Marketing-Club Duisburg-Niederrhein: Jutta Stolle (Haniel) stellte das Social Impact Lab vor

Firmengründer in der Region fördern,
die soziale Probleme lösen wollen

Von Petra Grünendahl

Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel, berichtet vom Social Impact Lab in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel, berichtet vom Social Impact Lab in Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.

„Wir wollen Jungunternehmer fördern, die mit ihrer Unternehmenstätigkeit helfen, soziale Probleme zu lösen“, erklärte Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit beim Ruhrorter Familienunternehmen Haniel. Dazu habe Haniel die Idee des „Social Impact Lab“ aus Berlin aufgegriffen, das im Frühjahr auch in Duisburg an den Start gehen soll. Mit Büroarbeitsplätzen und der nötigen Infrastruktur, Netzwerken und Mentoren, Coaching und Beratung will das alteingesessene Familienunternehmen am Standort Ruhrort jene Startups in der Region unterstützen, deren Firmenideen gesellschaftliche Veränderungen und Verbesserungen bewirken.

Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel, und MC-Präsident Marco Pfotenhauser. Foto: Petra Grünendahl.

Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel, und MC-Präsident Marco Pfotenhauser. Foto: Petra Grünendahl.

Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein hatte Jutta Stolle in die VIP-Lounge des CityPalais eingeladen, um über Haniels neue Initiative für Unternehmensgründer zu berichten. Nach der Begrüßung durch MC-Präsident Marco Pfotenhauer schlug Referentin Stolle einleitend den Bogen zur Firmenphilosophie der Haniels, von Standortverantwortung und langfristigen Strategien, von Nachhaltigkeit und Werteorientierung, denen auch das Management verpflichtet ist, das seit 1916 nicht mehr der Familie angehört. Zu den Schwerpunkten sozialer Förderung des Ruhrorter Unternehmens zählen auch die Jugend- und Bildungsförderung (zum Beispiel BAC Bildung als Chance, ein Programm, das sich um Schulabbrecher kümmert und ihnen Wege zu Schulabschluss und Ausbildungsplatz ermöglicht). Auf dieser Basis ist ein Engagement Haniels bei der Gründung von Social Starups nur folgerichtig. So setzt das Ruhrorter Unternehmen Impulse für seinen Firmenstandort und die Region.

Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel. Foto: Petra Grünendahl.

Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel. Foto: Petra Grünendahl.

Die Franz Haniel & Cie. GmbH ist für die Idee des Social Impact Lab in Duisburg nicht nur Initiator und bietet auf seinem Firmengelände Räumlichkeiten dafür an, sondern setzt auch seine Verbindungen und Netzwerke ein, um Mentoren für die Unternehmensgründer zu gewinnen, in Kooperationen Coaching und Beratung anbieten bzw. vermitteln zu können, ggf. auch über die anderen Social Impact Labs, von denen es fünf weitere in ganz Deutschland gibt. Zur Zeit werden noch provisorische Räumlichkeiten genutzt, endgültiger Standort soll allerdings auf dem Haniel-Gelände in Ruhrort ein Gebäude neben dem Haniel-Museum werden. Dort entstehen auf drei Etagen 400 Quadratmeter Büroflächen für 30 Co-Working-Arbeitsplätze. Im Frühjahr zum Anlauf des Programms soll alles fertig sein. Zur Finanzierung des Duisburger Projekts tragen neben Haniel die Prof. Otto Beisheim Stiftung Deutschland (Otto Beisheim war Gründer der Metro, an der Haniel bis heute Anteile hält) sowie die KfW Stiftung bei.

Social Impact Lab
Das erste Social Impact Lab wurde 2011 in Berlin gegründet, weitere folgten in Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Potsdam. Haniel holt nun die Idee mit seinen Kooperationspartnern nach Duisburg (duisburg.socialimpactlab.eu), wo das Familienunternehmen ein Gebäude auf seinem Campus in Ruhrort zur Verfügung stellt. Die erste Bewerbungsrunde für die Aufnahme in den Kreis von geförderten Unternehmen läuft schon: Interessierte Jungunternehmer können sich bis zum 25. Februar 2016 unter http://andersgruender.eu/bewerben bewerben. Eine Jury wählt aus den eingereichten Bewerbungen aus: „Wir wollen mindestens 40 Unternehmen in den nächsten drei Jahren beim Start helfen“, so Jutta Stolle.

Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein
Die regionale Berufsstandesorganisation wurde 2009 gegründet und ist Mitglied im Deutschen Marketing Verband. Der Marketing-Club ist der Weiterbildung seiner Mitglieder ebenso verpflichtet wie der Schaffung einer Kommunikationsplattform. Fast jeden Monat trifft sich der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein zu überwiegend fachlich orientierten Besichtigungen oder Vorträgen in der ganzen Region. Informationen zu Themen, Veranstaltungen und Kontakten gibt es auf der Homepage des Clubs (www.mc-duisburg.de). Wer im Marketing tätig ist und sich für eine Mitgliedschaft im Marketing-Club interessiert, kann bei solchen Gelegenheiten erste Kontakte knüpfen: Netzwerken lässt sich im Anschluss an den fachlichen Teil nämlich ganz hervorragend.

© 2016 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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