Museum Küppersmühle Duisburg: Evonik Jugendkunstpreis 2014

Großes Interesse an „Jugend interpretiert Kunst“
Von Petra Grünendahl

Gewinner des Jugendkunstpreises 2014: das Albert-Einstein-Gymnasium aus Frankenthal vor ihrer 20-teiligen Arbeit "Anpassung und Wagnis". Foto: Petra Grünendahl.

Gewinner des Jugendkunstpreises 2014: das Albert-Einstein-Gymnasium aus Frankenthal vor ihrer 20-teiligen Arbeit „Anpassung und Wagnis“. Foto: Petra Grünendahl.

So viele junge Leute findet man selten auf einmal im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Innenhafen. Rund 450 Schüler von Klasse 10 bis 13 waren mit ihren Lehrern nach Duisburg gereist und warteten nun gespannt auf die Siegerehrung des Jugendkunstpreises 2014 „Jugend interpretiert Kunst“. „Gewonnen haben eigentlich alle“, fand Museumsdirektor Prof. Dr. h.c. Walter Smerling, denn: „Sie haben Erfahrungen gewonnen und dürfen hier ausstellen, sich einem großen Publikum präsentieren.“ Gut ist die Stimmung im Saal: Dabei sein ist hier wirklich alles.

Museumsdirektor Walter Smerling, Oberbürgermeister Sören Link, Jury-Sprecher Coordt von Mannstein, Markus Langer, Leiter Konzernkommunikation Evonik Industries, und Kulturdezernent Thomas Krützberg (v. l.). Foto: Petra Grünendahl.

Museumsdirektor Walter Smerling, Oberbürgermeister Sören Link, Jury-Sprecher Coordt von Mannstein, Markus Langer, Leiter Konzernkommunikation Evonik Industries, und Kulturdezernent Thomas Krützberg (v. l.). Foto: Petra Grünendahl.

Zur Kürung und Ehrung der Sieger-Teams waren alle 20 beteiligten Schulen mit ihren Teilnehmern ins MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst gekommen. Evonik Industries war in diesem Jahr zum ersten Mal als Sponsor des Wettbewerbs zum Jugendkunstpreis dabei, welchen die Stiftung für Kunst und Kultur e. V. seit 14 Jahren auslobt. Eine hochkarätige Fachjury bewertete die Arbeiten und vergab die ersten drei Plätze, die mit 1.000, 2.000 und 5.000 Euro dotiert sind. Mit der Preisverleihung wurde auch die Sonderausstellung mit allen zwanzig Arbeiten eröffnet. Zur Jury zählten neben Museumsdirektor Smerling die Künstler Abraham David Christian und Anthony Cragg, Kuratorin Susanne Kleine (Kunst- und Ausstellungshalle Bonn), Markus Langer (Leiter Konzernkommunikation von Sponsor Evonik Industries), Werbeagenturchef Coordt von Mannstein (Solingen) sowie Sammlerin Sylvia Ströher (Darmstadt), die zusammen mit ihrem Mann Ulrich dem MKM ihre Kunstsammlung zur Präsentation im Innenhafen zur Verfügung stellt.

Großes Interesse am Jugendkunstpreis

Zweiter Platz beim Jugendkulturpreis 2014: die Installation "Mefac" (für "Mediaface") vom Andreae-Gymnasium, Herrenberg. Foto: Petra Grünendahl.

Zweiter Platz beim Jugendkulturpreis 2014: die Installation „Mefac“ (für „Mediaface“) vom Andreae-Gymnasium, Herrenberg. Foto: Petra Grünendahl.

Waren es im Jahr 2000 noch 50 Schulen gewesen, die sich um die Teilnahme am Jugendkunstpreis beworben hatte, so waren es 2014 schon 500. Beteiligen können sich Gymnasien, Gesamt- und Realschulen mit Schülergruppen ab Klasse 9. Zwanzig Teams dürfen mitmachen: Das Los entscheidet. Die Klassen/Kursgruppen verbringen jeweils zunächst einen Tag im Museum Küppersmühle, wo sie sich intensiv mit den ausgestellten Werken der Moderne und den Arbeitsweisen der Künstler beschäftigen. Unterstützt werden sie dabei von der Kunstpädagogin des Museums, die Hintergrundkenntnisse vermittelt. Acht Wochen haben die Schüler dann Zeit, ihre Eindrücke zu diskutieren, ein Konzept für ihr eigenes Werk zu erstellen und diese frei gewählte Arbeit künstlerisch darzustellen. Neben Kreativität und Fantasie sind Organisationstalent und Teamwork gefragt, die sich auch im Konzept wiederfinden sollten. Konzepte und Fotos werden dann per eMail an die Jury geschickt. Zum Abschluss stellt das Museum Küppersmühle die Werke in seinen Räumen im Erdgeschoss aus. Dort bekommt die Jury sie dann schließlich im Original zu sehen, bevor sie die Sieger kürt. Die Ausschreibung für den Jugendkunstpreis 2015 läuft bis zum 31. Januar 2015 (Teilnahmeschluss).

Die Sieger in diesem Jahr sind:

Gewinner des Jugendkunstpreises 2014: das Albert-Einstein-Gymnasium aus Frankenthal. Foto: Petra Grünendahl.

Gewinner des Jugendkunstpreises 2014: das Albert-Einstein-Gymnasium aus Frankenthal. Foto: Petra Grünendahl.

1. Albert-Einstein-Gymnasium, Frankenthal, mit „Anpassung und Wagnis“
2. Andreae-Gymnasium, Herrenberg, mit „Mediaface“
3. Angela-Merici-Gymnasium, Trier, mit „Zeit“
Unter den 20 teilnehmenden Schulen ist auch das Franz-Haniel-Gymnasium aus Homberg. Eine hochinteressante Ausstellung: Wer sich ein wenig in der Sammlung Ströher auskennt, den Meistern im ersten und zweiten Stock, der findet hier Einflüsse und „Handschriften“ wieder.

Dritter Platz beim Jugendkulturpreis 2014: der Beitrag "Zeit" vom Angela-Merici-Gymnasium, Trier. Foto: Petra Grünendahl.

Dritter Platz beim Jugendkulturpreis 2014: der Beitrag „Zeit“ vom Angela-Merici-Gymnasium, Trier. Foto: Petra Grünendahl.

Die Schülerarbeiten sind noch bis zum 8. Februar 2015 in den Erdgeschossräumen des Museums zu sehen. Das Museum Küppersmühle findet man am Innenhafen am Philosophenweg 55 (Haupteingang). Mittwochs ist das Museum von 14 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags und dienstags ist Ruhetag. Der Eintritt kostet nur für die Wechselausstellungen 6 Euro, für das gesamte Haus (inkl. Wechselausstellung) 9 Euro. Ermäßigt sowie bei Gruppen ab 10 Personen zahlt man pro Person 4,50 Euro, Kinder und Schüler über sechs Jahren zahlen 2 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt, ebenso donnerstags alle Duisburger. Alle Ausstellungsräume des Museums sind auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Führungen durch die Sammlung sowie laufende Ausstellungen gibt es jeden Sonntag um 15 Uhr, aber auch nach Vereinbarung. Mehr Informationen gibt es auf den Internet-Seiten des Museums Küppersmühle für Moderne Kunst.

© 2015 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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