Cubus Kunsthalle & Literaturbüro Ruhr präsentieren „Kriegsbefangen“

Der Aufruhr der Ausgebildeten –
Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung

2011 war das Jahr der unerwarteten und sich weltweit immer weiter ausbreitenden Proteste. In arabischen Ländern haben Demonstranten so lange aufbegehrt, bis sie ihre Regime zu Fall gebracht und deren Potentaten verjagt hatten. Und seitdem in Manhattan die Bewegung „Occupy Wall Street“ entstanden ist, scheint das Aufbegehren nun auch im Epizentrum des internationalen Finanzkapitals angekommen zu sein.
Protestaktionen gegen das Banken- und Finanzsystem sind zudem mittlerweile auf alle anderen Erdteile übergesprungen. Millionen sind auf die Straße gegangen und fordern eine wirksame Politik zur Kontrolle der Finanzmärkte und zur Bekämpfung der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Auch wenn es in Deutschland bislang nur Zehntausende waren, so ist der Impuls der Occupy-Bewegung doch hier angekommen. Ihr Ziel, die Macht der Banken zu beschneiden, wird von über 80 Prozent der Deutschen geteilt.
Was ist das aber für eine Bewegung? Wer sind ihre Akteure, was sind ihre Ziele und was macht ihre Erfolgsaussichten aus? Haben sie wirklich eine Chance, die destruktiven Dynamiken der internationalen Finanzmärkte einzudämmen oder gar aufzuhalten?

Wolfgang Kraushaar studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Frankfurt/Main und promovierte mit einer Dissertation über den Strukturwandel der deutschen Universität. Seit 1987 arbeitet er am Hamburger Institut für Sozialforschung. Kraushaar ist Chronist der 68er-Bewegung und der Geschichte der RAF sowie Initiator des Archivs zu „Protest, Widerstand und Utopie in der Bundesrepublik“. In diesen Tagen erscheint im Wagenbach Verlag auch sein Buch „Der Griff nach der Notbremse. Nahaufnahmen des Protests“.
www.his-online.de/ueber-uns/mitarbeiter/aktuell/person/kraushaar-wolfgang/details

Kersten Knipp moderiert die Lesung und das Bühnengespräch an diesem Abend.
Er ist promovierter Romanist, studierte portugiesische, französische und englische Philologie in Köln, Toulouse und Fortaleza/Brasilien. Er lebt als freier Journalist in Köln. Nach den Anschlägen von New York entschloss er sich, Arabisch zu lernen. Seitdem schreibt er auch über die Kultur und Literatur dieses Sprachraums, u.a. für den Deutschlandfunk, den WDR, die FAZ und die NZZ sowie den „Freitag“. Derzeit verfasst er eine Kulturgeschichte Brasiliens sowie ein Buch über säkulare Kultur in der arabischen Welt.
http://freischreiber.de/kersten-knipp

Termin
Freitag, 21. September 2012, 20 Uhr
Cubus Kunsthalle e.V., Friedrich-Wilhelm-Str. 64, 47051 Duisburg,
www.cubus-kunsthalle.de.
Eintritt: 5 bzw. 6 € (ermäßigt bzw. Abendkasse & Vorverkauf).
Karten dort unter 0203 / 26236 (Mi-So 14-18 Uhr) oder in der Stadtbücherei Gladbeck unter 02043 / 992658 oder zahlen per eCash unter www.stadtbuecherei-gladbeck.de.

– Pressemitteilung von Gerd Herholz, Wissenschaftlicher Leiter der
Literaturbüro Ruhr e.V., 45964 Gladbeck, vom 17. September 2012 –

www.literaturbuero-ruhr.de oder Literaturbüro Ruhr e. V. bei Facebook.

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