Modernisierung des Hochofens 2 in Duisburg-Schwelgern auf gutem Weg: Spezieller Schwerlastkran befördert 120-Tonnen-Bauteile

Hochofen 2, Unternehmen Neuzustellung. Bis Ende September stemmen 300 Mitarbeiter von ThyssenKrupp das riesige Modernisierungsprojekt zusammen mit Mitarbeitern von insgesamt 100 nationalen und internationalen Fremdfirmen. Foto: ThyssenKrupp Steel Europe AG

Hochofen 2, Unternehmen Neuzustellung. Bis Ende September stemmen 300 Mitarbeiter von ThyssenKrupp das riesige Modernisierungsprojekt zusammen mit Mitarbeitern von insgesamt 100 nationalen und internationalen Fremdfirmen. Foto: ThyssenKrupp Steel Europe AG

Die Modernisierung des Hochofens 2 in Duisburg-Schwelgern schreitet planmäßig voran. Im Juni waren die Arbeiten am größten Hochofen Europas aufgenommen worden. Jetzt stand ein Meilenstein für die Erneuerung auf dem Programm: Ein spezieller Schwerlastkran beförderte Bauteile zum Kernaggregat. Darunter waren zwei Materialbehälter, über die später der Hochofen mit Erz, Koks und allen weiteren Rohstoffen befüllt wird. Diese haben ein Gewicht von jeweils 120 Tonnen und sind damit so schwer wie ein ausgewachsener Blauwal. Teile für einen Kondensierturm bringen es auf bis zu 45 Tonnen. Die Anlagenteile, die einen Durchmesser von bis zu acht Metern haben, waren vor gut sechs Wochen mit Frachtschiffen zum Walsumer Hafen transportiert worden. Für die Beförderung auf der Straße waren die tonnenschweren Großkomponenten zu mächtig.

„Ersatzteile“ für einen Kondensierturm und für den Hochofen: Bauteile, die ein Spezial-Schwerlastkran im Rahmen der Neuzustellung von Europas größtem Hochofen vor Ort bewegte, wiegen bis zu 120 Tonnen. So schwer ist auch ein ausgewachsener Blauwal.  Foto: ThyssenKrupp Steel Europe AG

„Ersatzteile“ für einen Kondensierturm und für den Hochofen: Bauteile, die ein Spezial-Schwerlastkran im Rahmen der Neuzustellung von Europas größtem Hochofen vor Ort bewegte, wiegen bis zu 120 Tonnen. So schwer ist auch ein ausgewachsener Blauwal. Foto: ThyssenKrupp Steel Europe AG

Ende September soll der am 28. Oktober 1993 angeblasene Hochofen wieder in Betrieb gehen. Dann beginnt seine zweite Ofenreise – so nennt man die Produktionszeit zwischen zwei Modernisierungsphasen. Bis zum vergangenen Jahr hatte die Anlage insgesamt bereits 75 Millionen Tonnen Roheisen geschmolzen. Die bisherige Laufzeit des Hochofens 2 von fast 21 Jahren ist ungewöhnlich lang für ein solches Aggregat. Vor diesem Hintergrund war jetzt eine Modernisierung unbedingt erforderlich geworden. Zur Vorbereitung ist das Projekt seit eineinhalb Jahren minutiös und generalstabsmäßig geplant worden, um die Stillstandszeit so kurz wie möglich zu halten. Das Projektteam hat den großen Erfahrungsschatz früherer Neuzustellungen genutzt, um vorauszuplanen, Arbeitsabläufe zu optimieren und eine Reihe von Arbeiten – beispielsweise an den Nebenaggregaten – schon vor der eigentlichen Stilllegung bei laufender Produktion zu beginnen oder abzuschließen.

Der Hochofen Schwelgern 2 bietet heute rund 550 Arbeitsplätze für Mitarbeiter von ThyssenKrupp Steel Europe. Hinzu kommt ein Mehrfaches an Arbeitsplätzen bei Partnerfirmen für Dienstleistungen im Umfeld.

– Pressemeldung und Fotos der ThyssenKrupp Steel Europe AG –

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