Stellungnahme des Duisburger Flüchtlingsrates zu den Ereignissen in Duisburg-Neumühl

Der Duisburger Flüchtlingsrat konnte sich am Freitag, 20. September 2014, bei der Bürgerinformationsveranstaltung zur geplanten Erstaufnahmeunterkunft in Duisburg-Neumühl persönlich ein Bild von der erschreckenden Stimmung dort machen.

Von rechtsradikalen Gruppierungen angestachelte und offen durch PRO NRW Mitglieder angefeuerte Hetze im Netz und die folgende Anwohnerreaktion auf die geplante Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen St.-Barbara-Hospital lassen das Schlimmste befürchten. So wurde zum Niederbrennen des Unterbringungsortes aufgefordert, und Gewalt gegen die zu erwartenden Flüchtlinge angekündigt.

Wenn es zur Erstunterbringung von Flüchtlingen im St.-Barbara-Hospital kommt, müssen von Anfang Sicherheit und engmaschige Betreuung der Flüchtlinge gewährleistet sein. In der Umsetzung der Sicherheit sind in besonderem Maße Stadt und Land gefordert.

Die in Duisburg-Neumühl herrschende Grundstimmung erfordert das Zusammenwirken aller staatlichen und zivilgesellschaftlichen Kräfte vor Ort: ein dauerhafter Dialog mit den gutwilligen Anwohner muss entstehen, um rechtsradikalen Organisationen den Boden zu entziehen. Demokratiefeindlichen Tätern darf nicht das Feld überlassen werden. Nur so kann es zu einem friedlichen und verständnisvollen Zusammenwirken kommen.

Der Duisburger Flüchtlingsrat fordert die Verantwortlichen von Stadt und Land auf mit allen Möglichkeiten des Rechtsstaates auf die dort Hass, Rassismus und Gewalt predigenden Bürger zu reagieren und gleichzeitig alle zivilgesellschaftlichen Kräfte, die sich für ein friedliches Miteinander, für eine andere Willkommenskultur einsetzen, zu unterstützen.

Alle menschlich und demokratisch gesinnten Duisburger Bürgerinnen und Bürgern sollten ihre Kräfte bündeln, um zu zeigen, dass diese Stadt anders ist, toleranter und weltoffener, als einige Hetzer und Verhetzte zeigen.

Wer dieses Ziel des Flüchtlingsrates Duisburg unterstützen will, ist zu seiner Veranstaltung “Willkommenskultur statt Abschreckung und Mängelverwaltung: Unterbringung von Flüchtlingen in Duisburg” eingeladen: am Dienstag, 23. September 2014, um 19.00 Uhr im Gemeindesaal der Ev. Gemeinde Pauluskirche (Paulusstr. 28-30, 47053 Duisburg Hochfeld).

Wolf-Dieter Just und Frank Noroschat für den Duisburger Flüchtlingsrat

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