Joachim Schneider: „Außergewöhnliche Museen am Niederrhein“ als Ausflugsführer im Sutton Verlag

Vom Reiz der kleinen Museen: Wo die
Ausstellungsstücke nur ein Teil der Faszination sind

Von Petra Grünendahl

"Vorsicht, Bienenhaus": Das Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg). Foto: Petra Grünendahl.

„Vorsicht, Bienenhaus“: Das Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg). Foto: Petra Grünendahl.

„Die Biene Maja ist gar keine Biene: Mit ihrem schwarz-gelben Aussehen ist sie eine Wespe. Bienen sind dunkel, eher braun“, erklärte Michael Vedder vom Kreisimkerverband Duisburg e.V., der uns durch das Bienenmuseum des Vereins in Rumeln-Kaldenhausen führt. Er erzählte uns von Bienen und Wespen und worin sie sich unterscheiden. Hier offenbart sich, was solche kleinen Museen wie dieses auf dem Schulgelände des Albert-Einstein-Gymnasiums an der Schulallee auszeichnet: Das Engagement von Menschen, die ihr Hobby, ihre Leidenschaft anderen Menschen näher bringen. Menschen, die ihr Wissen teilen und jeden Museumsbesucher mit einer Führung in die Geheimnisse ihrer Sammlung einweihen. Im Mittelpunkt steht der Museumsbesucher, der mit der Ausstellung nicht alleingelassen wird. Neben festen Öffnungszeiten mittwochs und samstags nachmittags können zum Beispiel im Bienenmuseum nach Absprache auch eigene Termine für Gruppen vereinbart werden. Vereinsmitglieder führen diese dann durch die Sammlung.

Joachim Schneider stellte sein Buch "Außergewöhnliche Museen am Niederrhein im Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) vor. Foto: Petra Grünendahl.

Joachim Schneider stellte sein Buch „Außergewöhnliche Museen am Niederrhein im Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) vor. Foto: Petra Grünendahl.

Der Duisburger Autor Joachim Schneider kennt sich aus in Duisburg und am Niederrhein. Früher hat er mit seinem heute 21-jährigen Sohn häufig Museen in der Region und im Ruhrgebiet besucht. Er hat sich auf die Suche nach solchen Schätzchen gemacht, die nicht unserer alltäglichen Vorstellung von einem Museum entsprechen. Gefunden hat er viele kleine „Museen“ und Sammlungen, die Menschen mit viel Engagement und Herzblut ehrenamtlich zusammen getragen haben und in einem zeitlich begrenzten Rahmen für Interessierte zugänglich machen. Manche dieser Museen haben feste Öffnungszeiten, die sich allerdings immer auf wenige Stunden in der Woche beschränken. Andere werden ausschließlich nach Vereinbarung geöffnet. Festes Personal gibt es nirgends, alles wird ehrenamtlich auf die Beine gestellt.


 

Schatzkammern entdecken

Schon im Außenbereich des Bienenmuseums in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) finden Interessierte Informationen zu Bienen und zum Honig. Foto: Petra Grünendahl.

Schon im Außenbereich des Bienenmuseums in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) finden Interessierte Informationen zu Bienen und zum Honig. Foto: Petra Grünendahl.

Mit dem Bienenmuseum in Rumeln, der Bergbausammlung in Rheinhausen, dem Radiomuseum in Ruhrort und dem Karnevalsmuseum in Wehofen ist Schneider schon in Duisburg fündig geworden. Seine Reise durch die Museen führte ihn Richtung Norden in die Kreise Wesel und Kleve bis zur holländischen Grenze über Krefeld und den Kreis Viersen bis in den Rhein-Kreis-Neuss, nach Mönchengladbach und den Kreis Heinsberg im Süden. Von Mühlen, Handwerk und ländlicher Vergangenheit über Rheinschifffahrt und das Leben am Fluss bis hin zum Bergbau und der Eisenbahn reicht das Spektrum, das an Vielfältigkeit hier gar nicht dargestellt werden kann. Da muss man schon selber in dem Buch blättern: Es lohnt sich!

 
 

Der heilige Ambrosius ist Schutzpatron der Imker und der Bienen. Foto: Petra Grünendahl.

Der heilige Ambrosius ist Schutzpatron der Imker und der Bienen. Foto: Petra Grünendahl.

„Diese Museen sind oft nur lokal bekannt und arbeiten ohne öffentliche Zuschüsse oder Förderung“, erklärte Joachim Schneider, der mit seinem Buch ein bisschen mehr Öffentlichkeit schaffen will. Einzigartige Sammlungen, die Menschen über Jahrzehnte zusammengetragen haben, sind in seinem Buch beschrieben. Geöffnet sind sie eher nur an Wochenenden, die Eintrittspreise sind bescheiden, manche sogar kostenfrei. Gebeten wird dann aber um eine Spende, schließlich steht kein öffentlicher Träger für die Kosten gerade, die auch – allem ehrenamtlichen Engagement zum Trotz – in den kleinsten Museum anfallen und irgendwie bezahlt werden müssen.

Museen der anderen Art
joachim-schneider_aussergewoehnliche_museen_am_niederrhein_55697Joachim Schneiders „Auergewöhnliche Museen am Niederrhein“ ist im Sutton Verlag in der Reihe „Sutton Freizeit“ erschienen. Der Ausflugsführer für die ganze Familie erscheint damit in Deutschlands führendem Verlag für Regionalgeschichte, der sein Programm um regionale Freizeitführer erweitert. Die regionale Kompetenz der Werke stammt von engagierten und gut informierten lokalen Autoren, mit denen der Verlag wie im Fall von Joachim Schneider häufig auch schon länger zusammen arbeitet.

Vierzig Standorte (mit 42 Museen) werden auf 96 Seiten reich bebildert vorgestellt. Informationen und Hintergründe sowie Kontaktdaten hat Joachim Schneider akribisch recherchiert und übersichtlich dargestellt. Das Buch mit Klappbroschur-Einband ist im lokalen Buchhandel für 14,99 Euro erhältlich (ISBN 978-3-95400-697-7).

Joachim Schneider

Joachim Schneider stellte sein Buch "Außergewöhnliche Museen am Niederrhein im Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) vor. Foto: Petra Grünendahl.

Joachim Schneider stellte sein Buch „Außergewöhnliche Museen am Niederrhein im Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen (Duisburg) vor. Foto: Petra Grünendahl.

Von Beruf ist Autor Joachim Schneider Großhandelskaufmann in seiner Heimatstadt Duisburg. Im Stadtteil Wanheimerort engagiert er sich ehrenamtlich im Bürgerverein sowie in der Stadtteil-Offensive in Vorstandsämtern. Er gehört zu den Initiatoren der Stadtteilzeitung „Wir in W’ort“ und organisierte zahlreiche Stadtteilfeste und –veranstaltungen. Zwei Bücher hatte Joachim Schneider bereits im Sutton Verlag veröffentlicht: „Archivbilder Duisburg-Wanheimerort“ (2011) und „Archivbilder Duisburg-Wanheimerort – Neue Bilder aus alter Zeit“ (2012).

Sutton Verlag, Erfurt
Sutton ist der führende Verlag für Regionalgeschichte und -literatur im deutschsprachigen Raum, vom historischen Bildband (Sutton Archiv) bis zum Freizeit- und Ausflugsführer (Sutton Freizeit), zu dem <em<„Außergewöhnliche Museen am Niederrhein“ zählt. Den zweiten Schwerpunkt des 1997 gegründeten Verlages bildet die Verkehrs- und Technikgeschichte. Außerdem bietet Sutton Krimi unter dem Motto „mordsmäßig spannend“ seit 2011 Regionalkrimis der unterschiedliches Genres. Seit Anfang 2014 gehört Sutton zum Verlagshaus GeraNova Bruckmann in München.

© 2016 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
Coverfoto: Sutton Verlag

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Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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