25. Ruhrorter Hafenfest: Schauinslandreisen-Chef neuer Schirmherr zur Duisburger Jubiläumsparty

Organisatoren versprechen Spaß für alle Altersklassen
Von Petra Grünendahl

Stellten das Programm zum 25. Ruhrorter Hafenfest vor (v. l.): Michael Büttgenbach, Dr. Bernhard Weber, Dr. Wolfgang Hönemann, Stella Taralla, Walter Pavenstedt, Schirmherr Gerald Kassner und Mario Adams. Foto: Petra Grünendahl.

„Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich schon auf das Ruhrorter Hafenfest“, erklärte Gerald Kassner. Der Geschäftsführer der Schauinsland-Reisen GmbH wird zum 25. Ruhrorter Hafenfest Schirmherr der Veranstaltung. „Es macht uns Spaß, uns zu engagieren. Das kommt von Herzen. Lasst uns wissen, wenn wir noch etwas tun können.“ Das seit 2006 im Innenhafen ansässige Duisburger Familienunternehmen feiert in diesem Jahr sein 100. Firmenjubiläum und unterstützt – neben anderen lokalen Engagements – das Hafenfest seit vielen Jahren als Sponsor. „Wir haben nicht in jedem Jahr einen Schirmherren“, stellte Walter Pavenstedt, Vorsitzender des Vereins Ruhrorter Hafenfest e. V., klar. Der Verein organisiert seit 2007 offiziell das Hafenfest, die einzelnen Mitstreiter sind aber meist schon viel länger dabei. „Wir ehren mit der Schirmherrschaft Menschen, die sich für unser Fest und den Stadtteil engagieren“, so Pavenstedt. Er war von Anfang an dabei und hat das Hafenfest seit der ersten Veranstaltung 1994 mit organisiert und auf die Beine gestellt. Beine, auf denen die Sause im Hafenstadtteil gut steht, hat sie sich doch als überregional bedeutsame Veranstaltung schon lange etabliert.

Neben dem neuen Schirmherren stellten „Mr. Hafenfest“ Walter Pavenstedt und seine Vorstandskollegen und Mitorganisatoren vom Ruhrorter Hafenfest e. V. auch die Grundzüge des Programms vor: Vom 27. bis 30. Juli steigt in diesem Jahr zum 25. Mal das Ruhrorter Hafenfest. Die Organisatoren haben den bewährten Rahmen mit einem vielfältigen Programm mit bekannten und unbekannten Akteuren gefüllt, mit dem sie Alt und Jung in den Hafenstadtteil locken wollen. Für einen kleinen Verein wie den Ruhrorter Hafenfest e. V. ist das alle Jahre wieder ein Kraftakt, finanziert sich das Hafenfest doch ausschließlich über Spenden und Sponsoren. Insbesondere die Sicherheitsanforderungen sind seit 2010 (Loveparade) massiv gestiegen und verschlingen entsprechend Geld.

Versuch eines neuen Guinness Rekordes

Stellten das Programm zum 25. Ruhrorter Hafenfest vor (v. l.): Schirmherr Gerald Kassner, Walter Pavenstedt, Michael Büttgenbach, Dr. Bernhard Weber, Stella Taralla, Dr. Wolfgang Hönemann und Mario Adams. Foto: Petra Grünendahl.

Was im vergangenen Jahr als Wettkampf von Schwimmvereinen bei Akteuren wie Publikum für eine Riesengaudi sorgte, soll diesmal mit gemeinsamer Anstrengung sogar mit einen Weltrekord ins Guinness Book of Records einziehen: Mit vereinten Kräften soll ein 350 Tonnen schweres Schiff im Hafenmund über eine Strecke von 250 Metern gezogen werden. Neben den Schwimmern der Vereine (im letzten Jahr waren der ASCD und DSSC 09/20 dabei) seien auch „freie“ Schwimmer eingeladen, sich (über die Vereine) zu beteiligen, so Stella Taralla, stellvertretende Vorsitzende des Ruhrorter Bürgervereins, der diesen Event organisiert.

Bespielt werden die große HanielBühne am Richard-Hindorf-Platz sowie die kleine ImperialBühne am Gustav-Sander-Platz mit Musik und Programm für alle Altersklassen. Außerdem gibt es eine Bühne auf dem Neumarkt, wo traditionell Samstag das Ruhrorter Lichtermeer und Sonntag der Kunst- und Kulturmarkt stattfinden – an beiden Tagen mit Bühnenprogramm. Sonntag steht ein Hinterhoftrödel auf dem Programm, der Besucher vom Hafen weg in den Stadtteil hinein lockt. Während des gesamten Hafenfestes findet auf der Mühlenweide die Kirmes zum Ruhrorter Schützenfest statt.

Besichtigungsmöglichkeiten bieten das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, das Privat-Museum der Firma Haniel sowie die Schifferkirche St. Maximilian an der Fabrikstraße. Busrundfahrten durch das Hafengebiet (bis Rheinhausen) sowie zur Meidericher Schiffswerft (die in diesem Jahr 120 Jahre alt wird), Hafentouren auf der „Rheinfels“, mit den Schiffen der Weißen Flotte (Gerhard Mercator und Stadt Duisburg) sowie mit historischen Schiffen, von denen alle Jahre wieder einige zum Hafenfest kommen.

Friedrich-Ebert-Brücke für Feuerwerk gesperrt
Das musiksynchrone Feuerwerk mit Wasserfall, größtes Pyro-Spektakel am Niederrhein und beliebtes Highlight am Eröffnungsabend, zwingt wie alle Jahre wieder zu Einschränkungen: Die Friedrich-Ebert-Brücke ist ab 21.30 bis ca. 45 Minuten nach dem Feuerwerk komplett gesperrt – auch für Fußgänger. Weiteres Programm an unterschiedlichen Orten im Stadtteil, Infostände und Gastronomie runden das Programm ab.

Mit mehr Gästen aus Holland bzw. dem Hafen Rotterdam ist zu rechnen, hat der Seehafen doch eine Patenschaft für das Hafenfest übernommen. „Rotterdam und Duisburg sind wichtige Schnittstellen der Logistik, die durch den Rhein verbunden werden“, führte Dr. Wolfgang Hönemann an. Der frühere Geschäftsführer von Rhenus PartnerShip ist seit dem vergangenen Jahr Repräsentant des Hafens Rotterdam in NRW und hat diese Partnerschaft eingestielt. „Rund 60 Prozent der Güter, die in Rotterdam ankommen, gehen nach NRW“, machte Hönemann die wirtschaftliche Bedeutung der Verbindung deutlich. Auch der Rotterdamer Hafen wird sich mit einem historischen Schiff, einer Tjalk, am Hafenfest beteiligen.

Zu Gästen aus der Region und aus Rotterdam kommen wie üblich auch Gäste aus St. Pauli, mit denen der Ruhrorter Bürgerverein seit vielen Jahren schon eine gut funktionierende Stadtteil-Partnerschaft pflegt. „Während die Hamburger während ihres Hafengeburtstages ihre Stadt verlassen und das Fest den Touristen überlassen, sind sie hier ganz begeistert“, erzählte Mario Adams, Mitorganisator und ehemaliger Vorsitzender des Ruhrorter Bürgervereins. „Sie finden unser Hafenfest viel gemütlicher!“

Mehr Informationen zum 25. Ruhrorter Hafenfest gibt es hier: http://www.ruhrorter-hafenfest.de. Erste Informationen zum diesjährigen Programm sind dort auch schon zu finden.

© 2018 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

Über Petra Grünendahl

"Mich kann man nicht beschreiben, mich muss man erleben ;-)" . . . . . . . . . . . . Freie Journalistin aus Duisburg (Ruhrgebiet, Deutschland). . . . . . . . . . . . . . . . . IN*TEAM Redaktionsbüro Duisburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auto-Testberichte, Verkehrssicherheit, Binnenschifffahrt & Logistik, . . . . . . . Wirtschaft & Verbraucherthemen und vieles mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Strategien & Konzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Foto: Petra Grünendahl)
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