Oberbürgermeister Sören Link äußert sich zu den Vorfällen in Neuenkamp in Verbindung mit dem dort geplanten Asylbewerberheim

Oberbürgermeister Sören Link, Foto: Petra Grünendahl.

Oberbürgermeister Sören Link, Foto: Petra Grünendahl.

Ich bin entsetzt über die Angriffe gegen Manfred Osenger. Ich habe Verständnis, dass Bürger vor Ort eine erhöhtes Maß an Informationsbedürfnis haben und vielleicht auch unsicher sind, was sie erwartet, aber Gewaltandrohungen und Eierwürfe gegen das Haus unseres Bürgermeisters, das geht gar nicht! Man kann ja seine Meinung sagen, aber für Pöbeleien und Sachbeschädigung gegenüber demokratisch gewählten Mandatsträgern fehlt mir jedes Verständnis. So etwas darf nicht einreißen.

Vor dem Hintergrund des immensen Unterbringungsdrucks für die nach Duisburg kommenden Flüchtlinge hat der Rat am 2. März mit großer Mehrheit beschlossen, die ehemalige Schule auf der Paul-Rücker-Straße in Neuenkamp für Asylbewerber herzurichten. Bereits vier Tage später haben wir die Stadtgesellschaft vor Ort im Detail über unsere Pläne informiert.

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist eine nationale Aufgabe, die alle Kommunen vor ähnliche Probleme stellt. Vor Ort müssen wir gemeinsam mit allen Kräften der Stadtgesellschaft diese Aufgabe lösen. Die Sorgen und Bedenken sind verständlich, es nutzt aber nichts, nach dem Sankt-Florians-Prinzip zu verfahren und sich im konkreten Fall wegzuducken.

Die Duisburgerinnen und Duisburger haben in der Vergangenheit mehrfach – auch nach zum Teil anfänglichen Bedenken – bewiesen, dass sie für eine Willkommenskultur gegenüber den Menschen aus den zahlreichen Krisengebieten der Welt stehen. Wir in Duisburg kennen die Sorgen aller Menschen in unserer Stadt und wir werden sie gemeinsam und friedlich miteinander lösen. Dies haben wir auch mit der „Duisburger Erklärung für Demokratie und Vielfalt“ deutlich gemacht, die Anfang Februar mit großem Konsens verabschiedet wurde.

Im Übrigen bin ich mir sicher, dass auch bei dieser Debatte in den nächsten Wochen wieder Vernunft einkehren wird.

– Pressemeldung der Stadt Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

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