Neue Ausstellungsräume der Sammlung Ströher im Museum Küppersmühle (September 2014)

Besucher sollten NICHT in den Büchern von Anselm Kiefer blättern. Museumsdirektor Walter Smerling zeigt hier ein Exemplar. Foto: Petra Grünendahl.

Besucher sollten NICHT in den Büchern von Anselm Kiefer blättern. Museumsdirektor Walter Smerling zeigt hier ein Exemplar. Foto: Petra Grünendahl.

Neu gestaltete Räume für Anselm Kiefer und Peter Brüning
 

„Wir haben mittlerweile einen guten Ruf in der Kunstwelt und werden deshalb auch schon mal um Leihgaben für Sonderausstellungen gebeten”, erklärte Prof. Walter Smerling, Direktor des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Gleich zwei Werke von Anselm Kiefer (*1945) sind auf eine längere Ausstellungstournee nach London und Paris gegangen, so dass Smerling den Raum der Kiefer-Ausstellung neu gestalten musste. Komplett neu gestaltet hat er darüber hinaus einen Raum für den Ratinger Künstler Peter Brüning.

 
 

Zwei Bilder von Hann Trier ergänzen in der zweiten Etage den Raum von K. O. Götz. Foto: Petra Grünendahl.

Zwei Bilder von Hann Trier ergänzen in der zweiten Etage den Raum von K. O. Götz. Foto: Petra Grünendahl.

Zum Auftakt nach der Sommerpause präsentiert sich das Museum Küppersmühle mit zwei komplett neugestalteten Räumen sowie leichten Änderungen in anderen Räumen der Dauerausstellung. Bei einem Pressetermin stellte der Museumsdirektor die Neuheiten im Detail vor. Nachdem Werke von Karl Otto Götz (K. O. Götz, *1914) verliehen sind, hat Smerling auch diesen Raum ergänzt: mit Werken des Götz-Schülers Hann Trier. Hier findet die Entwicklungsgeschichte den künstlerischen Wirkens von Götz nun einen Anschluss im Einfluss, den er auf seine Schüler und deren Wirken hatte. Das Aufzeigen künstlerischer Werdegänge und Entwicklungen ist ein Markenzeichen des MKM.

 
 

Künstlerische Entwicklungen aufzeigen

Anselm Kiefers Buch aus Ton und Tonschlamm auf Fotos über Karton mit Kupferdraht und Keramikschwerben. Foto: Petra Grünendahl.

Anselm Kiefers Buch aus Ton und Tonschlamm auf Fotos über Karton mit Kupferdraht und Keramikschwerben. Foto: Petra Grünendahl.

„Wir sind in der Lage, im Museum Küppersmühle Bilderserien eines Künstlers zu zeigen, die seine künstlerische Entwicklung sichtbar machen“, so Walter Smerling. Ein Alleinstellungsmerkmal der Sammlung in MKM, wie Smerling betont. Die sehr umfangreiche Sammlung des Darmstädter Ehepaares Sylvia und Ulrich Ströher mit Werken deutscher Nachkriegskunst (ab 1945) macht dies möglich: „Wir sind sehr dankbar, hier ihre Sammlung als Dauerleihgabe präsentieren zu dürfen“, so Smerling.

Anselm Kiefer und Peter Brüning

Peter Brünning: Landschaft kartographisch zweidimensional. Foto: Petra Grünendahl.

Peter Brünning: Landschaft kartographisch zweidimensional. Foto: Petra Grünendahl.

Im Anselm-Kiefer-Raum hatten die Werke „Die Treppe“ (1982) und „Dem unbekannte Maler“ (1983) Lücken hinterlassen, die Walter Smerling mit zwei Gemälden sowie zwei Büchern geschlossen hat. In diesen Büchern stellt der in Frankreich lebende Künstler mit Blei, Lehm, Pflanzen und Fotografien Figuren und Ereignisse der Geschichte dar. Der in Düsseldorf geborene Peter Brüning (1929 – 1970), Anfang der fünfziger Jahre Schüler von Willi Baumeister, dem gerade im Erdgeschoss eine Sonderausstellung gewidmet ist, lebte und wirkte bis zu seinem Tod im benachbarten Ratingen. Von ihm präsentiert das MKM fünf Werke vom Anfang der 1960er Jahre. Die einen sind gestisch-abstrakte Bildkompositionen, die Landschaften dreidimensional darstellen. Zwei andere nehmen sich der Landschaft in einer kartographischen Zeichensprache an.

Donnerstags für Duisburger freier Eintritt

Im neuen Peter-Brüning-Raum in der ersten Etage. Foto: Petra Grünendahl.

Landschaft abstrakt dreidimensional: Im neuen Peter-Brüning-Raum in der ersten Etage. Foto: Petra Grünendahl.

Das Museum Küppersmühle findet man im Innenhafen am Philosophenweg 55 (Haupteingang). Mittwochs ist das Museum von 14 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags und dienstags ist Ruhetag. Der Eintritt kostet nur für die Wechselausstellungen 6 Euro, für das gesamte Haus (inkl. Wechselausstellung) 9 Euro. Ermäßigt sowie bei Gruppen ab 10 Personen zahlt man pro Person 4,50 Euro, Kinder und Schüler über sechs Jahren zahlen 2 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt, ebenso donnerstags alle Duisburger. Alle Ausstellungsräume des Museums sind auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Führungen durch die Sammlung sowie laufende Ausstellungen gibt es jeden Sonntag um 11 Uhr und um 15 Uhr, aber auch nach Vereinbarung. Mehr Informationen gibt es auf den Internet-Seiten des Museums Küppersmühle für Moderne Kunst.

© 2014 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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