Von Thyssen Stahl bis thyssenkrupp Steel Europe: 125 Jahre Stahl in Duisburg

Aus der ersten Schmelze in der Hütte Bruckhausen entstand ein innovativer Hersteller von High Tech-Werkstoffen

Mitte der 1920er Jahre hatten Passanten in Duisburg-Hamborn diesen Blick auf das damalige Siemens-Martin-Stahlwerk I von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus gesehen. Foto: tkse.

Mitte der 1920er Jahre hatten Passanten in Duisburg-Hamborn diesen Blick auf das damalige Siemens-Martin-Stahlwerk I von der Kaiser-Wilhelm-Straße aus gesehen. Foto: tkse.

Der „alte Herr“, so nannten ihn die Stahlkocher respektvoll, war dabei, als vor 125 Jahren Historisches geschah: In Anwesenheit von August Thyssen wurde am 17. Dezember 1891 in der Hütte Bruckhausen, dem heutigen Oxygen-Stahlwerk 1, der erste Stahl erschmolzen. Einige Monate zuvor hatte der Firmengründer bekannt gegeben, dass er im Besitz aller Anteile an der Zechen-Gesellschaft Deutscher Kaiser sei. „Er vereinigte Kohle und Zeche in einer Hand“, heißt es in einer älteren Ausgabe der Werkzeitschrift der August-Thyssen-Hütte. „Ein neuer und für die Zukunft des jungen Unternehmens entscheidender Schritt war getan.“ Neben dem Standort-Vorteil durch die Lage am Rhein war es vor allem die Entwicklung zum integrierten Hüttenwerk mit allen Verarbeitungsstufen vom Rohstoff bis zum fertigen Stahlblech, die das Unternehmen wettbewerbsfähig machte. Heute ist thyssenkrupp Steel Europe der größte Stahlhersteller in Deutschland. Gleichzeitig ist das Unternehmen der bedeutendste Arbeitsgeber in der Stadt Duisburg, die nach wie vor der größte Stahl-Standort Europas ist.

Das Foto zeigt einen Mitarbeiter bei der Probennahme im Hochofenbetrieb der Gewerkschaft Deutscher Kaiser zwischen 1900 und 1918. Die Probenentnahme gibt es auch heute, in wesentlich effizienterer und präziserer Form, immer noch. Foto: tkse.

Das Foto zeigt einen Mitarbeiter bei der Probennahme im Hochofenbetrieb der Gewerkschaft Deutscher Kaiser zwischen 1900 und 1918. Die Probenentnahme gibt es auch heute, in wesentlich effizienterer und präziserer Form, immer noch. Foto: tkse.

Im ersten Jahr erschmolz die Thyssen-Hütte mit 850 Stahlkochern knapp 50.000 Tonnen Rohstahl, 1966 waren es mit einer Belegschaft von 16.400 ca. vier Millionen Tonnen. Heute sind in Duisburg-Nord etwa 13.000 Mitarbeiter beschäftigt, hinzu kommen ungefähr 1.300 im thyssenkrupp-Werk in Duisburg-Hüttenheim. Die Jahresproduktion liegt bei rund 12 Millionen Tonnen. Insgesamt wurden seit Produktionsbeginn vor 125 Jahren insgesamt an die 500 Millionen Tonnen Stahl produziert. In dieser Zeit hat sich das gefertigte Produkt vom Einheits-Massenstahl zum High Tech-Werkstoff mit mehr als 2.000 Stahlsorten entwickelt. Heute steht „Stahl – Made in Duisburg“ für innovative Lösungen zum Beispiel für effizienten Leichtbau in der modernen Automobilherstellung.

1912 wurde in Duisburg noch mit dem damaligen Siemens-Martin-Verfahren Stahl erschmolzen. Heute wird Stahl in hochmodernen Oxygen-Stahlwerken produziert. Foto: tkse.

1912 wurde in Duisburg noch mit dem damaligen Siemens-Martin-Verfahren Stahl erschmolzen. Heute wird Stahl in hochmodernen Oxygen-Stahlwerken produziert. Foto: tkse.

Auch auf anderen Feldern hat sich die Stahlproduktion tiefgreifend gewandelt. „Zu den größten Errungenschaft gehört, dass wir bei der Arbeitssicherheit und den Arbeitsbedingungen für unsere Beschäftigten sowie beim Umweltschutz gerade in den letzten 30 Jahren enorme Fortschritte gemacht haben“, betont Thomas Schlenz anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Stahl in Duisburg“. „Die stetige Veränderung und Verbesserung gehört zu unserer Stahlindustrie dazu“, so der Personalvorstand der thyssenkrupp Steel Europe AG. „Daher weiß unsere Belegschaft, dass wir nicht nachlassen dürfen, gemeinsam an unserer Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten. Nur so können wir die Zukunft unserer Mitarbeiter und Auszubildenden, deren Familien sowie der Partnerfirmen und Zulieferer sicherstellen.“

Welche ist die wichtigste Modernisierung in den letzten 125 Jahren Stahlproduktion in Duisburg gewesen? „Die Arbeitssicherheit“, sagt der Personalvorstand der thyssenkrupp Steel Europe AG, Thomas Schlenz, hier dargestellt in der Wandlung der Helme. Und: Heute gibt es über 2000 unterschiedliche Stahlsorten für Branchen wie den Automobilbau, Energie, Verpackung, Haushalt, Bau oder Maschinen- und Anlagenbau. Foto: tkse.

Welche ist die wichtigste Modernisierung in den letzten 125 Jahren Stahlproduktion in Duisburg gewesen? „Die Arbeitssicherheit“, sagt der Personalvorstand der thyssenkrupp Steel Europe AG, Thomas Schlenz, hier dargestellt in der Wandlung der Helme. Und: Heute gibt es über 2000 unterschiedliche Stahlsorten für Branchen wie den Automobilbau, Energie, Verpackung, Haushalt, Bau oder Maschinen- und Anlagenbau. Foto: tkse.

– Presseinformation und Fotos: thyssenkrupp Steel Europe AG –

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