Duisburger City wird bunt: Marten Dalimot greift auf der Königstraße zur Spraydose

Bunt gestaltete Verteilerkästen Ecke Mercatorstraße sind echte Hingucker

Graffiti-Künstler Marten Dalimot

Graffiti-Künstler Marten Dalimot

“Die Graffiti auf diesen Verteilerkästen erzählen eine Geschichte: Vom herumliegenden Müll und Unrat und der Aufforderung, etwas zu tun, um Duisburg sauberer und schöner zu machen, über den Griff zum Besen bis hin zur sauberen Ecke“, erzählte Kommunikationsdesigner Marten Dalimot, der das Motiv entwickelt und gestaltet hatte. „Wir freuen uns, hier den Start setzen zu können“, so Manfred Osenger, Vorsitzender der Offensive für ein Sauberes Duisburg e. V., die den ersten Anstrich in Auftrag gegeben hatte.

Die Stadtwerke hatten es vorgemacht und bislang etwa 80 Verteilerkästen, Netzstationen oder Gasdruckregelanlagen im ganzen Stadtgebiet von Marten Dalimot farblich auffrischen lassen. Jetzt hat City-Manager Klaus-Peter Tomberg die gute Idee aufgegriffen und will Dalimot auch auf der Königstraße zur Spraydose greifen lassen. Die Gruppe von Verteilerkästen wurde schon gereinigt, grundiert und besprüht – mit Motiven der Offensive für ein Sauberes Duisburg, die diese erste Farbaktion mit dem Motiv von Maskottchen „SchrubbiDU“ gesponsert hatte.

Saubere Sache (v. l.): Graffiti-Künstler Marten Dalimot, Manfred Osenger (Offensive für ein sauberes Duisburg e. V.), Klaus-Peter Tomberg (City-Management Duisburg e. V.), Helmut Schoofs (Stadtwerke-Kommunikation) und Ingrid Baer (Offensive für ein Sauberes Duisburg e. v.)

Saubere Sache (v. l.): Graffiti-Künstler Marten Dalimot, Manfred Osenger (Offensive für ein sauberes Duisburg e. V.), Klaus-Peter Tomberg (City-Management Duisburg e. V.), Helmut Schoofs (Stadtwerke-Kommunikation) und Ingrid Baer (Offensive für ein Sauberes Duisburg e. v.)

Natürlich gibt es auf der Königstraße noch viele weitere Verteilerkästen, die größtenteils der Telekom, den Wirtschaftsbetrieben, den Stadtwerken oder dem Frischekontor gehören. Bislang sind sie eher in Einheitsgrau gestaltet und mit unschönen Schriftzügen individualisiert. Auch sie sollen nach dem Willen von City-Manager Tomberg gereinigt und farblich neu gestaltet werden. Diese Aktion kostet allerdings eine ganze Menge Geld, denn allein in der Fußgängerzone gibt es 15 Standorte, an denen zumeist mehrere dieser grauen Kästen zusammen stehen. Nötig sind angesichts leerer Stadtkassen allerdings Sponsoren, die ein Interesse haben, die Innenstadt ansprechender, farbiger zu gestalten. Die Stadtwerke Duisburg, die Sparkasse Duisburg, die Volksbank Rhein-Ruhr, Galeria Kaufhof und die Offensive für ein Sauberes Duisburg e. V. unterstützen die Farbgestaltung bereits und haben entsprechende Aufträge bereits zugesagt. Weitere Interessenten werden noch gesucht.

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„Wir hoffen, dass die gestalteten Verteilerkästen dann nicht mehr beschmiert werden“, so Helmut Schoofs, stellvertretender Leiter Konzernkommunikation bei den Stadtwerken. Das war 2009/2010 auch eine der Motivationen des Energieversorgers gewesen, bislang etwa 80 Kästen stadtweit bemalen zu lassen. Bei etwa 6.500 Kästen unterschiedlichster Art und Größe in ganz Duisburg eine Lebensaufgabe. Rund zehn Jahre ist die Graffiti farbecht, danach verblasst sie allmählich. Dabei ist sie gegen Verunreinigungen geschützt, d. h. diese können mit einem Reinigungsmittel entfernt werden und beschädigen den Anstrich nicht.

„Zwischen einem Tag und einer Woche brauche ich für die Gestaltung – je nach Größe der Verteilerstation“, erzählte Dalimot. Zunächst müssen sie mit Hilfe eines Hochdruckreinigers gesäubert werden. Auf einer Schicht Grundierung kann Dalimot dann seine Farben aufbringen. Das kostenintensivste ist die Reinigung: „Allein der Hochdruckreiniger kostet 400 Euro am Tag“, so der Graffiti-Künstler. Wenn gleich mehrere Verteilerkästen auf einmal gemacht werden können, wird es pro Kasten günstiger – auch für mögliche Sponsoren. Ansonsten muss man wohl inkl. aller Arbeiten von der Reinigung bis zur Fertigstellung mit ca. 500 Euro für einen Verteilerkasten rechnen.

© 2013 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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