Premiere der Deutschen Oper am Rhein am 4. Juli: Benjamin Brittens „Death in Venice“ im Theater Duisburg

Benjamin Brittens letztes großes Werk, „Death in Venice“ feiert am Freitag, 4. Juli, um 19.30 Uhr Premiere im Duisburger Spielhaus der Deutschen Oper am Rhein. Regie führt Immo Karaman, der damit seine vierte Britten-Inszenierung für Düsseldorf und Duisburg vorstellt.

Die letzte Oper des britischen Komponisten gilt als sein Schlüssel- und Alterswerk und bildet damit einen spannenden Abschluss des Britten-Zyklus an der Deutschen Oper am Rhein. Wie zuvor bei „Peter Grimes“, „Billy Budd“ und „The Turn of the Screw“, führt bei „Death in Venice“ Immo Karaman Regie und verleiht im Team mit Bühnenbildner Kaspar Zwimpfer, Kostümbildnerin Nicola Reichert und dem Choreographen Fabian Posca dem Stück seine Handschrift.

Raymond Very (Gustav von Aschenbach). Foto: Hans Jörg Michel.

Raymond Very (Gustav von Aschenbach). Foto: Hans Jörg Michel.

Für sein letztes, 1973 uraufgeführtes Opernwerk, nahm sich Benjamin Britten mit Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ ein Stück Weltliteratur vor. In seiner unverwechselbaren Klangsprache schuf er Bilder innerer Gefangenheit und brennender Sehnsucht, die sich mythenmächtig in der labyrinthischen Atmosphäre Venedigs widerspiegeln. Dem Schriftsteller Gustav von Aschenbach stellt Britten sieben Gegenspieler in einer Sänger-Gestalt gegenüber, die mal als Reisender, mal als ältlicher Geck, Gondoliere, Hotelmanager, Friseur oder Straßensänger erscheinen, um sich schließlich als Stimme des Gottes Dionysos zu entlarven. Der Knabe Tadzio, von dessen Anblick Aschenbach unerwartet vollkommen eingenommen ist, und dessen Familie werden von Tänzern interpretiert und so auf raffinierte Weise von der gesungenen Aktion getrennt. Mit einer äußerst feinsinnigen Instrumentierung, in der die nur von Klavier begleiteten Selbstgespräche Aschenbachs in starkem Kontrast zu den lyrischen Ausbrüchen des Orchesters stehen, findet Britten in seiner letzten Oper zu einer bewegenden Ausdruckstiefe.

Raymond Very (Gustav von Aschenbach), Peter Savidge (Der Reisende). Foto: Hans Jörg Michel.

Raymond Very (Gustav von Aschenbach), Peter Savidge (Der Reisende). Foto: Hans Jörg Michel.

In der Rolle des Gustav von Aschenbach gibt es ein Wiedersehen mit dem amerikanischen Tenor Raymond Very, der an der Deutschen Oper am Rhein bereits als Captain Vere in Brittens „Billy Budd“ und in der Titelpartie von Zemlinskys „Der Zwerg“ begeisterte. Peter Savidge ist als der Reisende zu erleben, der Altus Yosemeh Adjei übernimmt die Stimme Apollos. In weiteren Partien stehen die Ensemblemitglieder Florian Simson, Attila Fodre, Torben Jürgens, Alma Sadé, Cornel Frey, das Opernstudiomitglied Hagar Sharvit sowie Mitglieder des Chores auf der Bühne. Die Besetzung wird komplettiert durch zahlreiche Gasttänzer, darunter Schüler der Staatlichen Ballettschule Berlin für die mit Knaben besetzten Partien Tadzio und Jaschiu. Unter der Leitung von Kapellmeister Lukas Beikircher sind der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker zu erleben.

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Nur zwei Aufführungen von „Death in Venice“ stehen im Theater Duisburg auf dem Programm:
Freitag, 4. Juli 2014, um 19.30 Uhr sowie
Sonntag, 6. Juli 2014, um 18.30 Uhr.
Dauer ca. drei Stunden (inklusive Pause).

Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Eine halbe Stunde vor Beginn gibt es eine Einführung im Opernfoyer, die einen kurzen Überblick in die Oper, ihre Handlung und ihre Entstehung gibt. Tickets kosten für die Premiere zwischen 18,10 und 62,80 Euro, sonst 16,10 bis 56,00 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.

 

– Pressemeldung der Deutschen Oper am Rhein –
Fotos: Hans Jörg Michel

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