Was wäre gewesen, wenn … Das Märchen vom kleinen Bürgermeister


Es war einmal ein kleiner Bürgermeister tief im Westen dieses Landes – ein wenig tiefer noch im Westen als Bochum … ;-). In seiner Stadt fand eine große Party statt, die besser nicht stattgefunden hätte: 21 Menschen starben. Nachdem er den ersten Schock überwunden und eine Nacht drüber geschlafen hatte, trat der kleine Bürgermeister am nächsten Tag vor den zur Pressekonferenz versammelten Medien von sienem Amt zurück. Er gab zu, dass Fehler gemacht worden seien, und übernahm dafür die Verantwortung.

Nun war die Stadt tief im Westen ohne Bürgermeister. Es musste ein neuer Bürgermeister gewählt werden, und der kleine Bürgermeister trat erneut für dieses Amt an. Viel hatte er in den zurückliegenden sechs Jahren als Bürgermeister für seine Stadt getan. Und mit diesen Erfolgen seiner früheren Amtszeit warb er um die Wähler, ohne zu verheimlichen, wie Leid ihm die Toten und Verletzten von der großen Party taten und wie sehr er die Fehler bedauerte, die bei ihrer Genehmigung gemacht worden waren. Die Bürger der Stadt tief im Westen verziehen ihrem kleinen Bürgermeister, der ja jetzt kein Bürgermeister mehr war. Und sie wählten ihn erneut in dieses Amt. Denn mit Ausnahme dieses Fehlers, für den er die Verantwortung übernahm, war er ja vorher ein guter kleiner Bürgermeister und überall beliebt gewesen. Und wenn er nicht gestorben ist, so ist er auch heute immer noch der kleine Bürgermeister der Stadt tief im Westen.

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Leider hat der kleine Bürgermeister aber auf die falschen Berater gehört. Einige von ihnen hatten nur ihre eigenen Interessen im Sinn. Das Wohl der Stadt tief im Westen, die kein Geld hatte, interessierte sie nicht. Im Interesse der Stadt war dieses Handeln nicht, denn das, was diese Berater dem kleinen Bürgermeister empfahlen, kostete die Stadt tief im Westen viel Geld. Dieses Geld fehlte dann an anderen Stellen in der Stadt. Dort wäre das Geld viel besser investiert gewesen!

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ANMERKUNG: Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind selbstverständlich rein zufällig!!!

Eine kleine Geschichte, die aus verschiedenen Gesprächen am Sonntagabend heraus entstanden ist … Auch wenn dies nur ein Märchen ist: Viele Bürger unserer Stadt hätten mit genau diesem Handeln sehr gut leben können anstatt ihr Kreuzchen bei „ja“ zu machen …

© 2012 Petra Grünendahl

Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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3 Antworten zu Was wäre gewesen, wenn … Das Märchen vom kleinen Bürgermeister

  1. Jolie schreibt:

    Chapeau! Sehr gut/schön geschrieben…

  2. Jürgen Rohn schreibt:

    Ich schließe mich an. Kreativ und gekonnt, eben klasse!

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