Die Abstimmung über die Zukunft der Stadt hat begonnen

Duisburg hat die Wahl
„Es ist ein befreiendes Gefühl, gewählt zu haben“, erklärte Theo Steegmann, einer der Sprecher der Initiative „Neuanfang für Duisburg“, auf der Pressekonferenz des Abwahlbündnisses im Kleinen Prinzen. Dem kann man uneingeschränkt zustimmen!

Seit dem 12. Januar ist die Abstimmung über die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland möglich. Ab 8 Uhr hatten die Bezirksämter und das zentrale Wahlamt geöffnet, um den Bürgern die Stimmabgabe zu ermöglichen. Und in der Wahlkabine, wo schon gegen 12 Uhr haufenweise Wahlanleitungen herumlagen, bekam man gleich den Eindruck, dass einigen Bürgern die „Befreiung“ nicht schnell genug gehen kann.

„Die meisten Duisburger haben sich nach der Loveparade eine Meinung zum Verhalten des OB gebildet. Diese Bürger müssen wir nur zur Wahl bekommen“, begründete Steegmann die Strategie des Abwahlbündnisses, sich im Abwahlkampf ganz auf dieses Verhalten zu konzentrieren. Details liefert der „Wahlaufruf“, den das Bündnis bereits in einer Pressekonferenz im Dezember vorgestellt hatte.

Keine Materialschlacht
Außer Wahlkampfplakaten werden Flyer mit dem Wahlaufruf und einer Liste der Erstunterzeichner an die Haushalte verteilt. Ein zweiter Flyer, der in geringere Stückzahl gedruckt wurde, erläutert das Abwahlverfahren. Darüber hinaus gibt es Ansteckbuttons und Aufkleber. Und eben ein Zelt gegenüber vom Lifesaver-Brunnen. „Einige wenige Zehntausend Euro“, schätzt Rainer Bischoff, Mitglied des Landtages, die Gesamtkosten für das Abwahlbündnis. „Eine große Materialschlacht bringt nichts. Wir müssen die Leute nur überzeugen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen“, so Steegmann.

Das Zelt wird donnerstags und freitags zwischen 13 und 18 Uhr sowie samstags zwischen 11 und 18 Uhr aufgebaut sein. Besondere Aktion im Zelt werden über die Presse bekannt gegeben. Ansonsten will man zu „Standzeiten“ vor allem Ansprechpartner und Gesprächspartner sein und zum Diskutieren einladen. Filme und Dokumentationen sollen den Besuchern noch einmal die Katastrophe auf der Loveparade und das indiskutable Verhalten des OB nach dieser Veranstaltung mit 21 Toten und über 500 Verletzten vor Augen führen. Auch in den sieben Stadtbezirken soll es Ansprechpartner für die Bürger geben.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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2 Antworten zu Die Abstimmung über die Zukunft der Stadt hat begonnen

  1. Jürgen Rohn schreibt:

    Gut geschrieben und aktuell umgesetzt.

  2. Pingback: Umleitung – Presseschau vom 13.1.2012 » Westen, Wulff, Online, Duisburg, Sauerland, Abwahl » xtranews - das Newsportal aus Duisburg

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