BI Lopa2010 e. V. kritisiert mal wieder Loveparade-Nachsorge

Siehe auch hier …

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Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010, Foto: Jürgen Rohn

Schon wieder gibt es Ärger um die so genannte Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V. In einer aktuellen Pressemitteilung kritisiert die Initiative die Loveparade-Nachsorge in Duisburg und findet dabei wenig Verständnis für Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller. Der will sich nicht an den Gesprächen über die Gründung einer Stiftung durch den Verein BI Lopa 2010 e.V. beteiligen. Stattdessen will Schaller weiterhin an die Düsseldorfer Stiftung der Notfallseelsorge spenden.

Finanziell sollen nach Vorstellungen der Initiative ausgerechnet die hochverschuldete Stadt Duisburg, das nicht minder verschuldete Land NRW und Veranstalter Schaller den Grundstock legen für eine Stiftung, die die BI Lopa 2010 e. V. gründen möchte. Jetzt kritisiert der Verein, “zum Leidwesen des ein oder anderen Betroffenen“ habe Schaller „kräftig in den Topf der Stiftung Notfallseelsorge eingezahlt“. Dass aber Schaller als Veranstalter in den Topf der BI Lopa 2010 e.V. einzahlen soll, erweckt bei den Betroffenen weniger Leid? Glaubwürdig ist das nicht. Es erscheint eher der Eindruck, was man selbst gern hätte, gönnt man einer anderen Stiftung nicht.

Derzeit wird die BI Lopa 2010 e. V. durch zwei Vorsitzende vertreten. Einer davon, Dirk Schales, soll im gemeinnützigen Verein „Never Forget den Opfern der Loveparade“ zuvor als zweiter Vorsitzender mit dafür verantwortlich gewesen sein, dass Never Forget durch Dritte liquidiert werden musste, so das Vereinsregister. Gerüchten zufolge habe es auch dabei Unregelmäßigkeiten gegeben.

Für mögliche Spender einer Stiftung, wie Rainer Schaller, ist dies möglicherweise eine überaus wichtige Information über die Seriosität der Aktivisten. Im Internet finden sich zudem weitere Hinweise, die Bedenken wecken könnten. So schrieb der damals für die Vereinskasse von “Never Forget den Opfern der Loveparade e. V.” als Schatzmeister zuständige Willi Valentin am 20. Juli 2012 auf der Internetseite des WDR an den jetzigen Vorsitzenden der BI Lopa 2010 e. V., Dirk Schales: “Für dich war es nur wichtig wenn die Presse anwesend war und so ist es auch heute. […..] Sollen doch alle selbst über dich eine Meinung bilden genauso wie du mich auf dem Schulden sitzen lässt, Dirk Schales, ist eine Sauerei” (hier der WDR-Kommentar im Original).

Solche Aussagen lassen wahrscheinlich nicht nur Rainer Schaller, sondern auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf Abstand gehen. Wer will ihnen das verübeln? Die Gründer einer Stiftung müssen integer sein und über jeden Zweifel erhaben. Das scheint bei der Betroffenen Initiative Lopa 2010 e. V. mehr als fraglich zu sein.

Vielen Dank für die klaren Worte, Jürgen!

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Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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