Lehmbruck Museum stellte Jahresprogramm für Ausstellungen und Aktionen 2016 vor

Hochklassige Ausstellungen: Ein Booklet stellt Highlights des ersten Halbjahres vor
Von Petra Grünendahl

Wilhelm Lehmbruck: Der Gestürzte. Foto: Petra Grünendahl.

Wilhelm Lehmbruck: Der Gestürzte. Foto: Petra Grünendahl.

Mit der Verlängerung der „Black Box“ bis zum 5. Juni knüpft das Lehmbruck Museum im Kantpark ins neue Ausstellungsjahr zunächst an das Vorjahr an. Ab dem 27. Februar starten mit „Liquid Identities“ von Lynn Hershman Leeson (Medienkunst der Gegenwart) sowie mit „State of Flux“ von Jakub Nepraš (mediale Kunst) die 37. Duisburger Akzente erneut mit Beteiligung des Lehmbruck Museums. Auch diese Sonderausstellungen laufen bis zum 5. Juni. Die erfolgreiche Reihe „Scupture 21st“ erfährt ihre Fortführung mit Johannes Brus (17. März bis 16. Mai) und Jeppe Hein (9. Juni bis 3. Oktober).

Programmpräsentation 2016 im Lehmbruck Museum (v.l.): Sybille Kastner (Kunstvermittlung), Kulturdezernent Thomas Krützberg, Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla, Ronja Friedrichs (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Dr. Michael Krajewski Dr. Marion Bornscheuer (beide Kuratoren), Claudia Thümler (Kunstvermittlung), Andrea Perlt (Stv. Museumsdirektorin). Foto: Petra Grünendahl.

Programmpräsentation 2016 im Lehmbruck Museum (v.l.): Sybille Kastner (Kunstvermittlung), Kulturdezernent Thomas Krützberg, Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla, Ronja Friedrichs (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Dr. Michael Krajewski Dr. Marion Bornscheuer (beide Kuratoren), Claudia Thümler (Kunstvermittlung), Andrea Perlt (Stv. Museumsdirektorin). Foto: Petra Grünendahl.

Das Ausstellungsprogramm des Lehmbruck Museums im ersten Halbjahr gibt es erstmals auch gedruckt im handlichen A5-Format. Booklet und Programm stellten Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla dieses zusammen mit ihrem Team und Kulturdezernent Thomas Krützberg bei einem Pressetermin vor. Mit einem erhöhten Ausstellungsetat, aber vor allem durch Drittmittel (Sponsoren wie Sparkasse Duisburg, thyssenkrupp Steel Europe, Nationalbank, die Kunststiftung NRW, die Stiftung Denkmalpflege und die Kulturstiftung des Bundes) können in diesem Jahr wieder interessante Sonderausstellungen ins Museum im Kantpark geholt werden. Das zweite Halbjahr läutet die große Sommerausstellung „An der Oberfläche. Die Oberfläche als Bedeutungsträger in der Skulptur“ ein. Präsentiert werden Werksbeispiele wegweisender Bildhauer wie Medardo Rosso, August Rodin, Constantin Brâncuşi, Georg Baselitz, Rebecca Horn, Berlinde von Bruyckere, Carsten Nicolai und natürlich Wilhelm Lehmbruck im Wechselausstellungsraum im Neubau. Früh eingebunden seien Kunstvermittler, so Claudia Thümler, die Rahmenprogramme für die Sonderausstellen konzipieren. Darüber hinaus gehen einige Werke Lehmbrucks auch auf Reisen: mit Leihgaben ist das Museum auf Sonderausstellungen zum Beispiel in Zwolle (NL), in Neumarkt/Oberpfalz sowie im Leopold Museum in Wien vertreten.

Konsolidierung gelungen, Ausstellungsetat verdoppelt

Wilhelm Lehmbruck: Der Jüngling. Foto: Petra Grünendahl.

Wilhelm Lehmbruck: Der Jüngling. Foto: Petra Grünendahl.

Sanierungsarbeiten und den Umbau des Erweiterungsbaus kündigte Andrea Perlt, Leiterin der Museumsverwaltung, an. Im Dezember, nach Abschluss der Arbeiten, rundet die Neupräsentation der Sammlung das Ausstellungsjahr ab: Auch länger nicht öffentlich gezeigte größere Werke sollen dann wieder gezeigt werden. Sparmaßnahmen im eigenen Haus in Höhe von 600.000 Euro sowie ein Zuschuss von der Stadt ermöglichten dem Lehmbruck Museum, die für die Deckensanierung aus dem Stiftungskapital entnommen 700.000 Euro in die Stiftung zurückzuführen. Die Deckenplatten in der großen Ausstellungshalle sollen nach abgeschlossenen Arbeiten noch in diesem Jahr wieder angebracht werden.

Gerade laufen Ausschreibungen für ein Fellowship: Das 18-Monats-Programm wird von der Kulturstiftung des Bundes finanziert und soll der wissenschaftlich fundierten Untersuchung von „Audience Development“ dienen: der nachhaltigen Erschließung von (neuen) Besucherkreisen. Hier sind Impulse zu erwarten, die der künftigen Entwicklung des Museums nützen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Ein Lieblingsmotiv von Wilhelm Lehmbruck: Mutter und Kind. Foto: Petra Grünendahl.

Ein Lieblingsmotiv von Wilhelm Lehmbruck: Mutter und Kind. Foto: Petra Grünendahl.

Dienstags bis freitags ist das Lehmbruck Museum ab 12 Uhr geöffnet, samstags und sonntags ab 11 Uhr. Die Öffnungszeiten gehen bis 17 Uhr, donnerstags wegen der plastikBAR bis 21 Uhr. An Feiertagen gelten ggf. besondere Öffnungszeiten. Regulär kostet der Eintritt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre in Begleitung von Angehörigen sowie Schulklassen und Kindergärten pro Person 2 Euro (gilt nur für Selbstführergruppen), eine Familienkarte gibt es für 15 Euro.

Zu den Sonderausstellungen bietet das Lehmbruck Museum Rahmenprogramme an. Details findet man auf den Internet-Seiten des Museums. Öffentliche Führungen gibt es jeden Sonntag, sie kosten 2 Euro zusätzlich zum Eintritt. Für weitere Informationen und Buchungen steht die Kunstvermittlung unter Telefon 0203 / 283-2195 oder eMail kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter tickets@lehmbruckmuseum.de, Telefon 0203 / 283-2195 oder www.lehmbruckmuseum.de.

(*) Ermäßigung erhalten gebuchte Gruppen, Selbstführer ab 20 Personen, Menschen mit Behinderung (ab 70%), Schüler & Studenten, Wehr- & Zivildienstleistende sowie Menschen mit Sozialhilfebezug.

© 2016 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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