Allianz von Euregio und Niederrheinischer IHK: Enger Schulterschluss gegen Pkw-Maut

Gemeinsam die Grenzregion fördern
Neue EU-Mittel für gemeinsame Projekte nutzen

Der Schulterschluss der deutsch-niederländischen Grenzregionen gegen die vom Bundesverkehrsminister geplante Pkw-Maut wird noch enger. Das wurde jetzt bei einem Gespräch in Duisburg zwischen dem Geschäftsführer der euregio rhein-maas-nord, Andy Dritty, und Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, deutlich. Vielmehr müsse grenzüberschreitend gemeinsam die Region gefördert werden.

Dietzfelbinger bekräftigte bei diesem Gedankenaustausch die Bereitschaft der IHK, auch in der nun beginnenden und bis 2020 geltenden Strukturförderperiode in den Gremien der Euregio mitzuwirken. Gerade die intensive Arbeit der Euregios für ein Miteinander dies und jenseits der Grenze müsse nicht nur aufrechterhalten, sondern auch forciert werden. Eine Pkw-Maut, die als „Eintrittsgeld“ nach Deutschland wirke, sei kontraproduktiv.

Euregio-Geschäftsführer Andy Dritty (links) und Dr. Stefan Dietzfelbinger wollen die Zusammenarbeit intensivieren. Pressefoto: IHK.

Euregio-Geschäftsführer Andy Dritty (links) und Dr. Stefan Dietzfelbinger wollen die Zusammenarbeit intensivieren. Pressefoto: IHK.

Einig waren sich Dietzfelbinger und Dritty unter anderem auch darin, das Thema Agrobusiness künftig grenzübergreifend weiter voranzutreiben. Dass dieses Vorhaben Erfolg verspreche, werde durch jüngste Zahlen des statistischen Landesamtes IT.NRW untermauert. Demzufolge wies der Kreis Kleve bei der Herstellung landwirtschaftlicher Güter im Jahr 2012 die höchste Bruttowertschöpfung aller kreisfreien Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen auf. Insgesamt 4,2 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung stammen hier aus dem Agrarsektor, ebenfalls ein landesweiter Spitzenwert. Während die Bruttowertschöpfung im Kreis Kleve zwischen 2010 und 2012 um 8,4 Prozent zulegen konnte, wuchs der Agrarsektor mit 17,4 Prozent nahezu doppelt so stark. Das Potenzial werde, da sind sich Dritty und Dietzfelbinger sicher, beim Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsforum in Mönchengladbach am 19. November ins Auge stechen.

Zum Hintergrund: Die Niederrheinische IHK vertritt die Interessen der Wirtschaft als Mitglied in der Verbandsversamm-lung, dem höchsten Gremium der euregio rhein-maas-nord, deren Geschäftsstelle ihren Sitz in Mönchengladbach hat und zu deren Mitgliedern auch Kommunen im Süden des Kreises Kleve zählen, sowie im Interreg-Ausschuss. Dort wird über regionale Projekte beraten und entschieden, die durch das am 19. November startende EU-Förderprogramm Interreg kofinanziert werden. Zwischen 2014 und 2020 investiert die EU rund 220 Millionen Euro in den deutsch-niederländischen Grenzraum. Rund zwei Drittel dieses Budgets werden zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit in den Sektoren Agrobusiness/Food, Health & Life Sciences, Hightech-Systeme & Materialien (HTSM), Logistik und Energie/CO2-Reduzierung eingesetzt.

Ansprechpartner bei der Niederrheinischen IHK für die grenzübergreifende Zusammenarbeit in den Euregios Rhein-Waal und rhein-maas-nord ist Dr. Andreas Henseler, Telefon 0203 2821-227, eMail henseler@niederrhein.ihk.de.

– Presseinformation der Niederheinischen IHK –

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