Polizeichor Duisburg übergibt Spendenerlös an den VKM in Wanheimerort

Gelebte Inklusion: Kindern mit und ohne Behinderung
ein Stück Normalität geben

Von Petra Grünendahl

„Behinderte Kinder kennen ihre Stadt nicht. Es wird ein Riesenabenteuer für sie, wenn sie in unseren Projektwochen mit der Straßenbahn in die Stadt fahren“, erzählte Petra Wosnitzka, Pressesprecherin des VKM Verein für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen Duisburg e. V. In die Projektwochen in den Osterferien unter dem Motto „Duisburg – meine Stadt!“ fließt der Spendenerlös, den der Polizeichor Duisburg bei seinem Weihnachtskonzert im Dezember gesammelt hatte. Zwei Gruppen von jeweils zwanzig Kindern im Grundschulalter (zehn mit Behinderung, zehn ohne) werden dabei betreut, beschäftigt und gefördert.

Übergeben den Scheck über 4.500 Euro im Sparschwein (v.r.): Lothar Herrmann (Schatzmeister Polizeichor Duisburg) und Horst Fiedler (2. Vorsitzender Polizeichor Duisburg) mit Manfred Lücke (Stv. Vorsitzender VKM) und Anette Käbe (VKM-Geschäftsführerin). Foto: Petra Grünendahl.

Übergeben den Scheck über 4.500 Euro im Sparschwein (v.r.): Lothar Herrmann (Schatzmeister Polizeichor Duisburg) und Horst Fiedler (2. Vorsitzender Polizeichor Duisburg) mit Manfred Lücke (Stv. Vorsitzender VKM) und Anette Käbe (VKM-Geschäftsführerin). Foto: Petra Grünendahl.

Alle zwei Jahre sammelt der Polizeichor Duisburg 1928 e. V. bei seinem traditionellen Weihnachtskonzert Spenden für einen wohltätigen Zweck. Im Dezember 2014 sammelten die Sänger für den VKM, der in seinem Tageshaus an der Neuenhofstraße 61 (Wanheimerort, neben den Werkstätten der Deutschen Oper am Rhein) Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam betreut. „Normalität herstellen“ ist das Ziel der Einrichtung: für Behinderte wie Nichtbehinderte, die erleben, dass der Umgang mit Behinderten etwas ganz normales sein kann. Gelebte Inklusion halt! Zielgruppe sind in erster Linie Kinder im Grundschulalter sowie deren Familien – in ganz Duisburg. Der Spendenerlös des Abends betrug etwas über 4.000 Euro. Die Sänger des Polizeichores haben diesen Betrag auf 4.500 Euro aufgestockt. Horst Fiedler und Lothar Herrmann übergaben für den Polizeichor den Spendenscheck an Anette Käbe und Manfred Lücke vom VKM.

Projekte bringen Kinder mit und ohne Behinderung einander näher
Mit ihren zahlreichen Projekten über das Jahr verteilt ist der VKM auch immer wieder auf Spenden angewiesen, weil sie allein von Mitgliedsbeiträgen, Teilnahmegebühren oder auch Fördermitteln nicht zu bestreiten sind. Teilnahmegebühren liegen im sehr sozialen Bereich. Für Projekttage oder –wochen liegen sie bei 15 Euro pro Kind am Tag. Das ist natürlich nicht kostendeckend – auch weil der Betreuungsbedarf unter Umständen recht hoch ist. „Planen können wir solche Projekte immer erst, wenn die Anmeldungen feststehen“, so Anette Käbe, Geschäftsführerin des VKM. „Erst dann wissen wir, mit welchem Personal wir planen müssen.“ Zehn behinderte und zehn nicht behinderte Kinder werden in einer Gruppe betreut. Wobei Kinder mit Rollstühlen das geringste Problem darstellen. „Wenn eine Zehnjährige dann bei einer Exkursion partout nicht aus der Straßenbahn aussteigen will, dann muss halt ein Betreuer mit ihr weiterfahren“, so Wosnitzka.

Auch Kinder mit einem unterentwickelten Gefahrenbewusstsein binden Kräfte, die ein Auge darauf behalten müssen: „Solche Kinder klettern auf einem Baum und meinen, sie könnten aus vier Meter Höhe runterspringen.“ Dieser Betreuungsbedarf muss eingeplant werden, wenn man mit der Gruppe „Meine Stadt“ erkunden will. Neben den Erkundungsfahrten stehen gemeinsames spielen, basteln, singen, musizieren, kochen und essen, tanzen und toben auf dem Programm. Weitere Projektwochen dieser Art gibt es in den Sommer- und Herbstferien. Projekttage bietet der VKM an Brückentagen, wo speziell berufstätige Mütter mit Grundschulkindern einen Bedarf haben, ihre Kinder gut unterzubringen.

Ein paar von insgesamt 10.000 Enten, die beim Entenrennen zum Innenhafenfest zur Unterstützung des VKM. Die große Ente rechts ist eine noch nicht gestaltete Promi-Ente. Foto: Petra Grünendahl.

Ein paar von insgesamt 10.000 Enten, die beim Entenrennen zum Innenhafenfest zur Unterstützung des VKM. Die große Ente rechts ist eine noch nicht gestaltete Promi-Ente. Foto: Petra Grünendahl.

Entenrennen im Innenhafen
Wer die Projekte des VKM unterstützen möchte, kann dies auch in diesem Jahr wieder beim Entenrennen auf dem Innenhafenfest (mit Drachenboot-Funregatta) vom 12. bis 14. Juni tun. Das Startgeld für eine Ente kostet 2 Euro, wer gleich drei ins Rennen schicken will, zahlt 5 Euro. Promi-Enten kosten 100 Euro und sind dafür größer. Der Polizeichor hat sich schon seine Ente gesichert und muss sie nur noch ausstaffieren. Schließlich gibt es nicht nur für die schnellste, sondern auch für die schönste Ente einen Preis. Sponsoren für die Preise werden ebenso noch gesucht wie ehrenamtliche Helfer vor Ort. Wer den VKM beim Entenrennen unterstützen will, findet hier weitere Informationen (pdf zum Download).

© 2015 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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