Blick aus Fernost auf Puccinis „Turandot“: Premiere im Theater Duisburg

Linda Watson (Turandot), Zoran Todorovich (Kalaf), den Kinderchor am Rhein und Statisten der Deutschen Oper am Rhein. FOTO: Hans Jörg Michel.

Linda Watson (Turandot), Zoran Todorovich (Kalaf), den Kinderchor am Rhein und Statisten der Deutschen Oper am Rhein. FOTO: Hans Jörg Michel.

Am Samstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr ist Premiere für Giacomo Puccinis Oper „Turandot“: Mit Spannung erwartet das Publikum im bereits ausverkauften Theater Duisburg, wie das Team um Regisseur Huan-Hsiung Li das berühmte Märchen über die chinesische Prinzessin Turandot in Szene setzt. Die Neuproduktion entsteht als Koproduktion mit dem National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying), das in der Hafenmetropole Kaohsiung im Süden Taiwans als hochmodernes Kultur­zentrum für mehr als 6.000 Opern-, Theater- und Konzert­besucher entsteht und 2017 mit der „Turandot“-Produktion der Deutschen Oper am Rhein eröffnet wird. In Duisburg ist die Oper bis zum 26. Dezember 2015 zu sehen, bevor sie in der kommenden Spielzeit 2016/17 auch in Düsseldorf Premiere feiert.

Generalmusikdirektor Axel Kober übernimmt alternierend mit Kapellmeister Wen-Pin Chien die musikalische Leitung der Neuinszenierung. In der Titelpartie ist Linda Watson zu erleben. Die international gefragte Wagner- und Strauss-Interpretin, die seit 2013 wieder dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein angehört, gibt ihr Debüt als Turandot. Als Kalaf gastiert Zoran Todorovich am Rhein. Erstmals sind Brigitta Kele als Liù, Bogdan Baciu als Ping, Florian Simson als Pang, Cornel Frey als Pong und Bruce Rankin als Altoum zu hören – gemeinsam mit Sami Luttinen als Timur, Daniel Djambazian als Mandarin, dem Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein und dem Kinderchor am Rhein.

Brigitta Kele (Liù), Sami Luttinen (Timur) mit Chor, Extrachor und Statisterie der Deutschen Oper am Rhein. FOTO: Hans Jörg Michel.

Brigitta Kele (Liù), Sami Luttinen (Timur) mit Chor, Extrachor und Statisterie der Deutschen Oper am Rhein. FOTO: Hans Jörg Michel.

Die als grausam und unnahbar bekannte Prinzessin Turandot steht im Mittelpunkt des chinesischen Märchens. Wer sie zur Frau begehrt, muss drei Rätsel lösen. Unzählige junge Männer scheitern an dieser Aufgabe und werden mit dem Tod bestraft. Doch je grausamer die Prinzessin ihr Spiel mit ihnen treibt, umso stärker erstrahlt ihre Aura, der auch der fremde Prinz Kalaf verfällt. Doch er besteht die Rätselprobe und stellt die Prinzessin selbst vor eine Prüfung, um das Eis ihres Herzens zum Schmelzen zu bringen.

Regisseur Huan-Hsiung Li, der als Gast aus Fernost zum ersten Mal in Europa inszeniert, betrachtet Puccinis „Turandot“ aus dem Blickwinkel seiner eigenen kulturellen Herkunft und versteht die Oper als märchenhafte Parabel auf ein heutiges China, das die Wunden seiner Vergangenheit durch den Aufstieg zu einer beherrschenden Weltmacht zu überdecken sucht. Der künstlerische Leiter der „Creative Society“, einer der populärsten und innova­tiv­sten Theater­gruppen Taiwans, realisierte bereits 2006 zusammen mit Wen-Pin Chien in Taipeh die vielbeachtete erste Produktion von Wagners „Ring des Nibelungen“ im chinesischen Sprachraum. Im Team mit der Bühnen­bildnerin Jo-Shan Liang, dem Kostümbildner Hsuan-Wu Lai und dem Mediendesigner Jun-Jieh Wang entstehen symbolkräftige Bilder und Kostüme.

„Turandot“ im Theater Duisburg:
Sa 05.12. – 19.30 Uhr | Mi 09.12. – 19.30 Uhr | Sa 12.12. – 19.30 Uhr | Do 17.12 – 19.30 Uhr | So 20.12. – 18.30 Uhr | Sa 26.12. – 18.30 Uhr

Karten (zu Preisen zwischen 20,30 und 70,30 Euro) und weitere Informationen sind erhältlich an der Theaterkasse im Theater Duisburg (Telefon 0203 / 9407777), im Opernshop Düsseldorf (Telefon 0211 / 8925211) sowie online über www.operamrhein.de.

– Pressemeldung der Deutschen Oper am Rhein –
Fotos: Hans Jörg Michel

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