ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg: In der „Männerwelt Hochofen“ haben sich die Frauen der Metallurgie einen entscheidenden Platz erobert

Messen, analysieren, auswerten zwischen Hafen und Hochofen ist ihr Job. Mit 37 Jahren ist Dr. Alexandra Hirsch direkt im Umfeld der "Männerwelt Hochofen" Chefin des Metallurgie- und Labor-Teams, in dem über 30 Prozent Frauen arbeiten. Foto: TKSE.

Messen, analysieren, auswerten zwischen Hafen und Hochofen ist ihr Job. Mit 37 Jahren ist Dr. Alexandra Hirsch direkt im Umfeld der „Männerwelt Hochofen“ Chefin des Metallurgie- und Labor-Teams, in dem über 30 Prozent Frauen arbeiten. Foto: TKSE.

Sie steht 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der metallurgischen Verfahrensentwicklung und Qualitätskontrolle an den Hochöfen in Schwelgern und Hamborn vor: Dr. Alexandra Hirsch, gebürtige Aachenerin, 37 Jahre alt, ist seit 2008 im Ruhrgebiet zu Hause. Für die Chefin der Prozessoptimierung der Hochöfen und der Qualitätskontrolle für die Einsatzstoffe Koks, Sinter, Stückerze und Pellets bei ThyssenKrupp Steel Europe ist es nicht ungewöhnlich, dass ihr Team zu über 30 Prozent aus jungen Frauen besteht. „In der früher ausschließlich von Männern dominierten Welt am Hochofen gibt es auch heute noch keine Frauenquote.“ Auch ohne Quote ergab sich allein durch die geeignete Qualifikation, dass vier Frauen zwischen 20 und 40 Jahren in ihrem Team rund um metallurgische Prüfanlagen und Laboröfen tätig sind. „In diesen Anlagen prüfen wir bei Temperaturen von 500 bis 1.100 Grad Celsius alle im Werk verwendeten Hochofeneinsatzstoffe.“

Doch nicht nur das Tagesgeschäft der Qualitätsprüfung ist Aufgabe des Teams: Neue, innovative Verfahrenstechniken zur Optimierung der Roheisen- und Stahlerzeugung und zur Verminderung der CO2-Emissionen werden vorangetrieben und in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der ganzen Welt untersucht. „Für viele Studierende der Metallurgie sind wir erste Anlaufstelle, wenn es parallel zur Uni um Praxiserfahrung geht.“ Auch junge Wirtschaftsingenieure/-innen kommen aufgrund der strategischen Ausrichtung des Teams zu ThyssenKrupp Steel Europe, wenn sie im Ingenieur-Teil ihrer Ausbildung ihre metallurgischen Kenntnisse vertiefen wollen.

Die 28-jährige Janaina Brum ist dem Ruhrgebiet und den Hochöfen treu geblieben: Sie forscht im Team der Metallurgie an einem Projekt zum Einsatz optimierter Materialqualitäten in der Kokserzeugung. Foto: TKSE.

Die 28-jährige Janaina Brum ist dem Ruhrgebiet und den Hochöfen treu geblieben: Sie forscht im Team der Metallurgie an einem Projekt zum Einsatz optimierter Materialqualitäten in der Kokserzeugung. Foto: TKSE.

Ein Beispiel für eine junge Metallurgin ist die Brasilianerin Janaina Brum. Die heute 28-Jährige aus der Kleinstadt Ponte Nova nahe Belo Horizonte forscht im Team der Metallurgie gerade an einem Projekt zum Einsatz optimierter Materialqualitäten bei der Kokserzeugung. Nach einem sechsmonatigen Praktikum bei ThyssenKrupp Steel Europe 2009 und ihrem Bachelor-Abschluss in Brasilien entschloss sie sich im August 2010 zur Rückkehr nach Deutschland. „Als Frau – noch dazu mit einer vier Monate alten Tochter – wäre es schwierig geworden, in meiner Heimat Arbeit zu finden“, berichtet Brum. Als Stipendiatin des Duisburger Stahlwerks und Master-Studentin absolvierte sie ihren Abschluss im Ruhrgebiet und blieb den Hochöfen treu. „Ich war in Deutschland und im Team der Metallurgie wirklich angekommen“, resümiert die junge Mutter heute. Tochter Juliana (4) besucht die Betriebs-Kita in Duisburg-Hamborn.

Erst vor kurzem hat sich Dr. Rosa Peter (33) ins Team eingebracht: Nach ihrem Studium der Eisenhüttenkunde an der TU Freiberg/Sachsen und der Promotion zur Doktorin der Ingenieurwissenschaften am Forschungszentrum Jülich engagiert sich die dreifache Mutter in der industriellen Metallurgie. Wenn sie internationale Forschungsprojekte bearbeitet, ist das mit Reisen quer durch Europa und guter Organisation verbunden.

An den Prüföfen in Duisburg geht zudem die 26-jährige Martina Bolle ihren Weg. Die gelernte Chemielaborantin studiert parallel zu ihrer Arbeit Verfahrenstechnik im Abendstudium an der Bochumer Georg Agricola Fachhochschule. Ihr Wissen verschaffte ihr schnell den Stammplatz bei ThyssenKrupp Steel Europe, in der angestammten Männerwelt fühlt sich Bolle wohl.

Teamleiterin Dr. Alexandra Hirsch, die in der Metallurgie mit Frauen und Männern im Labor zusammenarbeitet, fasst zusammen: „Durch die Mischung von Jung und Alt, unabhängig vom Geschlecht, ergänzen wir uns sehr gut.“ Männer und Frauen würden gleich behandelt. „Bei uns zählen vor allem Qualifikation, Leistung und die Teamfähigkeit, die alle mitbringen.“ Der Umgang, zieht sie ihr Fazit, sei seit dem vermehrten Einzug ganz junger Fachkräfte tatsächlich etwas rücksichtsvoller geworden. „Und mittlerweile scherzen sogar die Kollegen, dass bald eine Männerquote von Nöten sei.“

– Presseindformation der ThyysenKrup Steel Europe AG –

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Duisburg, Gesellschaft, Industrie, Leute, Menschen, Ruhrgebiet, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s