Lehmbruck Museum Duisburg feiert mit einer Studio-Ausstellung 25 Jahre Rheinorange

Von Strahlkraft und Identitätsstiftung
Von Petra Grünendahl

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

“Orange ist die Farbe mit der größten Strahlkraft auch im schlechter werdenden Licht von Sonnenauf- oder –untergängen“, erklärte der Kölner Künstler Lutz Fritsch (*1955) seine Farbwahl, zu der er ebenso wie Ort und Form der Skulptur erst im Laufe eines Findungsprozesses gekommen war. Dass das „Rheinorange“ in seiner seidenglänzenden Lackierung in Reinorange (RAL 2004) später zu ihrem Beinamen „Glühende Stahlbramme“ gekommen ist, zeige, so Fritsch, wie sehr diese erste Landmarke Deutschlands in Duisburg angenommen und zum Identitätsstifter wurde. Von der Initiierung über Ideenfindung bis hin zur Realisation hat das Lehmbruck Museum zusammen mit dem Kölner Künstler Briefe, Zeichnungen und Materialien zusammengestellt. Ein Film über den Zusammenbau der 120 Einzelbleche, die alle in Duisburg gefertigt und von Arbeitern der Krupp Industrietechnik Rheinhausen zusammengeschweißt worden waren, rundet die Dokumentation des Duisburger Wahrzeichens ab

Gruppenbild mit Rheinorange (v. l.): Kulturdezernent Thomas Krützberg, der Kölner Künstler Lutz Fritsch, Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla und Anja Süselbeck (Sprecherin der Wirtschaftsjunioren). Foto: Petra Grünendahl.

Ein gutes Jahr nach der Restaurierung feiert das Rheinorange sein 25-jähriges Jubiläum. In seiner Studio-Ausstellung zeigt das Lehmbruck Museum die Entstehungsgeschichte des Rheinorange. Die Wirtschaftsjunioren Duisburg hatten 1989 initiiert, Kunst in den Duisburger Hafen zu bringen, und bei Unternehmern und in der lokalen Wirtschaft für finanzielle Unterstützung geworben. Diese Unterstützung der Wirtschaft hält bis heute an: Erst im vergangenen Jahr hatte die Skulptur aufwendig restauriert werden müssen. Das bis dahin ein wenig in die Jahre gekommene Kunstwerk erstrahlt seitdem in neuem Glanz. Die 83 Tonnen schwere Skulptur an der Mündung von Rhein und Ruhr gehört dem Lehmbruck Museum. Eröffnet wird die Studio-Ausstellung in den Museumsräumen am Samstag, 16. September.

Bürgerfest und ein neues Buch zum Kunstwerk

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

Am Sonntag, 17. September, wird das Rheinorange zwischen 11 und 17 Uhr mit einem Bürgerfest vor Ort gefeiert. Jeder ist eingeladen, allerdings ist das Rheinorange direkt nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Ein Pkw-Parkplatz ist aber auf der Kaßlerfelder Straße ausgeschildert. An zwei Sonntagen steht „25 Jahre Rheinorange“ im Mittelpunkt der Öffentlichen Führung im Lehmbruck Museum. Die Termine sind der 1. und der 15. Oktober, jeweils um 11.30 Uhr. Die Teilnahme an der Führung kostet zwei Euro zusätzlich zum Eintritt. „Kunst & Kaffee“ gibt es am Dienstag, 17. Oktober, um 15 Uhr: Jörg Mascherrek führt durch die Ausstellung. Die Teilnahmegebühr von 12 Euro beinhaltet neben dem Eintritt Kaffee und ein Stück Kuchen.

Das erste Buch zur Skulptur mit der Entstehungsgeschichte des Rheinorange ist seit langem vergriffen. Nun hat der Künstler ein neues Werk konzipiert: Begleitend zur Ausstellung erscheint mit Unterstützung der Wirtschaftsjunioren das Buch „Rheinorange“ mit Fotos und Texten von Söke Dinkla, Bettina Böttinger, Jörg Mascherrek u. a. im Wienand Verlag, Köln, zum Preis von 29,80 Euro.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

Studio-Ausstellung im Lehmbruck Museum: 25 Jahre Rheinorange von Lutz Fritsch mit seiner Entstehungsgeschichte. Foto: Petra Grünendahl.

Die Studio-Ausstellung „Rheinorange“ läuft bis zum 31. Oktober 2017. Dienstags bis freitags ist das Lehmbruck Museum ab 12 Uhr geöffnet, samstags und sonntags ab 11 Uhr. Die Öffnungszeiten gehen bis 17 Uhr, donnerstags wegen der plastikBAR bis 21 Uhr. An Feiertagen gelten ggf. besondere Öffnungszeiten. Regulär kostet der Eintritt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre in Begleitung von Angehörigen sowie Blinden- und Demenzbegleitung haben kostenlos Eintritt. Schulklassen und Kindergärten zahlen pro Person 2 Euro (gilt nur für Selbstführergruppen), eine Familienkarte gibt es für 15 Euro. Jeden ersten Freitag im Monat gilt: „pay what you want“. Ausgenommen davon sind angemeldete Gruppen.

Zu seinen Sonderausstallungen bietet das Lehmbruck Museum verschiedene Veranstaltungen an. Öffentliche Führungen durch das Museum gibt es jeden Sonntag; sie kosten 2 Euro zusätzlich zum Eintritt. Für Informationen und Buchungen steht die Kunstvermittlung des Lehmbruck Museums unter Telefon 0203 / 283-2195 oder eMail kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter tickets@lehmbruckmuseum.de, Telefon 0203 / 283-2195 oder www.lehmbruckmuseum.de sowie im Veranstaltungskalender.

(*) Ermäßigung erhalten gebuchte Gruppen, Selbstführer ab 20 Personen, Menschen mit Behinderung (ab 70%), Schüler & Studenten, Wehr- & Zivildienstleistende sowie Menschen mit Sozialhilfebezug.

© 2017 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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