Verfügungsfonds zur Revitalisierung der Duisburger Altstadt: Der Anfang ist gemacht

Wirtschaftsförderung dankt Unterstützern (v.l.): José Carlos Barreiras da Ponte, Dagmar Bungardt, Yvonne Bleidorn, Pfarrer Stephan Blank, Daniel Staak, Ralf Meurer, Christiane Möser, Ottmar Schuwerak, Yvonne Rettig, Martin Schmitz, Constanze Drews, Marianne Pauli (v.l.n.r.); Foto: Francesco Mannarino / GFW Duisburg.

Wirtschaftsförderung dankt Unterstützern (v.l.): José Carlos Barreiras da Ponte, Dagmar Bungardt, Yvonne Bleidorn, Pfarrer Stephan Blank, Daniel Staak, Ralf Meurer, Christiane Möser, Ottmar Schuwerak, Yvonne Rettig, Martin Schmitz, Constanze Drews, Marianne Pauli (v.l.n.r.); Foto: Francesco Mannarino / GFW Duisburg.

Stadt und Wirtschaftsförderung würdigen privates Engagement engagierter Unterstützer

„Für mich ist es selbstverständlich, mich finanziell im Rahmen meiner Möglichkeiten einzubringen, habe ich doch mein Restaurant in der Altstadt. Wird diese Stück für Stück revitalisiert, fühlen sich meine Gäste noch wohler und kommen noch lieber zu mir. Neben Stammgästen finden dann vielleicht auch neue Besucher den Weg ins Quartier“, so die Überlegung von José Carlos Barreiras da Ponte.

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Familienfreundliche Unternehmen in Duisburg: Haeger & Schmidt, Kindernothilfe und ThyssenKrupp Steel Europe ausgezeichnet

Alle Bewerber sind Vorbilder, so die Jury
Erstmals Sonderpreise für öffentlichen Dienst

Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe. Foto: Unternehmerverband Duisburg.

Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe. Foto: Unternehmerverband Duisburg.

Maßstäbe in Sachen Familienfreundlichkeit setzen – dies tun die zehn Unternehmen, die sich in diesem Jahr beim Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen 2016“ beworben haben. Im Rahmen einer Feierstunde in den neuen Räumlichkeiten der KROHNE Messtechnik GmbH in Duissern – das Unternehmen hatte den Preis 2014 gewonnen – wurden sie nun für ihr Engagement ausgezeichnet. Drei von ihnen besonders: Das Unternehmen Haeger & Schmidt International GmbH, die Kindernothilfe e. V. und die ThyssenKrupp Steel Europe AG. Erstmals gab es darüber hinaus Sonderpreise für Bewerber aus dem öffentlichen Dienst.

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Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. stellt die „Duisburger Zechen in historischen Fotografien“ vor

Als das „Schwarze Gold“ Arbeit und Wohlstand brachte
Von Petra Grünendahl

Spurensuche an der Duisburger Straße in Hamborn: Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV als eines der letzten Überbleibsel Hamborner Zechenvergangenheit. Foto: Petra Grünendahl.

Spurensuche an der Duisburger Straße in Hamborn: Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV als eines der letzten Überbleibsel Hamborner Zechenvergangenheit. Foto: Petra Grünendahl.

Das „Schwarze Gold“ legte einst den Grundstein für Duisburgs Industrialisierung. Den Zechen und Kokereien folgten Eisenhütten und Stahlwerke, die Duisburgs Wohlstand ausmachten und vielen gut bezahlten Arbeitern Lohn und Brot und Heimat gaben. Von den ersten Zechen – Neu-Duisburg (1854), Hochfeld und Neuenkamp (1855) – sind die Autoren der „Duisburger Zechen“ gerade mal mit einer Karte (im Vorsatz) und ein Foto (Zeche Java) fündig geworden. Deutlich umfassender gestalten die die Kapitel zur Gewerkschaft Deutscher Kaiser (1871), die Daniel Morian 1867 (nach Neu-Duisburg) als Gewerkschaft Hamborn gegründet hatte. 1885 übernahm August Thyssen erste Anteile, vier Jahre später die Mehrheit. Mit dem Untergang der Monarchie 1919 gründete Thyssen sie als Gewerkschaft Friedrich Thyssen – nach seinem Vater – neu: Die alten Schachtanlagen der GDK wurden in die neue Unternehmung überführt. Mit den Zechen, denen Kokerei, Eisenhütte und schließlich das Stahlwerk folgte, begründete Thyssen einen späteren Weltkonzern.

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert im Hamborner Ratskeller die "Duisburger Zechen in alten Fotografien". Die Autoren (v.l.): Frank Bocek, Reinhold Stausberg, Harald Molder, Andre Sommer und Melanie Patten. Foto: Petra Grünendahl.

Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. präsentiert im Hamborner Ratskeller die „Duisburger Zechen in alten Fotografien“. Die Autoren (v.l.): Frank Bocek, Reinhold Stausberg, Harald Molder, Andre Sommer und Melanie Patten. Foto: Petra Grünendahl.

Den Ort der Buchvorstellung „Duisburger Zechen“ hatte Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V., gut gewählt: Steht doch nicht weit vom Ratskeller Hamborn mit dem Schachtgerüst Friedrich Thyssen IV einer der letzten Kohlefördertürme Duisburgs. Nicht alle Zechen habe man so umfassend in diesem Buch behandeln können, wie sie es gerne getan hätten, erzählte Molder. Das habe von der Fülle des Materials abgehangen. „Aus rund 1.200 Bildern mussten wir etwa 160 auswählen“, so der Chef der Zeitzeugenbörse. Zu der einen oder anderen Zeche sei man aber trotzdem nichts zu finden gewesen. Zu einzelnen Schachtanlagen gab es nur wenig Material und kaum Informationen, während sie bei anderen die Qual der Wahl gehabt hätten.

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Lehmbruck Museum in Duisburg zeigt Neupräsentation der Sammlung: Neuaufgestellt!

Erlebnis in neuer Ausstellungsarchitektur
Von Petra Grünendahl

Das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik in Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik in Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Neuaufgestellt! Neurpäsentation der Sammlung im Lehmbruck Museum. Foto: Petra Grünendahl.

Im Foyer empfängt den Besucher unter anderem ein Modell der Lifesaver-Skulptur von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle, eine drehbare Henry-Moore-Bronzeskulptur oder das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik. Die Anforderungen der Bauordnung, die Räume zu öffnen, bescheren den Besuchern rund 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche, die Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla mit ihrem Team rund um die Kustoden Dr. Marion Bornscheuer und Dr. Michael Krajewski mit Perlen der museumseigenen Sammlung bestückt haben, von denen viele lange nicht in den Ausstellungsräumen zu sehen waren.

Die Neupräsentation der Sammlung im umgestalteten Anbau des Lehmbruck Museum öffnet am Samstag, 3. Dezember, um 16 Uhr mit einem Festprogramm. Meilensteine der Kunstgeschichte von der Arte Povera über Minimal Art bis zur Pop Art sowie Meisterwerke des Expressionismus sind unter dem Titel „Neuaufgestellt!“ zu sehen. Der nach dem Umbau wieder vollständig über zwei Etagen geöffnete Raum bietet zusätzlichen 100 Kunstwerken mehr Ausstellungsfläche als vorher. Der Neubau war 1987 eingeweiht worden. Zur Ruhr2010 hatte man für eine Wackerbarth-Ausstellung Zwischenwände gezogen, so dass die bekannten Dreiecksräume entstanden. Diese boten zwar zusätzliche Wandflächen für Bilder in nachfolgenden Ausstellungen, waren aber eben auch recht dunkel. Der Umbau, für den die Architekten Agnes Brigida Giannone und Frank Lohner verantwortlich zeichnen, öffnete die Räume auf beiden Etagen und ließ Licht hinein, was die ausgestellten Werke ganz anders wirken lässt.

Vom Foyer aus schweift der Blick über die geöffneten Räume, die durch ein großes Oberlicht mit einer Helligkeit durchflutet werden, die man in den letzten Jahren vermissen konnte. In den Galerienräumen sind Meisterwerke der herausragenden Gemäldesammlung des Lehmbruck Museums zu sehen, darunter Gemälde der Künstlergruppen „Brücke“, „Blaue Reiter“ und „Novembergruppe“. Weiterlesen

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Neue Ausstellung im Garten der Erinnerung in Duisburg: Jüdische Ghettos

Vom ersten jüdischen Ghetto in Venedig
zum letzten jüdischen Ghetto in Shanghai

Ausstellung im Ludwigturm im Duisburger Innenhafen

Spanische Synagoge in Venedig. Foto: Davide Calimani.

Spanische Synagoge in Venedig. Foto: Davide Calimani.

Vor genau 500 Jahren wurde in Venedig das erste jüdische Ghetto gegründet – über vierhundert Jahre später entstand in China das letzte Ghetto, in dem über 20.000 Juden den Holocaust überlebten.

Vom 1. Dezember 2016 bis 15. Januar 2017 zeigt die Janusz Korczak Akademie in Duisburg eine Ausstellung, die den weiten Bogen schlägt vom heute noch begehbaren Ghetto in der Lagunenstadt bis zum fernen Zufluchtsort in Shanghai.

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Duisburger Hafen auf Platz 40 unter den Häfen der Welt: Rekordjahr bei der Vermarktung von Flächen

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung: Nicht nur auf logport I (hier im Bild) entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen. Foto: duisport / Hans Blossey.

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung: Nicht nur auf logport I (hier im Bild) entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen. Foto: duisport / Hans Blossey.

Der Duisburger Hafen ist weltweit die Nummer eins unter den Binnenhäfen der Welt. Aber auch im Ranking aller Häfen steht duisport bereits auf Platz 40. Unter den Top 100 weltweit konnten sich mit Hamburg (Platz 18) und Bremerhaven (Platz 25) zwei weitere deutsche Häfen platzieren. „Es macht mich sehr stolz, dass wir als Binnenhafen mittlerweile in der Liga der großen Häfen dieser Welt mitspielen“, so duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

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Winterzauber in der Altstadt: mit Weihnachtsglanz und Tannenschmuck

Quartiersmanager und Kooperationspartner
sorgen für strahlend-schönes Viertel

Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt. Foto: Petra Grünendahl.

Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt. Foto: Petra Grünendahl.

Advents- und Weihnachtsstimmung haben Einzug gehalten in der Altstadt. Dafür sorgen nicht zuletzt der Baumschmuck und die illuminierten Tannen, die entlang der Hauptachsen aufgestellt wurden und damit das dortige Viertel während der Vorweihnachtszeit optisch wie atmosphärisch aufwerten.

Heute sorgten rund 100 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Klosterstraße (Altstadt) und Goldstraße (Dellviertel) sowie die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Sankt Joseph (Duisburg-Mitte) für adventliche Stimmung, indem sie selbst gebastelten Baumschmuck auf den Tannenbäumen verteilten und dabei Advents- und Weihnachtslieder sangen.

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Essen Motor Show 2016: Automobile Leidenschaften – For Drivers and Dreams

Sportliche Fahrzeuge, Tuning, Oldtimer, Design-Studien und Motorsport
Von Petra Grünendahl

Zum Preview Day auf der Essen Motor Show 2016. Foto: Petra Grünendahl.

Zum Preview Day auf der Essen Motor Show 2016. Foto: Petra Grünendahl.

Motor- und Rennsport, Formel 1 und sportliche Serienfahrzeuge stehen im Fokus der Essen Motor Show, aber auch Tuning und Zubehör locken während der zehntätigen Messe die Besucher. Überhaupt kommen Freunde sportlicher, veredelter und individualisierter Fahrzeuge hier auf ihre Kosten. Breiten Raum gewährt man auch Oldtimern (Classic Cars).

Zum Preview Day durften wir einen ersten Blick auf die Essen Motor Show 2016 werfen. Den Schwerpunkt bilden die sportlichen Fahrzeuge, Designstudien, Unikate und Kuriositäten, Oldtimer, Rennwagen und Formel 1. Die Fans zieht hier das Tuning von den großen Tunern ebenso wie private Tuningfahrzeuge sowie das nötige Zubehör und Werkzeuge. Automobilzulieferer der Segmente Reifen (Continental, Hankook, Toyo), Felgen und Fahrwerk runden das Angebot ab.

Skoda zeigt in einer Deutschland-Premiere den neuen Kodiaq sowie seine Rallye-Boliden und sportlich gestylte Modelle. BMW und Mini sind mit Motorsport und John Cooper Works (der hauseigenen Tuningschmiede für Mini) hier vertreten. Die sportlichen Ford-Modelle verschiedener Baureihen ebenso wie Rallye-Fahrzeuge stehen am Stand eines Fordhändlers, der die Marke in Essen schon seit Jahren vertritt. Als weitere Autohersteller zeigen sich Abarth, Peugeot, Porsche Motorsport und Renault Sport Deutschland einem interessierten Publikum, verschiedene Marken sind über regionale Händler hier präsent. Freunde der automobilen Individualisierung (auch „Tuning“ genannt), die Schrauber, Bastler und Sammler finden reichlich „Material“ für ihr Hobby.

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Letzte Ratssitzung des Jahres: Duisburger Haushalt 2017 verabschiedet

Foto: Petra Grünendahl.

Foto: Petra Grünendahl.

Schwarze Null steht auf tönernen Füßen
Von Petra Grünendahl

„Belastungen, die von übergeordneten Ebenen angeordnet werden, machen unseren ausgeglichenen Haushalt immer wieder zu Makulatur“, warnte Grünen-Fraktionsvorsitzende Claudia Leiße. „Da reichen kommunale Anstrengungen nicht mehr aus“, beklagte Martina Ammann-Hilberath, Fraktionsvorsitzende der Linken. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf hatte schon im Haushalt 2016 neue Sparmaßnahmen erfordert. Städtische Gebühren sind landesweit schon jetzt an der Spitze, was die Attraktivität Duisburg als Wohn- und Wirtschaftsstandort nicht gerade erhöht. Noch im letzten Jahr hatte die SPD zusammen mit den Grünen und den Linken einen gemeinsamen Haushalt mit einer Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuern auf die Beine gestellt. In diesem Jahr suchten Oberbürgermeister Sören Link und SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Mettler ihre Mehrheit lieber woanders. Mit Ausnahme einer von der Bezirksregierung angemahnten Kürzung bei den Personalausgaben blieb man bei einem schon früher aufgestellten Haushaltssicherungskonzept, um den Haushalt im zweiten Jahr in Folge auszugleichen.

In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr verabschiedete der Stadtrat die Haushaltssatzung 2017. Wie schon im letzten Jahr der scheidende Stadtkämmerer Dr. Peter Langner legte auch die neue Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vor. Mit einer Enthaltung und den Gegenstimmen aller anderen Parteien und Gruppierungen wie den Grünen, den Linken, der FDP, SPL oder DAL/Junges Duisburg segnete eine Mehrheit aus SPD und CDU den Entwurf ab, der zumindest erst einmal – und auf dem Papier – eine schwarze Null trägt. Einen haushaltspolitischen Erfolg nannte es der Fraktionschef Mettler.

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Hinterm Riesenrad geht´s weiter: Weihnachtlicher Wintermarkt in der Duisburger Altstadt

Quartiersbüro Altstadt und Kooperationspartner bringen im Viertel auf kreative Weise die Welt zusammen

Bis in die Münzstraße reicht der Weihnachtsmarkt schon lüänger (hier Dezember 2013), in diesem Jahr präsentiert sich die Altstadt erstmals mit eigenständigem Konzept. Foto: Petra Grünendahl.

Bis in die Münzstraße reicht der Weihnachtsmarkt schon lüänger (hier Dezember 2013), in diesem Jahr präsentiert sich die Altstadt erstmals mit eigenständigem Konzept. Foto: Petra Grünendahl.

Ein neues Konzept für die Fortführung des Weihnachtsmarktes im Bereich der Altstadt. Mit viel Herzblut und einigen Akteuren ging´s auf Ideensuche. „Etwas Besonderes mussten wir uns einfallen, um Besucher dafür zu gewinnen, ihren Weg hinterm Riesenrad fortzusetzen“, erklärt Altstadtmanagerin Yvonne Bleidorn. Organisator des Wintermarktes ist das Quartiersbüro Altstadt, Veranstalter Duisburg Kontor. Kooperationspartner sind Petra Manoah vom Knüllermarkt und Werner Ginters von Unlimited Events sowie Schausteller Mike Bengel.

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Deutsche Oper am Rhein: „Die lustigen Weiber von Windsor“ begeisten zur Premiere im Theater Duisburg

Hinter den Fassaden einer bürgerlichen Ordnung
Von Petra Grünendahl

Heidi Elisabeth Meier (Frau Fluth), Katarzyna Kuncio (Frau Reich). Foto Hans Jörg Michel.

Heidi Elisabeth Meier (Frau Fluth), Katarzyna Kuncio (Frau Reich). Foto Hans Jörg Michel.

“Ja, wenn es doch ein Ritter wär’, fein zierlich, jung an Jahren”, seufzt Frau Fluth (Heidi Elisabeth Meier), als sie Falstaffs Brief mit der Bitte um ein Stelldichein liest. Zu ihrem Leidwesen stammt der Brief aber nur vom dicken Ritter Sir John Falstaff (Thorsten Grümbel) als Personifikation von Lebenslust, dem seine Vorliebe für Wein und gutes Essen anzusehen ist. Und einen gleichlautenden Brief hatte der wenig attraktive Schürzenjäger auch noch an die Nachbarin Frau Reich (Katarzyna Kuncio) geschickt. Mit seinem Werben um die Frauen dringt er in die heile Welt ihrer bürgerlichen Gesellschaft ein. Den galanten Liebhaber jedoch nehmen ihm die Damen nicht ab, sein diesbezügliches Selbstbild ist wohl eher Illusion. Die Damen beschließen, ihm einen Denkzettel zu verpassen, der es in sich hat. Indem Falstaff wieder und wieder trotz schlechter Erfahrungen auf die vermeintlichen Angebote der Damen eingeht, wird er von der komischen zur tragischen Figur.

William Shakespeares einzige bürgerliche Komödie „Die lustigen Weiber von Windsor“ diente als Vorlage für die gleichnamige Oper, die Otto Nicolai (1810 – 1849) als komisch-fantastisches Singspiel (mit gesprochenen Dialogen) in drei Akten komponiert hatte. Nachdem er für das 1849 uraufgeführte Werk mehrere Libretti hatte schreiben lassen, entschied er sich für den Text von Hermann Salomon Mosenthal. Die Inszenierung der gut dreieinviertelstündigen Aufführung (inklusive zwei Pausen) stammt von Dietrich W. Hilsdorf, der schon verschiedene Stücke an der Deutschen Oper am Rhein auf die Bühne gebracht hatte. Obwohl in deutscher Sprache gesungen, erleichtern Übertitel das Verständnis der Handlung.

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Weihnachtskonzerte der Jubilaren-Vereinigung von thyssenkrupp: Vorverkauf hat begonnen

Weihnachtliche Stimmung am 10. und 11. Dezember in der Mercatorhalle

Weihnachtskonzert 2015 der Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp mit dem Solisten Jakob Kim (Bass-Bariton). Foto: Petra Grünendahl.

Weihnachtskonzert 2015 der Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp mit dem Solisten Jakob Kim (Bass-Bariton). Foto: Petra Grünendahl.

Von Ouvertüren aus berühmten Opern bis zum traditionellen Weihnachtslied: Auch in diesem Jahr lädt die Jubilaren-Vereinigung von thyssenkrupp zu den beliebten festlichen Konzerten in der Vorweihnachtszeit ein. Die Veranstaltungen finden erstmals seit vielen Jahren wieder in Duisburgs „Guter Stube“ statt: der Mercatorhalle. Am 10. und 11. Dezember – jeweils um 15 Uhr – bieten sie musikalischen Hochgenuss mit festlichem Weihnachtscharakter.

Der Dirigent Peter Stockschläder arrangiert auch dieses Jahr das Orchester und die instrumentalen Begleitsätze. Drei Chöre – der Rheydter Knabenchor, der Projektchor „Weihnachten“ und natürlich der thyssenkrupp Chor – sorgen für eine festliche Stimmung. Weitere Mitwirkende sind der Bass-Bariton Jakob Kim, Lucie Samson am Flügel, Peter Storfinger an der Orgel und die Duisburger Sinfonietta.

Höhepunkte in den rund zweieinhalb Stunden dauernden Konzerten sind unter anderem klassische Weihnachtslieder aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, die Ouvertüre aus „Eine Italienerin in Algerien“ von G. Rossini und aus P. Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“ die Arie des Gremlin.

Vorverkauf und Tageskasse
Kartenvorbestellungen für die Konzerte am 10. und 11. Dezember jeweils um 15.00 Uhr zum Preis von 10 Euro je Karte sind schon jetzt möglich. Von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 12 Uhr telefonisch unter 0203/ 52-43364 oder per E-Mail an sabine.junge@thyssenkrupp.com. Bei der Bestellung wird darum gebeten, Name, Telefonnummer und Anschrift anzugeben. Auch an der Abendkasse können Karten erworben werden.

Über die Weihnachtskonzerte der THyssenKrupp Mubilaren-Vereinigung haben wir früher schon berichtet: 2015, 2014, 2013 und 2012.

– Pressemitteilung der thyssenkrupp Steel Europe –
Foto: Petra Grünendahl

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Loveparade Stiftung Duisburg 24.7.2010: Stellungnahme des Vorstandes

Die neu gestaltete Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 ist fertig: Püntlich kurz vor dem dritten Jahrestag. Foto: Petra Grünendahl.

Die neu gestaltete Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 ist fertig: Püntlich kurz vor dem dritten Jahrestag. Foto: Petra Grünendahl.

Noch bevor heute Nachmittag die zurückgetretenen Beiräte Dirk Schales und Jörn Teich mit ihren verbündeten „Betroffenen“ auf einer Pressekonferenz weiter Stimmung gegen die Stiftung Duisburg 24.7.2010 machen können, erreichte uns eine Stellungnahme des Stiftungsvorstandes.

Hier wird nicht nur klar gestellt, wie haltlos die Vorwürfe sind (siehe auch unseren Kommentar vom 8. November 2016), sondern es werden die Ursachen des Zerwürfnisses deutlich: Offensichtlich wollte der Vorstand des Vereins „Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V.“ (BI LoPa 2010) nach Jahren seine Gestaltungshoheit über den Gedenktag und die Gedenkveranstaltung am Unglücksort (Nacht der 1.000 Lichter) nicht widerstandslos aufgeben. Ergo wird aus Kreisen des Vereins „BI LoPa 2010“bewusst Unsicherheit geschürt, so dass Stiftungsvorstand Jürgen Widera nun bemüht ist, mit Fakten zu kontern und die Stiftung mit ihrem Engagement klar zu positionieren.

 
Stellungnahme zu den Vorwürfen des Vereins LoPa 2010
Die Stiftung „Duisburg 24.7.2010“ verwahrt sich gegen die Vorwürfe, die die ehemaligen Beiratsmitglieder Jörn Teich und Dirk Schales erhoben haben. Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung und Ombudsmann für die Opfer der Loveparade in Duisburg: „Es sind haltlose Unterstellungen, mit denen hier gearbeitet wird, um die Stiftung in Misskredit zu bringen und Betroffene zu verunsichern. Der Verein gibt vor, im Namen aller Betroffenen zu sprechen. In Wirklichkeit vertritt er aber nur eine kleine Gruppe von Verletzten.“

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Bürgerehrenwappen 2016: Duisburger für ehrenamtliches Engagement geehrt

Nach dem Eklat bei der Stiftung Duisburg 24.7.2010 kommt diese Pressemeldung des Verbandes Duisburger Bürgervereine genau passend, wird doch gerade Stiftungsvorstand Pfarrer Jürgen Widera für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement für die Opfer der Loveparade 2010 – erst als Ombudsmann der Stadt, dann als Stiftungsvorstand – als einer von drei Preisträgern geehrt. Tatkräftig unterstützt wird er bei seiner Arbeit für die Stiftung und seinem Engagement für Betroffene und Traumatisierte von Birgit Nellen, die für die Stadt Duisburg im Stiftungsvorstand sitzt, und Angelika Köhler, der hauptamtlichen Mitarbeiterin in der Kontaktstelle der Stiftung im Haus der Evangelischen Kirche.

 

Die Verleihung des Bürgerehrenwappens fand in diesem Jahr im Haus der Sparkasse Duisburg statt (v. l.): Günter Pfeiffer (2. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Bürgermeister Manfred Osenger, Pfarrer Jürgen Widera, Heike Priebe, Hermann Weßlau (1. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Dr. Martin Fasselt, Mahmut Özdemir MdB und Ulrich Schneidewind (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Duisburg). Foto: Heinz Pischke / Verband Duisburger Bürgervereine e. V.

Die Verleihung des Bürgerehrenwappens fand in diesem Jahr im Haus der Sparkasse Duisburg statt (v. l.): Günter Pfeiffer (2. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Bürgermeister Manfred Osenger, Pfarrer Jürgen Widera, Heike Priebe, Hermann Weßlau (1. Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine), Dr. Martin Fasselt, Mahmut Özdemir MdB und Ulrich Schneidewind (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Duisburg). Foto: Heinz Pischke / Verband Duisburger Bürgervereine e. V.

Seit 1980 vergibt der Verband Duisburger Bürgervereine e.V. das Bürgerehrenwappen als Ehrung für außerordentlich bürgerschaftliches Engagement. Herausragend für sicherlich viele andere Bürger oder Vereinigungen waren es dieses Mal Dr. Martin Fasselt, Pfarrer Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung „Duisburg 24-7-2010“ und Heike Priebe, Sprecherin des Bürgerforums „Runder Tisch Marxloh“.

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Loveparade-Katastrophe: Eklat bei der Stiftung Duisburg 24.7.2010 – ein Kommentar

Vertreter der BI Lopa: Rücktritt im Streit
Von Petra Grünendahl

Im Streit seien Dirk Schales und Jörn Teich (beide Vorstände des Vereins „Betroffenen Initiative LoPa 2010 e. V.“) von ihren Ämtern im Beirat der Loveparade-Stiftung zurückgetreten, überraschte Radio Duisburg am Montagmorgen in den Lokalnachrichten. Begründet hätten sie ihren Schritt damit, dass die Stiftung sich mehr um Hinterbliebene als um Betroffene kümmere. Ähnliches berichtete am gleichen Tag die Rheinische Post, auch der WDR bot ihnen in der Lokalzeit eine Plattform.

Absurd! – ein Kommentar
Der Vorwurf der zurückgetretenen Beiratsmitglieder ist absurd!

Erst im Juli hatte die Stiftung Duisburg 24.7.2010 über ihre Arbeit des vergangenen Jahres informiert (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Erst im Juli hatte die Stiftung Duisburg 24.7.2010 über ihre Arbeit des vergangenen Jahres informiert (v. l.): Friedhelm Scharff (Vater), Richard Bannert (Notfallseelsorge), Ulrike Stender (Diakonie), Edith Jakubassa (Mutter), Angelika Köhler (Stifungsmitarbeiterin), Birgit Nellen (Stiftungsvorstand), Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Kuratoriumsvorsitzender) und Pfarrer Jürgen Widera (Stiftungsvorstand). Foto: Petra Grünendahl.

Die Stiftung ist vielfältig für Betroffene und Traumatisierte tätig. Allerdings ist sie in erster Linie Anlaufstelle zur Vermittlung weiterführender Hilfen. In einer Kontaktstelle zum Beispiel, die die Stiftung im Haus der Evangelischen Kirche unterhält, ist die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin der Stiftung Ansprechpartnerin für Betroffene. Nach vielen Jahren Mitarbeit in der Kontaktstelle der Loveparade Selbsthilfe e. V. verfügt sie über wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse, wo Betroffenen weitergeholfen werden kann. Bis heute kommen immer noch Menschen, die Hilfen benötigen.

In ihrem Jahresrückblick 2015/2016 hatte die Stiftung im Juli von ihrer Arbeit berichtet. Eine Selbsthilfegruppe sei seit Mai 2016 wieder für Betroffene da: Eine Diplompsychologin leitet die Gruppe, in der sich in zweimonatlichem Abstand Betroffene und Hinterbliebene austauschen können.

Darüber hinaus arbeitet die Stiftung mit einem Psychotherapeuten-Team in Frankfurt, die Betroffenen Therapieplätze vermitteln. Über diese Schiene sind im eher unterversorgten Duisburg viel schneller Therapieplätze zu bekommen: Anstelle von Wartenzeiten von sechs bis zwölf Monaten stünden Platze innerhalb weniger Wochen zur Verfügung, so Beiratsmitglied Ulrike Stender.

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Zeitzeugenbörse Duisburg blickt in die Vergangenheit „Archivbilder Großenbaum und Rahm“

Gegensätze im Duisburger Süden
Von Petra Grünendahl

Großenbaum war im Mittelalter stark bewaldet. Die erste Besieldung an der Straße „an dem Großen Baum“ gab dem entstehenden Ort seinen Namen. Der „Große Baum“ war der Schlagbaum einer Zollstelle an der Grenze der Herzogtümer von Berg und Kleve in der Nähe vom heutigen Bahnhof. Von der ländlichen Prägung der ersten Jahrhunderte findet sich heute fast nichts mehr. Die Industrialisierung begann 1890, als Albert Hahn ein Stahlwalzwerk ansiedelte, die in der Folgezeit expandierten und den Stadtteil über Jahrzehnte wirtschaftlich prägen sollte. Während 1920-er Jahre beschäftigten die Hahnschen Werke 3.500 Menschen. Im Nationalsozialismus übernahm Mannesmann: Das Werk wurde arisiert. Der Schließung in den 1980-er Jahren folgte kleinteiligere Industrie- und Gewerbeansieldung, die das Ortsbild ebenso massiv veränderten wie die Reihenhaussiedlungen aus unterschiedlichsten Jahrzehnten und die Mehrfamilienhäuser, die im Zuge starken Bevölkerungswachstums entstanden.

Mit dem Buch „Duisburg-Großenbaum und Rahm“ in der Reihe „Archivbilder“ hat sich die Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. den beiden Stadtteilen im tiefsten Südosten der Stadt beschäftigt. Anhand alter Fotografien und Postkarten beschreiben die Autoren Harald Molder und Reinhold Stausberg die historische Entwicklung der beiden Stadtteile. Erzählungen der Bildgeber und anderer Ortskundiger flossen ebenso in die Texte ein wie die Geschichtsforschungen der Autoren, beide seit Jahrzehnten auch eifrige Sammler von historischem Bildmaterial. In der Einleitung zeigen sie die geschichtliche Entwicklung der beiden heutigen Stadtteile auf, die im Verlauf der Lektüre in den Bildbeschreibungen in Details geht.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informierte sich über „Kommunikation im digitalen Zeitalter“

Erfolgsstrategie der Start-ups: Interaktion mit dem Kunden
Von Petra Grünendahl

Sprach beim Marketing-Club Duisburg-Niederrhein über "Kommunikation im digitalen Zeitalter": André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

Sprach beim Marketing-Club Duisburg-Niederrhein über „Kommunikation im digitalen Zeitalter“: André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Zahl der ‚likes’ in Sozialen Netzwerken ist nicht entscheidend für den Erfolg einer Marke, sondern die Kundenbindung: Das ‚love’, die Zuneigung, die nicht in Zahlen messbar ist“, erklärte André Lapehn, Projektleiter „Marketing & Strategie“ bei der Unternehmensberatung business4brands. Die Zuneigung zeige sich beispielsweise in der Interaktion auf den Kanälen, die ein Unternehmen in Internet bedient, wie zum Beispiel Facebook. Der potenzielle Kunde braucht Ansprechpartner in den Sozialen Netzwerken: „Etwas vermitteln kann nur jemand, der Ahnung davon hat, der sich für sein Produkt begeistern kann“, verriet Lapehn. Gefragt seien auch lokale Informationen: Facebook-Seiten von Filialen sollten zum Beispiel von Mitarbeitern vor Ort bespielt werden. Die sind näher an ihren Kunden dran. Wenn Einzelhandelsketten solche Seiten für ihre Filialen zentral füllen, findet sich der Kunde mit seinen Interessen dort nicht wieder. „Damit wird die Seite meist sehr produktlastig, weniger personenbezogen, weniger Kunden bindend und am Ende austauschbar“, so Lapehn.

Begrüßte die Gäste des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein beim monatlichen Treffen zum Thema "Kommunikation im digitalen Zeitalter": Andreas Ocklenburg,, im Hintergrund Refernt André Lapehn. Foto: Petra Grünendahl.

Begrüßte die Gäste des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein beim monatlichen Treffen zum Thema „Kommunikation im digitalen Zeitalter“: Andreas Ocklenburg,, im Hintergrund Refernt André Lapehn.
Foto: Petra Grünendahl.

Zum Workshop „Erfolgreiche Kommunikation“ hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein seine Mitglieder eingeladen. Referenet André Lapehn vermittelte in Vortrag und Gesprächen die Basics, wie sich Unternehmen erfolgreich im digitalen Zeitalter aufstellen und Soziale Netzwerke strategisch für ihre Marketing-Kommunikation nutzen. Er warnte dabei vor Aktionismus: Nicht die Masse sei entscheidend, sondern die Qualität und die Relevanz für Kunden. Dabei präsentierte er Strategien ausgewählter Unternehmen, die sich damit erfolgreich auf dem Markt etabliert haben. Diese können den Marketing-Fachleuten auch als Anregungen für eigene Projekte dienen.

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Ballett am Rhein: Martin Schläpfers „b.29“ feierte umjubelte Premiere im Theater Duisburg

Facettenreicher Ballettabend im Spiegel der Neoklassik
Von Petra Grünendahl

Ballett am Rhein b.29: Ensemble in Martin Schläpfer "Konzert für Orchester". Foto: Gert Weigelt.

Ballett am Rhein b.29: Ensemble in Martin Schläpfer „Konzert für Orchester“. Foto: Gert Weigelt.

Martialisch stampfen die Tänzerinnen mit Spitzenschuhen auf den Bühnenboden, aggressiv und kampfeslustig markieren die Tänzerinnen und Tänzer ihre Dominanz. Im Kontrast dazu stehen die Tänzerinnen und Tänzer, die barfuß tanzen: Sie stehen für die Gefühlvollen, die nach Liebe und Anerkennung Strebenden. Im Überlebenskampf des Einzelnen wird die Dramatik immer wieder aufgebrochen durch die Wucht der Musik: das „Konzert für Orchester“ ist das einzige groß angelegte Werk des polnischen Komponisten Witold Lutoslawski (1913 – 1994), das ihn 1954 auf einen Schlag berühmt gemacht hatte. Das Werk der polnischen Moderne ist eine Auseinandersetzung mit dem Neoklassizismus, der diesem Ballettabend einen gemeinsamen Nenner gibt.

Ballett am Rhein b.29: Bruno Narnhammer, Yoav Bosidan, Brice Asnar, Camille Andriot, Eric White in Martin Schläpfer "Konzert für Orchester". Foto: Gert Weigelt.

Ballett am Rhein b.29: Bruno Narnhammer, Yoav Bosidan, Brice Asnar, Camille Andriot,
Eric White in Martin Schläpfer „Konzert für Orchester“. Foto: Gert Weigelt.

Für seinen Ballettabend „b.29“ hatte Martin Schläpfer als Rahmen zur Uraufführung seiner eigenen Choreographie des „Konzerts für Orchester“ Choreographien von George Balanchine (1904 – 1983) und Jerome Robbins (1918 – 1998) ausgewählt. Zwischen dem Heiteren und dem Humoristischen bot Schläpfer einen Kontrapunkt: Die Konfrontation von archaischer Spontaneität und Gefühlswelt und der kontrollierten Aggressivität, die Machtspiele beim Aufeinandertreffen beider Welten, die sich in Witold Lutoslawskis „Konzert für Orchester“, das folkloristische Motive in klassische Traditionen einarbeitet, so trefflich kontrastiert als Ballett auf die Bühne bringen lassen.

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Hamborn: Stadt Duisburg und thyssenkrupp planen Erschließung von Schacht 2/5

Schacht 2-5 aus der Luft. Visualisierung: thyssenkrupp.

Schacht 2-5 aus der Luft. Visualisierung: thyssenkrupp.

Ehemaliges Zechengelände wird zum Erholungs- und Gewerbegebiet umgestaltet

Zukunftsweisendes Großprojekt im Duisburger Norden: Stadt und thyssenkrupp planen Erschließung und Entwicklung von „Schacht 2/5“ – Ehemaliges Zechengelände wird zum grünen Quartier „Friedrich-Park“ umgestaltet

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Ohne Frühstück zur Schule? – „1 Euro mehr“ unterstützt Immersatt

euro-euroFür viele Duisburger Kinder ist das leider der Alltag. Aber mit nur einem Euro kann man unkompliziert helfen und ein Kind mit einem Pausenbrot beschenken.

Die Aktion „1 Euro mehr“ möchte innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten Geld sammeln, um den Duisburger Immersatt Kinder- und Jugendtisch e. V. bei seiner täglichen Arbeit zu unterstützen. Ein Euro ermöglicht die Verteilung eines Pausenbrotes für Schüler, die ohne Frühstück in die Schule kommen.

Der Lions Club Duisburg Mercator sucht nun „mitspielende“ Gastronomiebetriebe. Diese Mitspieler kaufen eine abgestimmte Anzahl von Losen zu je 1 Euro. In den teilnehmenden Gastronomiebetrieben findet man einen Aufsteller auf dem Tisch, der den Gast über die Aktion und den Hintergrund informiert und der erklärt, wie es funktioniert.

Nachdem der Gast seine Rechnung bezahlt hat, fragt das Personal, ob er die Aktion wahrgenommen hat und teilnehmen möchte. Dann erhält der Gast für jeden Euro, den er zusätzlich gibt, ein Los und nimmt an der Verlosung teil, bei der er ein Apple iPad gewinnen kann. Die Ziehung erfolgt am 17. Januar 2017.

Als „Mitspieler“ dabei sind bereits: Einfach Brendel, das Restaurant Küppersmühle, das Achterrath’s, die Lindenwirtin, das Restaurant Mediterran, das Passione Espresso, das Grammatikoff, das Webster, das Café Kantpark oder auch das Bistro movies im filmforum.

Der Lions-Club Duisburg Mercator zählt 35 Mitglieder und wurde 1982 gegründet. Ein Schwerpunkt seines Engagements ist die Unterstützung benachteiligter Duisburger Kinder.

– Presseindormation des Lions-Club Duisburg Mercator –

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MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst zeigt Baselitz – Vedova im Duisburger Innenhafen

Brüder im Geist der Moderne: eine Wahlverwandschaft
Von Petra Grünendahl

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Mit dem Erwerb von Vedovas Gemälde Manifesto Universale 1957 begann eine intensive persönliche Beziehung zwischen dem deutschen Maler und Bildhauer Georg Baselitz (*1938) und dem venezianischen Maler Emilio Vedova (1919 – 2006). Dem Manifesto Universale ist im Museum Küppersmühle in der Sonderausstellung auf Wunsch des deutschen Künstlers mit Win. D. (1959) eines seiner Frühwerke gegenüber gestellt. Eine erste Begegnung, der in den frühen 1960-er Jahren das persönliche Kennenlernen in Berlin folgte. Obwohl sich eine enge Freundschaft entwickelte, die bis zum Tode Vedovas 2006 hielt, wurden die Arbeiten der beiden Künstler erst 2007 auf der Biennale in Venedig gemeinsam ausgestellt. Nach Berlin (2008) und Salzburg (2012) ist nun eine gemeinsame Werkschau im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen zu sehen.

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Georg Baselitz (goldumrandet) und Emilio Vedova (schwarzumrandet) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Foto: Petra Grünendahl.

Im Museum Küppersmühle treffen in einer Werkschau zwei Künstler aufeinander, die die europäische Kunstgeschichte der Nachkriegszeit mit geprägt haben. Die beiden Kuratoren der Sonderausstsellung, MKM-Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling und Fabrizio Gazzarri, Sammlungsdirektor der Fonadzione Vedova in Veneding, konnte bei der Auswahl der Werke aus dem Vollen schöpfen, obwohl – oder vielleicht gerade weil – sie überwiegend auf eigenen Bestände zurückgriffen. So verfügt die Sammlung Ströher über einen der größten musealen Bestände des Künstlers, der seit den 1970-er Jahren die deutsche Nachkriegskunst mit prägte. Die Fondazione Vedova verwaltet den Nachlass des italienischen Künstlers.

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Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V. stellt mit Medizinbus ärztliche Versorgung Obdachloser neu auf

Mobiler medizinischer Dienst mit ehrenamtlichem Mediziner-Team
ergänzt Mobile Hilfen für obdachlose Menschen

Von Petra Grünendahl

„Wir helfen einfach nur“, erklärte Dr. Lothar Schulte, Facharzt im Ruhestand, der sich seit Jahren für die ambulante ärztliche Hilfe für Obdachlose engagiert. Dazu zähle auch die Ausgabe von Spritzen. Suchttherapie ist nicht ihr Anliegen, die primären Bedürfnisse der Klientel – überwiegend Männer zwischen 40 und 50, die teils jahrzehntelange Suchtkarrieren (Alkohol, Drogen) hinter sich haben – sind meistens viel grundsätzlicher Natur: Erkältungen, Zahn- oder Kopfschmerzen, Magen-Darm, Lunge oder Rücken – und Wundversorgung. „Das sind Wunden, die würde man hier nicht vermuten: Eiter, Maden, Wunden, die bis auf die Knochen gehen“, so Schulte. Die hochgradig Suchtkranken hätten kein Schmerzempfinden mehr, so der Mediziner.

Fahrzeuge der Mobiles Hilfe (links) und des Mobilen medizinischen Dienstes (rechts) mit den ehrenamtlichen Helfern (v.l.): Ärztin Dr. Ute Renkes-Hegendörfer, Krankenschwester Wiltrud Jäkel, Arzt Dr. Lothar Schulte, Krankenschwester Claudia Bunse, Friedhelm Fritschen, Stv. Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., Kurt Schreiber, Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., und Dr. Gerd Heiman, Leiter des Mobilen medizinischen Dienstes.. Foto: Petra Grünendahl.

Fahrzeuge der Mobiles Hilfe (links) und des Mobilen medizinischen Dienstes (rechts) mit den ehrenamtlichen Helfern (v.l.): Ärztin Dr. Ute Renkes-Hegendörfer, Krankenschwester Wiltrud Jäkel, Arzt Dr. Lothar Schulte, Krankenschwester Claudia Bunse, Friedhelm Fritschen, Stv. Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., Kurt Schreiber, Vorsitzender von Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V., und Dr. Gerd Heiman, Leiter des Mobilen medizinischen Dienstes.. Foto: Petra Grünendahl.

Mit einem neuen Medizinbus ist ein Team aus sechs Fachärzten und sechs Krankenschwestern (drei davon ausgebildete Wundexperten) jetzt unter der Flagge des Vereins Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V. zwei Mal die Woche in Duisburg unterwegs. Über Jahre waren die Ehrenamtler bei einem Verein in Rheinhausen angesiedelt, bis Schulte und seine Mitstreiter im Juli das Handtuch schmissen. Drei Monate hatte es gedauert, bis durch die Kooperation mit einem neuen Verein ein Fahrzeug beschafft und aufbereitet werden konnte, wie es jetzt für medizinische Basisleistungen zur Verfügung steht. Wie bislang steht auch der neue Medizinbus montags und donnerstags zunächst ab 9 Uhr am Kuhlenwall / Ecke Königstraße. Am 10. Oktober war der Medizinbus erstmals im Einsatz, ab dem 13. Oktober fährt er nun regelmäßig die bekannten Stationen wieder an: Marxloh, Hamborn und den Bahnhof in Moers. Etwa 20 bis 25 Hilfesuchende betreuen sie an einem Tag im Schnitt.

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Expo Real: Neuplanung Wohn- und Gewerbepark in Duisburg-Wanheimerort

Eigentümer sucht neue Perspektive:
Überplanung des alga-Geländes an der Wanheimer Straße 270-276

Neuplanung Wohn- und Gewerbepark Wanheimer Straße 270 - 276 in Wanheimerort. Foto: Horst Gaßmann.

Neuplanung Wohn- und Gewerbepark Wanheimer Straße 270 – 276 in Wanheimerort. Foto: Horst Gaßmann.

„Die Entwicklung der alga-Fläche spielt im Rahmen der gesamtstädtischen Entwicklung eine besondere Bedeutung, da es sich hierbei um einen urbanen Standort mit direkter Rheinlage, zentrumsnah und mit optimalen ÖPNV-Anbindungen handelt. Die strategische Zielsetzung ‚Duisburg an den Rhein‘ zu entwickeln und Hochfeld mit Wanheimerort über den Kultushafen zu verbinden, kann mit dieser Entwicklung maßgeblich umgesetzt werden“, betont Beigeordneter Carsten Tum, Leiter des Stadtentwicklungsdezernats.

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Expo Real: „DUO am Marientor“ wird neuer Magnet in Duisburg

Bauprojekt von HOFF und Partner stellt sich
auf Expo Real erstmalig der Öffentlichkeit vor

Marientor Quartier. Entwurf: HOFF und Partner.

Marientor Quartier. Entwurf: HOFF und Partner.

In den oberen Geschossen warten insgesamt 15.000 qm auf potentielle Mieter: Unternehmen können dort ab sofort Büro- und Praxisflächen von 100 qm bis 10.000 qm anmieten, deren Gestaltung und Ausstattung absolut flexibel und individuell auf die zukünftigen Nutzer zugeschnitten wird.

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antagomorph: Gereon Krebber im Museum DKM in Duisburg

Faszination von Materialien und Formen
Von Petra Grünendahl

Vorne das Mobile „Willst du das wirklich?“ (2015), hinten Output (Stiller Teilhaber, 2016). Foto: Petra Grünendahl.

Vorne das Mobile „Willst du das wirklich?“ (2015), hinten Output (Stiller Teilhaber, 2016). Foto: Petra Grünendahl.

Die monströsen Skulpturen und Installationen aus unterschiedlichsten Materialien und Bearbeitungen sollten den Blick nicht verstellen für die kleinen Details, die ihren Teil zur Faszination des Ganzen beitragen. Manch eine Oberfläche wirkt aus der Nähe betrachtet noch viel spannender, man will sie berühren, spüren: (NEIN, berühren verboten! Das beschädigt das Objekt!). Die Materialien sind nicht so ohne weiteres erkennbar. Mitunter scheinen sie in Bewegung. „Ich trage andere Materialien dann schichtweise auf die Haut auf. Verschmolzen, verbrannt, dick aufgetragen, übermodelliert, gegossen, verspachtelt, geschliffen, geraspelt oder besprüht suche ich eine neue, überraschende Qualität, die auf den ersten Blick wie aus sich selbst entstanden wirkt“, erklärte Bildhauer Gereon Krebber (*1973) die Entstehung seiner Skulpturen. Krebber verwendet Trägermaterialien wie Stahl, Aluguss, Holz, Beton, Mauersteine, geschliffene Spiegel, Polyurethan oder gebrannter Manganton. Meistens gestaltet er nicht die Oberflächen des Untergrundes, sondern er überzieht sie oder formt Details aus Stoff, Klebeband, Folie, Sprühlack, Epoxidharz und Farbe. Die Werke faszinieren mit ihrer Unterschiedlichkeit an Material, Gestaltung und Formen.

Doppelgänger (2015). Foto: Petra Grünendahl.

Doppelgänger (2015). Foto: Petra Grünendahl.

Im Museum DKM, der privaten Kunstsammlung der Stiftungsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas, eröffnet am Freitag, 30. September, die Sonderausstellung „antagomorph“ mit ausgewählten Werken von Gereon Krebber, Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Mit der Wortbildung „antagomorph“ bezieht sich Krebber auf die Gegenläufigkeit in Form und Material, die seine Werke wie ein roter Faden durchzieht. Weiterlesen

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Im Studio: Zeichnungen von Wilhelm Lehmbruck im Lehmbruck Museum in Duisburg

Die schönsten graphischen Werke aus dem künstlerischen Nachlass
Von Petra Grünendahl

Aus Lehmbrucks Frühwerk: Studie nach Michelangelos "Sklaven" (1898). Foto: Petra Grünendahl

Aus Lehmbrucks Frühwerk: Studie nach Michelangelos „Sklaven“ (1898). Foto: Petra Grünendahl

„Ein gutes Drittel der hier gezeigten 60 Arbeiten Wilhelm Lehmbrucks sind vorher noch nie gezeigt worden“, erklärte Dr. Marion Bornscheuer, Kuratorin der Ausstellung „Im Studio: Wilhelm Lehmbruck“ bei der Vorbesichtigung. Zusammen mit Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla stellte sie die wichtigsten Aspekte der Werkschau vor, die räumlich in fünf Kategorien präsentiert wird. Vom „Frühwerk“ über „Biographische Bezüge“ mit Portraitdarstellungen von Familie, Freunden und Bekannten, Entwürfe in „Bezüge zur Plastik“ oder „Künstlerische Experimente“, die ebenfalls in Bezug zum Werk des früh verstorbenen Bildhauers (1881 – 1919) stehen, bis hin zu einer Serie an Zeichnungen rund um Shakespeares Tragödie „Macbeth“. Mit Lehmbrucks mehrfarbiger Pastellzeichnung auf Karton, dem „Hinsinkenden Frauenakt II“ von 1913/14, bietet die Schau ein ganz besonderes Highlight. Dem „kundigen“ Betrachter wird aber auch die eine oder andere Zeichnung ins Auge springen, deren Ausformungen zu Skulptur er im Lehmbruck-Trakt schon begutachten konnte.

Lehmbrucks "Hinsinkender Frauenakt II" von 1913/14. Foto: Lehmbruck Museum.

Lehmbrucks „Hinsinkender Frauenakt II“ von 1913/14. Foto: Lehmbruck Museum.

Zur wichtigsten Sammlungs- und Forschungsstätte avancierte die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum in den Jahren 2006 bis 2010 mit dem Erwerb des künstlerischen Nachlasses dieses bedeutenden Künstlers der Klassischen Moderne. Von den insgesamt 1.141 erworbenen Werken Lehmbrucks kamen 11 Pastelle, 819 Zeichnungen und 250 Druckgraphiken in die graphische Sammlung des Museums. Eine Auswahl der schönsten graphischen Blätter zeigt das Skulpturenmuseum im Kantpark ab Donnerstag, 29. September (Eröffnung ist um 19 Uhr) im Untergeschoss des Hauptgebäudes: „Im Studio“.

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Studienfahrt des DGB Niederrhein zur KZ-Gedenkstätte Esterwegen im Emsland

Verfolgung Andersdenkender und
Gewalt unter der NS-Herrschaft

Von Petra Grünendahl

Fietje Ausländer bei der Führung über das ehemalige Lagergelände. Foto: Petra Grünendahl.

Fietje Ausländer bei der Führung über das ehemalige Lagergelände. Foto: Petra Grünendahl.

„Mit ihrer Errichtung im Frühjahr 1933 stellte man diese Konzentrationslager als wirtschaftliches Förderprojekt für die Region dar“, erklärte Fietje Ausländer, Mitarbeiter der Gedenkstätte Esterwegen. Das Emsland sei eine arme Region gewesen, in der die Menschen größtenteils nicht einmal fließend Wasser hatten, erzählte er. Die Bewohner des Umlandes profitierten davon, dass die Versorgung von Wachen und Gefangenen über örtliche Händler lief, wie Dokumente in der Ausstellung belegen. Die Einheimischen durften im Schwimmbad des KZ schwimmen und vom 10-Meter-Turm mit Aussicht über das Lager ins Becken springen. Auch die Arbeiterkolonnen aus dem Lager zur Schwerstarbeit im Moor dürfte den Emsländern nicht verborgen geblieben sein. Zwölf Jahre profitierten die Menschen von den Lagern, aber hinterher wollte keiner gewusst haben, was in ihnen vor sich ging.

Gedenkstätte Esterwegen. Foto: Petra Grünendahl.

Gedenkstätte Esterwegen. Foto: Petra Grünendahl.

Der DGB Niederrhein hatte zu einer Studienfahrt nach Esterwegen in der Nähe von Papenburg eingeladen, wo eine Gedenkstätte an die Opfer der Nationalsozialisten in den emsländischen Konzentrationslagern erinnert. Der DGB in Duisburg hatte die Fahrt zusammen mit der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten) Kreisvereinigung Duisburg organisiert. Mit dem Bus ging es die 220 Kilometer nach Esterwegen. Unterwegs stimmte Christa Bröcher von der VVN auf das Thema an. Ihr Großvater war 1933/1934 in Börgermoor in „Schutzhaft“ gewesen: Dem ersten von später 15 Lagern, in denen Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen bis zur Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft 1945 die Moore kultivierten und trocken legten.

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Schiffer-Berufskolleg Rhein in Duisburg-Homberg: Von der Dorfschule zum Bildungszentrum

Der ehemalige Schulleiter Hans-Günter Portmann stellte sein Buch
über die Geschichte der Binnenschiffer-Ausbildung in Duisburg vor

Von Petra Grünendahl

„Der Mann lebt seinen Beruf“, hatte Verlegerin Anne Kappes schon beim ersten Gespräch festgestellt, bei dem ihr Hans-Günter Portmann ein Manuskript vorgestellte. Der ehemalige Schulleiter des Schiffer-Berufskollegs Rhein in Duisburg-Homberg hatte sich nach seiner Pensionierung mit der Geschichte der Schiffer-Berufsschule befasst, die weit über das hinaus reicht, was 1949 als Schulbetrieb nach dem Krieg im damals selbstständigen Homberg (Kreis Moers) wieder aufgenommen wurde. „Das Schiffer-Berufskolleg Rhein ist ein Aushängeschild für die Stadt Duisburg“, erklärte Schul- und Kulturdezernent Thomas Krützberg. In seinen dreizehn Jahren als Schulleiter habe Portmann großen Anteil an der Bedeutung der Schule, auch weit über Duisburg hinaus. Ein Verdienst im übrigen, für den der Verband Duisburger Bürgervereine Hans-Günter Portmann im Jahr 2012 mit dem Bürgerehrenwappen geehrt habe, so Krützberg.

Buchvorstellung im Mercatorzimmer (v. l.): Ehefrau Mechthild Portmann, Autor Hans-Günter Portmann, Dezernent Thomas Krützberg, Verlegerin Anne Kappes und Manfred Wieck, Schulleiter am Schiffer-Berufskolleg Rhein. Enkel Paul-Johann (2 ½, unten im Bild) hatte auch schon eifrig geblättert. Foto: Petra Grünendahl.

Buchvorstellung im Mercatorzimmer (v. l.): Ehefrau Mechthild Portmann, Autor Hans-Günter Portmann, Dezernent Thomas Krützberg, Verlegerin Anne Kappes und Manfred Wieck, Schulleiter am Schiffer-Berufskolleg Rhein. Enkel Paul-Johann (2 ½, unten im Bild) hatte auch schon eifrig geblättert. Foto: Petra Grünendahl.

Im Mercatorzimmer im Rathaus stellte Hans-Günter Portmann zusammen mit Thomas Krützberg und Anne Kappes sein Buch „Von der Dorschule zum Bildungszentrum“ vor. „Hier schreibt jemand nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis“, lobte Krützberg. Als Mann der Praxis hatte Portmann eine Ausbildung zum Schiffbauer gemacht, bevor er nach einer Hochschulreife über den Zweiten Bildungsweg ein Studium aufnahm: zunächst Schiffstechnik, später Lehramt. Seine erste Stelle trat er 1975 im Hamborner Robert-Bosch-Berufskolleg an, wo er die Berufsschule für Boots- und Schiffsbauer aufbaute, die er 1999 mit an das Schiffer-Berufskolleg in Homberg nahm, als er dort seine Stelle als Schulleiter antrat.

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein: Video-Marketing in der Unternehmenskommunikation

Botschaften zur Kundengewinnung zielgenau einsetzen
Von Petra Grünendahl

Referent Gerd Schröder über Video-Marketing in der Unternehmenskommunikation. Foto: Petra Grünendahl.

Referent Gerd Schröder über Video-Marketing in der Unternehmenskommunikation. Foto: Petra Grünendahl.

„Es funktioniert nicht, mit einem Imagefilm alle Zielgruppen gleichzeitig ansprechen zu wollen“, erklärte Gerd Schröder, Inhaber der Agentur K3, die Video und interaktive Formate konzipiert und erstellt für die Marketing-Kommunikation von Unternehmen. „Wenn ich mit meinem Produkt unterschiedliche Zielgruppen ansprechen will, muss ich jede mit ihren eigenen Bedürfnissen ansprechen.“ Kurz und knackig müssen die Botschaften sein, sonst ist der potenzielle Kunde weg: Wichtig sei die Verweildauer, erklärte der Marketing-Experte. „Wie viel ist der Konsument bereit zuzuhören?“ Je mehr ein Video auf seinen Adressaten zugeschnitten ist, umso mehr komme von der Botschaft an, so Schröder.

Das Tectrum in Neudorf. Foto: Petra Grünendahl.

Das Tectrum in Neudorf. Foto: Petra Grünendahl.

Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein hatte zu seinem monatlichen Mitglieder-Treffen den Marketing-Experten Gerd Schröder ins Tectrum in Neudorf eingeladen. Der Agentur-Geschäftsführer gab einen Überblick über die Bedeutung und die Möglichkeiten von Video-Marketing in Sozialen Netzwerken wie Youtube, Facebook oder Snapchat. Seine 2010 gegründete Agentur K3 hat sich auf Video-Marketing im Internet spezialisiert. In den Social Media spielt die Musik: auf Youtube, auf Facebook und seit neuestem auch auf Snapchat und dem Twitter-Videoplattform Vine. Jeder dieser Dienste ermöglicht Kommunikatoren, über Werbung zielgruppenspezifisch genau die zu erreichen, bei denen das Video mit der jeweiligen Botschaft ankommen soll. Um diese Zielgruppe zu erreichen, muss das Video genau auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sein. Botschaften an andere Zielgruppen gehören in eigene Videos, die auch nur genau den jeweiligen anderen Gruppe gezeigt werden. Mit dem Versuch, mehr als eine Botschaft in einem Video unterzubringen, verpuffe die Wirkung, wie Schröder anhand von Beispielen deutlich machte.

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Achtes „Fest de Jüdischen Buches“ im Rahmen der Jüdischen Kulturtage

Juden in Deutschland: “Es gab nichts deutscheres!“
Von Petra Grünendahl

Privatdozent Dr. Ludger Joseph Heid liest in der Synagoge aus "Davidstern und Eisernes Kreuz". Foto: Petra Grünendahl.

Privatdozent Dr. Ludger Joseph Heid liest in der Synagoge aus „Davidstern und Eisernes Kreuz“. Foto: Petra Grünendahl.

„1.500 jüdische Soldaten bekamen im ersten Weltkrieg das Eiserne Kreuz Erster Klasse“, zitierte Privatdozent Dr. Ludger Joseph Heid aus seinem Buch „Davidstern und Eisernes Kreuz“. Seit den Befreiungskriegen 1813 hätten Juden freiwillig für ihr deutsches Vaterland zu den Waffen gegriffen. Wirklich gedankt hat es ihnen weder Preußen noch das Deutsche Reich oder die Weimarer Republik, auch wenn viele Soldaten sogar bis ins Jahr 1934 noch mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden waren. Die letzten dieser Urkunden hatte noch Adolf Hitler als Reichskanzler unterzeichnet, bevor er seinen Feldzug nicht nur gegen die deutschen Juden, sondern nach und nach gegen Juden in ganz Europa begann. „Adolf Hitler, der sein Eisernes Kreuz, welches er ständig an der Uniform trug, seinem jüdischen Vorgesetzten zu verdanken hatte“, gab Heid zu denken. Mit dem Dienst als Soldaten hofften die Juden, eine Gleichstellung zu erreichen. Vergeblich: Eine Offizierslaufbahn durften in Deutschland (im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern) nur solche einschlagen, die sich taufen ließen, wie Ludger Heid in seinem informativen Vortrag sehr gut vermittelte. Trotz aller Opfer ernteten Juden nur Antisemitismus und Spott vom Allergemeinsten: Menschen, von denen der Historiker Golo Mann, Sohn des Schriftstellers Thomas Mann, sagte: „Es gab nichts deutscheres!“

Jüdisches Leben in Deutschland im Spiegel von Autobiographien, historischen Vorträgen oder von Literatur und Kunst präsentierte das achte „Fest des Jüdischen Buches“, welches erstmals im Rahmen der Jüdischen Kulturtage statt fand. Breit war die Palette der angebotenen Lesungen und Workshops. Gut angenommen wurde das Programm für Kinder, bei dem diese auch selbst kreativ mitmachen konnten: Entsprechend viele Jüngere konnte man in der Mittagspause durch Foyer huschen sehen.

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Duisburger Hafen AG: Festakt zum 300. Hafengeburtstag auf der Mercatorinsel

Wirtschaftliche Stärke braucht belastbare Infrastruktur
Von Petra Grünendahl

Die Duisburger Philharmoniker beim Festakt zum 300-jährigen Hafenjubiläum. Foto: Petra Grünendahl.

Die Duisburger Philharmoniker beim Festakt zum 300-jährigen Hafenjubiläum. Foto: Petra Grünendahl.

Mit einer Premiere läutete die Feier ein: Kai Gottlob vom Filmforum Duisburg hatte für einem achtminütigen Dokumentarfilm Bilder und Filmsequenzen aus 300 Jahren Duisburger Hafen zusammengeschnitten. Musikalisch unterlegt wurde das Ganze live von den Duisburger Philharmonikern mit der hierfür eigens komponierten Begleitmusik: einer Suite von Prof. Bernhard Eichner von der Folkwang Universität der Künste, die die Bilder eindrucksvoll zu unterstrich. Unter der musikalischen Leitung von Giordano Bellincampi optisch wie musikalisch ein Hochgenuss.

Eirch Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, beim Festakt zum 300-jährigen Hafenjubiläum. Foto: Petra Grünendahl.

Eirch Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, beim Festakt zum 300-jährigen Hafenjubiläum. Foto: Petra Grünendahl.

Zum offiziellen Festakt zum 300. Hafengeburtstag hatte die Duisburger Hafen AG auf die Mercatorinsel eingeladen. Rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur waren der Einladung gefolgt. Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, dankte den Mitarbeitern, die in den letzten 18 Jahren mit ihm zusammen den Wandel von der Hafenverwaltung zur integrierten Logistikgruppe unter der Dachmarke „duisport“ voran getrieben und begleitet hatten. „Rund 100 Unternehmen haben wir seitdem hier ansiedeln können“, bilanzierte der Hafenchef. Logport I auf den Flächen des aufgegebenen Stahlwerks in Rheinhausen sei eine Erfolgsgeschichte, Daraus sei eine ganze Familie geworden, den jüngsten Spross – logport VI – hatte man gerade erst in der vergangenen Woche öffentlich gemacht. Vor 18 Jahren, als Staake den Vorstandsvorsitz übernahm, sei dieses nicht absehbar, ja Träumerei gewesen. „Nirgends ist die Vernetzung von Industrie und Logistik so erfolgreich wie hier.“ Seit der Übernahme der Bundes-Anteile durch das Land NRW sei der Unternehmenswert weiter gestiegen. Weiterlesen

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Kulturtage der Jüdischen Gemeinde: „Fest des Jüdischen Buches“ am Sonntag, 18. September

Blick in den Spiegel jüdischer Identitäten
Von Petra Grünendahl

Wie die Finger einer ausgestreckten Hand: Das Jüdische Gemeindezentrum im Innenhafen. Foto: Petra Grünendahl.

Wie die Finger einer ausgestreckten Hand: Das Jüdische Gemeindezentrum im Innenhafen. Foto: Petra Grünendahl.

Vielseitige Interessen spricht das „Fest des Jüdischen Buches“ auch in diesem Jahr an. Von der Kunst über Historisches und Soziologisches bis hin zu autobiographischen Werken reicht die Spanne, aber auch für Kinder wird etwas angeboten. Zu den bekannten Namen zählt sicherlich der Berliner Schriftsteller Walter Kaufmann, der in Duissern auf der Prinz-Albrecht-Straße aufgewachsen ist. Der 92-Jährige liest unter anderem aus seinem Buch „Schade, dass du Jude bist“, das so manchem Jüngeren wertvolle Einblicke in ein unbequemes Kapitel deutscher Geschichte geben dürfte. Auch Prof. Daniel Hoffmann, Literaturwissenschaftler an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, erzählt anhand seiner Familiengeschichte aus deutsch-jüdischem Leben in Düsseldorf im Schatten des Holocaust.

Das „Fest des Jüdischen Buches“ gibt es schon seit 2006. Erstmals ist es in diesem Jahr in die Jüdischen Kulturtage eingebettet, die größere Zusammenhänge von Wechselbeziehungen jüdisch-deutscher Kultur deutlich machen. Am kommenden Sonntag, 18. September, steht nun das „Jüdische Buch“ im Fokus: Bücher von Juden, Bücher über jüdisches Leben, Lesungen und Würdigungen jüdischer Künstler und Schriftsteller. Zwischen 11 und 16.30 Uhr steht das Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Duisburg Mülheim Oberhausen am Springwall (Innenhafen) ganz im Zeichen des Buches – und dies bereits zum achten Mal (Rückblicke gibt es hier …). Zumeist laufen mehrere Veranstaltungen parallel. Schon schade, dass man sich nicht zweiteilen kann. Den Programmablauf für den 18. September gibt es hier …

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Oberlandesgericht Düsseldorf: Loveparade-Strafverfahren: Beschwerden gegen Nichteröffnung des Strafverfahrens eingegangen

Oberlandesgericht Düsseldorf. Foto: Charlie1965nrw (CC-BY-SA-3.0).

Oberlandesgericht Düsseldorf. Foto: Charlie1965nrw (CC-BY-SA-3.0).

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat am 14. September 2016 über die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ihre rund 750-seitige Begründung der sofortigen Beschwerde im Loveparade-Strafverfahren nebst allen Verfahrensakten beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht. Zu diesen Akten zählen auch die rund 40 Beschwerden von Nebenklägern nebst Begründungen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg sowie verschiedene Nebenkläger hatten im April 2016 sofortige Beschwerde gegen den Nichteröffnungsbeschluss der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Duisburg vom 30. März 2016 eingelegt. Mit diesem Beschluss hatte die Kammer die Eröffnung des Loveparade-Strafverfahrens abgelehnt.

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Loveparade-Strafverfahren: Generalstaatsanwaltschaft unterstützt Beschwerde beim OLG Düsseldorf

justiz_rgbDie Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungsakten dem zuständi-gen Strafsenat beim Oberlandesgericht Düsseldorf zur Entscheidung über die sofortigen Beschwerden der Staatsanwaltschaft Duisburg und verschiedener Nebenkläger gegen den Beschluss des Landgerichts Duisburg vom 30. März 2016, mit welchem die Eröffnung des Hauptver-fahrens gegen zehn Angeschuldigte wegen fahrlässiger Tötung u. a. gemäß § 204 Abs. 1 StPO aus tatsächlichen Gründen abgelehnt worden ist, vorgelegt.

Der umfassenden und überzeugenden Beschwerdebegründung der Staatsanwaltschaft Duisburg ist die Generalstaatsanwaltschaft nach eingehender Prüfung uneingeschränkt beigetreten.

– Pressemeldung der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf –

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DeltaPort vor Ort: Festliche Übergabe der Kaimauer im Stadthafen Wesel

DeltaPort positioniert sich als Markenzeichen für Logistik am Niederrhein
Von Petra Grünendahl

Franz Michelbrink, Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel GmbH (vorne)  und Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG (dahinter). Foto: Petra Grünendahl.

Franz Michelbrink, Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel GmbH (vorne) und Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG (dahinter). Foto: Petra Grünendahl.

„Es bedurfte ständiger Abstimmung, die Sanierungsarbeiten an der Spundwand im laufenden Umschlagbetrieb durchzuführen“, erzählte Franz Michelbrink, Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel, die den Ausbau im Stadthafen Wesel betrieben hatten. Auch die Auflagen der Kampfmittelräumung seien deutlich strenger gewesen als beim Bau der ersten Spundwand in den 1950-er und 1960-er Jahren, berichtete der Stadtwerke-Chef. Rund 700 von 1.500 Metern Kaimauer waren ebenso erneuert worden wie die Gleise der Hafenbahn, die darüber hinaus bis zum Anschluss an das ‚Streckennetz der Deutschen Bahn erweitert wurde, womit der Stadthafen nun trimodal angebunden ist. Bei der mittlerweile schon fast zur Tradition gewordenen Hafentour „DeltaPort vor Ort“ übergab der Stadtwerke-Chef die fertig gestellte Kaimauer an den neuen Hafenchef Andreas Stolte, der erstmals (nach seinem Antritt auf der Kommandobrücke von DeltaPort zum 1. Juni) die rund dreistündige Tour durch die Häfen am Rhein-Lippe-Delta begleitete.

Bereits zum vierten Mal hatte der zum 2012 gegründete Hafenverbund DeltaPort GmbH & Co. KG zu einer Rundfahrt durch seine Häfen unter dem Motto „DeltaPort vor Ort“ eingeladen. Vertreter und Gremienmitglieder der Gesellschafter – Kreis Wesel sowie die Städte Wesel und Voerde – waren ebenso an Bord des Fahrgastschiffes „River Lady“ vertreten wie Führungskräfte der Hafenanlieger, die Wirtschaftsförderung des Kreises Wesel, Logistikwirtschaft und Politik. Interessante und vor allem auch neue Einblicke gewährte die Tour auch in diesem Jahr, Fortschritte sind auch in den beiden anderen Häfen, dem Rhein-Lippe-Hafen (Wesel) und dem Hafen Emmelsum (Voerde), erkennbar. Vertreter der in den Häfen angesiedelten Unternehmen erzählten den rund 180 Gästen an Bord von bisherigen Stand ihrer Bauprojekte und den avisierten Inbetriebnahmen.

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Walsum: Duisburger Hafen AG plant logport VI am Standort der ehemaligen Papierfabrik

Nach der Aufbereitung der Flächen soll Jobmotor für Walsum anspringen
Von Petra Grünendahl

Markus Teuber, Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG. Foto: Petra Grünendahl.

Markus Teuber, Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG. Foto: Petra Grünendahl.

„Die Umgehungsstraße ist schon in der Planung“, erzählte Markus Teuber, Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG. Während man bei der Stadt schon Baurecht schafft, kümmert man sich beim Land um die Finanzierung: „Wir schauen nach Fördertöpfen für den Bau der Straße“, erklärte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. Die hier zu bauende „Querspange“ dient ja nicht nur der Anbindung des Areals der ehemaligen Papierfabrik; auch die Hövelmann Getränkelogistik hat auf dem Nachbargrundstück ihr Areal erweitert und braucht die neuen Zufahrtswege auch für ihre Lkw-Transporte. Für einen einstelligen Millionenbetrag habe man das Gelände der ehemaligen Papierfabrik von 40 Hektar Größe gekauft – mit allen Hallen, Gebäuden und Maschinen, erklärte Hafenchef Erich Staake. Am 1. Oktober werde der Kaufpreis überwiesen: „Dann kann es los gehen.“

Vor dem Pressegespräch (v. l.): Dr. Ghanem Degheili (Geschäftsführer Logport Logistic-Center Duisburg GmbH), Erich Staake (Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG), Verkehrsminister Michael Groschek und Generalbevollmächtigter Markus Teuber. Foto: Petra Grünendahl.

Vor dem Pressegespräch (v. l.): Dr. Ghanem Degheili (Geschäftsführer Logport Logistic-Center Duisburg GmbH), Erich Staake (Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG), Verkehrsminister Michael Groschek und Generalbevollmächtigter Markus Teuber. Foto: Petra Grünendahl.

Nachdem die Papierfabrik Walsum GmbH in die Insolvenz gegangen war, hatte Markus Teuber Gespräche mit dem Insolvenzverwalter aufgenommen. In einem Pressegespräch erläuterte die Führung der Duisburger Hafen AG ihre Pläne für die Entwicklung des stillgelegten Industrieareals als „logport VI“. Neben Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Hafengesellschaft standen NRW-Verkehrsminister Michael Groschek sowie die beiden Projektverantwortlichen, Markus Teuber als Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG und Dr. Ghanem Degheili als Geschäftsführer der ausführenden Logport Logistic-Center Duisburg GmbH Rede und Antwort. „Ich bin froh, dass wir hier wieder eine Fläche für Logistikentwicklung in Duisburg gefunden haben“, meinte Staake. Die beiden letzten logport-Standorte waren ehemalige Bergbauflächen, die als logport IV in Kamp-Lintfort und logport V in Oberhausen entwickelt werden.

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Eröffnung der Jüdischen Kulturtage am Ludwigturm im Duisburger Innenhafen

Wo jüdische Kunst zuhause ist
Von Petra Grünendahl

Der Ludwigturm als erkennbares Überbleibsel der des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen Spedition Hermann Ludwig im Garten der Erinnerung (Innenhafen). Foto: Petra Grünendahl.

Der Ludwigturm als erkennbares Überbleibsel der des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen Spedition Hermann Ludwig im Garten der Erinnerung (Innenhafen). Foto: Petra Grünendahl.

„Jeden Tag begegnen wir dem Neuen, dem Anderen: Das macht das Leben spannend“, eröffnete Dimitrij Yegudin, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Duisburg Mülheim Oberhausen, die Kulturtage seiner Gemeinde, die Menschen in Duisburg ermuntern soll, eine den meisten von ihnen unbekannte Welt zu erkunden. Bei strahlendem Sonnenschein hatte man kurzerhand die Eröffnung dorthin verlegt, wo ohnehin im Anschluss die zu den Kulturtagen gehörende Ausstellung „Israelische Künstler im deutschen Raum“ eröffnet werden sollte: An die Treppe des Ludwigturms im Garten der Erinnerungen. Das erleichterte auch Besuchern den Zugang, denn ins Gemeindezentrum hinein kommt man nur nach Ausweiskontrolle: Nicht weil sich die jüdische Gemeinde verschließen würde, sondern weil der Staatsschutz darauf besteht, der – so traurig das ist – jüdische Einrichtungen in Deutschland rund um die Uhr bewacht.

Jüdische Kunst im Garten der Erinnerungen: die Stahlplastik "Schwebend" von Menashe Kadishman. Foto: Petra Grünendahl.

Jüdische Kunst im Garten der Erinnerungen: die Stahlplastik „Schwebend“ von Menashe Kadishman. Foto: Petra Grünendahl.

Mit ihren ersten Jüdischen Kulturtagen öffnet sich die Jüdische Gemeinde in Duisburg für Interessierte, die mehr erfahren wollen darüber, wie die jüdisch-deutsche Kultur ihren Beitrag zur deutschen Gesellschaft leistet und sie bereichert. „Unsere Stadt ist vielfältig. Die Jüdische Gemeinde ist ein fester Bestandteil unserer Stadtgesellschaft. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, hob Bürgermeister Erkan Kocalar bei der Begrüßung hervor. „Der Austausch und das einander näher kommen ist ein Zeichen gelungener Integration, auf die wir hier in Duisburg stolz sein können.“ Er betonte aber auch: „Wir müssen weiter daran arbeiten.“

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Stolpersteine: Nachfahren der jüdischen Familie Isaacson aus Amerika besuchen Ruhrort

Zu einer gemeinsamen Zeit des Gedenkens trafen sich am Freitagnachmittag Ruhrorter Bürger mit den Nachkommen des Ehepaars Isaacson, für das in der Landwehrstraße auf Höhe der ehemaligen Hausnummer 16 im letzten Dezember Stolpersteine verlegt wurden.

Nachfahren der Isaacsons besuchten die Stolpersteine auf der Landwehrstraße in Ruhrort. Foto: Fritz Hemberger.

Nachfahren der Isaacsons besuchten die Stolpersteine auf der Landwehrstraße in Ruhrort. Foto: Fritz Hemberger.

Familie Isaacson ist aus den USA angereist, um sich auf den Spuren ihrer Vorfahren zu begeben. Die Ruhrorter Forscherin zur jüdischen Geschichte, Ilse van Ackeren hatte die Enkel und Urenkel von Sally und Emma Isaacson eingeladen, den Ort zu besuchen, an dem ihre Familie bis zur Deportation lebte und ein Geschäft betrieb. Sally Isaacson wurde in Dinslaken geboren, lebte seit 1909 in Ruhrort und hatte eine Metzgerei. Er war Kriegsteilnehmer im 1. Weltkrieg, Mitglied des Ruhrorter Kriegervereins, musste 1933 durch Boykott sein Geschäft aufgeben und wurde 1942 nach Izbica deportiert und gilt als verschollen. Seine Frau Emma verstarb im Jahr 1941 entrechtet und gedemütigt im Kölner jüdischen Asyl.

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Jüdische Gemeinde Duisburg Mülheim Oberhausen lädt zu Kulturtagen ein

Jüdische Kultur in Deutschland:
Gemeinde sucht den lokalen Dialog

Von Petra Grünendahl

Jüdisches Leben hat die deutsche Kultur über Jahrhunderte bereichert. Nach Holocaust und Flucht schrumpften die Gemeinden. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs Mitte der 1980-er Jahre kam die zweite Zäsur, die ein neues Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte schrieb: Mit der Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion seit dem Ende der 1980-er Jahre gewannen die Gemeinden neue Mitglieder. Mit der Integration der Zuwanderer stärkten sie ihre Sichtbarkeit in der deutschen Gesellschaft. Mit den Jüdischen Kulturtagen öffnet sich nun die Jüdische Gemeinde im Duisburger Innenhafen nach außen, um mit spezifischen kulturpolitischen Akzenten in einen Dialog zu treten.

Im Hintergrund der Ludwigturm im Garten der Erinnerung, vorne von links: Privatdozent Dr. Ludger Joseph Heid, Heike Kaminski, Stacey BLatt und Dimitrij Yegudin. Foto: Petra Grünendahl.

Im Hintergrund der Ludwigturm im Garten der Erinnerung, vorne von links: Privatdozent Dr. Ludger Joseph Heid, Heike Kaminski, Stacey BLatt und Dimitrij Yegudin. Foto: Petra Grünendahl.

Erstmals auf kommunaler Ebene lädt die Jüdische Gemeinde Duisburg Mülheim Oberhausen vom 11. bis 27. September ein zu ihren Kulturtagen. „Im letzten Jahr hat es so eine Veranstaltung auf Landesebene gegeben“, erzählte Dimitrij Yegudin, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde. „So wollen wir uns jetzt auch hier vor Ort an die Öffentlichkeit wenden, ins Gespräch kommen. Wir hoffen zugleich, hier eine Tradition einzuleiten, die zukünftig nachwirkt.“ Unter dem Leitthema „Juden in der deutschen Kultur – eine gegenseitige Bereicherung?“ will die Jüdische Gemeinde mit den Kulturtagen die Vielfältigkeit der (im übrigen Jahrhunderte alten) deutsch-jüdischen Beziehungen und ihrer fruchtbaren Wechselbeziehung bewusst machen. Im Pressegespräch stellten Dimitrij Yegudin und Heike Kaminski, Assistentin der Geschäftsführung, zusammen mit dem Historiker Privatdozent Dr. Ludger Heid und der Duisburger Künstlerin Stacey Blatt das Programm aus Vorträgen, Theater, Musik, Film, Literatur und Kunst vor.

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Zoo Duisburg: Namenswettbewerb entschied, die kleinen Tiger heißen Makar und Arila

Zoodirektor Achim Winkler (links) und Evonik-Vorstandsvorsitzender Klaus Engel stellten am neuen Tigergehege die Namen des Tigernachwuchses vor. Foto: Petra Grünendahl.

Zoodirektor Achim Winkler (links) und Evonik-Vorstandsvorsitzender Klaus Engel stellten am neuen Tigergehege die Namen des Tigernachwuchses vor. Foto: Petra Grünendahl.

Zehn Wochen nach ihrer Geburt haben die beiden Tiger-Babies im Duisburger Zoo am Kaiserberg offiziell ihre Namen bekommen. Makar und Arila heißen die beiden Jungtiere nun, die Ende Juni in der neugestalteten, naturnahen Tigeranlage zur Welt gekommen sind.

Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender des Projektsponsors Evonik, enthüllte offiziell die Namenstafeln der kleinen Sibirischen Tiger. „Wir freuen uns, dass wir durch die Finanzierung der neuen Anlage die Nachzucht dieser seltenen Tiere unterstützen konnten“, sagte Engel. „Den Menschen aus Duisburg und der Region wünschen wir viel Freude bei dem Besuch dieser faszinierenden Raubkatzen.“ Zoo-Direktor Achim Winkler unterstrich, die Erweiterung sei ein wichtiger Beitrag zur weltweiten Arterhaltung. „Im Freiland in Sibirien leben nur noch etwa 450 Tiere dieser Gattung.“

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Antikriegstag 2016: DGB Niederrhein gedenkt der Opfer des Faschismus

“Erinnern für die Zukunft“ – DBG-Jugend im Gespräch mit Nachfahren von Widerständlern
Von Petra Grünendahl

Jutta Esser aus Moers, Enkelin des Widerständlers und Moorsoldatenlied-Dichters Johann Esser. Foto: Petra Grünendahl.

Jutta Esser aus Moers, Enkelin des Widerständlers und Moorsoldatenlied-Dichters Johann Esser. Foto: Petra Grünendahl.

„Vier Jahre war ich alt, als mein Großvater starb. Mit 13 fing ich so langsam an zu begreifen, dass er etwas Besonderes war“, erzählte Jutta Esser. Spürbar emotional bewegt erzählt sie von ihrem Großvater, den sie selber fast nur aus Erzählungen kannte: Johann Esser (1896 – 1971) war unter anderem Bergmann gewesen in der Zeche Diergardt in Rheinhausen. Ein Arbeiterführer, Kommunist und Dichter. Wie so viele Andersdenkende war er kurz nach dem Reichstagsbrand in „Schutzhaft“ genommen und als politischer Häftling ins KZ Börgermoor ins Emsland gebracht worden. Die Häftlinge in den Emslandlagern (insgesamt 15 Lager) – zunächst politische Häftlinge, später Sträflinge und Kriegsgefangene – legten dort die Moore trocken. „Einen Unterhaltungsnachmittag stellten die Häftlinge mit dem Titel ‚Zirkus Konzentrazani‘ auf die Beine“, erzählte Jutta Esser. Ihr Großvater habe dafür ein Lied getextet, das von seinem Haftkollegen Rudolf Goguel (1908 – 1976) vertont worden war: Das „Lied der Moorsoldaten“. „Es ist immer wieder und wird bis heute von Unterdrückten und bei Protestaktionen gesungen – in der ganzen Welt“, erzählte die Dichter-Enkelin, die in Moers wohnt und dort an einem Berufskolleg unterrichtet.

Antikriegstag 2016 (v. l.): Kristina Risch, Alice Czyborra, Michelle Mauritz und Angelika Wagner (Geschäftführerin DGB Niederrhein). Jutta Esser kam verkehrsbedingt erst zum Beginn der Veranstaltung an. Foto: Petra Grünendahl.

Antikriegstag 2016 (v. l.): Kristina Risch, Alice Czyborra, Michelle Mauritz und Angelika Wagner (Geschäftführerin DGB Niederrhein). Jutta Esser kam verkehrsbedingt erst zum Beginn der Veranstaltung an. Foto: Petra Grünendahl.

Traditionell lädt der DGB Niederrhein am 1. September, dem Jahrestag des Kriegsbeginns 1939, in den großen Sitzungssaal (Saal 100) ins Rathaus am Burgplatz ein zu einer Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Immer wieder gelingt es den Verantwortlichen des Regionalverbandes des DGB und der hier besonders engagierten DGB-Jugend, interessante Gäste für Beiträge zum Thema „Widerstand gegen Faschismus“ zu gewinnen. Weiterlesen

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300 Jahre Hafen: Niederrheinische IHK und Duisburger Hafen diskutieren über Wachstumschancen in der Region

Digitalisierung als Herausforderung
für Wirtschaft und Arbeitswelt

Von Petra Grünendahl

Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. Foto: Petra Grünendahl.

Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. Foto: Petra Grünendahl.

„In seiner 300-jährigen Geschichte war der Hafen wesentlicher Taktgeber und Antriebsmotor für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region“, erklärte IHK-Präsident Burkhard Landers zur Begrüßung. Dabei habe sich der Hafen der Entwicklung sich verändernder Rahmenbedingungen anpassen müssen. Mit neuen Ideen hat sich der Hafen positioniert und ist heute als duisport-Gruppe nicht nur Hafeninfrastruktur-Betreiber, sondern diversifizierter, weltweit vernetzter Logistik-Dienstleister. „Infrastrukturentscheidungen sind Investitionen in Arbeitsplätze und Wachstum“, so Landers. Die Rolle des Hafens als Jobmotor betonte auch Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG: Jeder achter Arbeitsplatz in Duisburg hänge vom Hafen ab. Rund 46.000 Arbeitsplätze seien es in der Region. “Logport I war der Startschuss“, so Staake. Bis logport Zehn wolle er es als Hafenchef noch schaffen, erklärte er. Containerumsätze gehen weltweit zurück, zweistellige Wachstumsraten seien Geschichte: „Zuwächse sind künftig nur noch durch höhere Effizient und qualitativ bessere Dienstleistungen zu erwarten.“

Der Gastgeber mit den Hauptrednern des Abends (v.l.): Wolfgang Clement, Erich Staake und Prof. Jürgen Rüttgers. Foto: Petra Grünendahl.

Der Gastgeber mit den Hauptrednern des Abends (v.l.): Wolfgang Clement, Erich Staake und Prof. Jürgen Rüttgers. Foto: Petra Grünendahl.

Anlässlich des 300-jährigen Hafenjubiläums hatten die Duisburger Hafen AG und die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer (IHK) ins Museum Küppersmühle eingeladen, unter den Stichwort „Industrie 4.0“ Potenziale und Perspektiven für die Wirtschaft an Rhein und Ruhr auszuloten. Als Keynote Speaker hatte man zwei ehemalige Ministerpräsidenten und Bundesminister, Wolfgang Clement und Prof. Jürgen Rüttgers, gewinnen können. In der anschließenden Podiumsdiskussion gaben Dr. Stefan Dietzfelbinger (Hauptgeschäftsführer der IHK), Gisbert Rühl (Vorstandsvorsitzender bei Klöckner), Amadou Diallo (Vorstandsvorsitzender von DHL Freight) und Kurt Leidinger (Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland) Einblicke, Weiterlesen

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Marketing-Club Duisburg-Niederrhein informiert sich zum „Heimat shoppen“ bei der IHK

Wer vor Ort einkauft, stärkt die Lebensqualität seiner Region
Von Petra Grünendahl

Die Niederrheinische IHK hat den stationären Handel im Fokus: Michael Rüscher, Geschäftsbereichsleiter Handel, Dienstleistungen, Mittelstand, Außenwirtschaft, erklärt die Marketing-Aktion "Heimat shoppen". Foto: Petra Grünendahl.

Die Niederrheinische IHK hat den stationären Handel im Fokus: Michael Rüscher, Geschäftsbereichsleiter Handel, Dienstleistungen, Mittelstand, Außenwirtschaft, erklärt die Marketing-Aktion „Heimat shoppen“. Foto: Petra Grünendahl.

Mit dem Internet ist dem stationären Handel ein mächtiger Konkurrent um die Gunst der Käufer entstanden. Fast alles ist nur einen Mausklick entfernt zu haben, vieles ist scheinbar billiger und per Paketboten wird bis an die Wohnungstür geliefert. Das macht dem Einzelhandel zu schaffen. Mit guten Argumenten müssen sie sich beim Kunden positionieren. Genau dies sei aber ein Problem, erklärte Michael Rüscher. Der Geschäftsbereichsleiter bei der Niederrheinschen IHK ist unter anderem verantwortlich für Handel und Dienstleistungen. Allzu häufig seien nämlich den Akteuren vor Ort selber nicht klar, womit sie sich positionieren können und sich damit vom Internet-Händler absetzen. Diese Botschaft des Handels sollte beim Kunden ankommen, der letztendlich in vielfacher Weise profitiert von eben jenem lokalen Einzelhandel, der Gastronomie und den Dienstleistungen in seinem Umfeld.

Im vergangenen Jahr hatte die Niederrheinische IHK die Aktion „Heimat shoppen“ in ihrer Region aufgegriffen, die 2014 erstmals von der IHK in Krefeld initiiert worden war. Traditionell sind die Industrie- und Handelskammern nicht nur Interessenvertretungen der Industrie, sondern auch von Handel und Dienstleistungen, die bei der Aktion „Heimat Shoppen“ im Vordergrund stehen. Die Niederrheinische IHK umfasst die Region der Stadt Duisburg sowie der Kreise Wesel und Kleve. Von 30 Städten in der Region schlüpften 29, von 60 Werbegemeinschaften 51 unter den Marketing-Schirm „Heimat shoppen“; in diesem Jahr sind sogar 53 Werbegemeinschaften mit dabei. Unterstützt wird die hiesige IHK vom Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Niederrhein e. V. und dem Einzelhandelsverband Kleve e. V. Bevor nun am 9. und 10. September die diesjährige „Heimat shoppen“-Aktionstage über die Bühne gehen, nutzte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein die Gelegenheit, sich in den Räumen der IHK an der Mercatorstraße aus erster Hand zu informieren.

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Museum Küppersmühle: Baugenehmigung erteilt für Erweiterungsbau im Duisburger Innenhafen

Das MKM wird nach den Plänen von Herzog & de Meuron erweitert

Erweiterung des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen hier vom Philosophenweg aus gesehen. Foto: © Herzog & de Meuron.

Erweiterung des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen hier vom Philosophenweg aus gesehen. Foto: © Herzog & de Meuron.

Die Baugenehmigung der Stadt Duisburg liegt nun vor und die Bauarbeiten am Erweiterungsbau des MKM können starten. Erste Vorbereitungen auf der Baustelle sind bereits im Gange. Der eigentliche Baubeginn ist für Anfang September terminiert. Die Grundsteinlegung mit detaillierter Vorstellung des Projektes ist für Frühjahr 2017 geplant.

Architekten der Erweiterung des MKM Museum Küppersmühle sind Herzog & de Meuron aus Basel (Schweiz), die mit dem Neubau weitere 2.500m² zusätzliche Ausstellungsfläche für eine der wichtigsten Sammlungen deutscher Nachkriegskunst weltweit schaffen. Aktuell können nur rund 25% der Bestände im MKM gezeigt werden. Der Erweiterungsbau ermöglicht künftig eine weitaus umfassendere Präsentation. „Durch den Erweiterungsbau wird das MKM seine Leuchtturmfunktion für deutsche Kunst in NRW und darüber hinaus nachhaltig festigen“, ist Direktor Walter Smerling überzeugt.

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Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. hat die Vergangenheit im Blick: „Archivbilder Duissern“

Villengegend rund um den Kaiserberg:
Vom Ratsdorf zum „Königreich“ Duissern

Von Petra Grünendahl

„Der Kaiserberg, das war da, wo die reichen Leute wohnen“, dieser Satz von Emmi Pannenbecker aus dem Film zum 100-jährigen Theaterjubiläum ist im Gedächtnis geblieben. Die im Dezember 2014 kurz nach ihrem 101. Geburtstag verstorbene (hier ist der Nachruf) ehemalige Duisburger Kulturpolitikerin war bis ins hohe Alter als Zeitzeugin gefragt (Theaterjubiläum 2012, Heimatabend Duisburg im WDR 2013) und für ihre pointierten Erinnerungen bekannt. Bis heute gilt Duissern als bessere Wohngegend. Alte Villen und Gründerzeit-Bauten sind überwiegend immer noch gut in Schuss. Manch alte Ansichten aus den „Archivbildern Duisburg-Duissern“ findet man nur wenig verändert im heutigen Stadtbild wieder, obwohl der Zweite Weltkrieg mit seinen Luftangriffen arge Schäden verursacht hatte.

Als die Stadtteile noch eigene Kinos hatten: das Park Theater in Duisssern an der Brauerstraße / Ecke Mülheimer Straße. Heute befindet sich dort die Druckerei Edel. Foto: Zeitzeugenbörse Duisburg.

Als die Stadtteile noch eigene Kinos hatten: das Park Theater in Duisssern an der Brauerstraße / Ecke Mülheimer Straße. Heute befindet sich dort die Druckerei Edel. Foto: Zeitzeugenbörse Duisburg.

Alte Ansichtskarten und Fotos aus Duissern hat die Zeitzeugenbörse in einem Buch der „Reihe Archivbilder“ im Sutton Verlag veröffentlicht. Am westfälischen Hellweg, dem alten fränksichen Heerweg zur Rhein-Ruhr-Mündung, entstand das Straßendorf Duissern: Im Jahr 1059 erstmals schriftlich erwähnt und ab 1234 Standort eines Zisterzienserklosters (die Nonnen wanderten aber 1582 nach Duisburg ab). Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden Wohnhäuser im Rahmen der Industrialisierung sowie Fabrikantenvillen rund um den Kaiserberg – aus dem Dorf Duissern war der Stadtteil Duisburgs geworden, den die Einheimischen auch gerne mal als „Königreich Duissern“ bezeichnen.

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Deutschlands älteste Landmarke strahlt wieder: „Rheinorange“ frisch lackiert

Gemeinsame Bemühungen setzen sichtbare Zeichen
Von Petra Grünendahl

Gruppenbild mit Rheinorange (v.l.): Dr. Frank Rieger (Wirtschaftsjunioren), Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla (beide Lehmbruck Museum), Künstler Lutz Fritsch, Kulturdezernent Thomas Krützberg, Oberbürgermeister Sören Link, Dr. Ulrich Kleier (ehem. Sprecher der Wirtschaftsjunioren) und Henning Grzesiek (heute Sprecher der Duisburger Wirtschaftsjunioren). Foto: Petra Grünendahl.

Gruppenbild mit Rheinorange (v.l.): Dr. Frank Rieger (Wirtschaftsjunioren), Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla (beide Lehmbruck Museum), Künstler Lutz Fritsch, Kulturdezernent Thomas Krützberg, Oberbürgermeister Sören Link, Dr. Ulrich Kleier (ehem. Sprecher der Wirtschaftsjunioren) und Henning Grzesiek (heute Sprecher der Duisburger Wirtschaftsjunioren). Foto: Petra Grünendahl.

Gruppenbild mit Rheinorange: NN, Dr. Frank Rieger, Künstler Lutz Fritsch, Dr. Doris König, Dr. Ulrich Kleier, Thomas Krützberg, Dr. Söke Dinkla, Henning Grzesiek, Oberbürgermeister Sören Link und Dr. Joachim Bonn. Foto: Petra Grünendahl.

Gruppenbild mit Rheinorange: NN, Dr. Frank Rieger, Künstler Lutz Fritsch, Dr. Doris König, Dr. Ulrich Kleier, Thomas Krützberg, Dr. Söke Dinkla, Henning Grzesiek, Oberbürgermeister Sören Link und Dr. Joachim Bonn. Foto: Petra Grünendahl.

„Rheinorange sagt Danke“, erklärte der Kölner Künstler Lutz Fritsch, der auch an die Aufstellung seiner Skulptur am 26. September 1992 erinnerte. Mit der Restaurierung wurde nach Vollendung des 230 Kilometer langen Ruhrtal-Radweges, der genau an dieser Stelle endet, ein weiteres Zeichen gesetzt. Die auf Anregung von zwei Homberger Bürgern bei den Restaurierungsarbeiten angebrachte Beleuchtung – sozusagen das Tüpfelchen auf dem „i-Punkt“, als den Fritsch seine Skulptur an dieser Stelle bezeichnet hatte – lässt die beeindruckende Skulptur nun auch im Dunkeln wie eine heiße Stahlbramme leuchten, der die 25 Meter hohe Skulptur als ein Hommage an die Industriestadt Duisburg nachempfunden ist.

Sie strahlt wieder in reinstem Orange (RAL 2004 = Reinorange): die Skulptur an der Mündung von Rhein und Ruhr, die 1992 als erste Landmarke in Deutschland geschaffen wurde. Zu einem kleinen Festakt hatten das Lehmbruck Museum und die Wirtschaftsjunioren Duisburg Sponsoren sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur eingeladen. Denn die an der Mündung der Ruhr in den Rhein gelegene und weit sichtbare Skulptur „Rheinorange“ erscheint nach einer Restaurierung nun wieder jenem reinen Orange, mit dem sie ursprünglich mal errichtet worden war. 1992 auf Initiative der Duisburger Wirtschaftsjunioren mit Unterstützung einer Vielzahl von Unternehmen durch den Kölner Künstler Lutz Fritsch errichtet, hatte „Rheinorange“ durch Witterung und Graffitis Schaden genommen. Dies und die im Zuge des Ausbaus des Ruhrtal-Radweges ermöglichte Beleuchtung hatten die Wirtschaftsjunioren zum Anlass genommen, sich für eine Instandsetzung einzusetzen. „Wir als Junge Wirtschaft setzen uns für Nachhaltigkeit ein“, betonte Henning Grzesiek, Sprecher der Duisburger Wirtschaftsjunioren. „Daher war es für uns selbstverständlich, uns dauerhaft für ‚Rheinorange’ einzusetzen und gemeinsam mit den Unternehmen der Region eine Restaurierung zu ermöglichen.“

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Zoo Duisburg: Namenswettbewerb für Tigernachwuchs

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Sehr zufrieden ist man im Zoo mit der Entwicklung der beiden prächtigen kleinen Minitiger, die seit letzter Woche in der großen naturnahen, von Evonik Industries finanzierten Tigeranlage gemeinsam mit Tigermutter Dasha umherstreifen.

Herrlich anzusehen, wie die beiden Racker über die Anlage flitzen, sich spielerisch an ihre Mutter heranpirschen und sich auch sonst in allem üben, was man für ein Leben als Tiger später benötigt. Stolz ist man auch auf Tigermama Dasha, die zum ersten Mal Nachwuchs bekommen hat und sich vorbildlich um diesen kümmert.

Gestern konnte nun das Geschlecht der beiden Jungtiger festgestellt werden. Es sind ein Männchen und ein Weibchen. Was den beiden jetzt noch fehlt, ist ein passender Name. Alle Tiger-Freunde sind hiermit aufgerufen, aus den unten aufgeführten Namensvorschlägen ihren Favoriten auszuwählen.

Die Entscheidung soll fallen für die folgenden Namensvorschläge, die allesamt aus dem Lebensraum der Sibirischen Tiger stammen.

Für das männliche Jungtier:

  1. Ahren (Engel)
  2. Gorin (Ort in Sibirien)
  3. Makar (Sibirischer Name)

Für das weibliche Jungtier:

  1. Arila (Sonne)
  2. Luba (Liebe)
  3. Vassia (Königliche)

Unter den Einsendungen der meist gewünschten Namen werden zwei Gewinner ausgelost, die für einen halben Tag unsere Tierpfleger in der neuen Tigeranlage bei ihrer Arbeit unterstützen können.

Die Namensvorschläge können per Mail an tiger@zoo-duisburg.de gesendet werden. Einsendeschluss ist Donnerstag, der 1. September 2016.

Mehr Fotos gibt es hier in „Die Tiger sind los“ und hier bie Flickr …

– Pressemeldung des Zoo Duisburg –

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Loveparade-Zivilverfahren: Vier weitere Schadensersatzklagen werden verhandelt

Gedenktstätte für Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg am Alten Güterbahnhof.  Foto: Petra Grünendahl,

Gedenktstätte für Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg am Alten Güterbahnhof.
Foto: Petra Grünendahl,

In vier weiteren am Landgericht Duisburg laufenden Zivilverfahren wegen der tragischen Ereignisse bei der Loveparade 2010 hat das Gericht Termine zur mündlichen Verhandlung bekannt gegeben. Bei der Loveparade-Veranstaltung am 24. Juli 2010 kam es zu einem Gedränge, durch das 21 Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden. Sämtliche Klagen richten sich gegen die L. GmbH als Veranstalterin, deren Geschäftsführer, die Stadt Duisburg und das Land Nordrhein-Westfalen.

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Zoo Duisburg: Die Tiger sind los

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Heute durften die beiden Jungetiger erstmals die Außenanlagen des Tigergeheges im Zoo Duisburg erkunden. Foto: Petra Grünendahl.

Nun war es endlich so weit: Der Tigernachwuchs durfte die erstmals Außenanlage erkunden. Unter dem immer noch wachsamen Auge von Mutter Dasha können die Jungtiere nun auch von allen Besuchern bewundert ewrden.

Riesengroß war die Freude im Zoo Duisburg, als Ende Juni zwei junge Tiger geboren wurden. Kaum war die riesige neue von Evonik Industries finanzierte Tigeranlage zu Ostern fertiggestellt worden, erfolgte die Zusammenführung von Tigermann El-Roi mit seiner neuen Auserwählten Dasha – mit einer offensichtlich erfolgreichen Verpaarung, wie der Zuchterfolg belegt.

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Museum DKM in Duisburg: Trinkhallen und mehr – Fotografien von Tata Ronkholz

Anne Bude: Idyll der Achtziger Jahre
mit einem gewissen Schimanski-Charme

Von Petra Grünendahl

Tata Ronkholz "Trinkhallen und mehr". Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Tata Ronkholz „Trinkhallen und mehr“. Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Die Trinkhalle, im Ruhrgebiet kurz und knackig „Bude“ genannt, entstand in der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts: Vor den Werkstoren gelegen boten sie den Arbeitern die Möglichkeit, sich mit alkoholfreien Getränken zu versorgen. Die Buden gingen mit der Zeit, boten Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften, Alkohol und Süßigkeiten an, später auch – entsprechende Nachfrage bei strengen Ladenschlussgesetzen schufen hier einen Markt – allerlei Dinge des täglichen Bedarfs. Sortiment und Kundschaft änderten sich, die soziale Funktion als Treffpunkt und Ort des Austauschs blieb. Überdauert hat ihre individuelle Gestaltung bis heute, wo Supermärkte sich immer ähnlicher sehen. Diese Einzigartigkeit hat Tata Ronkholz schon in den Siebziger-/Achtziger Jahren in ihren dokumentarischen Fotografien eingefangen, als „Liebenswürdigkeit der Trinkhallen“ hatte sie es selbst einmal bezeichnet. Einige dieser Arbeiten sind nun in einer Sonderausstellung „Trinkhallen und mehr“ im Museum DKM zu sehen.

Tata Ronkholz "Trinkhallen und mehr". Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Tata Ronkholz „Trinkhallen und mehr“. Fotografie im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Das „Jahr der Trinkhalle“, das die Ruhr Tourismus GmbH für 2016 ausgerufen hat, bot auch dem Museum DKM eine Gelegenheit, Flagge zu zeigen. Die beiden Sammler und Stiftungsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas sammeln schon seit den 1980-er Jahren Fotografien von Tata Ronkholz (1940-1997). Die gebürtige Krefelderin hatte ab 1978 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Bernd Becher dokumentarische Fotografie studiert. Ihre bekannteste Fotoserie beschäftigt sich mit Trinkhallen: Im Ruhrgebiet, im Düsseldorfer und im Kölner Raum. Ihre Fotografie umfasst aber auch andere Motivserien – Werkstore oder Hafenstandorte, spätere Werke umfassen Schaufenster von Geschäften –, die ebenfalls exemplarisch in der Sonderschau zu sehen sind.

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