräumen sind Meisterwerke der herausragenden Gemäldesammlung des Lehmbruck Museums zu sehen, darunter Gemälde der Künstlergruppen „Brücke“, „Blaue Reiter“ und „Novembergruppe“. Weiterlesen

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Neue Ausstellung im Garten der Erinnerung in Duisburg: Jüdische Ghettos

Vom ersten jüdischen Ghetto in Venedig
zum letzten jüdischen Ghetto in Shanghai

Ausstellung im Ludwigturm im Duisburger Innenhafen

Spanische Synagoge in Venedig. Foto: Davide Calimani.

Spanische Synagoge in Venedig. Foto: Davide Calimani.

Vor genau 500 Jahren wurde in Venedig das erste jüdische Ghetto gegründet – über vierhundert Jahre später entstand in China das letzte Ghetto, in dem über 20.000 Juden den Holocaust überlebten.

Vom 1. Dezember 2016 bis 15. Januar 2017 zeigt die Janusz Korczak Akademie in Duisburg eine Ausstellung, die den weiten Bogen schlägt vom heute noch begehbaren Ghetto in der Lagunenstadt bis zum fernen Zufluchtsort in Shanghai.

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Duisburger Hafen auf Platz 40 unter den Häfen der Welt: Rekordjahr bei der Vermarktung von Flächen

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung: Nicht nur auf logport I (hier im Bild) entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen. Foto: duisport / Hans Blossey.

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung: Nicht nur auf logport I (hier im Bild) entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen. Foto: duisport / Hans Blossey.

Der Duisburger Hafen ist weltweit die Nummer eins unter den Binnenhäfen der Welt. Aber auch im Ranking aller Häfen steht duisport bereits auf Platz 40. Unter den Top 100 weltweit konnten sich mit Hamburg (Platz 18) und Bremerhaven (Platz 25) zwei weitere deutsche Häfen platzieren. „Es macht mich sehr stolz, dass wir als Binnenhafen mittlerweile in der Liga der großen Häfen dieser Welt mitspielen“, so duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

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Winterzauber in der Altstadt: mit Weihnachtsglanz und Tannenschmuck

Quartiersmanager und Kooperationspartner
sorgen für strahlend-schönes Viertel

Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt. Foto: Petra Grünendahl.

Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt. Foto: Petra Grünendahl.

Advents- und Weihnachtsstimmung haben Einzug gehalten in der Altstadt. Dafür sorgen nicht zuletzt der Baumschmuck und die illuminierten Tannen, die entlang der Hauptachsen aufgestellt wurden und damit das dortige Viertel während der Vorweihnachtszeit optisch wie atmosphärisch aufwerten.

Heute sorgten rund 100 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Klosterstraße (Altstadt) und Goldstraße (Dellviertel) sowie die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Sankt Joseph (Duisburg-Mitte) für adventliche Stimmung, indem sie selbst gebastelten Baumschmuck auf den Tannenbäumen verteilten und dabei Advents- und Weihnachtslieder sangen.

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Essen Motor Show 2016: Automobile Leidenschaften – For Drivers and Dreams

Sportliche Fahrzeuge, Tuning, Oldtimer, Design-Studien und Motorsport
Von Petra Grünendahl

Zum Preview Day auf der Essen Motor Show 2016. Foto: Petra Grünendahl.

Zum Preview Day auf der Essen Motor Show 2016. Foto: Petra Grünendahl.

Motor- und Rennsport, Formel 1 und sportliche Serienfahrzeuge stehen im Fokus der Essen Motor Show, aber auch Tuning und Zubehör locken während der zehntätigen Messe die Besucher. Überhaupt kommen Freunde sportlicher, veredelter und individualisierter Fahrzeuge hier auf ihre Kosten. Breiten Raum gewährt man auch Oldtimern (Classic Cars).

Zum Preview Day durften wir einen ersten Blick auf die Essen Motor Show 2016 werfen. Den Schwerpunkt bilden die sportlichen Fahrzeuge, Designstudien, Unikate und Kuriositäten, Oldtimer, Rennwagen und Formel 1. Die Fans zieht hier das Tuning von den großen Tunern ebenso wie private Tuningfahrzeuge sowie das nötige Zubehör und Werkzeuge. Automobilzulieferer der Segmente Reifen (Continental, Hankook, Toyo), Felgen und Fahrwerk runden das Angebot ab.

Skoda zeigt in einer Deutschland-Premiere den neuen Kodiaq sowie seine Rallye-Boliden und sportlich gestylte Modelle. BMW und Mini sind mit Motorsport und John Cooper Works (der hauseigenen Tuningschmiede für Mini) hier vertreten. Die sportlichen Ford-Modelle verschiedener Baureihen ebenso wie Rallye-Fahrzeuge stehen am Stand eines Fordhändlers, der die Marke in Essen schon seit Jahren vertritt. Als weitere Autohersteller zeigen sich Abarth, Peugeot, Porsche Motorsport und Renault Sport Deutschland einem interessierten Publikum, verschiedene Marken sind über regionale Händler hier präsent. Freunde der automobilen Individualisierung (auch „Tuning“ genannt), die Schrauber, Bastler und Sammler finden reichlich „Material“ für ihr Hobby.

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Letzte Ratssitzung des Jahres: Duisburger Haushalt 2017 verabschiedet

Foto: Petra Grünendahl.

Foto: Petra Grünendahl.

Schwarze Null steht auf tönernen Füßen
Von Petra Grünendahl

„Belastungen, die von übergeordneten Ebenen angeordnet werden, machen unseren ausgeglichenen Haushalt immer wieder zu Makulatur“, warnte Grünen-Fraktionsvorsitzende Claudia Leiße. „Da reichen kommunale Anstrengungen nicht mehr aus“, beklagte Martina Ammann-Hilberath, Fraktionsvorsitzende der Linken. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf hatte schon im Haushalt 2016 neue Sparmaßnahmen erfordert. Städtische Gebühren sind landesweit schon jetzt an der Spitze, was die Attraktivität Duisburg als Wohn- und Wirtschaftsstandort nicht gerade erhöht. Noch im letzten Jahr hatte die SPD zusammen mit den Grünen und den Linken einen gemeinsamen Haushalt mit einer Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuern auf die Beine gestellt. In diesem Jahr suchten Oberbürgermeister Sören Link und SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Mettler ihre Mehrheit lieber woanders. Mit Ausnahme einer von der Bezirksregierung angemahnten Kürzung bei den Personalausgaben blieb man bei einem schon früher aufgestellten Haushaltssicherungskonzept, um den Haushalt im zweiten Jahr in Folge auszugleichen.

In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr verabschiedete der Stadtrat die Haushaltssatzung 2017. Wie schon im letzten Jahr der scheidende Stadtkämmerer Dr. Peter Langner legte auch die neue Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vor. Mit einer Enthaltung und den Gegenstimmen aller anderen Parteien und Gruppierungen wie den Grünen, den Linken, der FDP, SPL oder DAL/Junges Duisburg segnete eine Mehrheit aus SPD und CDU den Entwurf ab, der zumindest erst einmal – und auf dem Papier – eine schwarze Null trägt. Einen haushaltspolitischen Erfolg nannte es der Fraktionschef Mettler.

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Hinterm Riesenrad geht´s weiter: Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt

Quartiersbüro Altstadt und Kooperationspartner bringen im Viertel auf kreative Weise die Welt zusammen

Bis in die Münzstraße reicht der Weihnachtsmarkt schon lüänger (hier Dezember 2013), in diesem Jahr präsentiert sich die Altstadt erstmals mit eigenständigem Konzept. Foto: Petra Grünendahl.

Bis in die Münzstraße reicht der Weihnachtsmarkt schon lüänger (hier Dezember 2013), in diesem Jahr präsentiert sich die Altstadt erstmals mit eigenständigem Konzept. Foto: Petra Grünendahl.

Ein neues Konzept für die Fortführung des Weihnachtsmarktes im Bereich der Altstadt. Mit viel Herzblut und einigen Akteuren ging´s auf Ideensuche. „Etwas Besonderes mussten wir uns einfallen, um Besucher dafür zu gewinnen, ihren Weg hinterm Riesenrad fortzusetzen“, erklärt Altstadtmanagerin Yvonne Bleidorn. Organisator des Wintermarktes ist das Quartiersbüro Altstadt, Veranstalter Duisburg Kontor. Kooperationspartner sind Petra Manoah vom Knüllermarkt und Werner Ginters von Unlimited Events sowie Schausteller Mike Bengel.

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Deutsche Oper am Rhein: „Die lustigen Weiber von Windsor“ begeisten zur Premiere im Theater Duisburg

Hinter den Fassaden einer bürgerlichen Ordnung
Von Petra Grünendahl

Heidi Elisabeth Meier (Frau Fluth), Katarzyna Kuncio (Frau Reich). Foto Hans Jörg Michel.

Heidi Elisabeth Meier (Frau Fluth), Katarzyna Kuncio (Frau Reich). Foto Hans Jörg Michel.

“Ja, wenn es doch ein Ritter wär’, fein zierlich, jung an Jahren”, seufzt Frau Fluth (Heidi Elisabeth Meier), als sie Falstaffs Brief mit der Bitte um ein Stelldichein liest. Zu ihrem Leidwesen stammt der Brief aber nur vom dicken Ritter Sir John Falstaff (Thorsten Grümbel) als Personifikation von Lebenslust, dem seine Vorliebe für Wein und gutes Essen anzusehen ist. Und einen gleichlautenden Brief hatte der wenig attraktive Schürzenjäger auch noch an die Nachbarin Frau Reich (Katarzyna Kuncio) geschickt. Mit seinem Werben um die Frauen dringt er in die heile Welt ihrer bürgerlichen Gesellschaft ein. Den galanten Liebhaber jedoch nehmen ihm die Damen nicht ab, sein diesbezügliches Selbstbild ist wohl eher Illusion. Die Damen beschließen, ihm einen Denkzettel zu verpassen, der es in sich hat. Indem Falstaff wieder und wieder trotz schlechter Erfahrungen auf die vermeintlichen Angebote der Damen eingeht, wird er von der komischen zur tragischen Figur.

William Shakespeares einzige bürgerliche Komödie „Die lustigen Weiber von Windsor“ diente als Vorlage für die gleichnamige Oper, die Otto Nicolai (1810 – 1849) als komisch-fantastisches Singspiel (mit gesprochenen Dialogen) in drei Akten komponiert hatte. Nachdem er für das 1849 uraufgeführte Werk mehrere Libretti hatte schreiben lassen, entschied er sich für den Text von Hermann Salomon Mosenthal. Die Inszenierung der gut dreieinviertelstündigen Aufführung (inklusive zwei Pausen) stammt von Dietrich W. Hilsdorf, der schon verschiedene Stücke an der Deutschen Oper am Rhein auf die Bühne gebracht hatte. Obwohl in deutscher Sprache gesungen, erleichtern Übertitel das Verständnis der Handlung.

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Weihnachtskonzerte der Jubilaren-Vereinigung von thyssenkrupp: Vorverkauf hat begonnen

Weihnachtliche Stimmung am 10. und 11. Dezember in der Mercatorhalle

Weihnachtskonzert 2015 der Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp mit dem Solisten Jakob Kim (Bass-Bariton). Foto: Petra Grünendahl.

Weihnachtskonzert 2015 der Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp mit dem Solisten Jakob Kim (Bass-Bariton). Foto: Petra Grünendahl.

Von Ouvertüren aus berühmten Opern bis zum traditionellen Weihnachtslied: Auch in diesem Jahr lädt die Jubilaren-Vereinigung von thyssenkrupp zu den beliebten festlichen Konzerten in der Vorweihnachtszeit ein. Die Veranstaltungen finden erstmals seit vielen Jahren wieder in Duisburgs „Guter Stube“ statt: der Mercatorhalle. Am 10. und 11. Dezember – jeweils um 15 Uhr – bieten sie musikalischen Hochgenuss mit festlichem Weihnachtscharakter.

Der Dirigent Peter Stockschläder arrangiert auch dieses Jahr das Orchester und die instrumentalen Begleitsätze. Drei Chöre – der Rheydter Knabenchor, der Projektchor „Weihnachten“ und natürlich der thyssenkrupp Chor – sorgen für eine festliche Stimmung. Weitere Mitwirkende sind der Bass-Bariton Jakob Kim, Lucie Samson am Flügel, Peter Storfinger an der Orgel und die Duisburger Sinfonietta.

Höhepunkte in den rund zweieinhalb Stunden dauernden Konzerten sind unter anderem klassische Weihnachtslieder aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, die Ouvertüre aus „Eine Italienerin in Algerien“ von G. Rossini und aus P. Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“ die Arie des Gremlin.

Vorverkauf und Tageskasse
Kartenvorbestellungen für die Konzerte am 10. und 11. Dezember jeweils um 15.00 Uhr zum Preis von 10 Euro je Karte sind schon jetzt möglich. Von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 12 Uhr telefonisch unter 0203/ 52-43364 oder per E-Mail an sabine.junge@thyssenkrupp.com. Bei der Bestellung wird darum gebeten, Name, Telefonnummer und Anschrift anzugeben. Auch an der Abendkasse können Karten erworben werden.

Über die Weihnachtskonzerte der THyssenKrupp Mubilaren-Vereinigung haben wir früher schon berichtet: 2016, 2014, 2013 und 2012.

– Pressemitteilung der thyssenkrupp Steel Europe –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade Stiftung Duisburg 24.7.2010: Stellungnahme des Vorstandes

Die neu gestaltete Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 ist fertig: Püntlich kurz vor dem dritten Jahrestag. Foto: Petra Grünendahl.

Die neu gestaltete Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 ist fertig: Püntlich kurz vor dem dritten Jahrestag. Foto: Petra Grünendahl.

Noch bevor heute Nachmittag die zurückgetretenen Beiräte Dirk Schales und Jörn Teich mit ihren verbündeten „Betroffenen“ auf einer Pressekonferenz weiter Stimmung gegen die Stiftung Duisburg 24.7.2010 machen können, erreichte uns eine Stellungnahme des Stiftungsvorstandes.

Hier wird nicht nur klar gestellt, wie haltlos die Vorwürfe sind (siehe auch unseren Kommentar vom 8. November 2016), sondern es werden die Ursachen des Zerwürfnisses deutlich: Offensichtlich wollte der Vorstand des Vereins „Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V.“ (BI LoPa 2010) nach Jahren seine Gestaltungshoheit über den Gedenktag und die Gedenkveranstaltung am Unglücksort (Nacht der 1.000 Lichter) nicht widerstandslos aufgeben. Ergo wird aus Kreisen des Vereins „BI LoPa 2010“bewusst Unsicherheit geschürt, so dass Stiftungsvorstand Jürgen Widera nun bemüht ist, mit Fakten zu kontern und die Stiftung mit ihrem Engagement klar zu positionieren.

 
Stellungnahme zu den Vorwürfen des Vereins LoPa 2010
Die Stiftung „Duisburg 24.7.2010“ verwahrt sich gegen die Vorwürfe, die die ehemaligen Beiratsmitglieder Jörn Teich und Dirk Schales erhoben haben. Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung und Ombudsmann für die Opfer der Loveparade in Duisburg: „Es sind haltlose Unterstellungen, mit denen hier gearbeitet wird, um die Stiftung in Misskredit zu bringen und Betroffene zu verunsichern. Der Verein gibt vor, im Namen aller Betroffenen zu sprechen. In Wirklichkeit vertritt er aber nur eine kleine Gruppe von Verletzten.“

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Bürgerehrenwappen 2016: Duisburger für ehrenamtliches Engagement geehrt

Nach dem Eklat bei der Stiftung Duisburg 24.7.2010 kommt diese Pressemeldung des Verbandes Duisburger Bürgervereine genau passend, wird doch gerade Stiftungsvorstand Pfarrer Jürgen Widera für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement für die Opfer der Loveparade 2010 – erst als Ombudsmann der Stadt, dann als Stiftungsvorstand – als einer von drei Preisträgern geehrt. Tatkräftig unterstützt wird er bei seiner Arbeit für die Stiftung und seinem Engagement für Betroffene und Traumatisierte von Birgit Nellen, die für die Stadt Duisburg im Stiftungsvorstand sitzt, und Angelika Köhler, der hauptamtlichen Mitarbeiterin in der Kontaktstelle der Stiftung im Haus der Evangelischen Kirche.

 

Die Verleihung des Bürgerehrenwappens fand in diesem Jahr im Haus der Sparkasse Duisburg statt (v. l.): Günter Pfeiffer (2. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Bürgermeister Manfred Osenger, Pfarrer Jürgen Widera, Heike Priebe, Hermann Weßlau (1. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Dr. Martin Fasselt, Mahmut Özdemir MdB und Ulrich Schneidewind (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Duisburg). Foto: Heinz Pischke / Verband Duisburger Bürgervereine e. V.

Die Verleihung des Bürgerehrenwappens fand in diesem Jahr im Haus der Sparkasse Duisburg statt (v. l.): Günter Pfeiffer (2. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Bürgermeister Manfred Osenger, Pfarrer Jürgen Widera, Heike Priebe, Hermann Weßlau (1. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Dr. Martin Fasselt, Mahmut Özdemir MdB und Ulrich Schneidewind (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Duisburg). Foto: Heinz Pischke / Verband Duisburger Bürgervereine e. V.

Seit 1980 vergibt der Verband Duisburger Bürgervereine e.V. das Bürgerehrenwappen als Ehrung für außerordentlich bürgerschaftliches Engagement. Herausragend für sicherlich viele andere Bürger oder Vereinigungen waren es dieses Mal Dr. Martin Fasselt, Pfarrer Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung „Duisburg 24-7-2010“ und Heike Priebe, Sprecherin des Bürgerforums „Runder Tisch Marxloh“.

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Loveparade-Katastrophe: Eklat bei der Stiftung Duisburg 24.7.2010 – ein Kommentar

Vertreter der BI Lopa: Rücktritt im Streit
Von Petra Grünendahl

Im Streit seien Dirk Schales und Jörn Teich (beide Vorstände des Vereins „Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V.“) von ihren Ämtern im Beirat der Loveparade-Stiftung zurückgetreten, überraschte Radio Duisburg am Montagmorgen in den Lokalnachrichten. Begründet hätten sie ihren Schritt damit, dass die Stiftung sich mehr um Hinterbliebene als um Betroffene kümmere. Ähnliches berichtete am gleichen Tag die Rheinische Post, auch der WDR bot ihnen in der Lokalzeit eine Plattform.

Absurd! – ein Kommentar
Der Vorwurf der zurückgetretenen Beiratsmitglieder ist absurd!

Erst im Juli hatte die Stiftung Duisburg 24.7.2010 über ihre Arbeit des vergangenen Jahres informiert (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Erst im Juli hatte die Stiftung Duisburg 24.7.2010 über ihre Arbeit des vergangenen Jahres informiert (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Die Stiftung ist vielfältig für Betroffene und Traumatisierte tätig. Allerdings ist sie in erster Linie Anlaufstelle zur Vermittlung weiterführender Hilfen. In einer Kontaktstelle zum Beispiel, die die Stiftung im Haus der Evangelischen Kirche unterhält, ist die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin der Stiftung Ansprechpartnerin für Betroffene. Nach vielen Jahren Mitarbeit in der Kontaktstelle der Loveparade Selbsthilfe e. V. verfügt sie über wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse, wo Betroffenen weitergeholfen werden kann. Bis heute kommen immer noch Menschen, die Hilfen benötigen.

In ihrem Jahresrückblick 2015/2016 hatte die Stiftung im Juli von ihrer Arbeit berichtet. Eine Selbsthilfegruppe sei seit Mai 2016 wieder für Betroffene da: Eine Diplompsychologin leitet die Gruppe, in der sich in zweimonatlichem Abstand Betroffene und Hinterbliebene austauschen können.

Darüber hinaus arbeitet die Stiftung mit einem Psychotherapeuten-Team in Frankfurt, die Betroffenen Therapieplätze vermitteln. Über diese Schiene sind im eher unterversorgten Duisburg viel schneller Therapieplätze zu bekommen: Anstelle von Wartenzeiten von sechs bis zwölf Monaten stünden Platze innerhalb weniger Wochen zur Verfügung, so Beiratsmitglied Ulrike Stender.

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Zeitzeugenbörse Duisburg blickt in die Vergangenheit „Archivbilder Großenbaum und Rahm“

Gegensätze im Duisburger Süden
Von Petra Grünendahl

Großenbaum war im Mittelalter stark bewaldet. Die erste Besieldung an der Straße „an dem Großen Baum“ gab dem entstehenden Ort seinen Namen. Der „Große Baum“ war der Schlagbaum einer Zollstelle an der Grenze der Herzogtümer von Berg und Kleve in der Nähe vom heutigen Bahnhof. Von der ländlichen Prägung der ersten Jahrhunderte findet sich heute fast nichts mehr. Die Industrialisierung begann 1890, als Albert Hahn ein Stahlwalzwerk ansiedelte, die in der Folgezeit expandierten und den Stadtteil über Jahrzehnte wirtschaftlich prägen sollte. Während 1920-er Jahre beschäftigten die Hahnschen Werke 3.500 Menschen. Im Nationalsozialismus übernahm Mannesmann: Das Werk wurde arisiert. Der Schließung in den 1980-er Jahren folgte kleinteiligere Industrie- und Gewerbeansieldung, die das Ortsbild ebenso massiv veränderten wie die Reihenhaussiedlungen aus unterschiedlichsten Jahrzehnten und die Mehrfamilienhäuser, die im Zuge starken Bevölkerungswachstums entstanden.

Mit dem Buch „Duisburg-Großenbaum und Rahm“ in der Reihe „Archivbilder“ hat sich die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. den beiden Stadtteilen im tiefsten Südosten der Stadt beschäftigt. Anhand alter Fotografien und Postkarten beschreiben die Autoren Harald Molder und Reinhold Stausberg die historische Entwicklung der beiden Stadtteile. Erzählungen der Bildgeber und anderer Ortskundiger flossen ebenso in die Texte ein wie die Geschichtsforschungen der Autoren, beide seit Jahrzehnten auch eifrige Sammler von historischem Bildmaterial. In der Einleitung zeigen sie die geschichtliche Entwicklung der beiden heutigen Stadtteile auf, die im Verlauf der Lektüre in den Bildbeschreibungen in Details geht.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informierte sich über „Kommunikation im digitalen Zeitalter“

Erfolgsstrategie der Start-ups: Interaktion mit dem Kunden
Von Petra Grünendahl

Sprach beim Marketing-Club Duisburg-Niederrhein über "Kommunikation im digitalen Zeitalter": André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

Sprach beim Marketing-Club Duisburg-Niederrhein über „Kommunikation im digitalen Zeitalter“: André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Zahl der ‚likes’ in Sozialen Netzwerken ist nicht entscheidend für den Erfolg einer Marke, sondern die Kundenbindung: Das ‚love’, die Zuneigung, die nicht in Zahlen messbar ist“, erklärte André Lapehn, Projektleiter „Marketing & Strategie“ bei der Unternehmensberatung business4brands. Die Zuneigung zeige sich beispielsweise in der Interaktion auf den Kanälen, die ein Unternehmen in Internet bedient, wie zum Beispiel Facebook. Der potenzielle Kunde braucht Ansprechpartner in den Sozialen Netzwerken: „Etwas vermitteln kann nur jemand, der Ahnung davon hat, der sich für sein Produkt begeistern kann“, verriet Lapehn. Gefragt seien auch lokale Informationen: Facebook-Seiten von Filialen sollten zum Beispiel von Mitarbeitern vor Ort bespielt werden. Die sind näher an ihren Kunden dran. Wenn Einzelhandelsketten solche Seiten für ihre Filialen zentral füllen, findet sich der Kunde mit seinen Interessen dort nicht wieder. „Damit wird die Seite meist sehr produktlastig, weniger personenbezogen, weniger Kunden bindend und am Ende austauschbar“, so Lapehn.

Begrüßte die Gäste des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein beim monatlichen Treffen zum Thema "Kommunikation im digitalen Zeitalter": Andreas Ocklenburg,, im Hintergrund Refernt André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

Begrüßte die Gäste des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein beim monatlichen Treffen zum Thema „Kommunikation im digitalen Zeitalter“: Andreas Ocklenburg,, im Hintergrund Refernt André Lapehn.
Foto: Petra Grünendahl.

Zum Workshop „Erfolgreiche Kommunikation“ hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein seine Mitglieder eingeladen. Referenet André Lapehn vermittelte in Vortrag und Gesprächen die Basics, wie sich Unternehmen erfolgreich im digitalen Zeitalter aufstellen und Soziale Netzwerke strategisch für ihre Marketing-Kommunikation nutzen. Er warnte dabei vor Aktionismus: Nicht die Masse sei entscheidend, sondern die Qualität und die Relevanz für Kunden. Dabei präsentierte er Strategien ausgewählter Unternehmen, die sich damit erfolgreich auf dem Markt etabliert haben. Diese können den Marketing-Fachleuten auch als Anregungen für eigene Projekte dienen.

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Ballett am Rhein: Martin Schläpfers „b.29“ feierte umjubelte Premiere im Theater Duisburg

Facettenreicher Ballettabend im Spiegel der Neoklassik
Von Petra Grünendahl

Ballett am Rhein b.29: Ensemble in Martin Schläpfer "Konzert für Orchester". Foto: Gert Weigelt.

Ballett am Rhein b.29: Ensemble in Martin Schläpfer „Konzert für Orchester“. Foto: Gert Weigelt.

Martialisch stampfen die Tänzerinnen mit Spitzenschuhen auf den Bühnenboden, aggressiv und kampfeslustig markieren die Tänzerinnen und Tänzer ihre Dominanz. Im Kontrast dazu stehen die Tänzerinnen und Tänzer, die barfuß tanzen: Sie stehen für die Gefühlvollen, die nach Liebe und Anerkennung Strebenden. Im Überlebenskampf des Einzelnen wird die Dramatik immer wieder aufgebrochen durch die Wucht der Musik: das „Konzert für Orchester“ ist das einzige groß angelegte Werk des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski (1913 – 1994), das ihn 1954 auf einen Schlag berühmt gemacht hatte. Das Werk der polnischen Moderne ist eine Auseinandersetzung mit dem Neoklassizismus, der diesem Ballettabend einen gemeinsamen Nenner gibt.

Ballett am Rhein b.29: Bruno Narnhammer, Yoav Bosidan, Brice Asnar, Camille Andriot, Eric White in Martin Schläpfer "Konzert für Orchester". Foto: Gert Weigelt.

Ballett am Rhein b.29: Bruno Narnhammer, Yoav Bosidan, Brice Asnar, Camille Andriot,
Eric White in Martin Schläpfer „Konzert für Orchester“. Foto: Gert Weigelt.

Für seinen Ballettabend „b.29“ hatte Martin Schläpfer als Rahmen zur Uraufführung seiner eigenen Choreographie des „Konzerts für Orchester“ Choreographien von George Balanchine (1904 – 1983) und Jerome Robbins (1918 – 1998) ausgewählt. Zwischen dem Heiteren und dem Humoristischen bot Schläpfer einen Kontrapunkt: Die Konfrontation von archaischer Spontaneität und Gefühlswelt und der kontrollierten Aggressivität, die Machtspiele beim Aufeinandertreffen beider Welten, die sich in Witold Lutoslawskis „Konzert für Orchester“, das folkloristische Motive in klassische Traditionen einarbeitet, so trefflich kontrastiert als Ballett auf die Bühne bringen lassen.

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Hamborn: Stadt Duisburg und thyssenkrupp planen Erschließung von Schacht 2/5

Schacht 2-5 aus der Luft. Visualisierung: thyssenkrupp.

Schacht 2-5 aus der Luft. Visualisierung: thyssenkrupp.

Ehemaliges Zechengelände wird zum Erholungs- und Gewerbegebiet umgestaltet

Zukunftsweisendes Großprojekt im Duisburger Norden: Stadt und thyssenkrupp planen Erschließung und Entwicklung von „Schacht 2/5“ – Ehemaliges Zechengelände wird zum grünen Quartier „Friedrich-Park“ umgestaltet

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