ThyssenKrupp AG schenkt Stadt Duisburg letzte Geländeflächen im Sportpark

Geschützter Raum für Ertüchtigung und
Erholung der Duisburger Bevölkerung

Von Petra Grünendahl

Von links: Markus Micken, ThyssenKrupp Steel Europe AG, Thomas Schlenz, Personalvorstand ThyssenKrupp Steel Europe AG,  Oberbürgermeister Sören Link, Stadtdirektor Reinhold Spaniel und Uwe Rohde, Geschäftsführer Immobilien-Management Duisburg, am Barbarasee. Foto: Petra Grünendahl.

Von links: Markus Micken, ThyssenKrupp Steel Europe AG, Thomas Schlenz, Personalvorstand ThyssenKrupp Steel Europe AG, Oberbürgermeister Sören Link, Stadtdirektor Reinhold Spaniel und Uwe Rohde, Geschäftsführer Immobilien-Management Duisburg, am Barbarasee. Foto: Petra Grünendahl.

Friedrich Krupp hatte im 19. Jahrhundert unfangreiche Flächen im heutigen Neudorf-Süd erworben. Ein Stahlwerk am Rhein wollte er bauen, aber weitere Flächen Richtung Wasserstraße bekam Krupp nicht: Die Wanheimerorter Bauern wollten nicht verkaufen. Das Areal blieb vom Rhein abgeschnitten, sein Hüttenwerk baute Krupp in den 1890-er Jahren bekanntlich woanders: Die Friemersheimer Bauern waren für Krupps Angebot empfänglicher … Auf den rechtsrheinischen Duisburger Flächen blieb es bei der Gewinnung von Sand und Kies, die aber irgendwann eingestellt wurde: Durch die Auskiesung entstanden Margaretensee, Bertasee und Barbarasee. Und 1919 fing die Friedrich Krupp AG an, sich von den Flächen zu trennen, die sie nicht mehr wirtschaftlich nutzen konnten. Krupp schenkte sie der Stadt Duisburg, die dort Sportanlagen baute.

Oberbürgermeister Sören Link (m.) erläuterte zusammen mit Thomas Schlenz, Personalvorstand von TKSE (l.), und Sportdezernent Reinhold Spaniel (r.) die Schenkung. Foto: Petra Grünendahl.

Oberbürgermeister Sören Link (m.) erläuterte zusammen mit Thomas Schlenz, Personalvorstand von TKSE (l.), und Sportdezernent Reinhold Spaniel (r.) die Schenkung. Foto: Petra Grünendahl.

Oberbürgermeister Sören Link stellte zusammen mit Thomas Schlenz, Personalvorstand der ThyssenKrupp Steel Europe (TKSE), Markus Micken, Leiter des Funktionsbereichs Sicherheit/Dienstleistungen bei TKSE, Sportdezernent Reinhold Spaniel und Uwe Rohde, Geschäftsführer des Immobilien-Managements Duisburg, die Flächenübertragung und ihre Rahmenbedingungen vor. Nach ersten Schenkungen 1919 und 1931 bekam die Stadt Duisburg nun die letzten Flächen rund um den östlichen Teil des Barbarasees zusammen mit der 78.000 Quadratmeter großen Wasserfläche (ein insgesamt 101.000 Quadratmeter Grundstück) im Rahmen eines Schenkungsvertrages von der ThyssenKrupp AG (als Rechtsnachfolger der Friedrich Krupp AG) übereignet. Wie schon bei den früheren Schenkungen mit der Maßgabe, die Flächen zur Nutzung für Ertüchtigung und Erholung der Duisburger Bevölkerung zugänglich zu machen.

Pächter sehr entspannt: Sportliche Nutzung gesichert

Das blau umrandete Gebiet markiert die Fläche der Schenkung. Karte: Stadt Duisburg.

Das blau umrandete Gebiet markiert die Fläche der Schenkung. Karte: Stadt Duisburg.

Die Pachtverträge der Sportvereine für die Ufernutzung gehen auf die Stadt über. Ändern wird sie für sie nicht viel, außer dass rechtliche und versicherungsrechtliche Maßgaben mit nur einem Gründstückseigentümer einfacher werden, denn ein Überschreiten der Gründstücksgrenzen im Wasser ließ sich nicht unbedingt vermeiden. „Die Pächter sind alle ganz entspannt“, bestätigte auch Sportdezernent Reinhold Spaniel. Die Vertragsverhandlungen hatten sieben Jahre in Anspruch genommen, um Erholung und Ertüchtigung – auch im Sinne früherer Schenkungen – langfristig auf dem Gelände zu garantieren. „Ich bin heute ein glücklicher Sportdezernent: dies ist ein sehr guter Tag für Duisburg und Duisburger Sport“, erklärte Spaniel. Auch Oberbürgermeister Sören Link freute sich über die einvernehmliche Einigung: „Dadurch bleibt der Sportpark Duisburg in seiner Gesamtheit mit Regattabahn, dem Kanuleistungszentrum, dem Stadion und den ansässigen Vereinen und öffentlichen Grünflächen für folgende Generationen erhalten. Ich danke der Thyssen Krupp AG, dass sie – wie in der Vergangenheit auch – Verantwortung für die Menschen im Industrie- und Stahlstandort Duisburg übernehmen. Den Duisburger Bürgern sowie den zahlreichen Besuchern stehen auch zukünftig zentrumsnah Freizeitflächen zur Erholung und Ertüchtigung zur Verfügung.“

ThyssenKrupp engagiert sich in Duisburg

Der Barbarasee war längs durchgetrennt durch einen Damm, der als Gleistrasse zum Abtransport von Kies und Sand genutzt wurde. Schon lange ist der Damm in Teilbereichen unterbrochen und nicht mehr mit den „Festland“ verbunden. Übrig geblieben sind zwei mit Bäumen bewachsene lang gestreckte Inseln, die die frühere Teilung andeuten. Foto: Petra Grünendahl.

Der Barbarasee war längs durchgetrennt durch einen Damm, der als Gleistrasse zum Abtransport von Kies und Sand genutzt wurde. Schon lange ist der Damm in Teilbereichen unterbrochen und nicht mehr mit den „Festland“ verbunden. Übrig geblieben sind zwei mit Bäumen bewachsene lang gestreckte Inseln, die die frühere Teilung andeuten. Foto: Petra Grünendahl.

„Wir sind nicht nur der größte Arbeitgeber der Stadt, sondern wir wollen als guter Nachbar auch ein geeignetes Umfeld für Freizeitaktivitäten bieten“, erklärte Thomas Schlenz, Personalvorstand von ThyssenKrupp Steel Europe als Duisburger Standort der ThyssenKrupp AG, in deren Händen das Duisburger Engagement des Essener Konzerns liegen. Das Engagement des Stahlkonzerns findet sich an vielen Stellen in unserer Stadt wieder – zuletzt an der Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010.

Oberbürgermeister Sören Link mit TKSE-Personalvorstand Thomas Schlenz am Barbarasee. Foto: Petra Grünendahl.

Oberbürgermeister Sören Link mit TKSE-Personalvorstand Thomas Schlenz am Barbarasee. Foto: Petra Grünendahl.

Der Barbarasee mit einer Gesamtfläche von ca. 150.000 Quadratmetern geht in die Veraltung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, die Landflächen gehören zum Bilanzeigentum der DuisburgSport. Die ausschließlich sportliche Nutzung garantieren die vermietete Wassersportanlage mit ihrem Trägerverein Sportheim Wedau (mit Angelsportverein Niederrhein 1932 e. V. und Tauchclub „Bleienten“ Duisburg e. V.), die verpachtete Wassersportanlage WSV Niederrhein e. V. und verpachtete Grundstücksflächen des Vereins Freie Schwimmer 1920 e. V.

© 2015 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
Karte: Stadt Duisburg

Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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