Anschlag auf Duisburgs Ex-OB Adolf Sauerland und Dezernent Wolfgang Rabe geplant?

Am Freitag, den 26. Juli 2013, zwei Tage nach dem dritten Jahrestag der Loveparade 2010, rannte ein Betroffener, Jascha R., ins Rathaus. Er soll die Empfangsdame massiv bedroht haben, so dass diese angeblich sogar Oberbürgermeister Sören Link aus einer Sitzung holte.

eure-galgen-werden-schon-gezimmertJörn Teich, erster Vorsitzender der BI Lopa 2010 e. V. (Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V.), vermerkte hierzu in seiner Facebook-Chronik, Herr R. wolle an Sauerland und Rabe Gerechtigkeit üben und hätte alle bedroht. Sogar die Polizei soll gerufen worden sein. Teich befürchtete Schlimmes und bat, man möge ihm oder OB Sören Link den Aufenthaltsort von Jascha mitteilen, damit R. geholfen würde. Das Büro des Oberbürgermeisters hat uns den Vorfall bestätigt. Innerhalb der „Rundschau Duisburg“-Redaktion haben wir anschließend eine Diskussion geführt, ob wir damit an die Öffentlichkeit gehen wollen.

Jörn Teich von der BI Lopa 2010 e. V. hat seinen Eintrag auf Facebook zwischenzeitlich gelöscht [Anmerkung: ein Screenshot des Eintrages liegt uns aber vor, auch wenn er hier nicht veröffentlicht wird]. Wir sind allerdings zu der Auffassung gelangt, dass höherwertige Güter, der Schutz der Gesellschaft und körperliche Unversehrtheit von Individuen an erster Stelle stehen müssen. Zudem ist derzeit unklar, ob Sauerland und Rabe ausreichend informiert worden sind und eine von Jascha R. ausgehende Wiederholungsgefahr zukünftig ausgeschlossen ist.

© 2013 Jürgen Rohn

Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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3 Antworten zu Anschlag auf Duisburgs Ex-OB Adolf Sauerland und Dezernent Wolfgang Rabe geplant?

  1. Petra Grünendahl schreibt:

    Alfons Winterseel (NRZ) hat über den Vorfall am Freitag, 26. Juli 2013, im und am Rathaus berichtet:
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/lopa-angriff-auf-rabe-aimp-id8282441.html

  2. Jürgen Rohn schreibt:

    Duisburg Loveparade: Jascha Reintges Kampf gegen die Gleichgültigkeit

    (JR) Ich habe nun zwei Tage mit Jascha Reintges selbst gesprochen. Mein Bild hat sich geändert, seit ich erstmals von seinem “Sturm aufs Rathaus” hörte. Sicher, Jascha ist laut, er ist aggressiv und oft nervt er. Kein Wunder bei seiner Traumatisierung. Aber Reintges ist auch hilflos, weil er sich alleingelassen vorkommt.

    Er hat dieses Rathaus als Symbol der Obrigkeit gestürmt, einer Obrigkeit die ihn mit freundlichen Worten oft abspeiste. Versprochen wurde viel. Aufklärung, Hilfe. Seine Wirklichkeit sieht anders aus. Jascha Reintges, und davon bin ich mittlerweile fest überzeugt, plante keinen Anschlag mit Gewalt. Man kann seinen Auftritt im Duisburger Rathaus als Anschlag auf die Gleichgültigkeit auffassen, eine Demonstration, um die Öffentlichkeit wachzurütteln.

    Gestern Abend rief er mich spät an. Er schnaufte, war fassungslos. Seine Wohnung war durch die Polizei geöffnet worden. Den Schlüssel möge er doch abholen auf einer Wache in Duisburg, das fand er auf einen Zettel. Bei der Polizei hielt man ihn fest, wollte Jascha nicht mehr gehenlassen. Die Kripo wurde hinzugezogen. Die erklärte, ein “Zeuge” hätte ihn angezeigt. Sie hätten in seiner Wohnung nach einer Schusswaffe gesucht. Denn das hätte dieser Zeuge behauptet und dass er, Reintges, damit Adolf Sauerland erschießen wolle.

    Teilweise konnte ich Jascha nicht mehr am Telefon verstehen. Seine Stimme überschlug sich in einer Mischung aus Wut, Verzweiflung, Fassungslosigkeit. “Sie sind diesmal zu weit gegangen”, sagte er mir. Eine Schusswaffe, wovon solle er die kaufen? Ihm ginge es nicht gut. Schreiben an Versicherungen, Behörden, sie kämen angeblich nie an. Sein Leben wäre seit der Loveparade erbärmlich geworden.

    Dass er das rausschreie, das er empört sei über drei Jahre Lopa Ermittlungen ohne Ergebnisse, das, so vermutet er, wolle man ihm auch noch nehmen. Ihn mundtot machen, indem man ihn als unliebsamen Kritiker jetzt liebend gerne wegsperren möchte.

    Du hast auch Scheiße geschrieben, sagt er zu mir, als ob da wirklich ein Anschlag geplant gewesen sei. Auch wenn in deiner Überschrift ein Fragezeichen stand. Stell es richtig und zeig, dass du auf meiner Seite bist. Ich bin nicht auf Jaschas Seite. Ich bin aber auf der Seite derer, denen man wohlmöglich Unrecht tut. Reintges gehört dazu.

    • Petra Grünendahl schreibt:

      Jürgen Behrend schrieb auf Facebook:

      Die Verantwortung der nicht verantwortlichen

      Was mich als außenstehenden, ehemaligen Bürger Duisburgs befremdet ist die Lethargie der Duisburger Bürger bei dem Thema LoveParade.
      Wo ist die öffentliche Diskussion, die Empörung einer breiten Bürgerschaft?

      Als der Zwangsabstieg des MSV Duisburg drohte kam es binnen Minuten zu Demonstrationen und Sympathiebekunden pro MSV.
      Innerhalb kurzer Zeit wurden zur Rettung des Vereins Gelder gesammelt und auch die Stadt Duisburg zeigte sich großzügig – und das trotz der angespannten Finanzlage der Stadt.
      Dabei ging es nur um Fußball und einen Verein, der sich selbst abgewirtschaftet hatte.

      Wo war die öffentliche Empörung darüber, dass ein kleines Häuflein unentwegter jahrelang um eine würdevolle Gedenkstätte für die Opfer der LoveParade kämpfen musste?
      Ohne ausreichende Mittel, dem ständigen Druck und Tricksereien der Politik ausgeliefert.

      Auf der Mercatorstraße sollen ein paar Bäume gefällt werden. Darüber herrscht große Empörung.
      Innerhalb kurzer Zeit wurden fast 30.000 Unterschriften für den Erhalt der Bäume und zur Durchführung eines Bürgerbegehrens gesammelt.

      Wo ist die öffentliche Empörung darüber, dass die Stadt Duisburg die Regulierung etwaiger Ansprüche aus der LoveParade einer Versicherung übertragen hat statt selbst aktiv zu werden?
      Einer Versicherung, die als AG nur den Aktionären gegenüber verpflichtet ist. Wäre die Stadt Duisburg nicht eigentlich den Opfern gegenüber verpflichtet? Eine Verpflichtung die weit über die Schaffung einer Gedenkstätte hinaus geht.

      Wo ist die öffentliche Diskussion und Empörung einer breiten Bürgerschaft, wenn es nicht um den MSV Duisburg oder ein paar Bäume geht, sondern um 21 sinnlos in Duisburg gestorbene und über 500 VerletzteMenschen?

      Diese Empörung öffentlich zu machen – DAS ist die Verantwortung der nicht verantwortlichen!

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