Marketing-Club Duisburg-Niederrhein: Hermann Kewitz stellte proDuisburg vor

Erster Fanclub der Stadt macht auch Marketing –
nach innen wie nach außen

Von Petra Grünendahl

Hermann Kewitz, Vorsitzender von proDuisburg, stellte die Aktivitäten der bürgerschaftlichen Vereinigung beim Marketing-Club Duisburg-Niederrhein vor. Foto: Petra Grünendahl.

„Wir sind der erste Fanclub der Stadt Duisburg“, erklärte Hermann Kewitz, Vorsitzender der bürgerschaftlichen Gemeinschaft proDuisburg, aber auch: „Man muss als Fan nicht alles mittragen.“ Bürgerschaftliches Engagement für Duisburg und seine Bürger schließt also auch Kritik nicht aus. Man wolle Diskussionen anstoßen, wie im letzten Jahr um das DOC am alten Güterbahnhof oder 2012 – zum Mercatorjahr – mit der Verzierung Duisburger Ortsschilder mit „Mercatorstadt“. „Man hätte auch Stahlstadt oder Hafenstadt nehmen können“, räumte Kewitz ein, aber: „Mercatorstadt steht für Migration, Bildung und für eine lange Geschichte, die Teil von Duisburgs Identität sind. Das wollten wir transportieren.“ Ziel sei die Diskussion gewesen, so Kewitz, was unsere Stadt ausmache und worüber wir uns definierten.

Zum letzten Mitglieder-Treffen des Jahres hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein Hermann Kewitz eingeladen, von den vielfältigen Aktivitäten der bürgerschaftlichen Vereinigung zu erzählen. 1910 als Verkehrsverein e. V. gegründet, nannte er sich 2000 in proDuisburg e. V. um. Ursprüngliche eher touristische Zielsetzungen des Vereins sind längst von der Stadt übernommen. Das Brücken schlagen zwischen den Bürgern und der Stadt, zwischen unterschiedlichsten Bereichen wie Kultur, Sport oder Wirtschaft ist nach wie vor ein Anliegen. Zu den vielfältigen Projekten, die proDuisburg in den vergangenen Jahren angeleiert hat, zählt ein heimatkundliches Schulbuch, durch das Schüler vierter Grundschulklassen Wissen über ihre Heimatstadt vermittelt werden konnte. Ein weiteres Beispiel ist der Spendentauermarsch nach der Loveparade. Mit Hilfe von Spenden und Kooperationspartnern wurde an der Karl-Lehr-Straße ein Mahnmal für die Opfer errichtet, welches der Künstler Gerhard Losemann gestaltet hatte. Die Aktion setzte nicht nur in Duisburg Zeichen, sondern kommunizierte auch nach außen.

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Landgericht Duisburg: Loveparade-Prozess startet trotz Verzögerungstaktik der Verteidiger

Man sollte die Erwartungen nicht hoch schrauben:
Ein Kommentar

Von Petra Grünendahl

Landgericht Duisburg Außenstelle CCD Ost (Messe Düsseldorf) beim Loveparade-Strafprozess-Auftakt. Foto: Petra Grünendahl.

Nach einem verspäteten Beginn brauchte der vorsitzende Richter Mario Plein von der 6. Strafkammer des Landgerichts Duisburg eine gute Stunde, um die Anwesenheit der zehn Angeklagten und ihrer 32 Verteidiger sowie der 65 Nebenkläger (nicht alle waren persönlich anwesend) sowie ihrer 38 Rechtsvertreter und der benötigten Dolmetscher festzustellen. Mit Anträgen, die die Eröffnung des Prozesses über mehrere Stunden verzögerten, traten vor allem die Verteidiger auf den Plan: Ablehnung von zwei Ersatzschöffen wegen Befangenheit, die Anwesenheit möglicher Zeugen im Gerichtssaal oder Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Gerichts kosteten Zeit und manchen auch Nerven. Das 74-seitige Papier des Verteidigers, der die Rechtmäßigkeit des Gerichts anzweifelt, wird am kommenden Mittwoch erörtert. Der Verteidiger moniert, dass das Landgericht Duisburg nach der OLG-Entscheidung, die Klage zuzulassen, diese einer anderen Kammer zuordnete als der, die ursprünglich die Klage nicht hatte zulassen wollen Alles Fragen, die im Vorfeld rechtssicher geklärt werden müssen, will man nicht schon zur Prozesseröffnung Revisionsgründe liefern, die ein späteres Urteil angreifbar machen.

Erst mit reichlich Verzögerung konnte Richter Plein den Prozess gegen zehn Angeklagte eröffnen. Ab 15.48 Uhr verlas Oberstaatsanwalt Uwe Mühlhoff die Anklage. ^Die 556-seitige Klageschrift wirft den Angeklagten – sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg als Genehmigungsbehörde, vier Mitarbeiter von Veranstalter Lopavent – gravierende Fehler bei der Planung und Genehmigung der Großveranstaltung vor. Bis zu diesem Zeitpunkt am Nachmittag hatte sich der Gerichtssaal im CCD Ost (Kongresszentrum der Messe Düsseldorf) merklich weiter geleert. Weiterlesen

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Essen Motor Show 2017: 50 Years for Drivers and Dreams

Sportliche Fahrzeuge, Tuning, Oldtimer, Design-Studien, Unikate und Motorsport
Von Petra Grünendahl

Impressionen ovn der 50. Essen Motor Show 2017. Foto: Petra Grünendahl.


Tuning, Motor- und Rennsport, Formel 1 und sportliche Serienfahrzeuge sowie Unikate und Kuriositäten stehen im Fokus der Essen Motor Show, aber auch Werkzeug, Tuningteile und Zubehör locken während der zehntätigen Messe die Besucher. Überhaupt kommen Freunde sportlicher, veredelter und individualisierter Fahrzeuge hier auf ihre Kosten. Breiten Raum gewährt man auch Oldtimern (Classic Cars).

Zum Preview Day durften wir einen ersten Blick auf die Essen Motor Show 2017 werfen, die in diesem Jahr zum 50. Mal stattfindet. Den Schwerpunkt des PS-Festivals bilden Tuning, die sportlichen Fahrzeuge, Designstudien, Unikate und Kuriositäten, Oldtimer, Rennwagen und Formel 1. Die Fans zieht hier das Tuning von den großen Tunern ebenso wie private Tuningfahrzeuge sowie das nötige Zubehör und Werkzeuge. Automobilzulieferer der Segmente Reifen (Continental, Hankook, Toyo), Felgen und Fahrwerk runden das Angebot ab.

Impressionen ovn der 50. Essen Motor Show 2017. Foto: Petra Grünendahl.

Skoda zeigt den Yeti-Nachfolger Karoq, weitere überwiegend sportlich gestylte aktuelle Modelle sowie seine Rallye-Boliden und die vollelektrische Studie Vision E. Als weitere Autohersteller zeigen sich Ford, Lada, Peugeot, Porsche Motorsport und Renault Deutschland Motorsport, Shelby und VW Motorsport einem interessierten Publikum, verschiedene Marken sind über regionale Händler hier präsent. Freunde der automobilen Individualisierung (auch „Tuning“ genannt), die Schrauber, Bastler und Sammler finden reichlich „Material“ für ihr Hobby. Automobile Kunstwerke präsentieren rund 160 Besitzer in der tuningXperience mit einer Sondershow in Halle 1Aund einem Teil der Halle 9. Außerdem gibt es unter anderem am Stand von RuhrAutoE weitere Fahrzeuge mit Elektroantrieb, Ladesäulen-Konzepte sowie digitale Smart-City-Geschäftsmodelle.

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Duisburg: Stadtrat verabschiedet Haushalt für 2018

Rat beschließt neuen Zuschnitt der Dezernate –
Suche nach Rechts-, Personal- und Wirtschaftsdezernenten

Von Petra Grünendahl

Diskussionen vor der Sitzung des Stadtrates. Foto: Petra Grünendahl.

Nachdem der Haushalt der Stadt Duisburg für das Jahr 2018 mit Stimmen von SPD, CDU und der PSL-Fraktion verabschiedet worden war, begannen sehr kontroverse Diskussionen um den Neuschnitt der Dezernate im Rathaus und die Ausschreibungen für die dann drei unbesetzten Dezernentenstellen. Neben der Schaffung eines neuen Dezernats für Wirtschaft und Strukturentwicklung (Dezernat VII) ändern sich auch Zuschnitt und Aufgabenbereiche der anderen sechs Dezernate (vom Oberbürgermeister bis zu den bislang fünf Beigeordneten). Thomas Krützberg bekommt zusätzlich zu Familie, Bildung und Kultur die Bereiche Arbeit und Soziales (und damit auch das Jobcenter) zu seinem Zuständigkeitsbereich zugeschlagen. Carsten Tum bekommt zur Stadtentwicklung das Umweltamt inklusive Klimaschutz dazu. Zum Gesundheitsamt und dem gesundheitlichen Verbraucherschutz bekommt Ralf Krumpholz, der das Umweltamt abgibt, Integration, Feuerwehr und Zivilschutz sowie DuisburgSport hinzu. Völlig neu zugeschnitten wird das Dezernat IV (bislang Arbeit und Soziales, künftig: Personal, Organisation, Digitalisierung und bezirkliche Angelegenheiten) und das neue Dezernat VII (Wirtschaft und Strukturentwicklung). Zu den Ausschreibungen …

Oberbürgermeister Sören Link gratusliert seiner neuen Stellvertreterin, Stadtkämmerin und Stadtdirektorin Prof. Dr. Dörte Diemert. Foto: Petra Grünendahl.

Die beiden umfangreichsten Punkte der Tagesordnung – Haushaltsverabschiedung und Neuzuschnitt der Dezernate – wurden am Beginn der Sitzung zusammengefasst. Insgesamt 91 Tagesordnungspunkte mit mehr oder weniger Aussprachebedarf hatten die Duisburger Ratsleute in der letzten Sitzung des Jahres 2017 abzuarbeiten. Dazu kam noch ein nichtöffentlicher Teil mit einer knappen Handvoll an Punkten in Anschluss daran. Weiterlesen

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Duisburg-Bruckhausen: Matena-Tunnel wird mit 15.000 Tonnen Hüttensand verfüllt

Eine Besonderheit des 1912 gebauten Tunnels war der abknickende Bürgersteig. Dies war durch Stützelement für das Dach erforderlich geworden. Jetzt wird die Röhre mit rund 15.000 Tonnen Hüttensand verfüllt. Foto: tkse.

Jetzt rollen die Lkw und bringen Hüttensand in den Matena-Tunnel. Am Ende werden es rund 15.000 Tonnen sein, mit denen die in die Jahre gekommene Unterführung unter dem Werkgelände der Stahlsparte von thyssenkrupp verfüllt wird. Der 1912 erbaute Matena-Tunnel war stark einsturzgefährdet und deshalb aus Sicherheitsgründen Mitte 2013 geschlossen worden. Bei den Arbeiten berücksichtigt thyssenkrupp Steel Europe auch die Belange des Denkmalschutzes, da der Tunnel durch die Verfüllung nicht beschädigt wird, sondern als Ganzes erhalten bleibt. Wegen der historischen Bedeutung des Duisburger Bauwerks wird das zur Kaiser-Wilhelm-Straße gerichtete, verzierte Ost-Portal aufbereitet sowie ein kurzes Stück des Tunnels. In diesem Bereich gibt es später auch eine Info-Tafel für interessierte Bürger. Die Baumaßnahme soll im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen sein.

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MKM Museum Küppersmühle in Duisburg präsentiert Bernd Koberling

Natur und Landschaften in Abstraktion und Figuration
Von Petra Grünendahl

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017. Foto: Petra Grünendahl.

Seine erste Lapplandreise (Schweden) 1959 sei ein Rauscherlebnis gewesen, bekannte Bernd Koberling (*1938 in Berlin). Dort bekam er die Initialzündung das inhaltliche Lebensthema seiner Matlerei: die Landschaft. Jährliche Aufenthalte in Nord-Skandinavien wurden zur Regel. Später hieß sein regelmäßiges nordisches Ziel Island. Mit 17 hatte er das Gymnasium verlassen, eine Ausbildung als Koch begonnen und 1957 schließlich angefangen zu malen. Nach der Arbeit (als Koch) ging er an die Leinwand, der seine Leidenschaft galt: „Eine weiße Leinwand empfand ich immer als kreative Krise“, so Koberling. Eine Krise, eine Herausforderung, die gemeistert werden wollte. Studiert hat er dann an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, wo er – wie andere Westberliner Maler seiner Zeit – mit neuer amerikanischer Kunst in Berührung kam. Ihn beeinflusste die Verbindung von Abstraktion und Figuration der amerikanischen Künstler, die er in seine Malerei übernahm.

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017 (v. l.): Kurator.Christian Maylcha, Bernd Koberling und Museumsdirektor Walter Smerling stellten die Ausstellung vor Foto: Petra Grünendahl.

Mit der A1usstellung „Bernd Koberling 1963-12017“ zeigt das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen die bislang größte Retrospektive des Künstlers, der heute in Berlin und auf Island lebt. Rund 80 überwiegend großformatige Gemälde aus sechs Jahrzehnten sind in den Erdgeschossräumen des MKM als Sonderausstellung zu sehen. Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling stellte zusammen mit Bernd Koberling und Kurator Christian Malycha die Ausstellung, Leben und Werk des Künstlers vor. Finanziell gefördert wird die Sonderschau von der National-Bank AG in Essen. Die Ausstellung eröffnet in Anwesenheit des Künstlers am Donnerstag, 16. November, um 19 Uhr.

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Verband Duisburger Bürgervereine zeichnete Duisburger für besonderes Engagement mit dem Bürgerehrenwappen aus

Frank Schwarz, Harald Molder und Werner Halverkamps geehrt
Von Petra Grünendahl

Bürgerehrenwappen-Träger Harald Molder, Bürgerreporter beim Lokalkompass, engagierter Erforscher der Lokalgeschichte sowie Gründer und Vorsitzender der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. Foto: Petra Grünendahl.

Harald Molder hat sich immer zuerst als Einzelkämpfer für den Erhalt von Kulturgütern eingesetzt“, erklärte Bürgermeister Manfred Osenger, Laudator für den neuen Bürgerehrenwappen-Träger. Als Beispiele führte er die Initiative „Rettet Hüttenheim“ in den 1980er-Jahren, die Gründung des Bürgervereins Hüttenheim, der Matthias-Lixenfeld-Gesellschaft oder auch der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. an. Immer hat sich Molder für sein Engagement Mitstreiter gesucht, um Kulturgüter und Stadtgeschichte Duisburgs zu bewahren und für die Zukunft zu sichern. In vielen dieser Initiativen war Harald Molder federführend und dann auch in Vorstandsämtern aktiv. Darüber hinaus, so der Laudator, engagiere sich Molder in der Stadtgeschichtsforschung, im Sammeln und Bewahren von Zeitzeugenberichten aus der Vergangenheit und sei als Bürgerreporter beim Lokalkompass in ganz Duisburg ein gern gesehener Gast.

Mit dem Bürgerehrenwappen zeichnete der Verband Duisburger Bürgervereine 2017 für ihr Engagement für die Stadt Duisburg aus (v. l.): Frank Schwarz (Geschäftsführender Gesellschafter und Inhaber der Frank Schwarz Gastro Group FSGG), Hermann Weßlau (Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Harald Molder (Bürgerreporter beim Lokalkompass, engagierter Erforscher der Lokalgeschichte sowie Gründer und Vorsitzender der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V.) und Werner Halverkamps (seit über 15 Jahren erster Vorsitzender des Wanheimerorter Bürgervereins von 1874 e. V.). Foto: Petra Grünendahl.

Überall in Duisburg engagieren sich Menschen ehrenamtlich für die Stadt und ihre Bewohner. Jedes Jahr ehrt der Verband Duisburger Bürgervereine Menschen oder Organisationen für ihr besonders Engagement. Traditionell verleiht der Dachverband von Bürgervereinen in unserer Stadt diese Auszeichnungen im Ratssaal im Rathaus am Burgplatz – und das schon seit 1980. Drei neue Bürgerehrenwappen-Träger kommen in jedem Jahr hinzu. Ein Jeder von ihnen hat Außergewöhnliches für Duisburg geleistet. Die meisten von ihnen tun dies eher im Verborgenen. Mit dem Bürgerehrenwappen holen die Bürgervereine das Engagement dieser Menschen in die Öffentlichkeit, um vielleicht auch anderen einen Ansporn zu geben, sich in ihrer Stadt zu engagieren.

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Heinz Pischke und Dieter Ebels präsentieren Duisburgs „Vielfalt an Rhein und Ruhr“

Stimmungsvolle Aufnahmen von den vielen Gesichtern unserer Stadt
Von Petra Grünendahl

Dieter Ebels und Heinz Pischke: „Duisburg Vielfalt an Rhein und Ruhr“ ist erschienen im Wartberg Verlag.

Duisburg ist nicht nur Industrie und Hafen, Sportpark und MSV, auch wenn diese Dinge natürlich zur Identität unserer Stadt untrennbar dazu gehören. Was unsere Stadt ausmacht reicht von bekannten Ansichten wie Rathaus, Innenstadt, Innenhafen oder Landschaftspark Nord zu den eher unbekannten, aber doch einzigartigen Motiven wie Straßenzügen mit charakteristischen Häusern, Kirchen und Gebäuden, an denen auch Duisburger nicht alltäglich vorbei kommen. Das reicht vom Rathaus Hamborn und der Abteikirche über die Baerler Mühle oder die Bliersheimer Villenkolonie bis hin zum Eventschloss Pulp oder der St.-Hubertus-Kirche in Rahm mit ihrem Zwiebelturm. Streifzüge gehen nicht nur durch die Innenstadt und den Landschaftspark in Meiderich, sondern über auch über den Kaiserberg in Duissern mit Zoo und Ehrenfriedhof, den Mattlerbusch oder den Sportpark und die Sechs-Seen-Platte. Vieles offenbart Einblicke, die man nicht gleich mit einer Industriestadt wie Duisburg verbinden würde. Dazu gibt es gut verdauliche Informationen zu den Motiven.

Der Lifesaver Brunnen der Künstlerin Niki de Saint Phalle auf dem Titelbild signalisiert, wohin die Reise von Fotograf Heinz Pischke und Autor Dieter Ebels geht: Durch eine bunte Stadt, die hier ihre vielen unterschiedlichen Seiten zeigen darf. Die Reise geht mehr oder weniger durch das ganze Stadtgebiet, wobei man natürlich ob der Fülle der Möglichkeiten letztendlich eine Auswahl treffen musste, was an Bildern und Informationen schließlich den Weg ins Buch finden sollte. Die verschiedenen Perspektiven der Fotos schließt nicht nur Aufnahmen auf Augenhöhe oder aus höheren Gebäuden ein, sondern auch Luftbilder, die faszinierende Überblicke bieten. Weiterlesen

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Deutsche Oper am Rhein: Neuinszenierung von Wagners „Das Rheingold“ feierte Premiere im Theater Duisburg

Der Fluch des Rings: Von der Gier nach Gold und den Verlockungen der Macht
Von Petra Grünendahl

Die Rheintöchter (Kimberley Boettger-Soller, Iryna Vakula und Heidi Elisabeth Meier) verspotten den Zwerg Alberich (Stefan Heidemann). Foto: Hans Jörg Michel.

Die Rheintöchter (Heidi Elisabeth Meier, Kimberley Boettger-Soller und Irina Vakula) spielen ein übles Spiel mit dem „hässlichen“ Zwerg Alberich (Stefan Heidemann): Erst locken sie ihn mit ihren Reizen, dann demütigen sie ihn und weisen ihn ab. In ihrer Naivität verraten sie Alberich jedoch das Geheimnis ihres Schatzes, des Rheingolds. Der nach Zuwendung gierende Alberich schwört der Liebe ab, raubt das Gold, das ihm die Weltherrschaft verleiht, und schmiedet einen magischen Ring. Währenddessen hat Gott Wotan (James Rutherford) die Riesen Fasolt (Thorsten Grümbel) und Fafner (Lukasz Konieczny) seine Burg Walhalla bauen lassen – und ihnen dafür seine Schwägerin Freia (Anna Princeva) als Bezahlung versprochen. Nun fordern die Beiden ihren Preis. Sein Berater Loge (Raymond Very) hatte dem Gott versprochen, einen Weg aus diesem Handel zu finden. Für das Rheingold würden die Riesen auf Freia verzichten, so dass nun Wotan alles dran setzen muss, dem Nibelungen Alberich den Goldschatz abzujagen, was ihm und Loge nur mit einer List gelingt. Als sie dem Zwerg auch die Tarnkappe, die ihm sein Bruder Mime (Florian Simson) gefertigt hatte, und den Ring abnehmen, verflucht dieser den Ring und jeden unrechtmäßigen Besitzer.

Wotan (James Rutherford, m.) hat die Riesen Fafner (Lukasz Konieczny) und Fasolt,(Thorsten Grümbel) seine Burg Walhalla bauen lassen. Foto: Hans Jörg Michel.

Richard Wagners (1813–1883) „Das Rheingold“ feierte in der Neuinszenierung von Dietrich W. Hilsdorf eine begeisternde Premiere vor praktisch ausverkauftem Haus im Theater Duisburg. Der Vorabend des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ führt in die Geschichte ein, die Wagner in seinem Hauptwerk erzählt. Hier zeigen Zwerge (die Nibelungen), Riesen und Götter ihre „menschlichen“ Züge: Im Spiel um Macht und Herrschaft brillieren die Darsteller nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch. Weiterlesen

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Loveparade-Strafverfahren: Gericht lehnt Ergänzungsschöffin wegen Besorgnis der Befangenheit ab

Ergänzungsschöffin ist bei der Stadt Duisburg beschäftigt

Amts- und Landgericht Duisburg an der Königstraße. Foto: Petra Grünendahl,

Mit Beschluss vom 30. Oktober 2017 hat die 6. Große Strafkammer des Landgerichts Duisburg eine Ergänzungsschöffin im Loveparade- Strafverfahren wegen der Besorgnis der Befangenheit abgelehnt. Die Ergänzungsschöffin ist bei der Denkmalbehörde der Stadt Duisburg beschäftigt. Einer der Angeklagten war früher der hierfür zuständige Dezernent der Stadt Duisburg. Zwei Angeklagte sind derzeit Vorgesetzte der Ergänzungsschöffin. Diese Umstände hat die Ergänzungsschöffin dem Gericht selbst mitgeteilt.

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Sutton Zeitreise: „Straßenbahnen im Altkreis Moers“ zeigen alte Ansichten von Duisburg

Vom Vorläufer Dampfeisenbahn bis zur
letzten Fahrt der Oberleitungsbusse

Von Petra Grünendahl

Die Steinstraße am Neumarkt in Moers. Foto: Sammlung Stefan Lücke / Sutton Verlag.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verkehrten Postkutschen auf der heutigen Homberger Straße in Moers und der anschließenden Moerser Straße in Homberg (damals: Moers-Homberger Aktienstraße). Rege und wachsende Personenverkehre sorgten schließlich 1881 für den Beschluss, eine mit Dampfkraft betriebene Kleinbahn als feste Verbindung zwischen den beiden Städten im Landkreis Moers zu errichten. Allen Protesten zum Trotz – die Bahnstrecke verlief in Homberg und Hochheide nah an der Wohnbebauung – wurde die Linie gebaut, die am 1. November 1883 ihren Betrieb aufnahm. Der Schacht IV der Zeche Rheinpreußen machte Moers zur Bergbaustadt, die Kohleförderung zog Menschen in die Region, die die Dampfeisenbahn stärker nutzten. Beliebt war die Dampfbahn nie, so dass man schließlich über den Bau einer elektrischen Straßenbahn nachdachte.

Die Straßenbahnen fuhren vom Staatsbahnhof Homberg über die Bahnhofstraße und die Ruhrorter Straße bis zum Moltkeplatz. Foto: Sammlung Stefan Lücke / Sutton Verlag.

Der 1. Oktober 1908 markiert den eigentlichen Start der „Straßenbahnen im Altkreis Moers“, den Stephan Lücke in seinem gleichnamigen Buch reich bebildert dokumentiert und kenntnisreich kommentiert. Der in Moers aufgewachsene Fachjournalist ist ein profunder Kenner der Geschichte des Nahverkehrs auch in seiner Heimatstadt. Neben seinem eigenen Archiv nutzte Lücke das Stadtarchiv Moers sowie die Archive privater Sammler und Bildgeber für seine Recherchen, um den öffentlichen Personennahverkehr dieser Zeit im damaligen Kreis Moers anschaulich und detailliert zu beschreiben. Die Geschichte der Moerser Straßenbahn umfasste nicht nur die Strecke zwischen Moers und Homberg, sondern reichte bis nach Rheinhausen und Baerl im heutigen Duisburger Stadtgebiet sowie nach Duisburg-Ruhrort, Düsseldorf und Krefeld. Weiterlesen

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Loveparade-Strafverfahren: Weiteres Sachverständigengutachten liegt vor

Gedenktstätte für Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg am Alten Güterbahnhof.
Foto: Petra Grünendahl,

Prof. Dr. Gerlach, der von der Staatsanwaltschaft beauftragte weitere Sachverständige, hat heute den ersten Teil seines schriftlichen Gutachtens zu den Ursachen für die tragischen Geschehnisse bei der Loveparade 2010 vorgelegt. Die Staatsanwaltschaft hat dieses Gutachten dem Landgericht Duisburg als weiteres Beweismittel übergeben.

Der Schwerpunkt der umfangreichen Ausführungen des Sachverständigen (ca. 2.000 Seiten) liegt in der Betrachtung des Planungs- und Genehmigungsprozesses im Vorfeld der Loveparade 2010. Nach einer ersten – vorläufigen – Einschätzung stützen die bisherigen Erkenntnisse des Gutachters die Auffassung der Staatsanwaltschaft zu den Ursachen und Verantwortlichkeiten für das Unglück und ergänzen die bereits vorhandenen Beweismittel. Eine abschließende Bewertung der Gutachtenergebnisse setzt eine eingehende Prüfung des Gesamtgutachtens voraus.

Der Sachverständige arbeitet derzeit noch an einem weiteren Teil des Gutachtens, in dem er sich überwiegend mit den Abläufen am Veranstaltungstag befassen wird. Wie lange die Fertigstellung dauern wird, ist noch nicht absehbar.

Prof. Dr. Gerlach ist ein ausgewiesener Experte für Sicherheit und Besucherverkehr bei (Groß-)Veranstaltungen und verfügt über umfangreiche Qualifikationen und Erfahrungen, da er seit über 25 Jahren vielfach als Gutachter in diesem Bereich tätig geworden ist.

– Presseinformation der Staatsanwaltschaft Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Ballett am Rhein: Martin Schläpfers b.32 feierte Premiere im Theater Duisburg

Gott und die Welt: Rossinis Kirchenmusik in der Lebendigkeit und Heiterkeit des Tanzes
Von Petra Grünendahl

Martin Schläpfer: Petite Messe solennelle – Christine Jaroszewski, Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

Drei Arkaden säumen den Platz in einem italienischen Dorf. Die Akteure sind einfach gekleidet im Stil der 1940er-Jahre, Leute vom Land halt. „Fülle des Lebens, Zwiegespräch mit Gott, Tanz mit dem Tod“, fasste es Anne do Paço, Dramaturgin an der Deutschen Oper am Rhein, in der Einführung zusammen, was die Zuschauer auf der Bühne erwartet. Es sind Szenen voll getanzter Interaktion: Leidenschaft, aber auch Trauer oder Verzweiflung. In die sakralen Klänge von Solo- und Chorgesängen in Begleitung Klavier und Harmonium hat der Komponist Gioacchino Rossini (1792-1868) aber auch lebhafte und eher an sein Metier der komischen Oper erinnernde Klänge eingearbeitet. Diese Mischung aus Weltlichem und Göttlichem transportieren auch die Choreographie Martin Schläpfers und die ausdrucksstarken Ensemble-Tänzer vom Ballett am Rhein.

Martin Schläpfer: Petite Messe solennelle – Christine Jaroszewski, Ensemble. Foto: Gert Weigelt.

Martin Schläpfers Ballettabend b.32 mit seiner Choreographie von Gioacchino Rossinis „Petite Messe Solennelle“ feierte nach der Uraufführung in Düsseldorf im Juni nun eine begeistert gefeierte Premiere im Theater Duisburg. Minutelange teils stehende Ovationen verabschiedeten Schläpfer und die Akteure auf und hinter der Bühne. Rossini hatte das Werk 1863 für die Einweihung einer Privatkapelle eines Adligen komponiert. Was Rossini, der erfolgreichste und meistgespielte Opernkomponist seiner Zeit, als „Alterssünde“ bezeichnete, war sein sakrales Hauptwerk: eine Kirchenmusik, die Elemente seines Opernmetiers, der „Opera buffa“ (komischen Oper) aufgriff und integrierte. Diese sakrale Musik hat Martin Schläpfer in Tanz umgesetzt und eine Ballettchoreographie geschrieben, die die Stimmungen der Musik in Bildern und kleinen Szenen erzählt.

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Lange Nacht der Industrie: DK Recycling und Roheisen in Duisburg-Hochfeld

Mit einzigartigem Produktionsverfahren erfolgreich in
der Wiederverwertung eisenhaltiger Abfallprodukte

Von Petra Grünendahl

Dr. Carsten Hillmann, Technischer Geschäftsführer von DK Recycling und Roheisen in Duisburg-Hochfeld, führte Besuchergruppen durch die Produktion. Foto: Petra Grünendahl.

„Wir sind nicht die größten Produzenten von Roheisen, bieten aber mit rund 100 Legierungen eine einzigartige Vielfalt an“, erklärte Dr. Carsten Hillnann, Technischer Geschäftsführer von DK Recycling & Roheisen in Duisburg-Hochfeld. Rund 40 Besucher hatten sich zur ersten Führung der „Langen Nacht der Industrie“ eingefunden, um in zwei Gruppen durch die Produktion am Hochofen und in der Sinteranlage geführt zu werden. Duisburgs kleinster Hochofen* ist den wenigsten Duisburgern bekannt. Mit der Kupferhütte können sie mehr anfangen, aber das ist schon lange Vergangenheit. Kupfer wird hier schon lange nicht mehr gewonnen. In erster Linie ist es heute Roheisen, aber auch Zink, welche aus Abfallstoffen gewonnen und als Rohstoffe zur weiteren Verarbeitung in Gießereien geliefert werden.

DK Recycling und Roheisen in Duisburg-Hochfeld. Foto: Petra Grünendahl.

Zur Langen Nacht der Industrie hatte auch DK Recycling und Roheisen sein Tor für Werksführungen geöffnet, bei denen interessierte Besucher einem Einblick in die Produktionsprozesse bekamen. Neben dem Technischen Geschäftsführer begleiteten Leitende Angestellte des Unternehmens als Ansprechpartner die Gruppen. „Wir wollen den Leuten zeigen, was wir hier machen“, erklärte Dr. Hillmann die Intention, sich alle Jahre wieder an der Langen Nacht der Industrie zu beteiligen. Produziert wird sieben Tage die Woche im Drei-Schicht-Betrieb: im Hochofen, der Sinteranlage und im eigenen Kraftwerk, wo das Gichtgas der Hochofenproduktion überwiegend für den Eigenbedarf verstromt wird. Die DK ist trimodal angebunden an die Verkehrsträger Lkw, Bahn und Binnenschiff: Das Unternehmen verfügt am Rheinufer über eigene Kaianlagen.

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Zoo Duisburg: Tigernachwuchs im Flegelalter

Tigernachwuchs Makar und Arila toben mit Mutter Dasha im naturnahen Tigergehege im Zoo Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Mit einem Körpergewicht von bis zu 250 kg ist der Sibirische Tiger die größte Unterart des Tigers. Ehemals über große Teile Ostsibiriens, Nordostchinas und Koreas verbreitet, überlebt der Sibirische Tiger heute nur noch in wenigen Schutzgebieten im äußersten Osten Russlands. Der Wildbestand war in den 1930er Jahren bis auf etwa 30 Tiere zurückgegangen. Dank intensiver Schutzmaßnahmen hat er sich nach der Jahrtausendwende wieder auf etwa 400 Tiere erholt.

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Museum DKM in Duisburg präsentiert Nikolaus Koliusis’ Blaubeziehung

Raumerlebnisse: Wenn die Spiegelung interessanter ist als das Original
Von Petra Grünendahl

DKM-Museumsgründer Klaus Maas. Foto: Petra Grünendahl.

„Nikolaus Koliusis haben wir die meisten Ausstellungen gewidmet“, erklärte Klaus Maas, Gründer des Museums DKM. „Ihr ward die ersten, die meine Werke gekauft haben“, entgegnete der Künstler. Schon in der früheren Galerie der Stiftung DKM im Innenhafen waren Werke von Nikolaus Koliusis (*1953) zu sehen gewesen. Der frühere Architektur-Fotograf entwickelt in der Kunst „Räume“, in denen seine Werke wirken. Er macht Materialien und Techniken der Fotografie zum Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit, die häufig dreidimensional ist und räumlich wirkt. Er spielt mit Reflektionen und Blickwinkeln, sich verändernden Perspektiven vom realen Objekt und seiner Spiegelung. Spiegelung, Transparenz und die Farbe Blau durchziehen seine Arbeiten wie der sprichwörtliche rote Faden. Einige seiner Werke sind in der Dauerausstellung laufend zu sehen. Nun haben ihm die Museumsgründer der Stiftung DKM eine Wechselausstellung gewidmet.

Lichtkünstler Nikolaus Koliusis. Foto: Petra Grünendahl.

Ab dem 14. Oktober 2017 zeigt das Museum DKM unter dem Titel „Blaubeziehung“ eine umfassende Werkschau des Lichtkünstlers Nikolaus Koliusis‘ (*1953) mit Arbeiten seit den frühen achtziger Jahren, die größte bislang in Deutschland gezeigte Einzelausstellung des Künstlers. Die Farbe Blau ruft vielfältige Reaktionen hervor. Sie wirkt beruhigend, ausgleichend, aber auch kühl. Wir assoziieren Blau mit Himmel und Meer, mit Weite, Ferne und Sehnsucht. Für Koliusis, dessen Werk von der Farbe Blau bestimmt ist, handelt es sich sowohl um eine romantische, eine poetische wie auch eine abstrakte Farbe. Der Titel meint nicht nur diesen Beziehungsreichtum der realen Farbe Blau zu imaginären Konzepten. Weiterlesen

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Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert „Laar, Beeck, Beeckerwerth in historischen Fotografien“

Von der Dörflichkeit erster Zechensiedlungen
hin zur Industrie-Großstadt

Von Petra Grünendahl

Beeckerwerth: „Haus Knipp“, 1292 erstmals urkundlich erwähnt und hier in einer Ansicht um 1930, musste 1939 einer Deicherhöhung weichen. Bildquelle: Reinhold Stausberg/ Sutton Verlag.

August Thyssen kaufte Anfang des 20. Jahrhunderts den Großteil des Grundeigentums Beeckerwerth auf, der Ortsname bedeutet so viel wie „Beecker Insel“. Haus Knipp, 1292 erstmals urkundlich erwähnt und eines der fünf Gebäude, die damals auf Karten des Areals verzeichnet waren, musste 1939 einer Rheindeicherhöhung weichen. Ab 1894 zogen fünf Ziegeleien Arbeiter und ihre Familien nach Beeckerwerth, ab 1916 war es die Zeche. Die Kohleförderung in der Beeckerwerther Zeche wurde 1963 stillgelegt, ebenso wie früher oder später die Zechen in Laar und Beeck. Lediglich Thyssens Stahlwerk ist noch in Betrieb.

Das „Restaurant zum Schützenhaus“ am Ortseingang von Beeck: Blick von Laar aus in die Kaierstraße (heute Friedrich-Ebert-Straße). Bildquelle: Heinz Pischke/ Sutton Verlag.

Wichtig für die Geschichte von Beeck ist der 947 erstmals erwähnte Oberhof. In Beeck haben sich die Beecker Kirmes (seit 1549) und die König Brauerei (seit 1858) bis heute gehalten. Laar wurde erstmals 1280 urkundlich erwähnt. In Laar ist das Hütten- und Stahlwerk der Aktiengesellschaft Phoenix Vergangenheit. Das Werk war 1926 mit den Rheinischen Stahlwerken zur Vereinigte Stahlwerke AG Hütte Ruhrort-Meiderich zusammengelegt worden. 1973 übernahm die August-Thyssen-Hütte AG die Mehrheit. Was noch an Betriebsteilen und Anlagen von Phoenix steht, gehört entweder thyssenkrupp – wie zum Beispiel das Kraftwerk „Hermann Wenzel“ – oder Arcelor-Mittal.

Der Laarer Dom an der Kaierstraße (heute Friedrich-Ebert-Straße) auf einer Ansichtskarte, die 1910 verschickt wurde. Bildquelle: Reinhold Stausberg/ Sutton Verlag.

In ihrem neuen Buch „Laar, Beeck, Beeckerwerth in historischen Fotografien“ haben die Autoren der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. den größten Raum dem Kapitel mit den Stadtteilansichten gewidmet. Das ist nur zu verständlich, geht der Spaziergang in die Vergangenheit doch durch drei Stadtteile, die bis zur Eingemeindung nach Ruhrort 1904 alle ab 1886 der Bürgermeister Beeck angehörten. Am Donnerstag, 19. Oktober 2017, um 19 Uhr stellt Harald Molder das Buch im „Deichtreff“ der Bürgervereinigung Laar an der Deichstraße 55 vor.

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Deutsche Oper am Rhein: Familienoper „Gullivers Reise“ feierte begeisternde Premiere im Theater Duisburg

Als der kleine Schiffsjunge zum Riesen und zum Friedensstifter wurde
Von Petra Grünendahl

Bruno Balmelli (König), Richard Šveda (Skyresch), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

In einer stürmischen Nacht kann sich nur der Schiffsjunge Gulliver (Ibrahim Yesilay) mit Hilfe eines magischen Rubin-Rings vom kenternden Schiff retten. Auf der Insel Liliput angespült drückt er dort erst einmal die Flotte des Königs platt, die für ihn eher Spielzeuggröße hat. Obwohl das Mädchen Vaniliput (Iryna Vakula) ihren König (Bruno Balmelli) davon überzeugt, dass Gulliver ein „guter“ Riese ist, findet er dort nicht nur Freunde. Sowohl der Großadmiral Skyresch (Richard Šveda), der den Krieg für seine Macht braucht, und Königstochter Rosalila (Lavinia Dames), die ihrerseits auf Gullivers Rubin-Ring scharf ist, sind ihm feindlich gesinnt. Er schlägt die feindlichen Blefuscudier in die Flucht, bevor diese ihn vor dem seinen Tod fordernden Skyresch retten und zur Flucht verhelfen.

Ibrahim Yeşilay (Gulliver). Foto: Hans Jörg Michel.

Gerald Reschs (*1975) Familienoper „Gullivers Reise“ ist die vierte Auftragskomposition im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“. Nach ihrer Uraufführung in Dortmund feierte das Stück jetzt auch vor einem begeisterten Publikum im Theater Duisburg seine Premiere. Viele Kinder insbesondere im Grundschulalter kamen mit Eltern, die häufig ebenfalls zum ersten Mal das Stadt-Theater besuchten. Nicht wenige von ihnen hatten den „Türöffner“-Tag des Theaters genutzt, um vorher schon einen ersten Eindruck vom Theaterbetrieb zu bekommen.

Kindgerecht umgesetzt hatte Schauspielautor John von Düffel ein Kapitel aus dem Buch „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift: Sein Theaterstück hat er schließlich weiterentwickelt für einen Operntext (Libretto), den der österreichische Komponist Resch dann vertonte. Für die „Jungen Opern Rhein-Ruhr“ inszenierte Regisseur Marcelo Diaz das Kinderstück. Weiterlesen

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Verkehrssicherheitsaktion in Rheinhausen: Lichtcheck fürs „Sehen und gesehen werden“

Fahrradmechaniker der Radstation prüfen Schülerfahrräder:
Nur Armleuchter fahren ohne Licht

Von Petra Grünendahl

Sehen und gesehen werden: Fahrrad-Lichtcheck am Krupp-Gymnasium in Rheinhausen: Fahrradmechaniker Roland van der Heijden überprüft das Fahrrad, während PHK Jörg Woytena Tipps zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr gibt. Foto: Petra Grünendahl.

„Wie oft kriegen wir von Autofahrern zu hören: Ich habe den Radfahrer nicht gesehen“, erzählte Polizeihauptkommissar (PHK) Jörg Woytena von der Verkehrunfall-Prävention der Polizei Duisburg. Rund 30 Jahre habe er als Streifenpolizist Unfälle aufgenommen: Die Klagen blieben die gleichen. Und „nicht gesehen“ bedeutet nur allzu häufig: Dunkle Kleidung und weder funktionierende Beleuchtung noch Reflektoren am Fahrrad, die sämtlich heutzutage laut Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) Pflicht sind. Dort, wo Eltern oder Erwachsene überhaupt eher mit schlechtem Beispiel voran gehen, will die Stadt Duisburg bei den Kindern gegensteuern: Mit einem Lichtcheck beim Fahrrad für Schüler der Klassen 5 bis 7. Denn: „Es ist schon erschreckend, wie Eltern ihre Kinder mit Fahrrädern auf die Straße schicken“, klagte Peter Steinbicker, Fahrradbeauftragter der Stadt.

Fahrrad-Lichtcheck am Krupp-Gymnasiumin Rheinhausen: Während Yvonne Heynk das Fahrrad überprüft, beantworteten Wolfgang Voßkamp (ADFC) und PHK Jörg Woytena die Fragen der Schüler. Foto: Petra Grünendahl.

In Zusammenarbeit mit der Polizei Duisburg, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte NRW (AGFS), dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und der Radstation Duisburg lädt die Stadt jedes Jahr zum Herbstbeginn alle Schulen in Duisburg zur Aktion „Sehen und gesehen werden: Nur Armleuchter fahren ohne Licht“ ein. Die Aktion findet bereits seit fünf Jahren statt. In diesem Jahr dabei sind die beiden Rheinhauser Schule auf dem Flutweg: die Heinrich-Heine-Gesamtschule und die Europaschule Krupp-Gymnasium, welches zum vierten Mal dabei war. Resonanz und Begeisterung bei Lehrern und Schülern habe sich über die Jahre gehalten, erzählte die stellvertretende Schulleiterin Benedikte Herrmann.

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Sitzung im Rat der Stadt: Haushaltsentwurf für 2018 in Duisburg vorgestellt

Sicherung der Fußgängerzone Königstraße sowie Erschließungen und Planverfahren einstimmig verabschiedet
Von Petra Grünendahl

Oberbürgermeister Sören Link. Foto: Petra Grünendahl.

„Der Haushalt 2018 steht für Kontinuität, Seriosität und zielgerichtete Investitionen. Und er hilft uns dabei, die Weichen Richtung Zukunft zu stellen“, erklärte Oberbürgermeister Sören Link in seiner Etatrede im Rat der Stadt. Er zählte Faktoren wie das Wiedererstarken kommunaler Töchter, die Ansiedlung von Hotels, Ausweisung neuer Wohngebiete und Gewerbeflächen sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandortes auf, die zum erreichen des ausgeglichenen Haushalts beigetragen hätten. „Ich werde mich auch zukünftig für solide Haushaltspolitik in dieser Stadt stark machen. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nur den Rotstift kreisen lassen. Ganz im Gegenteil: Mit zielgerichteten Investitionen tragen wir zu einer nachhaltigen Entlastung der Stadt bei“, sagte der Oberbürgermeister. Duisburg werde bei Investoren wieder wahrgenommen, so Link. Er versprach aber auch nicht nachzulassen, da eine volle Kostenerstattung einzufordern, wo Land und Bund den Kommunen Aufgaben übertragen. Wer die Musik bestellt, müsse sie bitteschön auch bezahlen, forderte auch Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert in ihrer Etatrede.

Rathaus am Burgplatz. Foto: Petra Grünendahl.

Nachdem der gerade wiedergewählte Oberbürgermeister Sören Link Rechtsdezernentin Dr. Daniela Lesmeister, die Mitte Oktober Duisburg in Richtung Düsseldorf verlässt, verabschiedet und für ihre Verdienste in den letzten drei Jahren gewürdigt sowie Sevket Avci als neuen CDU-Ratsherren verpflichtet hatte, brachte er den Haushaltsentwurf für 2018 in die Ratssitzung ein. Mit dem Haushaltsplanentwurf hat die Stadtverwaltung dem Rat der Stadt Duisburg seit dem Jahresabschluss 2015 zum vierten Mal in Folge einen ausgeglichen Haushalt präsentiert. Weiterlesen

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Homberg-Hochheide: Asbestsanierung der Weißen Riesen kann weiter laufen

Der zur Sprenung vorgesehene Weiße Riese an der Friedrich-Ebert-Straße 10-16 in Homberg-Hochheide. Foto: Petra Grünendahl.

Gerüchte um den Abriss des Weißen Riesen an der Friedrich-Ebert-Straße gab es schon länger – seit der erste Termin für die Sprengung am 3. September 2017 abgesagt worden war. Jetzt liegen Zahlen auf dem Tisch, die der Rat der Stadt Duisburg in seiner morgigen Sitzung absegnen wird, damit es auf der Abrissbaustelle in Hochheide endlich weiter geht. Hier die Erklärung der Stadt Duisburg:

Die Abbrucharbeiten des „Weißen Riesen“ in Homberg-Hochheide mussten verschoben werden, da Gutachter weiteren Asbest in Putz- und Spachtelmassen gefunden hatten. Nach jetzigem Stand wird deshalb mit einer Verlängerung der Abbruchdauer um sieben bis acht Monate gerechnet. Es entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro.

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OB Sören Link, MdB Bärbel Bas und Mahmut Özdemir klare Gewinner, DOC-Gegner siegten nur knapp

Duisburg noch fest in SPD-Hand vor der CDU,
aber AfD als drittstärkste Kraft

Von Petra Grünendahl

Oberbürgermeister Sören Link mit Ehefrau Sonja nach seinem Wahlsieg auf dem Weg zum Ratssaal. Foto: Petra Grünendahl,

Während Oberbürgermeister Sören Link nach Bärbel Bas und Mahmut Özdemir (alle SPD) schon relativ früh jubeln konnte, mussten die DOC-Gegner und –Befürworter bis spät in die Nacht gedulden, als alle Stimmbezirke ausgezählt und gemeldet worden waren: Denkbar knapp war das Ergebnis und der Vorsprung derer, die ein DOC in Duisburg ablehnen. Der amtierende OB hatte sich in einem überschaubaren Kandidatenfeld für viele (auch Genossen) überraschend schon im ersten Wahlgang durchgesetzt. Unangefochten im Rennen waren aber auch die Direktkandidaten der SPD. Die AfD wurde drittstärkste Kraft nach SPD und CDU (in dieser Reinfolge zumindest in Duisburg, bundesweit war es eher umgekehrt). Nicht wirklich eine Überraschung, hatten sich doch allzu viele in Protest von SPD und CDU abgewandt.

Spannung und Feierlaune im Wahlinformationszentrum im Duisburger Rathaus
Foto: Petra Grünendahl,

Mit der absoluten Mehrheit von 56,88 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen führt Oberbürgermeister Sören Link jetzt weitere acht Jahre in Duisburg Amtsgeschäfte und Verwaltung. Relative Mehrheiten fuhren auch die Direktkandidaten der SPD für den Bundestag ein, die für Bärbel Bas (38,27 Prozent im Wahlkreis 115) und Mahmut Özdemir (34,73 Prozent im Wahlkreis 116) die Rückkehr nach Berlin bedeuten. Thomas Mahlberg (CDU, 28,67 Prozent im Wahlkreis 115) wird wohl über die Landesliste in den Bundestag einziehen, Volker Mosblech (CDU, 26,46 Prozent im Wahlkreis 116) dürfte wohl nicht wieder nach Berlin fahren. Den Bürgerentscheid zum DOC entschieden die Outlet-Gegner von „Ja zu Duisburg“ ganz knapp für sich (51,09 Prozent).

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DeltaPort vor Ort: Mit Weitblick in die Zukunft

Ausweisung neuer Ansiedlungsflächen, Baumaßnahmen und Inbetriebnahme von Anlagen
Von Petra Grünendahl

DeltaPort-Hafenchef Andreas Stolte. Foto: Petra Grünendahl.

Bestehende Partnerschaften weiter stärken, Wertschöpfung in die Region tragen und Arbeitsplätze schaffen: Auf diesen drei Standbeinen will Andreas Stolte, seit gut 15 Monaten Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG, die Hafenverbundgesellschaft der Städte Wesel und Voerde sowie des Kreises Wesel für die Zukunft aufstellen. Nachhaltige Investitionen stellten die Zukunftsfähigkeit sicher, denn Anlagen in der Logistik seien extrem langlebige Wirtschaftsgüter, so Stolte. Auf gutem Kurs sieht er die drei Häfen des Verbundes, die sich jeder für sich spezialisiert hätten: Im Stadthafen liege der Schwerpunkt auf Schüttgut, in Emmelsum bei Stückgut und Containern und im Rhein-Lippe-Hafen (der ehemalige Ölhafen) würden primär Schwergut und Flüssiggut verladen.

Die Weseler Rheinbrücke. Im Hintergrund sieht man den Stadthafen Wesel. Foto: Petra Grünendahl.

Bereits zum fünften Mal seit seiner Gründung 2012 hatte der Hafenverbund DeltaPort gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen in den Häfen Kunden aus der Logistik sowie der lokalen Politik und Verwaltung eingeladen, sich an den einzelnen Hafenstandorten einen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklungen zu verschaffen. Rund 200 Interessierte fuhren auf dem Weseler Fahrgastschiff „River Lady“ durch die Hafenstandorte. Neben Andreas Stolte zeigten Unternehmen wie Contargo Rhein-Waal-Lippe, Hülskens, Jerich, Rhenus Port Logistics, Sappi Logistcs Wesel sowie Hegmann Schwerlast Terminal Niederrhein ihre Fortschritte in den Häfen und gaben Ausblicke auf künftige Entwicklungen.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein ließ DOC-Investoren, Befürworter und Gegner zu Wort kommen

Positionen abgesteckt: Pro und Contra Designer Outlet auf dem alten Güterbahnhof
Von Petra Grünendahl

Sebastian Sommer, Geschäftsführer von Neinver Deutschland. Foto: Petra Grünendahl.

„Auch in Zweibrücken war der Widerstand groß, als wir das Outlet 2008 übernahmen“, erzählte Sebastian Sommer, Geschäftsführer von Neinver Deutschland. Neinver ist der potenzielle Betreiber für ein Designer Outlet, welches auf dem alten Güterbahnhofsgelände entstehen soll. Dieses Projekt ist in Duisburg umstritten, ein Bürgerentscheid soll klären, ob Stadt und Investor ihre Planungen weiter verfolgen können. Mit aktuell 15 Outlet-Centern in sieben Ländern ist das in Spanien beheimatete inhabergeführte Familienunternehmen Neinver zweitgrößter Outlet-Betreiber in Europa. Sommer schilderte Zweibrücken als Erfolgsgeschichte – nicht nur für Neinver, sondern auch für die Region. Rund 1.200 Arbeitsplätze seien dort entstanden, über 70 Prozent sozialversicherungspflichtig, führte Sommer an. Mit 1.500 Arbeitsplätzen rechne er für Duisburg.

Diskutierten über Pro und Contra DOC (v. l.): Sebastian Sommer (Neinver), Kurt Krieger (Eigentümer des Grundstücks), Uwe Gerste (Sachkundiger Bürger) und Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum. Foto: Petra Grünendahl.

Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein hatte die Investoren eines möglichen DOC (Designer Outlet Center) auf dem alten Güterbahnhofsgelände, Befürworter und Gegner des Projekts eingeladen. Bei einer Podiumsdiskussion im TecTower konnten sich Club-Mitglieder und Gäste über das Für und Wider einer solchen Ansiedlung auseinander setzen. Neben Sebastian Sommer vertraten Grundstückseigentümer und Projektentwickler Kurt Krieger, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum sowie als erklärter Outlet-Gegner der Sachkundige Bürger Uwe Gerste, Touristik-Experte und ehemaliger Geschäftsführer der Duisburg Marketing, auf dem Podium ihren Standpunkt. Die Diskussion und Stimmen aus dem Publikum rundeten einen Event ab, der interessante Einblicke vermittelte und von dem man durchaus neue Blickwinkel mitnehmen konnte.

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MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Karl Fred Dahmen

Das „Prinzip Landschaft“ auf Leinwand und in Objektkunst
Von Petra Grünendahl

Das MKM zeigt Karl Fred Dahmen „Das Prinzip Landschaft“ in der Küppersmühle. Foto: Petra Grünendahl.

Ausgehend vom Frühwerk, in dem sich der Einfluss Pariser Künstler spiegelt, legt das Museum Küppersmühle den Fokus auf die abstrakten und informellen Gemälde der 1950er- und 1960er-Jahre, die seine Schaffensphase im Rheinland prägen. Objektkästen und Polsterbilder der späten 1960er- und 1970er-Jahre stammen aus seiner Zeit im Chiemgau, wohin er 1967 für eine Professur an der Münchner Akademie für Bildende Künste umgesiedelt war. Und schließlich schlägt die Ausstellung den Bogen zu den ‚Furchenbildern‘, mit denen Karl Fred Dahmen (1917-1981) in den letzten Jahren vor seinem Tod zur Leinwand zurückkehrt. Wie vielen seiner Künstlerkollegen ging es ihm um nichts weniger als einen grundlegenden Neuanfang in der Kunst nach der Zäsur durch Nationalsozialismus und Weltkrieg. Als Mitbegründer der „Gruppe 53“ und Teilnehmer der „documenta II“ ist Dahmens Name insbesondere mit dem deutschen Informel verbunden, dabei hat er die „Abstraktion als Weltsprache“ immer als Experiment mit offenem Ausgang begriffen.

Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling (rechts) stellte zusammen mit Kuratorin Ina Hesselmann (Mitte) und der Dürener Museumsdirektorin Renate Goldmann (links) die Doppel-Werkschau im MKM vor. Foto: Petra Grünendahl.

Dass Karl Fred Dahmen in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern würde, hat das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst zum Anlass genommen, zusammen mit dem Leopold-Hoesch-Museum in Düren die bislang umfangreichste Retrospektive mit weit über 100 Werken des Künstlers zu zeigen. Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling stellte zusammen mit Kuratorin Ina Hesselmann und der Dürener Museumsdirektorin Renate Goldmann die Doppel-Werkschau im MKM vor. Dabei liegt der Duisburger Schwerpunkt auf der Malerei und der Objektkunst, während in Düren das graphische Werk gezeigt wird. Neben Werken aus dem Bestand der Sammlung des Darmstädter Ehepaares Sylvia und Ulrich Ströher komplettieren viele Leihgaben die Sonderschau. Die Ausstellung in den Erdgeschossräumen des MKM eröffnet Museumsdirektor Smerling zusammen mit dem neuen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet und Thomas Rüschen, Vorstandsvorsitzender von Ausstellungssponsor Sal. Oppenheim Privatbank, am Donnerstag, 21. September, um 19 Uhr.

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Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg: Nachwuchswerbung mit der „Nacht der Ausbildung“

Für Absolventen aller Schulformen interessant
Von Petra Grünendahl

Auch die konventionelle Maschinentechnik will beherrscht werden: Schlosser-Azubi Florian bei der Arbeit. Foto. Petra Grünendahl.

In der Ausbildungswerkstatt 2 erklärte Azubi Vincent interessierten Besuchern verschiedene Schweißnähte beim MAG-Schweißen. Eine Station weiter zeigte Dennis Figuren aus Stahl, die er mit einem Wasserstrahlschneider mit 3.600 bar Druck „geschnitten“ hatte. Schlosser-Azubi Florian erklärt den Maschinenpark: Konventionelle Maschinen ebenso wie die modernen computergesteuerten CNC-Maschinen, die heute vielfach im Einsatz sind. Aber nicht nur Azubis waren für interessierte Jugendliche und Schüler ansprechbar, auch Mitarbeiter in der Ausbildung standen Rede und Antwort. Im Bereich für Instandhaltung und Steuerungstechnik erklärte Oscar Hammerschmidt (heute freigestellter Betriebsrat, davor 32 Jahre lang in der Aus- und Weiterbildung beschäftigt), den Aufbau der Ausbildung mit zwei Jahren Grundausbildung und weiteren anderthalb Jahren (bei Lehrzeitverkürzung ein Jahr) fachlicher Diversifizierung und Spezialisierung sowie die Anforderungen für die Abschlussprüfung.

Nachwuchswerbung bei HKM: die „Nacht der Ausbildung“ fand bereits zum fünften Mal statt. Foto: Petra Grünendahl.

Bereits zum fünften Mal gab HKM, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, mit einer speziellen „Nacht der Ausbildung“ Einblicke in sein Ausbildungswesen und die Möglichkeiten, die Schulabgängern im Hüttenheimer Stahlwerk offen stehen. Die HKM GmbH ist Tochter von thyssenkrupp Steel Europe AG, Salzgitter Mannesmann GmbH und Vallourec Tubes SAS (ehemals Mannesmannröhren-Werke), für die HKM mit rund 3.000 Mitarbeitern auch ausschließlich in der Vormaterialerzeugung tätig ist. Rund 50 Auszubildende stellt HKM in jedem Jahr neu ein. Entsprechend rundete ein Bewerbungscenter die „Nacht der Ausbildung“ ab.

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Duisburg Ruhrort: Ein Park für die Mercatorinsel

Auf der Mercatorinsel (v.l.n.r.): Markus Teuber, Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG, Volker Heimann, Leiter Amt für Umwelt und Grün, Mahmut Özdemir MdB, Oberbürgermeistern Sören Link, Erich Staake, Vorstandsvorsitzender Duisburger Hafen AG und Umweltdezernent Dr. Ralf Krumpholz. Foto: Stadt Duisburg.

„An kaum einem anderen Ort in Duisburg lässt sich das spannende Zusammenspiel zwischen Natur, Industriekulisse und Hafen so gut erleben wie hier. Schon lange gab es Pläne, diese Fläche zu entwickeln. Nun werden sie Realität. Ich freue mich sehr, dass wir den Duisburgerinnen und Duisburgern, aber auch unseren Besuchern bald ein neues attraktives Ausflugsziel bieten können,“ so Oberbürgermeister Sören Link. Erich Staake ergänzt: „Damit schaffen wir ein attraktives Umfeld für unsere Skulptur ,Echo des Poseidon‘ von Markus Lüpertz. Dies eindrucksvolle Kunstwerk hat sich zu einem touristischen Publikumsmagneten weit über Duisburg hinaus entwickelt. Wir schaffen also Arbeitsplätze auf der Mercatorinsel und werten diese gleichzeitig durch die Parkanlage für Bürger und Touristen auf.“

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Lehmbruck Museum Duisburg feiert mit einer Studio-Ausstellung 25 Jahre Rheinorange

Von Strahlkraft und Identitätsstiftung
Von Petra Grünendahl

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

“Orange ist die Farbe mit der größten Strahlkraft auch im schlechter werdenden Licht von Sonnenauf- oder –untergängen“, erklärte der Kölner Künstler Lutz Fritsch (*1955) seine Farbwahl, zu der er ebenso wie Ort und Form der Skulptur erst im Laufe eines Findungsprozesses gekommen war. Dass das „Rheinorange“ in seiner seidenglänzenden Lackierung in Reinorange (RAL 2004) später zu ihrem Beinamen „Glühende Stahlbramme“ gekommen ist, zeige, so Fritsch, wie sehr diese erste Landmarke Deutschlands in Duisburg angenommen und zum Identitätsstifter wurde. Von der Initiierung über Ideenfindung bis hin zur Realisation hat das Lehmbruck Museum zusammen mit dem Kölner Künstler Briefe, Zeichnungen und Materialien zusammengestellt. Ein Film über den Zusammenbau der 120 Einzelbleche, die alle in Duisburg gefertigt und von Arbeitern der Krupp Industrietechnik Rheinhausen zusammengeschweißt worden waren, rundet die Dokumentation des Duisburger Wahrzeichens ab

Gruppenbild mit Rheinorange (v. l.): Kulturdezernent Thomas Krützberg, der Kölner Künstler Lutz Fritsch, Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla und Anja Süselbeck (Sprecherin der Wirtschaftsjunioren). Foto: Petra Grünendahl.

Ein gutes Jahr nach der Restaurierung feiert das Rheinorange sein 25-jähriges Jubiläum. In seiner Studio-Ausstellung zeigt das Lehmbruck Museum die Entstehungsgeschichte des Rheinorange. Die Wirtschaftsjunioren Duisburg hatten 1989 initiiert, Kunst in den Duisburger Hafen zu bringen, und bei Unternehmern und in der lokalen Wirtschaft für finanzielle Unterstützung geworben. Diese Unterstützung der Wirtschaft hält bis heute an: Erst im vergangenen Jahr hatte die Skulptur aufwendig restauriert werden müssen. Das bis dahin ein wenig in die Jahre gekommene Kunstwerk erstrahlt seitdem in neuem Glanz. Die 83 Tonnen schwere Skulptur an der Mündung von Rhein und Ruhr gehört dem Lehmbruck Museum. Eröffnet wird die Studio-Ausstellung in den Museumsräumen am Samstag, 16. September.

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„Sammlerstücke“: die neue Veranstaltungs-Location in Moers

Stilvoll Feiern im Industriekultur-Ambiente mit Oldtimern
Von Petra Grünendahl

Die ehemalige Maschinenhalle des Bergwerks Rheinpreußem beherbergt heute „Sammlerstücke“. Foto: Petra Grünendahl.

Zur Eröffnung zeigte die neue Event-Location „Sammlerstücke“ den Besuchern ihre Möglichkeiten auf. Foto: Petra Grünendahl.

Die alte Maschinenhalle der Zeche Rheinpreußen ist fachmännisch und mit viel Liebe zum Detail saniert. Der Ort atmet Industriekultur mit ihrem sehr eigenen Ambiente. In diesem Umfeld finden nun auch eine Reihe von Oldtimern ihren Standplatz in Glasgaragen, zu denen die Stellplatzinhaber rund um die Uhr Zutritt haben, die allerdings hochmodern abgesichert sind. „Sammlerstücke“ heißt dieser Ort, an dem gerade mit Catering und der durch den Hallenkomplex ziehende Band Speedo für die passende Stimmung die offizielle Eröffnung gefeiert wurde. Die Eigentümer, die hier auch ihre eigenen Oldtimer stehen haben, möchten diesen Ort für Veranstaltungen etablieren, der Unternehmen wie Privatleuten Tagungen, Kongresse, Präsentationen und eben Feierlichkeiten in einem einzigartigen Ambiente ermöglicht. Auch Kulturveranstaltungen und Konzerte können sich die Eigentümer der Halle vorstellen, in ihre Location nach Moers zu holen.

Wollen ihre Location „Sammlerstücke“ für Veranstaltungen in der Region etablieren (v. l.): Peter Gilardone und Carlo Philippi. Foto: Petra Grünendahl.

Die historische Bausubstanz hatte die Unternehmer Peter Gilardone und Carlo Philippi gelockt, als eine der alten Hallen am Eurotec-Ring in Moers zum Verkauf stand. „Als wir die sanierungsbedürftige Halle zum ersten Mal sahen, sollte sie als Lager für Akten genutzt werden“, erklärt Peter Gilardone, der im Technologiepark ein eigenes Maschinenbau-Unternehmen führt, die Entstehungsgeschichte. „Aber vor unserem geistigen Auge entstanden gleich lebendige Bilder einer Halle mit vielen, spannenden Möglichkeiten. Neben der Unterbringung von exklusiven Fahrzeugen haben wir direkt das Potenzial für eine außergewöhnliche Event Location erkannt.“ – „Wir wollen Unternehmen aus ganz NRW und auch Kulturveranstaltungen nach Moers holen“, so Carlo Philippi, der bereits seit Jahren in Gelsenkirchen erfolgreich die Event-Location Lüttinghof – Burg am Wasser betreibt. Weiterlesen

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Loveparade-Strafverfahren: Kammer lehnt Schöffen wegen Besorgnis der Befangenheit ab

Amts- und Landgericht Duisburg am König-Heinrich-Platz. Foto: Petra Grünendahl,

Mit Beschluss vom 7. September 2017 hat die 6. Große Strafkammer im Loveparade-Strafverfahren einen der beiden Hauptschöffen aufgrund einer Selbstanzeige wegen der Besorgnis der Befangenheit abgelehnt.

Der Schöffe hatte im August 2010 gegenüber einer Zeitung geäußert, er verstehe nicht, wie man so etwas [die Loveparade 2010] planen könne. Es seien nur „Dilettanten am Werk gewesen“. Weiter äußerte er, dass „Köpfe rollen“ müssten und „die ganze Bande weg“ müsse.

Diese Äußerungen stellen nach Auffassung der Kammer bei der gebotenen Gesamtschau einen Grund dar, der aus Sicht eines Angeklagten bei verständiger Würdigung geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Schöffen zu rechtfertigen. Insbesondere die zitierten Formulierungen ließen befürchten, dass der Schöffe eine innere Haltung eingenommen habe, die seine Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit störend beeinflussen könne. Hieran ändere auch der zwischenzeitliche Zeitablauf nichts.

Ein Schöffe ist ein ehrenamtlicher Richter und kann unter denselben Voraussetzungen wie ein hauptberuflicher Richter abgelehnt werden. Bei der Ablehnung wegen der Besorgnis der Befangenheit muss nicht feststehen, dass ein (ehrenamtlicher) Richter tatsächlich befangen ist, also die gebotene Unvoreingenommenheit vermissen lässt. Ausreichend ist die objektive Besorgnis hierfür. Das bedeutet, dass aus Sicht eines besonnenen Prozessbeteiligten objektive Anhaltspunkte dafür bestehen müssen, dass der (ehrenamtliche) Richter dem Verfahren nicht unvoreingenommen gegenübersteht.
Aktenzeichen: Landgericht Duisburg, 36 KLs 10/17

– Pressemeldung des Landgerichts Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Hafenverbund DeltaPort im Kreis Wesel: Hafen Emmelsum erreicht wichtigen Planungsabschnitt

Der Hafen Emmelsum in Voerde (Kreis Wesel). Foto: deltaport.

Durch die neue Festlegung als Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB) mit der Zweckbindung „Standort des kombinierten Güterverkehrs“ im Gebiet der Stadt Voerde besteht für die Bezirksregierung Düsseldorf nunmehr die rechtliche Voraussetzung, ein Planfeststellungsverfahren für die konkretere Hafenplanung u. a. eine Vergrößerung der Logistikflächen um ca. 15 Hektar durchzuführen. Die Vorbereitung der Antragsunterlagen wird zur Zeit von der Hafengesellschaft DeltaPort vorgenommen.

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Landschaftspark Duisburg Nord: Marketing-Club informierte sich über den Sandburg-Weltrekord

Besucher- und Medienecho stärkt die Bekanntheit
der Marke „Schauinsland-Reisen“

Von Petra Grünendahl

Die Weltrekord-Sandburg habe in diesem Jahr deutlich mehr Event-Charakter, erklärte Michael Jacobi, Leiter Unternehmenskommunikation von Schauinsland-Reisen, den Fachleuten vom Marketing-Club Duisburg-Niederrhein im Landschaftspark Nord in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Sommer, Strand und Urlaub – die liegt die Sandburg gar nicht so weit entfernt. Zum zweiten Mal hatte der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen in diesem Jahr den Weltrekordversuch mit einer Sandburg initiiert. Die Sandburg 2016 hatte mit ihrem „Weltrekord der Herzen“ ein bei weitem größeres Echo hervorgerufen, als die Macher im Vorfeld erwartet hatten. Das gab letztendlich den Ausschlag, diesen Weltrekordversuch erneut anzugehen. Allerdings war die Messlatte, die im letzten Jahr mit dem alten Weltrekord noch bei 14,15 Metern gelegen hatte, jetzt höher: Der aktuelle Rekord aus Indien lag zuletzt bei 14,84 Metern. Den galt es zu übertreffen – und es hat geklappt: Gemessene 16,68 Meter türmen sich im Landschaftspark Nord zu einer phantastisch ausgeformten Sandburg, die 19 Sandkünstler von internationalem Renommee – die „Champions League“, so Michael Jacobi – innerhalb drei Wochen in über 3,500 Tonnen Sand geschnitzt hatten.

Die Weltrekord-Sandburg habe in diesem Jahr deutlich mehr Event-Charakter, erklärte Michael Jacobi, Leiter Unternehmenskommunikation von Schauinsland-Reisen, den Fachleuten vom Marketing-Club Duisburg-Niederrhein im Landschaftspark Nord in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Der Leiter Unternehmenskommunikation der Schauinsland-Reisen GmbH, Michael Jacobi, informierte im Landschaftspark Nord die Mitglieder des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein über den Sandburg-Weltrekordversuch (Guinness World Records) und seine Hintergründe. Das Engagement von Schauinsland-Reisen galt nicht der Werbung für ein Produkt, sondern der Stärkung des Markennamens, verriet Jacobi den anwesenden Marketing-Fachleuten. Mit einem Medienecho, welches schon im vergangenen Jahr überraschte und in diesem Jahr nicht geringer geworden ist, dürfte dieses Ziel mehr als erreicht worden sein. Weiterlesen

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Antikriegstag 2017 des DGB Niederrhein in Duisburg: 50 Jahre Friedensdorf Oberhausen

“Kein Grund zum Feiern, dass es uns seit 50 Jahren geben muss“
Von Petra Grünendahl

Angelika Wagner (l.), Geschäftsführerin des DGB Region Niederrhein, ehrte das Friedensdorf International, vertreten durch Rebecca Wagner (m.) und Franziska Nolte (r.) vom Bildungswerk. Foto: Petra Grünendajhl.

„Den Anstoß zu unserer Gründung gaben vor 50 Jahren der 6-Tage-Krieg in Israel und der Vietnam-Krieg“, erklärte Rebecca Wenzel vom Bildungswerk des Friedensdorf International e. V. Seit 1967 holt das Friedensdorf Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland: „Voraussetzung dafür ist, dass eine Behandlung im Herkunftsland nicht möglich ist, aber in Deutschland erfolgen kann“, so Wenzel. Nach erfolgreicher Operation und einem halben Jahr Rehabilitation im Friedensdorf gingen die Kinder dann zurück in ihre Heimat, erzählte Wenzel. Diese 50 Jahre Engagement, die Folgen von Krieg zumindest bei Kindern zu lindern, ehrte der DGB Niederrhein in dieser Veranstaltung, nachdem Rebecca Wenzel zusammen mit ihrer Kollegin Franziska Nolte ausführlich – auch mit O-Tönen von ehrenamtlich Engagierten – über die beeindruckende Arbeit des Friedensdorfs berichtet hatte.

Über 40 Jahre Tradition hat die Gedenkveranstaltung, die der DGB im Rathaus Duisburg alljährlich zum Antikriegstag am 1. September nutzt, sich gegen Krieg und Faschismus und für ein friedliches Miteinander zu positionieren. Unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ greift der DGB Niederrhein hierfür immer wieder Themen auf, die den Irrweg Faschismus anprangern oder die negativen Auswirkungen von Krieg verdeutlichen, denn „Erinnern hilft vorbeugen“, so Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Region Niederrhein. Deutschland und Europa müssten eine friedenssichernde Politik betreiben und unterstützen, mahnte sie, und: „Konflikte lassen sich nicht mit Waffen lösen.“ Immerhin 226 gewaltsam ausgetragene Konflikte hatte er allein für 2016 ausgemacht, teilte Bürgermeister Manfred Osenger in seinem Grußwort mit.

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Duisburg will mit Fördermitteln Problemimmobilien vom Markt nehmen

Sören Link: „Wir wollen verhindern, dass kriminelle Strukturen von Zuwanderung profitieren“
Von Petra Grünendahl

Stellten die Absicht der Stadt zum Ankauf von Problemimmobilien vor (v. l.): Arne Lorz (Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement), Gebag-Chef Bernd Wormeyer, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum und Oberbürgermeister Sören Link. Foto: Petra Grünendahl.

„Verhandlungsbasis ist grundsätzlich der Verkehrswert und nicht die Preisvorstellung des Eigentümers“, stellte Bernd Wortmann, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gebag, klar. Dieser Verkehrswert ist nicht besonders hoch, wenn Eigentümer die Immobilie über Jahre oder gar Jahrzehnte haben verkommen lassen. Ein Haus in Marxloh, welches seit gut sieben Jahren leer steht und nur noch Ratten anzieht – deswegen wird es auch „Rattenhaus“ genannt –, sei nun für einen Betrag deutlich unter 50.000 Euro erworben worden, betonte Wortmeyer. Investoren aus Süddeutschland waren wohl mit dem Kaufpreis übern Tisch gezogen worden – und hatten mittlerweile eingesehen, dass die unbewohnbare Immobilie zum Fass ohne Boden zu werden drohte. Das erleichterte die Verhandlungen, da der Eigentümer seinem Verlust kein weiteres Geld hinterher schmeißen wollte. Denn Kosten produziert ein solches Haus auch ohne Mieter.

Die ehemalige Landesregierung NRW hatte das Modellprojekt zum Ankauf von Problemimmobilien gestartet. Ziel des Projektes ist es, in den Großstädten, die aufgrund des EU-Freizügigkeitsrechts eine besondere Armutszuwanderung aus Rumänien und Bulgarien haben (neben Duisburg sind dies insbesondere Gelsenkirchen und Dortmund), unbewohnbaren Wohnraum vom Markt zu nehmen. Duisburg hat insgesamt Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro beantragt. Das Projekt soll gemeinsam mit der Gebag umgesetzt werden. Im Vorgriff auf den in Aussicht gestellten Förderbescheid hat die Gebag nun das erste Haus in Marxloh erworben: „Da die Mittel zugesagt wurden, können wir schon mal anfangen“, freute sich Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum. Eine Untersuchung der Bausubstand stehe noch aus, so Wortmeyer, – und damit die Entscheidung, was mit dem Haus nun geschehen solle: Lohnt sich eine Sanierung? Oder wird es abgerissen?

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Tag des offenen Denkmals am 10. September: Stadt Duisburg stellt das Programm vor

Wahrzeichen von „Macht und Pracht“ öffnen ihre Pforten
Von Petra Grünendahl

Blick in den Gewerkensaal um 1935. Foto: TKSE.

Der Gewerkensaal der alten Hauptverwaltung von Thyssen an der Franz-Lenze-Straße ist zwar jedem Mitarbeiter für Veranstaltungen zugänglich, nicht aber der Öffentlichkeit. Erstmals öffnet thyssenkrupp Steel Europe beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals seine Türen. Das ab 1904 im neugotischen Stil erbaute Backstein-Gebäude (es gab später Erweiterungsbauten) ist ein Hingucker, der im Vorbeifahren einfach auffällt. Nachdem sein Werk (erst Kohleförderung, dann auch Hütten- und Stahlwerk) über viele Jahre aus einem ehemaligen Schulgebäude heraus verwaltet worden war, hatte Firmengründer August Thyssen diesen repräsentativen Sitz bauen lassen. Im holzvertäfelten Gewerkensaal* hatten früher die Anteilseigner der Gewerkschaft Deutscher Kaiser getagt, an deren Kohleförderung Thyssen zunächst Anteile hielt, ab 1891 die Mehrheit, bevor er die Gewerkschaft schließlich ganz übernahm.

Stellten das Programm zum Tag des offenen Denkmals im Gewerkensaal vor (v. l.): Michael Clarke (Besucherguide TKSE, Regionalverband Ruhr / Route Industriekultur), Theresa Junk (Pressesprecherin TKSE), Carsten Tum (Beigeordneter für Stadtentwicklung), Petra Kastner (Untere Denkmalbehörde), Jörg Weißmann (Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn e. V.) und Anja Geer (Leiterin Amt für Baurecht und Baubearbeitung). Foto: Petra Grünendahl.

Exakt 704 Denkmäler sind in Duisburg in die Denkmalliste eingetragen. Davon öffnen zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, 14 ihre Türen für interessierte Besucher. Vier von diesen Orten – unter anderem die alte Thyssen-Hauptverwaltung – sind in diesem Jahr erstmals dabei. Im Pressegespräch stellten Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum, Anja Geer (Leiterin des Amtes für Baurecht und Bauberatung), Petra Kastner (Untere Denkmalbehörde Duisburg), Jörg Weißmann (Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn e. V.), Michael Clarke (Besucherguide thyssenkrupp Steel Europe) und Theresa Junk (Pressesprecherin thyssenkrupp Steel Europe) das Programm des Tages unter dem Motto „Macht und Pracht“ vor. Im vergangenen Jahr besuchten etwa 4.000 Personen allein die in Duisburg geöffneten Denkmäler.

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3. Haniel Klassik Open Air eröffnet die neue Spielzeit auf dem Duisburger Opernplatz

Das große Musikfest auf dem Opernplatz hat sich etabliert
Von Petra Grünendahl

„Als wir uns entschieden hatten, 2012 das Konzert zum 100. Geburtstag des Theaters zu unterstützen, ahnten wir nicht, dass dies die Geburtsstunde einer neuen Veranstaltungsreihe bedeuten würde“, erklärte Haniel-Chef Stephan Gemkow. International renommierte Solisten des Opern-Emsembles, der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker präsentieren unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober Höhepunkte er italienischen und russischen Oper. Stargast ist der russische Gitarrist Victor Smolski, der Rockmusik mit klassischer Musik verbindet. Begleitet wird er nicht nur von den Philharmonikern, sondern auch von der „Peter Bursch’s All Star Band“, die in Duisburg eine feste Größe ist. Durch das Programm führt Götz Alsmann. Mittlerweile zum dritten Mal lockt eine von klassischer Musik geprägte Veranstaltung, die aber auch moderne oder rockige Elemente zu integrieren versteht, Tausende Menschen aus der Region, die nicht unbedingt auf die Idee kämen die Duisburger Philharmoniker oder die Deutsche Oper am Rhein zu besuchen.

Stellten das Programm des 3. Haniel Klassik Open Air vor (v. l.): Oberbürgermeister Sören Link, Stephan Gemkow, Vorstandsvorstizender der Franz Haniel & Cie., und Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein. Nicht im Bild die weiteren Teilnehmer des Pressegesprächs: Kulturdezernent Thomas Krützberg, Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg, Bülent Aksen (Agentur BA Coaching) und Martin Schie, Orchestermanager der Duisburger Philharmoniker. Foto: Petra Grünendahl.

Alle zwei Jahre eröffnet das Haniel Klassik Open Air, welches in diesem Jahr zum dritten Mal stattfindet, die neue Spielzeit von Duisburger Philharmonikern und der Deutschen Oper am Rhein, die die Duisburger Kulturbetriebe gemeinsam mit der Franz Haniel & Cie. GmbH auf die Beine stellen. Am Freitag, 8. September, startet um 20 Uhr das große Musikfest mit einem Konzertereignis, welches, so Oberbürgermeister Sören Link: „zur Kulturstadt Duisburg und zur Weltoffenheit unser Stadt passt.“ Und wo die Bühne auf dem Opernplatz und die Sicherungen rund um den König-Heinrich-Platz schon mal stehen, schließt sich dem eher klassisch orientierten Freitag ein Samstag mit Konzerten ganz anderer Musikrichtung an. Der Eintritt ist an beiden Konzerttage frei.

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Containerumschlag-Ranking: duisport verbessert sich auf Platz 36 unter den weltweit größten Häfen

Im Containerumschlag-Ranking landet der Duisburger Hafen für 2016 auf Platz 36 der weltweit größten Häfen. Foto: duisport/ Rolf Köppen.

Der Duisburger Hafen belegt Platz 36 unter den weltweit größten Häfen. Mit einem Containerumschlag von 3,7 Mio. TEU in 2016 verbesserte sich duisport damit um zwei Plätze im Vergleich zu 2015. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Ranking der internationalen Zeitschrift „Container Management“ hervor.

duisport ist unter den Top 100 weltweit der einzige Binnenhafen und einer von insgesamt drei deutschen Häfen. Nur die beiden Seehäfen Hamburg (Platz 17) und Bremerhaven (Platz 26) haben 2016 mehr Container umgeschlagen.

Im europäischen Vergleich liegt duisport beispielsweise noch vor den Häfen aus Italien und Frankreich.

„Das Ranking zeigt, dass wir unsere Bedeutung als wichtigste Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa stetig ausbauen“, so duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

– Pressemeldung der Duisburger Hafen AG –
Foto: duisport/ Rolf Köppen

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Karneval in den 1970er-Jahren: Recklinghäuser Rosenmontagszug in Wanheimerort

Dreharbeiten zur Hape-Kerkeling-Verfilmung „Der Junge muss an die frische Luft“ in Duisburg
Von Petra Grünendahl

Karneval in Wanheimerort: Dreharbeiten für den Hape-Kerkeling-Film im 1970er-Jahre Ambiente. Foto: Petra Grünendahl.

Mitten im August erschallt „Helau“ aus vielen Kehlen in den Straßen von Wanheimerort. Eine Seitenstraße mit vielen Altbauten ist im Stil der 1970er-Jahre mit den passenden Autos ausstaffiert. Auf der Durchgangsstraße zieht der Rosenmontagszug von Recklinghausen vorbei an Menschen, die ausgelassen feiern. In Duisburg? Ja, denn hier laufen gerade Dreharbeiten zu einer Handvoll Szenen für den Film „Der Junge muss an die frische Luft“ nach dem gleichnamigen autobiografischen Buch von Hape Kerkeling. Den damals Neunjährigen spielt Julius Weckauf unter der Regie von Oscar-Preisträgerin Caroline Link. Ende des Jahres kommt die UFA-Produktion in die Kinos.

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© 2017 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Duisburg: 24. Ruhrorter Hafenfest wirft seine Schatten voraus

Vier Tage Party an Rhein und Rhein
Von Petra Grünendahl

Informierten über das Programm des 24. Ruhrorter Hafenfestes (v. l.): Mario Adams, Dr. Bernhard Weber, „Mr. Hafenfest“ Walter Pavenstädt und Rudi Gande (alle Ruhrorter Hafenfest e. V.) sowie Stella Tarala, 2. Vorsitzende des Ruhrorter Bürgervereins, der sich diesmal erstmals an Planung und Organisation beteiligte. Foto: Petra Grünendahl.

Mit menschlichem Antrieb ein Schiff voranbringen wollen zwei Duisburger Schwimmvereine: Der ASCD und der DSSC 09/20 werden sich messen, wer am schnellsten ein Schiff über eine „Rennstrecke“ ziehen kann. Der Samstag hat somit ab 14 Uhr eines der Highlights der diesjährigen Veranstaltung zu bieten. Viele Highlights hat das große Show-Programm auf der Haniel-Bühne von Freitag bis Sonntag zu bieten: Mit vielen Coverbands und unterschiedlichsten Musikstilen. Nicht wegzudenken sind vom Hafenfest die Reeper Boys, die den ganzen Samstag über durch die Ruhrorter Straßen ziehend Programm machen.

Im Pressegespräch stellte der Vorstand der Ruhrorter Hafenfest e. V. das Programm zum diesjährigen Großevent (24. Ruhrorter Hafenfest vom 18. bis 21. August) in Duisburgs Hafenstadtteil vor. Im Jahr nach dem großen Hafenjubiläum ist die Veranstaltung wieder an ihrem traditionellen Termin am dritten August-Wochenende zurückgekehrt. Auch in diesem Jahr haben Vorstand, viele Aktive und Sponsoren ihr möglichstes getan, das Programm auf einem hohen und für die Ansprüche des Publikums attraktivem Niveau anzusiedeln. Viele Einrichtungen und Akteure beteiligen sich, ihren Stadtteil im besten Licht zu präsentieren. Von der großen Haniel-Bühne am Richard-Hindorf-Platz (mit Live-Auftritten) und der Kirmes auf der Mühlenweide bis zum Imperial-Festbereich (mit kleinerer Bühne, Gastronomie, Kochshow mit Frank Schwarz und eher Tanzpavillon als großem Live-Programm) auf dem Gustav-Sander-Platz (Schifferbörse) sowie bis in den Stadtteil hinein zum Neumarkt, zum Haniel-Museum, zur St. Maximilian Kirche und dem Binnenschifffahrtsmuseum im Norden reichen Programmpunkte und Attraktionen. Dazu kommt die stimmungsvolle Beleuchtung der Mercatorinsel (gesponsert von den Stadtwerken Duisburg) sowie das Feuerwerk (gesponsert von duisport) am Freitagabend.

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Lions Club Duisburg-Concordia: Jugend profitiert vom Charity-Golfturnier

Claudia und Rainer Peitz, Organisatoren des Charity-Golfturniers vom Lions Club Duisburg-Concordia, beglückwünschen einen der Sieger. Foto: Heinz Brommundt / Lions Club Duisburg-Concordia.

  • Lions Club Duisburg-Concordia verbindet Freude am Golfen mit Sportsgeist und Wohltätigkeit
  • Erlös des Charity-Golfturniers für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Duisburg

Sportsgeist, Stimmung und sommerliche Temperaturen zeichneten das Cha-rity Golf-Turnier des Lions Clubs Duisburg-Concordia aus. 93 Golferinnen und Golfer nahmen daran teil. Am Ende des Tages siegten Klaus Müller, Fabian Rockelsberg, Hein-rich Lücke sowie Markus Kriedel und Heike Werwach-Schlichtenbrede.

Die Abendveranstaltung mit Klängen der Band Trionova und des Disc Jokeys genossen rund 150 Akteure. Zum Ausklang des Golfturniers gehört mittlerweile traditionell eine Tombola, mittels derer die Lions von Duisburg-Concordia Gelder für den guten Zweck einwerben. Hauptpreis diesmal war eine einwöchige Golfreise nach Mallorca inklusive Flug und Appartement für zwei Personen.

Der Erlös der Aktivität in Höhe von rund 8.000 Euro kommt sozial benachteiligten Kin-dern und Jugendlichen zugute.

– Pressemeldung des Lions Club Duisburg-Concordia –
Foto: Heinz Brommundt / Lions Club Duisburg-Concordia

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Unternehmerverband Duisburg: stellt Ergebnisse der aktuellen Konjunktur-Umfrage vor

Ruhrwirtschaft: Chance für Aufholjagd ist da

Präsentierten die aktuellen Zahlen der Konjunkturumfrage: Der Sprecher der regionalen Wirtschaft Heinz Lison (r.) und der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Wolfgang Schmitz. Foto: Unternehmerverband.

„Die Unternehmen haben im ersten Halbjahr einen optimalen Start hingelegt. Der Motor läuft auf Hochtouren. Allerdings ist es noch zu früh, von einem wirklichen Aufschwung zu sprechen. Dazu müssen sich die Zahlen erst noch verstetigen“, erläutert der Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes Heinz Lison die aktuelle Erhebung. Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Arbeitgeberverbände des Ruhrgebiets belegten, so Lison, dass sich die Ruhrwirtschaft im Konjunktur-Hoch befinde. Eine Verbesserung sei auch in der Metall- und Elektroindustrie zu verzeichnen, die in den vergangenen Jahren der Gesamtwirtschaft regelmäßig hinterhergehinkt sei.

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Loveparade-Katastrophe: Eine Kerze im Gedenken zum siebten Jahrestag

Eine Kerze im Gedenken an die Opfer der Loveparade 2010. Foto: Petra Grünendahl.

Mit mehreren Veranstaltungen gestern und heute gedenken Menschen in Duisburg der 21 Toten und Hunderten Verletzten und Traumatisierten der Loveparade 2010. Wir schließen uns mit einer symbolischen Kerze dem Gedenken an …

pet 2017

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Zentrum für Erinnerungskultur: VVN übergab historische Unterlagen zum politischen Widerstand in Duisburg

Grundlagen für „Das Rote Hamborn“ und „Tatort Duisburg“: Stadtarchiv arbeitet Dokumente auf
Von Petra Grünendahl

Mit einer Auswahl der übergebenen Unterlagen (v. l.): Doris Michel und Christa Bröcher von der VVN mit dem Leiter des Stadtarchivs, Dr. Andreas Pilger . Foto: Petra Grünendahl.

Pressegespräch mit (v. l.) Doris Michel (Kreisvorsiitzende VVN), Christa Bröcher (Vorstandsmitglied VVN), Dr. Andreas Pilger (Leiter Stadtarchiv) und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Foto: Petra Grünendahl.

„Wir hatten Probleme, diese Dokumente so einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wie eine Nachfrage bestand“, erklärte Doris Michel, Vorsitzende des Kreisverbandes der VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten). Zudem waren der VVN im vergangenen Jahr die Ausstellungsräume in einem Schulpavillon an der Wrangelstraße in Kaßlerfeld gekündigt worden. Stadt und IMD suchen seitdem mit der VVN nach neuen Räumlichkeiten für die Ausstellung, die dafür auch neu gestaltet werden soll. Um die umfassenden Bestände an Originaldokumenten zu sichern, nahmen Michel und Vorstandskollegin Christa Bröcher, selber Enkelin eines Widerstandskämpfers, Kontakte zum Stadtarchiv auf. Über Jahrzehnte hatten Mitglieder der VVN und insbesondere Manfred Tietz (ehem. Geschichtslehrer am Steinbart-Gymnasium), der sich u. a. mit „Tatort Duisburg“ einen Namen gemacht hatte, Dokumente zusammen getragen aus dem Privatbesitz von überlebenden Widerstandskämpfern und deren Nachfahren. Diese sollen nun professionell gesichert und erschlossen werden: Das Stadtarchiv kann sie nicht nur erhalten und konservieren, sondern vor allem auch einer breiteren Öffentlichkeit zu Forschungszwecken verfügbar machen.

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Stiftung Duisburg 24.7.2010 zum siebten Jahrestag der Loveparade

Solidargemeinschaft: Gedenken soll künftig öffentlicher gestalten
Von Petra Grünendahl

Informierten auf einer Pressekonferenz im Haus der Kirche zum Jahrestages 2017 (v. l.): Birgit Nellen (Vorstand), Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratorium), Jürgen Widera (Vorstand), Angelika Köhler (Geschäftsstelle), Ulrike Stender (Kuratorium) und Edith Jakubassa (Mutter von Marina). Foto: Petra Grünendahl.

„Wir wollen das Gedenken ins öffentlichen Bewusstsein zurück holen“, erklärte Kuratoriumssprecher Jürgen Thiesbonenkamp die signifikanteste Änderung beim diesjährigen Gedenken an die Opfer der Loveparade-Katastrophe. Der Gottesdienst am Vorabend des Gedenktages für die Opfer der Loveparade 2010 wird die einzige geschlossene Veranstaltung bleiben, die nur Angehörigen und Opfern der Katastrophe vorbehalten bleibt. Die eigentliche Gedenkveranstaltung am Unglücksort am 24. Juli gegen 17 Uhr wird öffentlich begangen, um auch Duisburgern, die ihre Solidarität mit den Opfern bekunden wollen, die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Diese Änderungen würden auch von den Angehörigen mit getragen, wie Edith Jakubassa, Mutter der verstorbenen Marina, bestätigte. Mit 22 Glockenschlägen wird zu Beginn der Gedenkveranstaltung an die 21 Toten und – mit dem 22. Glockenschlag – erstmals an die vielen Hundert Verletzten und Traumatisierten erinnert. Die Einbeziehung einer Öffentlichkeit soll eine Solidargemeinschaft im Gedenken schaffen, aber: „Wir haben nicht den Anspruch, möglichst viele Leute anzuziehen. Wer Interesse hat, der kommt“, meinte Stiftungsvorstand Jürgen Widera.

Informierten auf einer Pressekonferenz im Haus der Kirche zum Jahrestages 2017 (v. l.): Birgit Nellen (Vorstand), Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratorium) und Jürgen Widera (Vorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Mit einigen Änderungen der bisherigen Praxis wartet der siebte Jahrestag der Loveparade-Katastrophe in diesem Jahr auf, wie Jürgen Thiesbonenkamp, Sprecher des Kuratoriums der Stiftung Duisburg 24.7.2010, auf einer Pressekonferenz erläuterte. Die jetzt öffentliche Gedenkveranstaltung am Jahrestag an der Rampe soll neben Begrüßungsworten und einem Gebet erstmals auch einen musikalischen Part enthalten, für den man Marissa Möller vom Schlosstheater Moers gewinnen konnte. Weiterlesen

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Museum Küppersmühle und Lehmbruck Museum in Duisburg zeigen Erwin Wurm

Spannungsfelder menschlicher Körper
Von Petra Grünendahl

Der aus Österreich stammende Künstler Erwin Wurm (l.) beim Gang durch den Ausstellungsbereich im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

„Erwin Wurm stellt Dinge auf den Kopf“, erklärte Museumsdirektor Walter Smerling zur neuen Sonderausstellung des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Zusammenarbeit mit dem städtischen Lehmbruck Museum. Im Spannungsfeld des menschlichen Körpers findet sich immer wieder auch Kritik an der menschlichen Gesellschaft. Einige Werke sind nur zum Schauen, andere erfordern das Mitmachen der Museumsbesucher. Im MKM liegt der Schwerpunkt eher auf den Wandarbeiten des Künstlers, im Lehmbruck Museum auf skulpturalen Werken. Neben dem aus Österreich stammenden Künstler standen im Pressegespräch vor der Ausstallungseröffnung Lehmbruck-Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla, Direktorin sowie die Kuratoren Rede und Antwort.

Ein Blickfang in der Glashalle des Lehmbruck Museums: Erwin Wurms „Fat Convertible“. Foto: Petra Grünendahl.

Mit Erwin Wurm (*1954) präsentieren die beiden größten Duisburger Kunstmuseen einen der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart. Die Ausstellung umfasst Skulpturen im klassischen Sinn ebenso wie Strickobjekte, Tapeten, Videos oder Fotografien von Inszenierungen von Menschen im Raum. Kuratiert haben die Ausstellung Ronja Friedrichs (Lehmbruck Museum) und Jörg Mascherrek (MKM)). Rund 250 Werke sind insgesamt in beiden Museen ab Freitag, 7. Juli, zu sehen. Finanziell unterstützt haben die breit gefächerte Retrospektive Evonik Industries (für das MKM), die Sparkasse Duisburg und die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland (für das Lehmbruck Museum). Ein Kombi-Ticket zum Preis von 12 Euro (ermäßigt 10 Euro) pro Person lockt, beide Standorte der Ausstellung zu besuchen (Einzelpreise siehe unten). Ein Katalog zur Werkschau ist in Vorbereitung und wird zeitnah an den Museumskassen erhältlich sein.

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Loveparade-Strafverfahren: Hauptverhandlung beginnt am 8. Dezember 2017

Kammer bestimmt 22 weitere Termine bis Mitte Februar
Der Vorsitzende der 6. Großen Strafkammer hat mit Verfügung vom 30. Juni 2017 den 8. Dezember 2017 als Beginn der Hauptverhandlung im Loveparade-Strafverfahren festgelegt.

Als weitere Verhandlungstermine wurden bestimmt:

Amts- und Landgericht Duisburg am König-Heinrich-Platz. Foto: Petra Grünendahl,

Mittwoch, 13.12.2017,
Donnerstag, 14.12.2017,
Dienstag, 19.12.2017,
Mittwoch, 20.12.2017,
Donnerstag, 21.12.2017,

Mittwoch, 03.01.2018,
Donnerstag, 04.01.2018,
Dienstag, 09.01.2018,
Mittwoch, 10.01.2018,
Donnerstag, 11.01.2018,
Dienstag, 16.01.2018,
Mittwoch, 17.01.2018,
Donnerstag, 18.01.2018,
Dienstag, 30.01.2018,
Mittwoch, 31.01.2018,

Donnerstag, 01.02.2018,
Dienstag, 06.02.2018,
Mittwoch, 07.02.2018,
Donnerstag, 08.02.2018,
Dienstag, 13.02.2018,
Mittwoch, 14.02.2018,
Donnerstag, 15.02.2018.

Sämtliche Hauptverhandlungstermine finden im Congress Center Düsseldorf (CCD-Ost) statt und beginnen um 9:30 Uhr. Weitere Termine sollen zu späterer Zeit bestimmt werden.

Aktenzeichen: Landgericht Duisburg, 36 KLs 10/17

– Pressemitteilung des Landgerichts Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Bürgerentscheid zum DOC: Rat der Stadt Duisburg beschließt Abstimmung am 24. September

Diskussionen vor der Sitzung des Stadtrates. Foto: Petra Grünendahl.

Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner Sitzung am 3. Juli das Bürgerbegehren gegen die Realisierung eines Designer Outlet Centers auf dem alten Güterbahnhofsgelände für zulässig erklärt.

Für die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens waren mindestens 10.879 gültige Unterschriften von Bürgern der Stadt Duisburg erforderlich. Die Prüfung der Stadt hat ergeben, dass das Quorum erreicht wurde.

Gleichzeitig hat der Rat allerdings mehrheitlich beschlossen, dass dem Bürgerbegehren nicht entsprochen wird.

Somit ist nun innerhalb von drei Monaten ein Bürgerentscheid durchzuführen. Geplanter Termin für den Bürgerentscheid ist der 24. September, also gemeinsam mit der Bundestagswahl und der Wahl des Oberbürgermeisters.

Und hier noch einmal mein Kommentar zu einem DOC auf dem Alten Güterbahnhof:
https://duisburgamrhein.wordpress.com/2017/01/30/duisburger-freiheit-designer-outlet-center-am-alten-gueterbahnhof/

– Pressemeldung der Stadt Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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Beecker Kirmes in den Startlöchern: Neuer Termin, viele Attraktionen

Eröffnung am Freitag, 30. Juni, am dem Beecker Marktplatz
Von Petra Grünendahl

Plakatmotiv: Duisburg Kontor.


Schon in einer Woche startet die 478. Beecker Kirmes: Vorgezogen auf einen neuen Termin, dafür mit wieder mit mehr Fahrgeschäft-Attraktionen – unter dem Motto „Beeck macht Bock“. Verweilkultur wird groß geschrieben auf der Beecker Kirmes, der größten Kirmes am Niederrhein: Mit Sitzgelegenheiten, Ausschankbetrieben mit Biergärten, Winzern vom Merteshof mit einem Weinstand auf dem Marktplatz oder dem größte reisende Fischrestaurant mit Verkauf vorne und einer klassischen Gastronomie hinten mit frisch zubereitetem Fisch will man beim Publikum als Begegnungsstätte punkten. Als traditioneller Familientag lockt der Montag mit Nachlässen bis zu 50 Prozent.
 
 

Stellten die Planungen zur Beecker Kirmes vor (v. l.): Mike Bengel (Schaustellerbund Groß-Duisburg), Peter Joppa (Geschäftsführer Duisburg Kontor), Daniela Stürmann (Bezirksbürgermeisterin Meiderich/Beeck) und Patrick Damberg (Leiter Kommunikation von Sponsor König Brauerei / Bitburger Braugruppe). Foto: Petra Grünendahl.

Mit der 478. Beecker Kirmes versucht Veranstalter Duisburg Kontor in diesem Jahr einen Neubeginn am ersten Juli-Wochenende. Der Terminkalender der großen Kirmes-Veranstaltungen in der Region wird damit entzerrt, die terminliche Nähe zu anderen Events aufgegeben, die der Beecker Veranstaltung in den letzten Jahren das Leben immer schwerer machten. Der erste Sonntag im Juli ist künftig der Termin, um den sich die fünf Tage des Beecker Volksfestes herum gruppieren. Bis zum 4. Juli mit abschließendem Feuerwerk gastieren rund 180 Geschäfte auf dem Festgelände hinter dem Beecker Oberhof, auf dem Beecker Marktplatz und in den angrenzenden Straßen. Auch dank des neuen Termins konnten außergewöhnliche Fahrgeschäfte wie Gladiator, Devil Rock, Berg & Tal, Jetforce und Bayernstar gewonnen werden. Besuchermagnete wie das Riesenrad und Breakdance sind ebenfalls wieder dabei. Insgesamt dürfen sich die Kirmes-Besucher über 18 Groß- und Rundfahrgeschäfte, elf Kinder-Fahrgeschäfte und 160 Reihengeschäfte freuen.

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Duisburg: 9. BranchenForum SchifffahrtHafenLogistik

Digitalisierung und die Geschäftsmodelle der Zukunft
Von Petra Grünendahl

Traditionsveranstaltung in der Niederrheinischen IHK: das mittlerweile 9. BranchenForum SchifffahrtHafenLogistik. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Binnenschifffahrt ist von ihren Prozessen her innovativer als der Schienengüterverkehr“, erklärte Axel Götze-Rohen, der als Geschäftsführer der Bargelink GmbH seit über 17 Jahren eine Schnittstelle für Gütertransporte in der Binnenschifffahrt anbietet: Nahezu alle Reeder und Schiffseigner würden über seine Plattform Transportkapazitäten anbieten, die entsprechend von Befrachtern nachgefragt würden. Bargelink ist hier mittlerweile nicht mehr der einzige Akteur auf dem Markt: Im Hafen Antwerpen gibt es eine ähnliche Plattform, und auch die in Duisburg ansässige Imperial Logistics International vernetzt über die digitale Plattform IFMS (Imperial Freight Management System) Angebote von und Nachfrage nach Transportkapazitäten. Längst spielt die Digitalisierung nicht nur in der Logistik allgemein, sondern auch besonders in der maritimen Logistik eine wichtige Rolle, die näher zu beleuchten Fachleute aus der Branche nach Duisburg gekommen waren.

Referenten und Podium (v. l.): Michael Wax, Ralf Düster, Dr. Christoph Köster (Hauptgeschäftsführer des VVWL), Moderator Michael Cordes, Dr. Hansjörg Rodi, Kristin Kahl, Axel Götze-Rohen, Sebastian Schambach, Dr. Dieter Lindenblatt, Carsten Taucke und IHK-Präsident Burkhard Landers. Foto: Petra Grünendahl.

Bereits zum neunten Mal richtete der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW (VVWL) zusammen mit dem Logistik-Cluster NRW das BranchenForum SchifffahrtHafenLogistik im großen Saal der Niederrheinischen IHK an der Mercatorstraße aus. Unter dem Motto „Unternehmen und Geschäftsmodelle der Zukunft“ diskutierte die Branche über Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf die globale und die maritime Logistik. Dass hier nicht nur Start-ups erfolgreich mit neuen Geschäftsprozessen agieren, bewiesen Vorstände von Global Playern der „Old Economy“ wie Dr. Hansjörg Rodi, Geschäftsführer Deutschland (CEO) bei Kühne & Nagel, und Carsten Taucke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Imperial Logistics International, die in ihren Hauptvorträgen ihre digitalen Plattformen und Transport-Management-Systeme vorstellten. Weiterlesen

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Deutsche Oper am Rhein: Verdis „Don Carlo“ begeisterte bei der Premiere im Theater Duisburg

Kampf um Liebe, Loyalität und Freiheit
Von Petra Grünendahl

Celine Byrne (Elisabetta di Valois), Liang Li (Filippo II.), Chor. Foto: Hans Jörg Michel.

Eigentlich war Elisabetta di Valois (Celine Byrne) Don Carlo (Gianluca Terranova) zur Ehe versprochen worden. Doch dann hatte die französische Prinzessin aus Gründen der Staatsräson seinen Vater, Filippo II. (Liang Li) geheiratet, den König von Spanien. Don Carlo leidet darunter, Elisabetta nicht mehr lieben zu dürfen. Sein Freund Rodrigo di Posa (Bogdan Baciu) versucht, ihn für den Freiheitskampf in Flandern zu begeistern: die Niederlande waren spanisch besetzt und kämpfen um ihre Freiheit von Spanien und der katholischen Kirche. Prinzessin Eboli (Sarah Ferede) ist in Don Carlo verliebt, will ihn für sich gewinnen. Als sie erkennt, dass dieser seine Stiefmutter liebt, zettelt sie eine Intrige an, die für Rodrigo, der sich für seinen Freund opfert, tödlich endet. Sterben wird auch Don Carlo, nachdem der Großinquisitor (Sami Luttinen) dem Vater gestattet hat, den Sohn wegen Hochverrats zu töten. Der Wunsch nach Freiheit, den Verdi in diesem Werk (ebenso wie Schiller in seiner Drama-Vorlage) propagierte, scheitert an der Macht der Kirche.

Bogdan Baciu (Rodrigo di Posa), Sarah Ferede (Eboli), Gianluca Terranova (Don Carlo). Foto: Hans Jörg Michel.

Ihre Premiere feierte im nahezu ausverkauften Theater Duisburg vor einem begeisterten Publikum die Oper „Don Carlo“ von Giuseppe Verdi (1813–1901). Verdis Oper basiert auf Friedrich Schillers Drama „Don Carlos“, an dessen Interpretation der Geschichte – den Kampf für die Freiheit – sich Verdi anschloss. Uraufgeführt wurde „Don Carlo“ in fünf Akten mit einem französisch-sprachigen Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle 1967 in Paris. Regisseur Guy Joosten hat hier die gestraffte Fassung (vier Akte) in italienischer Sprache (Text von Antonio Ghislanzoni) für die Deutsche Oper am Rhein auf die Bühne gebraucht, die 1984 in der Mailänder Scala ihre erste Aufführung feierte. Weiterlesen

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