Unternehmerverband unterstützt Überlegungen der Politik für Standort-Kampagne

„Das Ruhrgebiet hat bessere Werbung verdient“

Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

„Aus Sicht der Wirtschaft ist das überfällig“, mit diesen Worten begrüßt der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz, Überlegungen der Politik für eine neue Image-Kampagne für das Ruhrgebiet. „Wir haben im Revier eine gewaltige Investitionsschwäche und die liegt auch daran, dass sich die Region schlecht verkauft“, ist Schmitz sicher.

„Kirchturmdenken“ habe im Revier schon zu lange eine gemeinsame Vermarktung des Standorts verhindert. „Die Städte im Ruhrgebiet können vor allem gemeinsam punkten. Bei Infrastruktur, Kultur und Bildung muss man die gesamte Region mit ihren Leistungen und Angeboten in den Blick nehmen, erst dann kommt ihre wahre Qualität zum Vorschein“, so Schmitz.

Es gehe auch darum, aus Schwächen Stärken zu machen. „Leerstand und günstige Mieten können ein toller Anreiz für junge Leute und Existenzgründer sein. In welchem anderen Ballungsraum kann man noch so günstig leben?“, fragt Schmitz.

Der Unternehmerverband warnt aber davor, mit „Hochglanzplakaten“ die Probleme des Reviers einfach „zuzukleistern“. „Die neue Werbung muss ehrlich und authentisch sein – Defizite dürfen nicht vertuscht, sondern müssen weiterhin angepackt werden“, fordert Schmitz. Die Politik müsse neben einer Image-Kampagne genauso entschlossen, die konkreten Rahmenbedingungen am Standort verbessern. „Bei den kommunalen Steuersätzen sind wir nicht wettbewerbsfähig und bei der Sanierung der städtischen Finanzen fehlen substantielle Schritte“, verweist Schmitz auf eine mangelnde Kooperation der Städte, die durch die gemeinsame Erledigung von kommunalen Aufgaben viel Geld sparen könnten.

Es reiche auch nicht, sich über den Erfolg anderer Städte und Regionen zu „beschweren“. „Man müsse im Gegenteil den Erfolg von Städten wie Düsseldorf anerkennen und ihn als Ansporn begreifen, es besser zu machen“, erklärt Schmitz. Der Blick auf die erfolgreiche Werbung anderer zeige vor allem, dass eine gutgemachte Image-Kampagne und eine gute Standortpolitik zwei Seiten einer Medaille seien.

 
Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

– Pressemeldung der Unternehmerverbandsgruppe Duisburg –
Foto: Petra Grünendahl

Dieser Beitrag wurde unter Duisburg, Medien, Niederrhein, Ruhrgebiet, Wirtschaft abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s